Initiativbewerbung: So geht sie richtig!

A recorded JobGenius conversation (JobGenius with Stefan Gerd) that explains how to write effective unsolicited job applications (Initiativbewerbung). It contrasts unsolicited vs. advertised applications, recommends building a fictional ‘Anforderungsprofil’ through company research (LinkedIn, job-aggregators, Web Archive, press), gives practical advice on length and contents (prefer short application: cover letter + CV; exception when a concrete internal vacancy is known), and covers follow-up timing and special cases (internships, apprenticeships, career changers). The hosts cite market figures (job postings down ~50–60% and an estimated Initiativbewerbung success rate of ~20–33%) and discuss stylistic tone (confident, authentic, avoid excessive flattery).
Questions this video answers
About 20–33% (the hosts mention a study saying a 20–33% success rate).
They report roughly a 50–60% drop in available job postings.
Wait about 2–3 weeks before sending a follow-up; if planning to phone, wait about four weeks.
Cover letter: keep to one page; CV: opinions differ but commonly recommended maximum is around 2–3 pages for unsolicited applications (short application = cover letter + CV).
Chapters
So ihr Lieben, herzlich willkommen einer neuen Folge von Karrierebibel TV, beziehungsweise zusammen mit dem Bewerbungsschreiber und dem Stefan Gerd. Wir sprechen heute über die Initiativbewerbung, wie sie denn funktioniert, worauf man achten muss und wie sie noch erfolgreicher wird. Bei mir ist wie immer der liebe Stefan Gerd und da ist er auch schon. Hallo Stefan.
Hallo Johann.
So, dann lass uns doch gleich mal einsteigen. Wir haben uns gerade eben noch ein bisschen im Vorgespräch unterhalten und gesagt, wir wollen jetzt nicht so auf die einzelnen Details eingehen. Die typischen, die kann man in unseren beiden Artikeln, die es auf unseren Webseiten gibt, auf jeden Fall noch mal nachlesen. Wir fangen vielleicht mal direkt mit den Unterschieden an. Was unterscheidet eigentlich die Initiativbewerbung von der klassischen Bewerbung? Und vielleicht bevor wir damit einsteigen, sage ich direkt mal, die Initiativbewerbung ist super spannend, vor allem gerade in diesen Zeiten, weil wir ja das weißt du auch Stefan, wir haben gerade deutlich weniger Stellenangebote als sonst. Das liegt an der allgemeinen Wirtschaftslage natürlich. Also wir verzeichnen minus 50 bis minus 60 Prozent an Stellenangeboten. Das ist heftig. Und gleichzeitig hast du aber mit der Initiativbewerbung die Chance auf den sogenannten verdeckten Arbeitsmarkt zu kommen, also sprich auf Jobs, die überhaupt nicht ausgeschrieben werden, die aber vielleicht gerade noch im Entstehen sind oder besprochen werden, für die es schon Budget gibt. Und ich habe heute noch eine Studie gefunden, die da sagt, die Erfolgsquote einer Initiativbewerbung liegt bei 20 bis 33 Prozent. Ich finde, das ist eine ganz ordentliche Zahl. Das heißt, jeder dritte Schuss ist ein Treffer rein statistisch jetzt. Das sind große Chancen, wenn man einen Job sucht. Und deswegen fangen wir halt mal an mit den Unterschieden. Was ist für dich wichtig? Was ist der wichtigste Unterschied bei der Initiativbewerbung?
Ja, der erste Unterschied liegt ja auf der Hand. Das ist einfach der Fakt, dass keine konkrete Ausschreibung vorhanden ist. Das heißt, ich muss die Bewerbung ein bisschen anders gestalten und anders denken. Da ist vielleicht anknüpfend direkt daran ist natürlich der erste Tipp, ich brauche irgendwie eine Art von Anforderungsprofil, weil ansonsten ist es schwierig, irgendwie was zu verfassen und die eigene Bewerbung mit Inhalt zu füllen. Und ich glaube, Das ist auch schon ein spannender Punkt, einfach dieses Anforderungszug Profil zu erstellen. Wie gehst du da vor oder würdest du vorgehen?
Ich denke auch. Wir müssen vielleicht mal ganz kurz erklären, was ist das Anforderungsprofil in dem Zusammenhang? Es gibt ja, also die Definition der Initiative Werbung ist, es gibt keine Stellenanzeige, auf die du dich konkret bewerben kannst. Also ist es ein Schuss ins Blaue, eine Spontanbewerbung sagt man auch, oder blind Bewerbung. Also gibt da noch mal ein paar kleine Unterschiede, aber kommen wir vielleicht später nur darauf eingehen. Entscheidend ist aber, es ist ein Schuss ins Blaue. Und damit der nicht völlig so mit Schrot geschossen ist, so breit streut, überlegst du dir halt schon, was wäre mein Traumjob generell Und dann speziell bei diesem Unternehmen, also suchst du halt sozusagen deine Wunschunternehmen raus, an die schickst du ja die Initiativbewerbung, sagst, da würde ich gerne arbeiten und was wäre da mein Wunschjob? Und dann erstellt man halt ein Anforderungsprofil und überlegt sich praktisch selbst die Stellenanzeige, die es nicht gibt. Was würde ein Personaler da erwarten, wenn er eine solche Stelle hätte und ausschreiben würde? Und daraus das ist das Anforderungsprofil. Und genau darauf bewirbst du dich natürlich mit deinen Stärken und deinen Talenten und Fähigkeiten. Und weil du ja dieses Profil erstellt hast, sollte es natürlich auch zu dir passen und deswegen bist du automatisch der perfekte Kandidat. Das funktioniert halt super, wenn es dieses Anforderungsprofil sozusagen undercover tatsächlich gibt. Wenn es das nicht gibt, dann musst du zumindest Interesse wecken, dass die Leute, die auf der anderen Seite personalverantwortlich dann sagen, ja, das ist jetzt nicht gerade die Stelle, die wir besetzen wollen, aber der Kandidat, die Kandidatin ist super interessant und das Profil passt trotzdem irgendwie in unsere Firma rein, lasst uns den noch mal einladen und dann hast du halt schon Fuß in der Tür. So, das ist das Anforderungsprofil. Und um das zu erstellen, und da müssen wir vielleicht spiele ich die Karte gerne noch mal zurück, muss man halt ein bisschen recherchieren im Forum. Also das heißt, man muss sich halt schon über das Unternehmen, bei dem man gerne arbeiten würde, wo man dann eine Initiativbewerbung hinschickt, muss man schon mal ein bisschen Hintergrundinformationen recherchieren. Da gibt es viele Möglichkeiten im Internet, wie man das machen kann. Da sagst du jetzt bestimmt gleich noch mal was zu und dann kriegt man diese Information raus. Daraus erstellt man dann dieses fiktive Anforderungsprofil.
