Den verdeckten Stellenmarkt erobern

Silke Grotegut explains how to access the hidden job market, where about 65% of positions are filled through networks and recruiters rather than public listings. She recommends optimizing your LinkedIn or Xing profile with recruiter keywords, staying active with quality contacts, and sending targeted applications directly to companies you want to work for.
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So ihr Lieben, herzlich willkommen bei einer neuen Live Folge von Karrierebibel TV. Heute mit einem super spannenden Thema und einem super spannenden Gast. Bei mir ist die Silke Rotegut. Herzlich willkommen, liebe Silke.
Hallo Jochen, vielen Dank für die Einladung.
Ganz kurz für die Zuschauer, die jetzt dabei sind auf all den Kanälen und dich noch nicht kennen, kannst du dich kurz vorstellen.
Mein Name ist Silke Grotegut. Ich bin Karriere und Bewerbungscoach schwerpunktmäßig für Führungskräfte und ich biete von der beruflichen Neuorientierung, also Klienten, die zu mir kommen, die ich möchte beruflich was Neues machen, weiß aber nicht, was das sein könnte, über Erstellung oder Optimierung der Bewerbungsunterlagen und Vorbereitung der Forschungsgespräche, Gehaltsverhandlungen, alles was dazugehört. Ich sitze in Bonn, aber ich arbeite natürlich nicht nur seit Corona, auch online, also remote. Sehr schön.
Und heute sprechen wir über das Thema verdeckter Stellmarkt. Man muss vielleicht dazu sagen, ich kenne Silke Grotegut schon ein bisschen länger. Silke Grotegut ist auch eine der Expertinnen bei uns in der Karriere Bibel Akademie, die wir jetzt vor kurzem. Unser Thema da hast du in der Akademie hast du über die Initiativbewerbung gesprochen, Das ist auch Tong Twister hier Initiativbewerbung. Heute sprechen wir über den verdeckten Stellenmarkt. Der hat aber damit sehr, sehr viel zu tun. Vielleicht definieren wir erst was ist überhaupt der verdeckte Stellenmarkt? Hast du eine spannende Definition?
Also der verdeckte Stellenmarkt, das ist also, wenn man 100 Prozent der Stellen, die es zu besetzen gilt, nimmt, dann gibt es ein paar, die werden ausgeschrieben. Das sieht man so bei Stepstone Monster, bei diesen ganzen Jobbörsen, die man so kennt. Und dann gibt es aber eine Menge an Stellen, die nicht ausgeschrieben werden. Und das Erstaunliche, das sind viel, viel mehr Stellen als das, was man sieht in den offenen Jobbörsen. Also man unterscheidet den offenen Stellenmarkt, die Stellen, die öffentlich ausgeschrieben sind, und den verdeckten Stellenmarkt, die Stellen, die halt nicht ausgeschrieben sind, die über andere Wege besetzt werden. Zum Beispiel über Empfehlungen, über das Netzwerk, initiativbe Bewerbungen oder aber, weil Personalberater sie zum Beispiel finden, die Bewerber. Und das, was im offenen Stellenmarkt, vielleicht noch ganz kurz im offenen Stellenmarkt landet, ist eigentlich nur noch der Rest, der nicht über andere Kanäle besetzt werden konnte.
Das ist ein sehr spannendes Thema, weil nämlich in der Tat. Ich habe mal gerade hier eingeblendet einen Artikel. Wir haben natürlich auf der Karrierebibel auch einen Artikel dazu, da gibt es diese Grafik, die man sich mal so ein bisschen anschauen kann. Das sind ungefähr die Schätzungen, wo man sagt, der verdeckte Stellenmarkt ist also ungefähr doppelt so groß wie der offizielle. Also ich sag mal so 35 Prozent ist der offizielle Stellenmarkt und der verdeckte hat dann eben entsprechend 65 bis 66 Prozent, also gut und gerne doppelt so viele Stellen, die da rumtummeln. Und wie du schon sagst, ja genau, sie werden vergeben über Vitamin B, also über Beziehungen, über Netzwerke, Empfehlungen. Aber, und das ist ja das Spannende daran, immer mehr Headhunter und auch Personaler und Recruiter sind inzwischen aktiv auf der Suche nach Talenten, wahrscheinlich aus Effizienz und Kostengründen, weil sie gemerkt haben, wenn wir eine Stellenanzeige schalten, dann kriegen wir vielleicht 4, 500 Bewerbungen, aber von denen, ich sage es mal ein bisschen despektierlich, sind vielleicht vier, fünf Schrott. Also passen überhaupt auf die Stelle zu bearbeiten, auszusortieren, Absagen zu schreiben, wenn Unternehmen überhaupt Absagen schreiben, das macht halt wahnsinnig viel Arbeit. Wenn du aber direkt auf die Suche gehst, dann bist du halt viel zielgerichteter und triffst dann eher die Kandidaten. Finde ich also eine super, super spannende Sache an der Stelle. Und in dem Zusammenhang kommt dieses Active Sourcing, das ist so ein Passwort der Moderne natürlich dann ins Spiel. Und das wiederum findet ja vor allem auf LinkedIn und Xing statt. Und das ist ja eigentlich dein Thema. Also verdeckter Stellenmarkt auf LinkedIn und Xing.
Ja genau. Das ist so mein Leib und Magen Thema, weil dieser verdeckte Stellenmarkt einfach so unglaublich wichtig ist. Und eben in deiner Grafik sah man das ja auch 95 Prozent aller Bewerber konzentrieren sich auf den offenen Stellenmarkt. Das heißt, da ist auch noch eine extrem hohe Konkurrenz. Active Sourcing hast du so als Stichwort genannt. Genau. Heute befinden wir uns im Zeitalter des Fachkräftemangels, also das heißt, die Unternehmen warten gar nicht mehr darauf, dass sich schon der richtige Kandidat bei ihnen meldet mit einer Bewerbung, sondern sie gehen aktiv auf die Suche und versuchen Bewerber anzusprechen oder potenzielle Mitarbeiter anzusprechen und sie an das Unternehmen zu binden. Genau. Und das funktioniert am besten natürlich über Xing und LinkedIn oder überhaupt über Social Media, weil in der Regel haben ja Arbeitnehmer keine Webseite, worüber ich sie finden könnte über eine Keyword Recherche. Aber ich kann ihr Profil finden und wenn das gut aufgesetzt ist und das mache ich zum Beispiel mit meinen Klienten, dass wir das Profil sauber und professionell aufsetzen, so dass die die Leute gefunden werden können für das, was sie halt an Kompetenzen, an Stärken, an Qualifikationen mitbringen.