Ja, genau. Ja. Wie kann ich das recherchieren oder wie kann ich das dann erstellen? Zur konkreten Recherche fallen mir mehrere Sachen. Grundsätzlich ist es, also würde ich als Mindestanforderung sehen, dass man sich, wenn man sich initiativ bewirbt, eigentlich so in einen Bereich hinein bewirbt. Vielleicht irgendwie. Also im Betreff könnte dann zum Beispiel.
Stehen Controlling sowas halt.
Genau, für den Bereich. Im besten Fall schreibst du sogar irgendwie Initiativbewerbung als vielleicht Online Marketing Manager, Content.
Manager oder was auch immer.
Ja, im Bereich. Genau. Also dann ist es noch ein bisschen präziser, wenn du da eine ganz konkrete Vorstellung hast. Aber Mindestanforderungen würde ich sagen, in einem Bereich sich zu bewerben und dann musst du natürlich irgendwie schauen, am besten gibt es da eine Chance? Also gibt es für dieses Anforderungsprofil überhaupt eine Vakanz oder Bedarf? Was man machen kann, ist tatsächlich mal schauen, ob man vielleicht sogar noch alte Stellenanzeigen findet, Weil wenn man zum Beispiel jetzt irgendwie bei stepstone ausschreibt, dann gibt es halt so ganz viele Jobscraper Jobsuchmaschinen Seiten, die irgendwie Portale wie Indeed und Stepstone auch crawlen, weil die wissen, die haben halt die meisten Ausschreibungen und veröffentlichen dann wiederum auf der eigenen Seite diese Stelle eins zu eins. Genau. Und diese Crawler Seiten, die aktualisieren natürlich auch nicht immer. Deswegen kann es sein, dass zum Beispiel eine Stelle, die irgendwie vor drei Monaten rausgenommen wurde, schon auch noch mal woanders auffindbar ist. Das ist schon möglich. Eine zweite Sache ist vielleicht, dass ich irgendwie weiß, diesen Job gibt es vielleicht oder diese Art von Job gibt es in dem Unternehmen. Das kann ich sogar auch vielleicht herausfinden irgendwie nicht für jeden Bereich. Aber im Bereich Marketing funktioniert das ganz gut. Da sind die Leute auch meistens bei LinkedIn. Also wenn ich da bei dem Unternehmen schau, wer arbeitet da? Haben die Marketingbereich. Wenn ich da Leute Marketing finde, die da arbeiten, weiß ich die im Marketingbereich. Genau. Und genau. Und dann könnte ich halt daraus okay, wenn es da einen Content Manager gibt, dann haben die scheinbar Bedarf bei dem Thema, dann kann ich mich auch in dem Bereich bewerben. Genau, Zing wäre vielleicht noch eine Anlaufstelle für den gleichen Anwendungsfall. Vielleicht noch so ein Tipp, was man auch machen kann, ist, du kennst das sicherlich, aber ich gehe davon aus, dass es nicht jeder Zuschauer kennt. Es gibt dieses Webarchiv, Archiv Org und was man da, also kann man mal direkt in eine Browserzeile so eingeben oder googeln, Archiv Org, da kann man mal sich alte Versionen einer Website angucken. Und wenn man zum Beispiel dann Deutsche Bahn DE ja mal guckt, dann gibt es sicherlich so ein Snapshot, heißt das, also eine Aufzeichnung der Seite der Deutschen Bahn DE von vor ein paar Jahren und man muss ja meistens nicht so weit zurückgehen, aber wenn man weiß, vor zwei Jahren haben die mal in dem Bereich gesucht, dann schaue ich mal, vielleicht finde ich die Stellenausschreibung tatsächlich noch online auf deren Website in dieser älteren Version. Dann habe ich natürlich ein tolles Anforderungsprofil. Klar, das kann sich geändert haben mit der Zeit, aber grundsätzlich glaube ich, kann ich da einige wertvolle Informationen daraus ableiten. Was ich aber auch machen würde, ist immer aktuelle andere Ausschreibungen mir einfach anzuschauen.
Genau, und wenn man ein bisschen Ahnung hat, Entschuldigung, wenn man ein bisschen Ahnung hat, kann man natürlich auch versuchen, über die Presse sich was herzuleiten. Also wenn du zum Beispiel Presseberichte, aktuelle verfolgst, da gibt es ja klassischen Nachrichtenportale und das ist ja immer gut, wenn einem Unternehmen besonders gut geht, das gerade irgendwie im Aufschwung ist oder vielleicht generell Stellen zeigt, in Deutschland sind das gerade nicht so viele, dann kann man natürlich auch sich dann ableiten, welche Leute könnten die gerade suchen und einstellen wollen. Und das ist dann im Prinzip dann auch. Und dann kann man vielleicht auch bei anderen Wettbewerbern gucken, wer stellt da ein, wie sieht das Anforderungsprofil bei denen aus. Oft ist das ja gleich, also da muss man jetzt auch nicht irgendwie anfangen, was zu erfinden, sondern man kann sich, glaube ich, auch vieles abschauen von woanders und überlegt sich dann, was sind so die klassischen Qualifikationen, also Hard Skills, die da immer erwartet werden, von Ausbildung über Zertifikate, Weiterbildung oder sonst irgendwas, Aber eben auch, was sind wichtige Soft Skills. Und das ist zum Beispiel ein Punkt für Quereinsteiger, der immer super, super spannend ist, dass du sagst, okay, ich habe zwar die Hard Skills nicht, weil ich bin halt Quereinsteiger, aber welche Soft Skills sind für diesen Job, auf den ich mich gerne bewerben würde, relevant und welche von meinen vorhandenen Soft Skills sind dann übertragbar und welche kann ich hier einbringen, um mich als positiven oder perfekten Kandidaten, Kandidatin zu präsentieren.
Das ist übrigens, hast du jetzt einen weiteren Unterschied genannt, natürlich zu einer normalen Bewerbung inhaltlicher Natur, weil das ist ja wirklich inhaltlich ein großer Unterschied, dass du schon mehr auf Soft Skills und auf persönliche Motivation in der Bewerbung eingehst, weil du halt nicht diese Fülle an Informationen hast. Bei einer normalen Bewerbung mit einer Ausschreibung ist es ja schon so, dass du versuchst, dieses Matching optimalerweise herzustellen. Das ist natürlich weniger möglich, weil du nicht so klar diese Vorgabe hast. Worauf soll ich dieses Matching quasi ausrichten?
Ja überhaupt. Also das ist ja das ja vielleicht auch einer der Hauptunterschiede bei den Initiativbewerbungen an der Stelle. Der Lebenslauf wird ja normalerweise bei einer Stellenausschreibung immer ganz klar auch zugeschnitten auf das jeweilige Job Profile, auf die, auf das du dich dann bewirbst. So jetzt kennst du das ja nicht. Ja, du machst ein fiktives Anforderungsprofil, aber den Lebenslauf jetzt darauf zu verkürzen, halte ich auch für ein Stück weit gefährlich, weil eventuell gibt es diesen Job ja nicht. Das ist ja nur deine Annahme und dann schießt du zwar ins Blaue, aber auch daneben das dann blöd. Deswegen hältst du den Lebenslauf dann doch eher allgemein mit deinem fulminanten Können und Wissen. Aber viel wichtiger ist bei der Initiativbewerbung mal wieder das Anschreiben, weil du da nämlich tatsächlich dann auf deine Motivation, auf die Soft Skills eingehst und dich besonders machst. Mit dem Lebenslauf schießt du praktisch in die Breite mit Schrot und beim Anschreiben wirst du zum Sniper, um mal so eine militärische Metapher zu benutzen. Das ist immer ein bisschen doof, aber bin ja eigentlich Pazifist, aber da passt eigentlich ganz gut das Bild so irgendwie zum Vergleich. Und das ist so nochmal einer der Hauptunterschiede. Und ja, die Betreff hattest du vorhin gemacht. Ja, ich würde auch Initiativbewerbung reinschreiben, da muss man gar nicht irgendwie hinterm Berg halten, dass das eine ist. Und ansonsten gilt, glaube ich, in der Initiativbewerbung, sei selbstbewusst. Also auch in der Sprache, gerade beim Anschreiben finde ich auch immer wichtig. Es gab da mal vor Jahren ein wunderschönes Wort, Frechmut, das fand ich sehr, sehr schön. Also man darf, glaube ich, auch weniger förmlich schreiben, also weil du einfach freier bist. Es ist ja ein Schuss von dir, dein Engagement, deine Initiative. Da darf man auch mal ein bisschen anders formulieren, glaube ich. Also jetzt nicht komplett lax, aber grundsätzlich ein bisschen offener. Aber bitte nicht schleimen. Also das auch so ein Ding, das weiß nicht, ob du das auch schon mal gesehen hast bei Initiativen. Ich habe auch schon ein paar auf dem Tisch gehabt und wenn die anfangen zu schreiben im Sinne von das ist mein absoluter Traumjob, dann machst du dich total unglaubwürdig. Also das ist so ein Ding, wo ich sage, den Satz glaube ich sowieso nicht. Also das ist eine Initiativbewerbung, das kann ja gar nicht dein Traumjob sein, weil du gar nicht den Job kennst. Also du würdest gerne hier arbeiten, vielleicht ist dein Traum Unternehmen, Aber selbst da würde ich sagen, ich gehe mal davon aus, dass du noch andere Initiative Werbung verschickt hast, was legitim ist, aber dann bitte auch nicht übertreiben. Also Schleim, finde ich, ist so ein Killer. Initiativbewerbung. Sei begeistert, leidenschaftlich, aber nicht Schleim.
Ja, gebe ich dir vollkommen recht. Das ist tatsächlich auch ein kleiner Vorteil bei einer Initiative Bewerbung, dass man diese kreative Freiheit mehr hat, weil du bist natürlich hast du bei einer, wenn wir sagen, wir haben die Restriktionen, wir bleiben bei einer Seite beim Anschreiben, dann bei einer konkreten Stelle, da musst du dich ja schon entscheiden dann teilweise. Du könntest vielleicht zwei Seiten schreiben, aber du willst dich ja auf das Relevanteste beschränken. Hier bei einer Initiativbewerbung hast du erstmal ein leeres Blatt Papier, du hast ein gutes Anforderungsprofil vielleicht auch erstellt, aber es wird niemals so ausführlich sein wie eine konkrete Stelle. Deswegen hast du da schon mehr Freiheiten. Und das ist ja auch das Schöne daran, finde ich, oder?