Da sind wir vielleicht schon beim ersten Schritt vom verdeckten Stellenmarkt oder das Pendant aus Arbeitnehmersicht ist ja die passive Bewerbung. Also wir reden vom verdeckten Stellenmarkt und normalerweise auf dem offenen Stellenmarkt würde man sich aktiv bewerben auf ein Stellenangebot, was zu einem passt. Und das Pendant dazu ist die passive Bewerbung. Das heißt, ich bewerbe mich nicht als Arbeitnehmer, sondern ich werde gefunden und angesprochen. Also der Job findet mich und der Personaler spricht mich an oder der Headhunter oder Recruiter, wie auch immer. Die passive Bewerbung. Und jetzt ist ja eigentlich das ganz, ganz Spannende, was du angesprochen hast. Der erste Schritt ist eigentlich die klare Positionierung. Also ich muss mir schon Gedanken machen, wie stelle ich mich denn da in diesen Netzwerken überhaupt da? Also was ist denn da so eine wichtige Frage oder was sind wichtige Fragen, die ich mir im Vorfeld überhaupt stellen sollte, wenn ich mich denn auf diesen Netzen Xing, LinkedIn, Facebook, Instagram, wo auch immer positioniere?
Ja, ganz wichtig, was du als erstes angesprochen hast, die Positionierung. Absolut. Ich muss mir vorher Gedanken machen, wen will ich denn überhaupt mit meinem Profil ansprechen? Also welche Unternehmen sind das? Wonach suchen die? Wofür möchte ich gefunden werden? Also welche Probleme kann ich lösen? Welchen Mehrwert kann ich einem Arbeitgeber bieten? Und das sind so die grundlegenden Fragen, die ich erstmal klären muss. Wen will ich ansprechen mit meinem Profil? Denn das kennt man so aus Marketing. Wenn ich für alle schreibe oder alle ansprechen möchte, spreche ich am Ende niemanden an. Also ich muss mir vorher Gedanken darüber, wen will ich überhaupt ansprechen und wofür möchte ich gefunden werden?
Wie wichtig sind denn in dem Zusammenhang, Entschuldigung, wenn ich da reingrätsche, wie wichtig sind denn in dem Zusammenhang Schlüsselbegriffe, also sogenannte Keywords, die man in sein Profil einbaut?
Extrem wichtig, weil die Recruiter, und darunter fasse ich jetzt mal Personaler und Headhunter und so weiter Die suchen natürlich in der Suchfunktion nach bestimmten Keywörtern, also was weiß ich, Projektmanager und also die verknüpfen das dann über sogenannte boolsche Operatoren, End or, also dann suchen die nach Projektmanager und Anlagenbau oder Maschinenbau oder sowas. Und diese Keywörter, wenn ich die in meinem Profil drin habe, dann schaffe ich die Grundvoraussetzung, dass ich überhaupt in der Suchliste, also unter den Suchergebnissen erscheine. Die Kunst ist jetzt, möglichst weit oben unter den Suchergebnissen zu erscheinen, denn das kennen wir alle von Google. Wenn ich suche, was weiß ich, Friseur Bonnie, dann gucke ich die ersten fünf Ergebnisse vielleicht an, aber ich gucke mit Sicherheit nicht auf Seite 5 noch, ich blätter da nicht weiter. Und das ist die Kunst, möglichst weit vorne zu erscheinen.
Ja gut, jetzt frage ich natürlich, wie geht das?
Ja, also was die Plattformen oder auch Google natürlich gerne mögen, ich bleibe mal bei den Plattformen, also Xing und LinkedIn ticken da gleich. Was die super finden, ist, wenn a dein Profil schon mal vollständig ausgefüllt ist, dann die relevanten Keywörter müssen auftauchen. Die Häufigkeit der Keywörter ist ein ganz wichtiges Element. Und dann kommen wir, also das hängt alles dann mit dem Profil zusammen und das ist auch die Grundvoraussetzung, um überhaupt gefunden zu werden. Und ich werde umso höher gerankt von diesen beiden Plattformen, je aktiver ich auch bin in den Netzwerken. Also ich muss, das ist ja klar, ein Netzwerk lebt davon, dass Leute sich vernetzen und b miteinander interagieren. Also je mehr Kontakte ich habe, desto besser und je aktiver ich in dem Netzwerk bin, desto besser, weil sonst schätzen die beiden Plattformen mich als, ich sag mal jetzt Karteileicher ein. Und dann rutsche ich natürlich im Ranking immer weiter runter.
Wir hatten heute Morgen einen super spannenden Talk auf Clubhouse, auch zum selben Thema, Da gab es eine Zuschauerin oder Zuhörerin, auf Clubhouse ist es ja nur Audio, eine Zuhörerin, die hat die Frage gestellt, sollte ich denn in meinem LinkedIn Profil diese Funktion Open to Work anklicken? Wenn man das aktiviert, dann ist hier in dem Profilfoto, warte mal, ich kann das mal hier einblenden, da ist jetzt mal gerade mein LinkedIn Profil, das sehen wir dann mal gerade so und da ist jetzt dann hier praktisch, also im Moment sind wir da jetzt gerade live, aber hier oben ist ja praktisch mein Profilfoto und in diesem Profilfoto würde dann irgendwann halt dieser grüne Kringel unten auftauchen. Open to work, das ist ja im Prinzip das Signal an Personal, ich bin theoretisch zu haben und offen. Blöd ist natürlich, wenn ich in einem ungeköhnlichen Beschäftigungsverhältnis stehe, dann sieht es auch im Zweifelsfall der eigene Chef. Das ist natürlich dann nicht mehr ganz so unauffällig. Wie schätzt du denn diese Funktion ein? Also wie wichtig und relevant ist diese Funktion, dass ich die aktiviere und signalisiere, ich bin open to work?
Also erstens, ich kann sie ja auch freischalten nur für Recruiter. Das kann ich in den Einstellungen machen, dann sehen nur Recruiter das und für Recruiter ist das natürlich super praktisch, weil wenn ich sehe Open to work, dann wird mir das leichter fallen, die anzusprechen, weil die Wahrscheinlichkeit, dass sie wechselbereit sind, hoch ist. Wenn ich aber, ich sag jetzt mal Leute anspreche, die das nicht drin haben als Recruiter, dann habe ich auch eine hohe Ausschussquote, weil viele wollen ja gar nicht wechseln und das ist so eine Frage, wie laut möchte ich das denn machen, meine Jobsuche. Ich finde, man muss ein bisschen vorsichtig sein, wenn ich in einer ungekündigten Stelle bin zu sagen Open to work und es ist eine Persönlichkeitsfrage, würde ich sagen, muss jeder für sich selber entscheiden. Ich ich würde es glaube ich in einem ungekündigten Verhältnis eher nicht machen bzw. Es nur sichtbar für Recruiter schalten.
OK, überhaupt, ich mein, es ist ja auch noch so ein paar Formulierungen wie Suche neue Herausforderungen, ist ja auch so ein Schlüsselbegriff, den man reinschreiben kann. Sein Profil signalisiert natürlich auch Offenheit. Würdest du dann wahrscheinlich entsprechend auch eher nicht empfehlen, wenn man noch aktuell beschäftigt ist und vielleicht so im Stealth Modus suchen will?
Doch, würde ich schon empfehlen, weil also bei Xing beispielsweise taucht das würde ich das unter Ich suche eintragen und bei den Ich suche Begriffen sieht man dann auch nur diese ersten beiden Zeilen und wenn ich meine neue Herausforderung in die Zeile 5, 6, 7 einsortiere, dann sieht das sowieso keiner und ich gehe nicht davon aus. Meistens ist das so, dass der Arbeitgeber die Mitarbeiter stalkt und verfolgt. Wer schreibt denn da jetzt in sein Profil Suche neue Herausforderungen?
Okay, das kann man. Gibt es überhaupt Begriffe, die du sagst, die sind besonders empfehlenswert, dass man die immer rausnimmt. Also Herausforderung wäre ja jetzt so ein allgemeiner Schlüsselbegriff. Gibt es noch andere, die man unbedingt reinsetzen sollte, die so für Personaler vielleicht auch ganz, ganz wichtige Begriffe sind?
Das ist eine gute Frage. Also so generell würde ich jetzt ne, es kommt darauf an, wie gesagt, wofür möchte ich gefunden werden? Und diese Keywörter müssen dann da rein und das möglichst häufig, weil ich sage jetzt mal, habe ich eine Vertriebsstelle einmal in meinem Leben gehabt, dann erkennt Xing beziehungsweise LinkedIn, okay, habe ich einmal gehabt. Aber wenn Vertrieb in fünf Stellen auftaucht, dann ist natürlich klar, dass meine Expertise als Vertriebler deutlich höher ist. Und deswegen ist diese Häufigkeit sehr wichtig.
Guter Punkt. Expertise. Jetzt gibt es ja auf diesen Netzwerken, gerade auch auf Xing und LinkedIn, die Möglichkeit, dass bekannte Kontakte deine Fähigkeiten bestätigen. Also Testimonials nennt man das sozusagen in der Marketingsprache und die gibt es dann natürlich auch. Wie wichtig sind denn die? Denn häufig sind wir ehrlich, sind es ja auch so Gefälligkeitsbestätigung. Also bestätige mir doch mal bitte, liebe Silke, in meinem Profil, dass ich die Fähigkeit habe, tolle Interviews zu führen oder sowas. Dafür bestätige ich dir, Bewerbungscoaching Expertin zu sein oder sowas. Wie aussagekräftig sind die, Wie wirken die auf Personaler?
Ja, erstaunlicherweise wird da viel Wert drauf gelegt. Wichtig ist, und da hast du natürlich recht, wenn wir uns jetzt gegenseitig ein Testimonial ausstellen, dann kann man dran riechen. Die gucken schon, sind das unterschiedliche Leute? Also das checken die schon ab. Aber ein Testimonial, also das macht ja nur jemand, dem ich wirklich, also der mir was Gutes tun will. Wenn ich irgendwie arschig unterwegs bin, dann wird mir keiner ein Testimonial ausstellen. Und das ist bei Google Bewertungen genau das Gleiche. Wir gucken darauf, sind die Leute oder die Produkte empfohlen worden und das hat eine Wirkung. In der Tat, ja. Das ist übrigens auch etwas, was das Suchergebnis positiv beeinflusst. Wenn die Fähigkeiten und Kenntnisse bestätigt wurden bei den Empfehlungen, da bin ich mir jetzt nicht sicher. Da glaube ich, geht der Suchalgorithmus nicht drüber.
Ja, aber ich meine, letztendlich zählt wahrscheinlich der Absender bei allen Testimonials. Also klar, Gefälligkeitstestimonials, damit rechnet man irgendwo so ein bisschen, aber wahrscheinlich zählt auch einfach der Absender. Sprich, wenn da jemand ist, der tatsächlich auch vielleicht einen Brand schon hat, also der tatsächlich auch eine Größe ist im Internet oder Namen hat und der dann deine Fähigkeiten in dem Bereich bestätigt, dann zählt es natürlich mehr, als wenn er Erna Kasupke aus Hintertupfing macht, die man sowieso nicht kennt und wo man vermutet ist entweder eine nahe Verwandte oder eine enge Freundin.
Ja, genau. Absolut. Oder wenn ich erkennen kann, das ist, was weiß ich, ein ehemaliger Vorgesetzter, Geschäftsführer oder sowas, das hat auf jeden Fall einen höheren Wert, als wenn, ich weiß nicht, ein Kollege auf der gleichen Ebene.
Das schreibt, wo man dann das Gefühl hat, irgendwie, das ist so. Apropos Kontakte, wie wichtig sind eigentlich Kontakte in dem Zusammenhang? Es gibt ja Leute, die natürlich wahnsinnig viel Kontakte in diesen Netzwerken sammeln. Also ich kriege auch ständig solche Kontaktanfragen natürlich auf Xing und LinkedIn und so weiter und so fort von Leuten, die ich überhaupt nicht kenne. Manchmal schreiben sie netterweise noch irgendwie was dazu, warum sie mich jetzt kontaktieren wollen. Das finde ich sowieso immer besser, aber manchmal ist es auch einfach nur der Knopf gedrückt. So und dann wollen die dann irgendwie, dass du in ihrem Netzwerk landest, was per se auch ja immer eine komische Formulierung ist. Ich möchte, dass du in mein Netzwerk kommst, eigentlich in mein Netzwerk rein, aber egal, Wie wichtig sind eigentlich die Anzahl oder vielleicht die Qualität der Kontakte?