Absolut. Bevor wir jetzt noch zu dem nächsten Punkt gehen, nämlich der Frage, wie umfangreich sollte Initiativ eigentlich sein? Deswegen habe ich auch dieses Bild gerade eingeblendet. Mal wieder der Hinweis für die Leute, die gerade hier eingeschaltet haben und zuschauen. Ihr könnt jederzeit von wo auch immer ihr eingeschaltet habt, Kommentare schreiben. Also auf Facebook, auf YouTube, auf LinkedIn. Wir sehen die, wir blenden die nicht sofort ein, aber wir sehen die und können die da unten einblenden, wenn ihr das möchtet. Wenn ihr das nicht möchtet, dann schreibt ihr einfach anonym vor euren Kommentar, dann blenden wir den nicht ein. Ich lese den dann nur vor. Wir beantworten jederzeit Fragen und gehen natürlich auch auf eure Anmerkungen dann ein. Also hier nochmal der Hinweis, wenn ihr Fragen habt zur Initiativbewerbung, konkrete, spezielle, allgemeine, stellt sie, schreibt sie als Kommentar. Wenn ihr nicht hier auftauchen wollt mit eurem Bild und eurem Namen, dann schreibt anonym davor, dann blenden wir es nicht ein, sondern lesen sie nur vor. So, jetzt aber die Frage, die schon angekündigt hatte, was denkst du? Das ist ja durchaus eine streitbare Frage. Wie lang sollte eine Initiativbewerbung sein?
Genau, also grundsätzlich anschreiben nicht über eine Seite, das bleibt so Lebenslauf, da werden wir unterschiedlicher Meinung sein, glaube ich. Ich glaube gerade in so einem Fall, wenn man, wenn man eigentlich beim Lebenslauf gerade den nicht individualisieren kann, weil dieses konkrete Stellenprofil dann vielleicht auch fehlt oder fehlt, darf der Lebenslauf auch drei, vier Seiten mal sein, wenn ich alles. Genau, ich weiß, du bist da anderer Meinung. Also ich würde das schon so sagen, weil es ist immer die Gefahr, gibt es etwas, was ich irgendwie, was will ich streichen? Also so konkret ist die Bewerbung dann ja nicht Und eine Initiativbewerbung kann ja auch weitergereicht werden. Also vielleicht habe ich ja irgendwie, ich bewerbe mich zwar in einem Bereich, aber dann fällt dem im Marketing ein. Hör mal, der im Vertrieb, der sucht doch jemand für die und die Tätigkeit, vielleicht im Dienst, aber auch ein bisschen hilft auch mit Texten, keine Ahnung, der hat sich auf Content beworben, könnte eigentlich ganz gut passen. Er hat da ein bisschen was im Vertrieb gemacht bei der Stelle, habe ich gesehen. Deswegen, ich finde es finde es schwierig, da sich ganz gut zu halten. Aber du hast natürlich recht, ein längerer Lebenslauf ist auch immer die Gefahr, dass das zur Seite einfach gelegt wird, weil.
Es halt genau, du nimmst das Argument, ich bin ja halt vom Haus, man weiß ja von Haus aus Journalist, man kann alles kürzen und wir haben früher immer Texte passend zum Layout gemacht. Also wir haben eine Seite dran geklebt oder so. Und ich finde, man kann einen Lebenslauf auch immer auf das Wesentliche komprimieren. Und ich glaube, Initiativbewerbung hin oder her, Personaler haben keinen Bock, Romane zu lesen. Die haben einfach auch wahnsinnig viel. Wenn ich mir auch die Kommentare von Personal auf LinkedIn manchmal anschaue, gibt es ja auch immer hier so allgemein, so Bewerber sind doof und die machen das und so und klagen alle über zu wenig Zeit und wir haben so viel zu tun, das glaube ich denen auch. Also ich meine, wie in jedem Job gibt es da auch Arbeitsverdichtung und und und. Ich glaube, je mehr Seiten du da reinpackst, desto weniger Bock haben sie das zu lesen. Erst recht, wenn es unverlangt eingesandt wurde. Also das ist wie so ein Buchmanuskript beim Verlag. Deswegen, ich würde, aber das ist ja schön, dass wir da unterschiedlicher Meinung sind. Ich würde immer sagen, es bleibt beim Maximum von 3 Seiten mehr will. Niemand lesen. Man kann sich da auf das Wesentliche fokussieren und konzentrieren. Mach es übersichtlich, mach es knapp, sodass der Personaler das überfliegen kann. Und die wichtigsten Punkte auf jeden Fall drin sind die größten Stärken. Also ich denke mir mal, es wird ja nicht passieren, dass wenn du dich, keine Ahnung, als Content oder Community Manager bei einem Unternehmen. Bewirbst, dass du dann auch noch irgendwelche Fähigkeiten in Fahrzeugmechanik irgendwie reinschreibst oder sowas. Auch wenn du die vielleicht besitzt. Irgendwann wird es dann auch. Also konzentrier dich auf den Job und das mögliche Umfeld und dann reicht das auch. Aber wenn wir jetzt eine Seite anschreiben nehmen und sagen wir mal drei, meinetwegen auf vier oder fünf Seiten Lebenslauf, dann haben wir also schon mal in Summe vier Seiten. Welche würdest du es dabei belassen oder würdest du noch was dazu packen? Denn die Frage ist natürlich rhetorischer Natur. Wir kennen uns ja schon lange und unterhalten uns darüber auch und sind ja auch in dem Thema drin. Natürlich kann man diskutieren, sollte zu so einer Initiative Werbung noch die Zeugnisse dazu, eventuelle Zertifikate, die vielleicht relevant sein könnten, Wie sieht das aus mit einem Deckblatt? Arbeitsproben in kreativen Berufen hast du ja manchmal auch das Thema Arbeitsproben noch dabei, also irgendwie Grafikdesigner, die zeigen dann irgendwelche tollen Illustrationen, Texte schreiben, schicken Text dazu oder sowas, Dann wird das Ding mal ganz schnell zehn Seiten dick, ja oder nein?