Da ist meine ganz klare Haltung, Qualität schlägt Quantität, weil was habe ich davon, wenn ich jetzt tausende von Kontakten habe, die aber nicht in meiner Zielgruppe sind? Also ich sag mal, ich bin jetzt Professional, ich habe schon zehn Jahre Berufserfahrung und suche eine Position als Personaler und ich habe Kontakte unter, keine Ahnung, Hochschulabsolventen oder sowas oder vielleicht sogar Studenten. Das ist nicht meine Zielgruppe und die können mir natürlich auch wenig behilflich sein, dabei mein nächstes berufliches Ziel zu erreichen. Und deswegen ist mein ganz klares Ja, Anzahl der Kontakte ist wichtig, aber wichtiger ist noch, dass die Qualität stimmt. Also im Sinne passen die zu meiner Zielgruppe?
Dann wäre ja wahrscheinlich der zweite Schritt auch zu Nachdem ich mein Profil aufgeräumt habe, mich klar positioniert habe, dass ich dann hingehe und meine Kontakte ganz gezielt noch mal durchschaue, vielleicht auch, ich sag mal, rausschmeiße, zu wem ich sowieso keinen Mengenkontakt habe und wer da vielleicht zu der Positionierung auch gar nicht mehr dazugehört und dann aber umso mehr jene Kontakte suche, die halt zu meiner künftigen Position auch wieder passen. Also sprich, ich nehme Kontakt auf, gezielt zu Experten in diesem Fachgebiet oder in diesem Bereich, in den ich halt jobberufsmässig gehen möchte.
Genau, richtig. Ja, absolut. Genau. Ich, ich habe ja eben gesagt, vorher mache ich mir Gedanken, wen möchte ich eigentlich ansprechen, was ist eigentlich die Zielposition, die ich erreichen möchte und wer könnte mir sozusagen behilflich sein. Und das können einmal Experten, also quasi Kollegen sein in anderen Unternehmen, mit denen könnte ich mich vernetzen, um in den fachlichen Austausch zu kommen. Das können aber auch so Sachen sein wie Mitgliedschaften in Gruppen sind super, um das eigene Netzwerk zu erweitern. Also es gibt sowohl auf Xing als auch LinkedIn viele, viele Gruppen, die sich mit allen möglichen Themen beschäftigen. Muss man einfach nur mal in die Suchfunktion eingeben, Da finde ich alles an Gruppen, darüber kann ich mein Netzwerk gut erweitern. Und dann muss ich natürlich auch noch die sogenannten Entscheider finden. Also wer sind die Leute, die mich potenziell eins könnten? Und wenn ich davon natürlich viele im Netzwerk habe und aktiv bin in meinem Netzwerk, also Posts like am besten, kommentiere vielleicht auch teile oder wenn ich selber vielleicht sogar Content erstelle, also selber poste, auch das erhöht mich im Ranking oder erhöht meine Sichtbarkeit. Genau.
Apropos Content schreiben, das ist natürlich, das weiß ich jetzt auch von einigen Zuschriften von Lesern von uns, die immer wieder sagen so, ja, ja, ihr habt da leicht reden, ihr seid Journalisten, ihr könnt natürlich ganz viel schreiben und machen und tun, Content produzieren, ich kann das nicht mehr, fällt im Zweifelsfall auch gar nicht ein. Was soll ich denn da schreiben oder posten oder sonst irgendwas. Das ist natürlich auch für den einen oder anderen Problem. Denn gehen wir mal davon aus, ich sage jetzt mal ein Ingenieur, der Fahrzeuge entwickelt oder ein Elektriker oder sowas, der Elektroingenieur, der muss ja im späteren Job auch nicht Posts schreiben können. Das ist nicht dessen Kernkompetenz, um sichtbar zu sein. Um da aber aufzufallen, muss der jetzt auf einmal posten. Das kann der ja gar nicht in dem Sinne. Also wenn er es kann als Naturdaten ist es toll, aber manche können das eben nicht. Was können die denn machen, um mehr Sichtbarkeit zu erreichen? Ich meine, nicht jeder ist ja ein begnadeter Autor oder Poster vor dem Herrn.
Ja, also ich glaube, man kann alles lernen und ich glaube auch nicht, dass erwartet wird, dass da immer so druckreife Posts rauskommen. Aber wenn ich auf einem Kongress, auf einer Messe, auf einer Weiterbildung bin und mich mit Kollegen unterhalte, dann sprechen wir ja auch über fachliche Dinge. Und über fachliche Dinge kann ich eigentlich immer sprechen, weil ich bin ja Experte für das, was ich tue. Und bleiben wir mal bei deinem Beispiel. Ingenieur, Elektroingenieur in der Automobilindustrie oder sowas. Über dieses Thema kann ich immer was berichten. Und ich habe vielleicht gerade ein spannendes Buch gelesen zu irgendeinem neuen Trend in der Elektrotechnik oder Elektromobilität, was auch immer. Gerade auf Xing gibt es ja ganz viele redaktionelle Beiträge. Ich kann mir zum Beispiel morgens die News kommen lassen. Ich sehe einen interessanten Artikel, den kann ich einfach kommentieren und teilen und spannender Artikel, besonders gut hat mir gefallen XYZ. Und natürlich mein erster Post wird nicht so gut sein wie mein zehnter oder mein hundertste Post. Die Übung macht den Meister und es müssen überhaupt keine langen Posts sein. Wichtig ist, dass ich mit meiner Expertise sichtbar werde.
Ich sehe gerade einen Kommentar von der Carolin. Also übrigens für alle, die jetzt gerade live zuschauen, ihr könnt Kommentare schreiben, die werden mir hier auch eingeblendet. Immer wenn ich so ein bisschen zur Silke rüber guck, gucke ich in Wahrheit nicht auf die Silke, sondern hier auf die Wand, wo die Kommentare eingeblendet werden. Und da sehe ich gerade von der Carolin, ich habe in letzter Zeit auch so komische Kontaktanfragen auf Xing. Mittlerweile lehne ich sie ab, weil ich aus dem Prof. Vielen nichts rauslesen kann. Ja, das ist im Prinzip der Kommentar, den wir gerade eben schon hatten zu dem Teil, dass du halt viele Anfragen bekommst. Tatsächlich ist wahrscheinlich auch deine Empfehlung, nicht alles annehmen, was da reinkommt. Auch wenn man dadurch vielleicht dann irgendwie Follower hat, wenn man sich positionieren will, ist das wahrscheinlich eher hinderlich, oder?
Ja, absolut. Also deswegen ist es auch so wichtig, sich vorher Gedanken zu machen, wen möchte ich denn erreichen mit meinem Profil, weil dann habe ich auch einen guten Kompass dafür, wen nehme ich an und wen nehme ich nicht an. Und auf Xing ist es wirklich mittlerweile so eine Seuche. Vielleicht bist du als Mann davon nicht betroffen, aber ich kriege ständig von irgendwelchen Army Leuten, also in der US Army, die sich mit mir ver. Ja, möglicherweise, so weit kommen wir nie, aber ich lehne sie alle ab. Wenn mir nicht ersichtlich ist, was für mich der Mehrwert ist in dieser Verknüpfung, dann lehne ich die auch konsequent ab.
Vielleicht sind es auch Bots, man weiß das natürlich nicht. Also das ist, wenn das amerikanisch gesteuerte Bots sind oder sowas, dann sind vielleicht auch gar keine klaren Personen dahinter, sondern irgendwelche Funktionen oder sowas, um dich da in Gespräche zu verwickeln. Man weiß es nicht. Aber in der Tat, ich kriege keine Armeeangehörigen, die sich mit mir irgendwie verbandeln wollen oder so. Das ist dann vielleicht doch ein sehr, sehr frauenspezifisches Problem. Aber ich kriege andere Anfragen von irgendwelchen Marketeers oder sowas und das ist ähnlich schwierig manchmal. Also dann kriegst du dann so Anfragen, auch das habe ich heute Morgen erzählt. Ich kriege da neuerdings so Anfragen von wildfremden Leuten und dann nimmst du die halt auch manchmal an, weil die schreiben dann vielleicht auch erst nett und im zweiten Moment stellen dir völlig intime Fragen, so was ist eigentlich deine Leidenschaft in deinem Business und womit verbringst du deine Freizeit? Und ich denke mir so, ich kenne dich überhaupt, warum soll ich mich jetzt dir offenbaren? Stell dich doch bitte selber erstmal vor. Aber man ahnt, da ist so ein Marketier, der versucht dich in so ein Funnel zu verwickeln und am Ende kommt dann mit diesen ganzen Fragenkaskaden natürlich raus, dass ich seine Dienstleistung ganz dringend brauche und deswegen dann halt kaufen soll. Dann denke ich mir, wenn es schon so anfängt, bitte nicht.
Genau. Ja, das sind auch Kontakte, die ich dann konsequent aus meinem Netzwerk wieder raus schicke.
Die verdienen sich dann auch nach dem dritten hin und her. Ich schreibe den immer in der Regel noch mal ganz nett zurück und stell dich doch vielleicht erst mal selber vor. Und wenn da nicht mehr viel kommt, dann lasse ich es entweder auf sich berufen und wenn sie dann immer weitermachen oder du merkst, das ist eigentlich so ein automatisiertes Ding, dann verdienen die sich ihren Blog und dann sind die auch wieder raus. Also da habe ich dann auch keine Lust drauf. Das ist einfach so. Aber kommen wir vielleicht wieder zurück zum verdeckten Stellenmarkt. Jetzt sind wir ja soweit, wir haben jetzt ein paar Schritte. Ich fasse noch mal so zusammen für alle, die ein bisschen später eingeschaltet haben. Also Positionierung in diesen Netzen ist der erste wichtige Schritt. Klares Profil, Profilbild könnte man auch noch mal ein Wort drüber verlieren. Ist ja auch noch mal ganz, ganz wichtig, dass man da ein professionelles, wie ich finde, auch immer einheitliches Profilbild hat. Also ich würde immer sagen, im Zuge der, im Business würde man sagen Corporate Identity, in diesem Fall ist Personal Branding wohl eher das richtige Wort. Würde ich versuchen, das auf Xing, LinkedIn und all den anderen Profilen, die ich professionell businessmässig nutze, dass da in etwa dasselbe Bild dann drauf zu sehen ist, damit ich halt einheitlich gleichmäßig wirke und man nicht so ein Störgefühl hat, wenn man da so durch die Netze wandert. Profilbild, gut, klare Positionierung, Kontakte pflegen ist das nächste Paar. Stichwörter reinbauen ins Profil hatten wir auch schon. Also Suche Herausforderungen eventuell für Recruiter freischalten, Open to work, dann ist das so ein bisschen öffentlich oder im Stealth Modus, wenn man es nur für die Recruiter freistellt. Posten, um mehr Sichtbarkeit zu erlangen und wenn man selber nicht posten kann, dann wenigstens Content kuratieren, also teilen, guten Content von anderen Experten aus meinem Fachgebiet teilen und vielleicht kommentieren. News, Nachrichten aus Nachrichtenportalen teilen und kommentieren, Ja, sehe ich genauso. Nein, sehe ich nicht so oder ist anders oder ja, da könnte jetzt noch eine weitere Entwicklung kommen und und, also noch so ein paar Gedanken noch dazu bringen und und und. Davon abgesehen kann man natürlich auch wunderbar Video Content machen, wie wir jetzt gerade vormachen. Das geht relativ, relativ einfach. Das kann man auch mit dem Handy heute machen und damit natürlich wunderbar präsent sein und mit Experten vielleicht auch Interviews führen und dann hat man auch tollen exklusiven Content. Gibt es noch was, was man unbedingt beachten sollte auf dem verdeckten Stellenmarkt?
Ich würde gerade noch eine Sache ergänzen. Liken und kommentieren, ganz wichtig, hatten wir ja eben auch schon gesagt. Und da wäre so mein Tipp, mal so zu gucken, wer ist denn in meiner Branche, in meinem Fachgebiet so ein Meinungsführer, so ein Thought Leader, mich mit dem zu vernetzen oder als Follower, also dem zu folgen. Und das sind auch immer super Gelegenheiten, da kann man einen kleinen Kommentar abgeben, da wird man dann in der Community auch sichtbar.
Und.
Wenn ich mich, das verstehe ich auch, dass das erstmal schwierig ist, eigenen Content zu erstellen, aber über Liken und Kommentieren kann ich meine Sichtbarkeit schon unglaublich boostern.