Also ich sag mal so, wenn die Stelle, also wenn das Anforderungsprofil, das von mir erarbeitete, erstellte Anforderungsprofil nicht so umfangreich ist, also weniger konkret, dann würde ich vielleicht auch Sachen einfach mal weglassen, je konkreter es ist aus meiner Sicht. Und wenn du dann relevante Sachen hast, dann würde ich die relevanten Sachen auch dazu packen. Wie siehst du das?
Ach, in meiner Brust schlagen zwei Herzen, würde der Literat sagen. Also ich bin da auch unentschlossen, aber mein Argument von vorhin mit dem Lebenslauf aufgreifend, bin ich, glaube ich schon eher dafür, eine Kurzbewerbung zu schicken. Also eine Kurzbewerbung heißt Anschreiben plus Lebenslauf. That's it. Und lieber, also heute verschickst du eine E Mail Bewerbung in der Regel, also dann lieber im Anschreiben, also der E Mail sozusagen, dann lieber, wenn sie mehr Unterlagen wünschen, reiche ich diese gerne auf Wunsch nach. Man kann da auch schon andeuten, wenn sie meine Zeugnisse sehen wollen, sie einschlägige Zertifikate sehen wollen, Arbeitsproben, reiche ich die gerne nach. Damit hast du eine Liste gemacht. Der Personaler weiß, das gibt es grundsätzlich, aber du musst es nicht verschicken und du trümmerst den Personaler auch nicht zu mit Informationen und Daten. Also ich glaube noch mal, wir reden hier von unverlangt, eingesandt, initiativ halt. Und ich glaube, sympathischer ist es, wenn ich dem Personaler die Wahl lasse. Also das ist wie so eine, so eine Angel mit einem Wurm dran, nochmal eine Metapher. Also du schmeißt die Angel aus, wenn der anbeißt, dann ziehst ihn an Land und gibst ihm noch mehr Futter, dann kriegt er auch noch mehr Würmer hinterher, so ungefähr. Aber wenn er nicht anbeißt, muss er Zeug auch nicht verschicken. Ich glaube, also ich bin eher Team Kurzbewerbung von der Tendenz her. Ich weiß nicht, wie das andere sehen. Also auch hier nochmal der Hinweis, wer uns gerade zuschaut, darf auch gerne hier seine Meinung sagen. Muss ich nur Fragen stellen. Man kann sagen, ich bin Team vollständige Bewerbungsunterlagen, auch das ist völlig OK. Leider habe ich kein Abstimmungstool, sonst würde ich jetzt so ein Abstimmungstool raushauen. Könnten wir mal überlegen, es gibt ja welche, könnte man dann spontan machen und dann gucken wir mal, was die Leute dann so einstimmen wir jetzt gerade nicht vorbereitet, aber also ich glaube ich bin Team Kurzbewerbung, wenn du mich so fragst, weil Leute wollen einfach nicht so viel lesen heute. Da haben wir schon die Diskussion, ob anschreiben oder nicht. Da bin ich ja auch praktisch nicht ganz alleine auf weiter Flur, aber ich bin halt immer noch ein großer Verfechter des Anschreibens, finde es ist ganz wertvoll, gerade eben auch jetzt wieder hier bei der Initiativbewerbung und auch da sagen ja Leute weglassen brauchen wir alles nicht mehr, nur noch Lebenslauf. Warum jetzt? Dann kommen wir um die Ecke und sagen Hier vollständige Unterlagen, 10 Seiten mit Zeugnis und so weiter. Ich weiß, du hast auch Argumente, aber wie siehst du mit dem Deckblatt, also wir haben ja beide in unseren Artikeln, ich habe die vorher noch mal gesehen, wir haben ja beide den praktisch drin. Deckblatt zur Initiative kann man machen, macht auch Sinn, wenn du zehn Seiten schickst, dann gibt so ein Deckblatt wieder strukturiert. Also dafür ist es ja da. Aber finde ich auch schon wieder.
Wenn.
Du mich so fragst eigentlich nö, ne, muss nicht sein.
Also was wir jetzt auch unseren Kunden gerade sogar anbieten in einer Aktion ist so, dass wir, wir arbeiten mit, wir nennen das CD. Im Grunde ist das so ein bisschen diese amerikanische Variante des Lebenslauf, wo man mal sagt, naja wir sagen halt so, wenn du dich echt bereit bewerben willst, dann ist halt so die Frage, weil du sagst mein Profil ist richtig gut, ich bin schon gefragt, aber es gibt im Moment wenig Stellen draußen, deswegen ich will mich initiativ bewerben und aber auch wirklich in der Breite, weil ich da nicht so ein Fokus Unternehmen habe oder so. Dann ist natürlich die Frage mit dem Anschreiben so ein bisschen anders, weil dann ist es halt ein Riesenaufwand jedes Mal Anschreiben zu erstellen und darunter leidet die Qualität. So dann würde ich schon sagen, ja gut, in so einem Fall ist es dann mal legitim für dich, wenn du das strategisch so vorgehen willst, in der Maße statt Klasse zu sagen, pass auf, ich lasse das Anschreiben weg und arbeite eher mit so einem amerikanischen Lebenslauf, wo so ein Kurzanschreiben, so ein executed summary oder über michtext dabei ist und wo der Lebenslauf dann auch vielleicht auch nur zwei, drei Seiten maximal ist, in dem Fall dann eher drei, weil du dann den Part noch dabei hast. Vielleicht noch so ein paar 1, 2, 3 andere Kategorien im Lebenslauf, die normalerweise nicht dabei sind. Genau, in so einem Fall, das ist ja mehr so eine kürze als eine Kurzbewerbung oder eine richtige Kurz Kurzbewerbung dann. Da würde ich dann auf jeden Fall, also gehört kein Deckblatt hin, da gehört das auf jeden Fall das Foto auf dem Lebenslauf oben rechts und auch sonst gar nichts. Würde ich, also da würde ich dann wirklich gar nichts machen und dann einfach darauf hinweisen, bei Interesse kann ich ihm gerne vollständige Unterlagen zusenden. So würde ich es machen. Es ist so ein bisschen eine strategische Frage, glaube ich, ne? Wenn du diese, wenn du dieses Unternehmen vor Augen hast, wo du unbedingt arbeiten willst, aber wo es Schwierigkeiten hast mit Anforderungsprofil, da dann auch eher weniger. Wenn aber du ein konkretes Anforderungsprofil vor Augen hast und du vielleicht sogar weißt, dass da eine Stelle geschaffen wird, weil du einen kennst, dann würde ich die Bewerbung eher schon wieder mit mehr Volumen sehen und dann kannst du auch ein Sektblatt.