Apropos kommentieren, es ist aber wahrscheinlich auch noch mal wichtig, was man kommentiert. Also nicht jeder Kommentar ist ja wirklich hilfreich. Also ich sehe halt auch, also ich glaube, wir wollen jetzt nicht von Trollen reden, dass das nicht hilfreich ist für dein eigenes Profil, ist klar. Aber auch die Art und Weise, wie man mit anderen diskutiert, wie man mit denen streitet, das erlebe ich ja selber auch immer wieder, dass Leute relativ respektlos reinpoltern in Diskussion oder meinen, nur weil sie es anders sehen, müsste man ihnen recht geben oder sowas. Auch das erlebe ich immer wieder mal in Diskussion, sodass du sagst, so kann man nicht auch mal zwei Meinungen nebeneinander stehen lassen oder sagen, ja, ist okay, du siehst es so, ich sehe es so, es ist ja, also zwei Meinungen können ja auch nebeneinander stehen bleiben und jeder kann sich was raussuchen in irgendeiner Form. Also ich glaube auch dieses, die Art und Weise, wie man miteinander diskutiert, wie man miteinander sich fachlich austauscht und um die Wahrheit in der Sache natürlich um die Wahrheit ringt, das zeigt auch noch mal, was man für ein Typ ist, oder?
Ja, absolut. Das ist ja wie eine Arbeitsprobe. Also es geht ja mit dem sozialen Profil einmal darum, dass Leute mich überhaupt mal finden können, dass die wissen, dass es mich gibt. Dann müssen sie aber auch wissen, also da muss ich irgendwie auch sympathisch rüberkommen. Und das Dritte ist, sie müssen mir vertrauen, sonst kommt nie ein Deal zustande. Das ist egal, ob wir ein Auto kaufen, Staubsauger kaufen oder einen Mitarbeiter einkaufen, Ich muss wissen, dass es ihn gibt. B muss ich ihn sympathisch finden und drittens muss ich ihm vertrauen. Und so ein Kommentar eignet sich ja ganz wunderbar für Recruiter oder Personaler zu sehen, wie tickt denn der so oder sie, wie arbeitet die, Kann ich die auf Kunden loslassen? Also da auf jeden Fall sich bewusst sein, das sehen alle Leute, das bleibt auch im Netz. Und was, also mein Tipp ist, wenn ich Kommentiere dann auch immer eine eigene Meinung mit reingeben, also etwas Persönliches mit reingeben. Also nicht solche Kommentare wie, ja, hilfreiche Artikel oder Applaus. Damit kann niemand wirklich was anfangen. Aber in einer Diskussion, also in einer Diskussion etwas einbringen, womit andere Leute dann oder wo andere Leute wieder darauf aufsetzen können.
Deswegen, so meine ich ja, das finde ich sowieso. Also konstruktiv kritisieren ist ja völlig okay und auch immer willkommen, aber eben konstruktiv, sachlich, fachlich, sodass man dann vielleicht auch noch einen zusätzlichen Input einfach in irgendeiner Form gibt, sagt, das ist meine Erfahrung, das habe ich schon erlebt und das kann ja was Abweichendes sein. Ich finde es dann immer schwierig, wenn man seine singulären Erfahrungen sozusagen zum Allgemeingut erhebt, Da wird es dann schwierig oder dann das Gefühl hast, so macht sich da einer jetzt zur Polizei und zum Meinungsführer oder so, der diejenige oder diejenige gar nicht, ist das dann schwierig. Aber wenn du grundsätzlich konstruktiv bei der Sache bist, dann kann das sehr, sehr wertvoll sein. Und ich glaube, da ist dann zum Beispiel auch die Positionierung ganz stark. Also ich suche mir einen Influencer, einen Experten, Expertin in dem Bereich und kommentiere Artikel, aber auf eine sehr wertschätzende, respektvolle und zugleich inspirierende, erweiternde Art und Weise, so wie wir uns eigentlich alle Kommentare natürlich wünschen.
Genau dem.
Gerade so ein bisschen durch das Profil durch. Ich mache das, ich blende das noch mal gerade ein, dann sehen wir das noch mal gerade hier. Ich gucke mal, ob ich scrollen kann. Ja, ich kann scrollen, was denn da noch so für Bereiche sind. So da sind die diversen Aktivitäten. Ist immer blöd, wenn man sich selbst zum Maßstab macht. Ich könnte jetzt auch dein Profil nehmen, aber wusste nicht, ob du damit einverstanden bist. Deswegen kommen die Berufserfahrungen. Na klar, das ist so ein bisschen der verkappte Lebenslauf. Erkenntnisse, Fähigkeiten sind, glaube ich, auch noch mal ganz wichtig. Und hier endet es dann auch schon irgendwie. Also ich glaube, über diesen Teil hier oben müssten wir noch mal sprechen. Also das ist ja so dieser Teil, wo du ein paar Hashtags reinbauen kannst. Zumindest ist es bei Xing so, wo du so eine Kurzbeschreibung von dir selber auch abgibst. Und das ist ja somit das erste was natürlich anderen ins Auge fällt, wo sie sagen oh, was ist denn das für ein Typ? Was schreibt er denn da über sich selbst? Da steht dein Profil, dein Name und dann geht das da gleich weiter. Wie siehst du das? Guck mal, ich sehe gerade hier, wir sind zeitversetzt auf Link.
Also die Visitenkarte ist unglaublich wichtig, weil erstens die Aufmerksamkeitsspanne in den sozialen Medien oder überhaupt im Netz ist noch mal deutlich kürzer als jetzt in so analogen Medien. Und das Zweite ist also ein Profilbesucher, der nimmt sich in der Regel so drei bis fünf Sekunden Zeit und in der Zeit hat er Ist die Person interessant für mich? Ist dieses Profil interessant für mich oder nicht? Und das Erste, was er von mir sieht, ist diese Visitenkarte. Es gibt Untersuchungen darüber, wie häufig, also wie lange ist die Verweildauer auf Profilen, wenn da zum Beispiel ein Profilbild drauf ist und wenn kein Prof. Profilbild drauf ist, wenn dann Bannerbild drauf ist, wenn dieser Profil Slogan gut formuliert ist. Also wenn ich das schaffe, das Wesentliche zu mir in dieser Visitenkarte zusammenzufassen, so dass jemand sofort entscheiden oh, ist interessant für mich, der könnte tatsächlich mein Problem lösen, dann habe ich eine gute Chance, dass mein Profilbesuch auch nach unten scrollt und mehr Zeit auf meiner, auf meinem Profil verbringt.
Wenn ich da noch mal frage, wie stehst du zu Zitaten? Ich sehe ja manchmal auf diesen Profilen so Zitate, so keine Ahnung, Oscar Wild hat schon gesagt, dies, das und jenes oder sowas. Das ist stehst du dazu?
Ich halte davon nichts. Also sagen wir mal so, ich finde sie nicht hilfreich, weil das Einzige, was dieser Slogan aussagt, dann ist, dass diese Person diesen Slogan, also diesen Spruch gut findet. Ich möchte aber viel eher wissen, was ist seine Expertise und was kann er mir bieten? Also Selbstständige beherrschen das meistens ziemlich gut, das in sehr knapper Form auf den Punkt zu Was kann ich für dich tun? Das fällt Arbeitnehmern in der Regel schwer, ihren USP sozusagen auf den Punkt zu bringen. Aber das ist total wichtig. Also was kann ich für dich tun? Wenn ich das in einen Satz bringen kann? Super. Wenn dann noch Keywörter drin sind, perfekt.
Genau. Ich organisiere Teams und helfe, Kosten einzusparen oder irgendwie sowas. So ein Versprechen, so ein Leistungsversprechen, was man im Grunde genommen auch im Vorstellungsgespräch formulieren müsste. Also ich glaube, dass wenn man Man kann jetzt noch mal drüber diskutieren, ob es immer glücklich ist, einen Satz mit ich anzufangen, aber wahrscheinlich geht es gar nicht anders. Ich helfe dir, ich helfe Ihnen, das und das zu tun. Das machen ja sehr, sehr viele Coaches, Berater, Trainer, dass sie diese Formulierung wählen. Aber die funktionieren wahrscheinlich auch bei Angestellten ganz, ganz gut auf die Uhr. Weil wir gesagt haben, wir wollen heute so eine Dreiviertelstunde sprechen, würde ich noch mal ganz gerne auf das Eingangsthema. Also wir haben jetzt ganz schön viel über die Profile gesprochen. Ich würde aber ganz gerne zum Abschluss noch mal auf die Initiativbewerbung eingehen. Das ist ja auch ein wesentliches Instrument, um auf dem verdeckten Stellenmarkt richtig gute Jobangebote zu bekommen. Was sind denn da so deine drei knackigen Tipps, die du den Zuschauern jetzt hier mit an die Hand geben wollen würdest zum Thema Initiativbewerbung.
Ist gar nicht so weit entfernt von dem, was ich eben auch hier für die Profile gesagt habe. Ich brauche eine gute Vorbereitung. Also ich muss mir vorher klar darüber Wen will ich eigentlich ansprechen? Bei der Initiativbewerbung ist es ja so, ich drehe die Suche um, ich gehe auf Unternehmen zu und das bietet die Chance, mir erstmal Gedanken zu Welche Unternehmen sind eigentlich interessant für mich? Welche Unternehmen repräsentieren auch Werte, die für mich wichtig sind? Und dann, was ich häufig als Fehler sehe bei Initiativbewerbungen von Klienten ist, dass sie versuchen, möglichst allgemein zu bleiben, weil sie ja nicht wissen, welche Stelle ausgeschrieben oder wo eine Vakanz entstehen könnte und was genau. Sie können sich halt vorstellen, ich könnte das machen, ich könnte das machen. Dafür käme ich auch in Frage und das ist aber verkehrt. Genau wie beim Profil, wenn ich alle ansprechen will, spreche ich am Ende wieder niemanden an. Also meine Empfehlung ist ganz klar, sich auf eine ganz konkrete Position zu bewerben, weil der Personaler, die Führungskraft, die kann diesen Transfer schon leisten und dafür haben wir jetzt gerade nichts ausgeschrieben, aber die Position käme für diese Person doch auch in Frage. Also ich komme viel besser als Experte rüber, wenn ich mich auf etwas ganz Konkretes bewerbe und sage, was ich suche, als wenn ich so im Schwammigen bleibe.
Die Wirtschaft fordert immer den Generalisten eingestellt und befördert wird, aber der Spezialist, das ist ja.
Ja, ich weiß gar nicht, ob ich das so sagen würde, Die Wirtschaft sucht immer einen Generalisten. Also ich erlebe das auch ganz genau so. Die suchen eigentlich eher Spezialisten. Also definitiv stellen sie die Spezialisten ein. Ja, genau.
Okay, jetzt kriegen wir ganz viele Fragen. Ich glaube, das liegt an der zeitversetzten Ausstrahlung. Jetzt kriegen wir noch ganz viele Anfragen per Kommentar zum Thema, also dieser Visitenkarte. Carolin fragt zum Beispiel, da ich neu auf LinkedIn bin, weiß ich nicht genau, was ich da oben reinschreiben soll. Habt ihr da Tipps? Und Antonio schreibt, Haller, habt ihr noch weitere Beispiele für den USP, also zu welchen ihr raten würdet? Vielleicht gehen wir darauf dann doch noch abschließend ein in den letzten Minuten. Wie gesagt, das liegt wahrscheinlich auch das Learning von mir. Wir müssen wahrscheinlich auf einem Thema ein bisschen länger rumkauen, weil das zeitversetzt ausgestrahlt wird und dann kommen erst die komplett Kommentare dazu. Aber vielleicht gehen wir noch mal darauf ein, was gibt es dann da so? Ich blende noch mal ganz kurz ein, also diesen Slogan, den man hier oben sieht. Was gibt es da so für Tipps, die man dazu geben kann? Was könnte man da reinschreiben?
Also zum Start würde zum Beispiel auch total gut gehen, einfach ein paar Keywörter reinzuschreiben, sowas wie Projektmanagement, Maschinenbau, Führung oder sowas. Also einfach so ein paar Keywörter, die meine Expertise gut beschreiben. Das wäre mein Anfangstipp, damit überhaupt irgendwas.
Da steht mein Profil, meine Stärken. Also man kann sich da vielleicht auch an so einer dritten Seite orientieren. Also Tipp vielleicht für alle, die gerade reinschauen. Guck doch mal auf der Karrierebibel gibt es einen Artikel zur Profilseite und zur dritten Seite, die mit dem Motivationsschreiben relativ verwandt ist. Und da gibt es ein paar Beispiele, wie man so seine Stärken und sein Profil stichwortartig auf so eine Übersichtsseite eigentlich für die schriftliche Bewerbung, wie man das zusammenfassen kann. Aber die Formulierungen, die da drin sind in diesen Beispielen, die kann man natürlich reduziert komprimiert auch noch mal adaptieren, indem man dann sagt, das packe ich dann auch zum Beispiel in meinen Projekten Profilspruch da oben rein, Also wo man dann sagt, so meine Top Stärken oder meine drei wichtigsten Eigenschaften oder warum die drei wichtigsten Argumente, warum sie mich einstellen sollten, Doppelpunkt und dann erstens, zweitens, drittens und dann kommen vielleicht genau diese drei Keywords oder sowas, vielleicht auch nur mal in Klammern mit einem Hashtag dahinter oder sowas könnte man ja auch machen. Also ich glaube, dass man sich an dieser Profilseite der Bewerbung ganz gut orientieren kann. Und da gibt es einmal natürlich bei uns auf Karrierebibel ganz viele Beispiele und Muster und Formulierungshilfen, aber dazu findet man natürlich auch woanders im Netz noch ein paar Beispiele. Und daran könnte man sich so orientieren, um so einen Einstieg für diese Visitenkarte zu bekommen.