Das ist aber ein cooler Hinweis, den du jetzt gerade aufgreifst. In der Tat, das wäre ein Ausnahmefall. Da wäre ich dann auch weg von meiner Argumentation. Also es gibt ja nie immer so totale Antworten. Solltest du eine Initiativbewerbung schreiben, weil du über irgendwelche Kanäle, bekannte Freunde oder irgendein Hint auf LinkedIn oder sowas davon wissen, dass da was im Schwange ist bei einem Unternehmen. Also sprich, da ist wirklich eine konkrete Stelle in der Planung. Du kennst sie im Prinzip und reimst dir jetzt das Anforderungsprofil zusammen oder hast vielleicht schon konkrete Hinweise darauf, dann würde ich auch eine vollständige Bewerbung, nämlich genau für diese Stelle schicken und dann ist das so eine Art Frontrunning. Dann bist du ja praktisch der erste Kandidat, der erste Bewerber, Bewerberin, der sich da auf diese Stelle, die sowieso gerade schaffen, bewirbt Und dann ist es ja sehr konkret und dann kann man aber auch den Lebenslauf schon sehr, sehr stark wieder darauf zuschneiden, das Anschreiben und dann würde ich auch vollständige Unterlagen schicken. Dass sie direkt weggebiemt sind und sagen, oh wow, das ist ja genau das, was wir suchen. Schalten wir jetzt überhaupt noch eine Anzeige oder laden wir die Person, brauchen wir nicht, Geld gespart, komm, geht direkt als Bonus aufs erste Gehalt, den nehmen wir. Das ist glaube ich, das wäre jetzt so ein Fall. Da würde ich mich auch, da würde ich auch sagen, ganz klar. Also wenn du was Wind kriegst von irgendwas und dann Initiative Werbung schreibst, dann mach direkt was Konkretes. Aber bei diesen ganzen nebulösen Geschichten, da wäre ich auch eher für was kurz.
Genau, ja, genau. Der Fall tritt übrigens häufiger auf, wenn zum Beispiel irgendwie Bekannte von dir, dir eine interne, eine interne Stellenausschreibung, das ist ja auch oft der Fall, dass eine Stelle nur intern ausgeschrieben wird, weiterleiten. Dann kannst du dich natürlich initiativ auf die interne Ausschreibung und genau, ja, dann würde ich es komplett machen.
Mir fallen gerade noch ein paar Unterschiede auf bei speziellen Initiativen, also spezielle für bestimmte Bereiche, also zum Beispiel ein Praktikum natürlich. Also Initiativbewerbung geht ja nicht nur für Jobs, es geht natürlich auch für einen Ausbildungsplatz, für ein Praktikum oder eben auch für Quereinsteiger. Und da gibt es noch mal vielleicht so zwei, drei kleine Besonderheiten. Flankiere mich gerne, wenn ich was vergesse. Beim Praktikum, genauso wie bei der Ausbildung, finde ich es total wichtig, dass du den Zeitraum nennst. Also es gilt alles, was wir gerade schon über die Initiativwerbung gesagt haben, Aber beim Praktikum und auch bei der Ausbildung ist es natürlich wichtig. Ausbildung fangen ja in der Regel immer im August, September, Oktober oder sowas an, meistens ja im September, also jetzt bald. Dann ist es schon noch wichtig, dass du konkret sagst, meine Initiativbewerbung ist für einen Praktikumsplatz, das kann man im anschreiben machen zum 1. September oder für einen Ausbildungsplatz zum 1. September oder sowas. Also das finde ich ist dann noch mal ganz, ganz wichtig, dass man bei diesen Initiativbewerbungen den Zeitraum nennt. Beim Job ist es ja im Prinzip immer ab sofort. Also ich stehe zur Verfügung, ich hätte ihn gerne besser jetzt als morgen. Und beim Quereinstieg, wir haben ja schon den vorangegangenen Sendungen immer wieder auch über Quereinstieg und Quereinsteiger gesprochen, deswegen ist, glaube ich, hier kein großer Unterschied. Hier kommt es halt wirklich auf die Motivation an, der Lebenslauf passt nicht, weil es ein Quereinstieg ist. Umso wichtiger sind jetzt die übertragbaren Soft Skills und Motivation. Habe ich noch irgendwas vergessen.
Zu dem Thema? Nicht grundsätzlich. Vielleicht noch eine Frage, die ich mir noch aufgeschrieben habe, wenn du keine Rückmeldung kriegst. Genau. Wann würdest du nachfragen Tatsächlich, Du hast das diskutiert ja auch in deiner Podcast Folge mit dem Kollegen, aber hier bei einer Initiativbewerbung.
Also coole Frage, danke dafür. Und ich sage mal so, normalerweise würde ich erwarten, dass moderne Unternehmen heute eine automatische Eingangsbestätigung verschicken. Sprich, wir schicken ja heute nur digitale Bewerbung durch die Gegend. Wenn du also eine E Mail schreibst mit dem Betreff Bewerbung der, der oder Initiative Bewerbung, dann sollte eigentlich sofort auch irgendwie Danke für ihre Bewerbung, ist eingegangen, Sie hören von uns irgendwie sowas förmliches Zurückkommen, Entschuldigung. Und dann wartet man in der Regel zwei Wochen, zwei bis drei Wochen, wenn man nichts hört, bis man sich noch mal meldet. Bei der Initiativbewerbung eigentlich schon auch, aber ich glaube, ich ahne bei der Frage, du bist für länger.
Und du willst auf kürzer hinaus.
Ja, also ich bin Anwalt der Bewerber, ich denke mir immer, verdammt noch mal, du hast dir so viel Mühe gegeben, auch wenn es eine Kurzbewerbung ist. Also irgendwie mal so ein Feedback außer einer automatischen Antwort, so nach dem Motto Dankeschön vom Personaler, eine kurze E Mail, der muss ja noch nichts, der muss auch noch nicht absagen oder die Personalerin, aber wenigstens so Dankeschön, hat mich gefreut, ich schaue es mir an, wir haben gerade viel zu tun, wir melden uns, würde ich schon mir wünschen nach zwei oder drei Wochen. Also finde ich, gehört sich so, also als Wertschätzung gegenüber Menschen, die sich bei diesem Unternehmen bewerben und im Grunde genommen gerade eine Liebeserklärung geschickt haben, dass sie da arbeiten wollen. Das ist so.
Also ich denke, dass man einfach eine kurze E Mail, da ich noch nichts gehört habe, wollte ich mal fragen, ist meine Bewerbung überhaupt angekommen? Vielen Dank für kurzes Feedback. Kann man nach drei reicht, finde ich, wenn man das nach drei Wochen macht, weil letztendlich, ich weiß gerade nicht, was für ein Workload hat der und so weiter. Vielleicht habe ich mich auch auf eine E Mail Adresse, wo das nicht eingestellt ist, mit der automatischen Responder weil wie gesagt, es ist ja vielleicht auch gerade gar keine Stelle ausgeschrieben. Genau, kann ich auch mal drei Wochen warten und bevor ich dann telefonisch rückfrage, da würde ich wirklich eher vier Wochen warten. Also ich würde eher ein bisschen länger sehen.
Genau, aber da bin ich, da will ich gar nicht streiten. Ich finde auch, man kann dann auch mal länger warten bei den Initiativbewerbung. Ja, Personale haben viel zu tun. Ja, sie klagen darum. Aber noch mal, ich finde, wir leben heute auch in Zeiten, wo man, wo man Personal halt auch mehr wertschätzen muss. Also wir wissen, also ich finde, das Ghosting ist eine Unsinn. Das gibt es auf beiden Seiten. Ich bin jetzt keiner der Personaler. Ich habe auch als Arbeitgeber beides schon erlebt. Ich hatte ja auch schon Bewerber, mit denen habe ich mich sogar persönlich getroffen und die haben sich nicht mehr gemeldet, finde ich. Also wenigstens Absagen, finde ich dann auch fair. Die tauchen einfach ab. Da gab es auch Leute, die haben mich dann praktisch geblockt. Da hast du eine Mail geschrieben, hast sie automatisch zurückbekommen, wo du sagst, was ist das denn für ein Ding? Also wenigstens sagen, passt nicht oder so. Und ich finde, ich bin jetzt echt ein freundlicher Typ. Also völlig verrückt habe ich alles schon erlebt und es ist eine Unsitte und deswegen bin ich dann schon dafür. Man sollte irgendwie was schicken. Aber wie gesagt, das gilt für beide Seiten. Also Bewerber sollten nicht ghosten, Personal aber auch nicht. Das gehört sich einfach nicht. Das sind keine guten Umgangsformen. Übrigens, liebe Andrea Kosig, danke für deinen netten Kommentar. Ich habe es gesehen, Ich habe es hier mal eingeblendet. Sie hört uns gerade beim Autofahren zu auf. Wenn ich das Icon richtig Deute, ist das YouTube. Sehr schön. Dann viel Spaß und fahr vorsichtig. Genau, zuhören ist vielleicht noch zu schauen, wäre ganz blöd beim Autofahren. Also wenn man selber am Steuer sitzt.
Okay, eine Sache vielleicht dazu aber auch noch mal. Also was wichtig ist für die Vorbereitung ist ja Recherche. Das Thema hatten wir ja schon. Und was wirklich der Fall ist, ich habe das bei uns auch im Artikel gefunden. Also wirklich die großen Unternehmen, die haben eigentlich auch alle Informationen zum Thema Initiativbewerbung auf ihrer Website, wie die damit umgehen. Und manche sagen auch ganz konkret, sind nicht erwünscht. Dann würde ich es theoretisch auch lassen, außer ich habe irgendwelche interna, interne Infos, die mich doch dazu veranlassen, mich zu bewerben. Genau, aber dann würde ich es auch lassen. Aber da würde ich einfach tatsächlich recherchieren, gibt es Infos dazu? Dann würde ich mich auch an den Gepflogenheiten oder an den Informationen orientieren, wie ich damit umgehe. Vielleicht noch ein, zwei Sachen zur Recherche, bevor ich es vergesse. Neben der Unternehmenswebsite, wenn natürlich eine Jobmesse ansteht in der Nähe und der Arbeitgeber ist da, das ist ja natürlich ganz toll vorher sich da vorstellig zu werden und einmal zu sagen, ich wollte mich bei ihm initiativ bewerben, macht das Sinn? Gibt es da? Gibt es Chancen in Zukunft oder so? Und dann schon mal ins Gespräch zu kommen, sich dann in der Bewerbung auch darauf zu beziehen auf das Gespräch. Das ist natürlich ein toller Anknüpfungspunkt. Ansonsten Google, Google News. Genau, aber auch mal GPT vielleicht Fragen, die finden dann manchmal auch noch ein bisschen andere Informationen. Genau. Und irgendwie gerade bei großen Unternehmen, da weiß ich zum Beispiel bei Business Insider gibt es oft so Recruiter Interviews, die dann so preisgeben, was ist wichtig in der Bewerbung und so. Vielleicht gibt es auch den einen oder anderen Podcast mit jemandem außer HR. Genau. Und was vielleicht noch so ein Punkt ist, irgendwie direkt mal bei LinkedIn zu gucken, was kommuniziert die HR Abteilung, wenn da einer aktiv ist, was macht der CEO eigentlich so? Vielleicht hat er sich auch schon mal zum Thema Bewerbung geäußert und auch auf dem normalen Unternehmens Account, da würde ich auf jeden Fall mal gucken, ob es da wertvolle Informationen gibt.