Ja, absolut. Jetzt wollte ich gerade noch was ergänzen und das ist mir wenn ich mit meinen Klienten arbeite und die Frage was sind denn deine Stärken? Dann kommen aber ganz häufig so Sachen wie ich kann gut organisieren, darüber werde ich nicht gefunden, sondern wenn ich als Unternehmen einen Mitarbeiter suche, dann gebe ich nicht ein Organisationstalent, sondern ich gebe ein Projektmanager, Maschinenbauingenieur, whatever.
Also man muss sich eigentlich bei diesen Keywords in die Lage des Personalers versetzen. Also ich kann gut organisieren, ist toll, dass du das kannst, aber sucht halt keinen Personaler. Personaler suchen, Projektmanager oder Teamleiter oder andere Spezifikationen. Und ich glaube, das ist nochmal ein ganz, ganz wichtiger Tipp zum Abschluss, dass man sich tatsächlich reinversetzt in die Lage des suchenden Personalers, Recruiters, Headhunters, was auch immer. Nach welchen Keywords würdest du denn vielleicht suchen, Wenn du selber der Headhunter wärst und Kandidaten suchen müsstest, was würdest du dann eingeben? Und genau diese Suchbegriffe, die solltest du dann in dein Profil schreiben und nicht die Suchbegriffe, die zeigen, guck mal, wie toll ich bin, wonach aber eben kein Mensch sucht. Das ist tatsächlich so ein bisschen die Umkehr des Denkens.
Und da noch ein Tipp von meiner Seite, Einfach mal so Jobannoncen raussuchen für meinen Job. Dann kann ich nämlich ziemlich gut sehen, was sind immer die Keywörter, die immer immer wieder auftauchen und die kann ich dann gut nutzen.
Genau so eine schöne Schnittmenge aus diversen Stellenangeboten, weil man dann schon so weiß, wie Personaler ticken und in welchem Jargon die eigentlich handhaben und suchen letztendlich dann auch. Ja, klar.
Man kann sich allerdings auch, das ist auch ein guter Tipp im Übrigen für die schriftliche Bewerbungsunterlage, weil heute werden ganz viele Unterlagen überhaupt nicht mehr vom Personaler, zumindest nicht im ersten Schritt gelesen sondern ein CV Parser geht darüber und wenn der die entsprechenden Keywörter findet, dann wird es weitergereicht an den Personaler. Das ist auf jeden Fall eine Arbeit, die man sich immer machen sollte, egal ob beim Profil, bei den Initiativbewerbungen oder bei den schriftlichen Bewerbungen.
Also mein Tipp, der mir gerade noch eingefallen Man kann natürlich auch sich inspirieren lassen oder bös formuliert klauen. Also wenn du einfach mal selber auf die Suche gehst nach Experten, nach deinen Wettbewerbern sozusagen als Arbeitnehmer, einfach mal bei LinkedIn und Xing guckst, was würde denn passieren, wenn ich selber nach einem Experten für sind wir noch mal bei Elektromobilität oder sowas suche, Wen finde ich da? Und die Leute, die ich dann finde, die machen wahrscheinlich auch ziemlich viel richtig in ihren Profilen und die würde ich mir halt auch mal genauer angucken. Ob ich mit Bildern befreundet sein will oder nicht, ist erst mal egal. Aber ich kann mir anschauen, was die richtig machen und davon kann ich lernen. Also lerne von den besten von denen, die offensichtlich schon sehr, sehr gut gefunden werden, weil die scheinen einiges richtig zu machen. Und auch da kann man sich ja wieder inspirieren lassen. Das heißt es nicht mal, dass man das Profil kopiert. Das sieht auch immer ein bisschen blöd aus, aber man kann zumindest mal gucken, analysieren, was machen die richtig, wie funktioniert das, warum funktioniert das? Und das kann ich dann natürlich adaptieren.
Silke Absolut. Genau.
Wir sind am Ende. Hast du noch ein spannendes Schlusswort zum verdeckten Stellenmarkt, Sonst biegen wir jetzt ziemlich direkt auf die Zielgerade.
Mein Appell wäre nutzt den verdeckten Stellenmarkt. Initiativbewerbungen werden von vielen immer so skeptisch gesehen, bringen ja eh nichts. Meine Erfahrung ist was ganz anderes. Personaler finden es super, auch mal jemanden auf Halde liegen zu haben, den sie dann raus können, wenn sie mal eine entsprechende Vakanz haben. Je höher ich in der Hierarchie bin, desto wichtiger ist vor allen Dingen der verdeckte Arbeitsmarkt. Und je älter ich bin, also je seniorer ich bin, desto wichtiger ist der verdeckte Arbeitsmarkt. Und je höher ich in der Hierarchie bin, ich kann nur alle ermuntern, dass probieren, also a sich finden zu lassen oder b auf Unternehmen zuzugehen, die für mich interessant sind und meinen Ring in den Hut zu werfen.
Genau, und einfach mal eine Initiativbewerbung zu schreiben. Silke, vielen, vielen herzlichen Dank, dass du heute dir die Dreiviertelstunde Zeit genommen hast. Das war sehr viel Input auf jeden Fall. Da ist jede Menge dabei. Dankeschön auf jeden Fall. Danke für alle, an alle fürs Zuschauen, fürs Dabeisein. Wie gesagt, nehmen das hier auf. Das heißt, man kann sich das auch nachher noch mal anschauen. Und für alle, die noch ein bisschen mehr von der Silco und ihren tollen Tipps haben wollen, jetzt die schamlose Eigenwerbung. An der Stelle auch noch mal ein herzliches Dankeschön an dich, dass du da mitgemacht hast. Also wenn ihr wollt, unbedingt da mal nachschauen Und und ansonsten euch noch einen wunderschönen Abend und wir hören und sehen uns auf jeden Fall an dieser Stelle demnächst schon bald wieder. Dankeschön fürs Mitmachen. Silke, dir noch einen schönen Abend.
Dir auch, Jochen. Danke. Tschüss.
Bis dann.