Also wir hatten auch mal die Frage und die finde ich auch noch mal ganz spannend. Kann man sich auf mehrere Stellen initiativ bewerben? Also beim selben Unternehmen, Also ich mache jetzt mal so ein extremes Beispiel, Content Creator oder Community Manager, also relativ artverwandt, aber beides würde dich interessieren, Sagst du, okay, es soll ja Initiativbewerbung so ein bisschen konkret sein, Also schreibe ich zwei Initiativbewerbungen und da wäre jetzt meine Nein, und zwar ein ganz entschiedenes Nein, bitte nicht, weil es wirkt unentschieden und damit eben nicht mehr motiviert, sondern das heißt dann so ein Bitte gib mir einen Job, egal welchen. Und das ist irgendwie und damit wird auch jede Argumentation Richtung Das ist mein Traumjob oder ich komme bin hier besonders super geeignet für Die wird hinfällig an der Stelle, wenn du da, je breiter du da wirst und sagst, ich mache das, das würde ich auch machen. Das ist nie zielgerichtet, nie strategisch, nie, nie irgendwie entschieden, entschlossen, motiviert. Das macht am Ende die Glaubwürdigkeit von Initiative Bewerbungen kaputt. Also dann lieber bei der Gelegenheit den Lebenslauf so breit machen, dass im Zweifelsfall, um bei meinem Beispiel zu bleiben, Community und Content Manager kannst laut Lebenslauf, aber konzentriere dich im Anschreiben auf die eine Stelle, die du am liebsten machen würdest. Die zweite geht natürlich auch, aber niemals zwei Initiative Bewerbungen beim selben Unternehmen zur selben Zeit.
Ja, gebe ich dir voll recht. Eher subtil darauf hinweisen, dass man den anderen Job genauso gut machen kann, indem ich das im Lebenslauf drin stehen habe. Zum Beispiel vielleicht kann ich auch in der E Mail, wenn ich die übermittel, so ein Satz wie ich bewerbe mich hier für den Bereich. Falls Sie in meinem Profil aber durchaus andere Opportunitäten oder keine Ahnung entdecken, bin ich da auch sehr bereit drüber oder bereit, lassen Sie uns sprechen, lassen Sie uns sprechen. So, das würde ich schon schreiben. Nicht so, ach so. Falls das nichts ist, dann noch als Community Manager. Dann hast du wieder genau den Fall, den du gerade beschrieben hast.
Wenn das nicht geklappt hat, dann nehme ich den anderen. Das ist schon sehr bedürftig und bettelnd und Anbieter, das ist nie gut.
Zweite Wahl auch. Also genau deswegen würde ich das eher dahingehend ein bisschen subtiler machen und eher zeigen, was mein Profil ist und was ich kann.
Genau, und der umgekehrte Fall, den gibt es natürlich auch. Du bewirbst dich bei einem Unternehmen initiativ und jetzt ein, zwei Wochen später siehst du bei einer der genannten Jobbörsen, zack, da ist tatsächlich die Stellenausschreibung für den ähnlichen oder genau den Job, auf den du dich gerade beworben hast. Was machst du dann? Und dann würde ich sagen, das ist der Moment, wo ich in der Personalabteilung anrufe und sage, habe ich gerade gesehen, ich habe vor zwei Wochen schon Initiative Bewerbung geschickt, aber das ist genau die Stelle, auf die ich mich beworben habe. Haben Sie die Unterlagen bekommen und wenn ja, dann nehmen Sie die bitte direkt als Bewerbung. Ansonsten schicke ich ihnen aber wenn Sie das möchten, das würde ich echt telefonisch machen. Ansonsten schicke ich Ihnen gerne vollständige Bewerbungsunterlagen noch mal nachträglich zu Was möchten Sie gerne? Und da würde ich in den Dialog mit der Personalabteilung gehen, gerade gesehen, das konnte ja dann auch keiner ahnen und da passt es ja dann wie Faust auf Auge. Aber dann ist so ein Telefonat auch immer gut.
Ja, also Telefonat würde ich sowieso nur raten, wenn ich da so eine ganz konkrete Frage habe, die legitim ist und in der Fall ist auf jeden Fall prädestiniert dafür.
Genau. Okay, so wenn jetzt keine weiteren Fragen mehr sind, wir haben ja schon wieder 40 Minuten auf dem Tacho, dann kommen wir langsam zum Ende. Deswegen, weil wir immer so ein bisschen zeitversetzt wir senden und bei anderen kommt es erst irgendwie paar Sekunden später dann sozusagen live an. Das ist so internetbedingt. Deswegen sage ich noch mal letzte Chance Fragen zu stellen. Hause jetzt raus, wenn du gerade zuschaust, sonst sind wir gleich weg. Ansonsten wir sind ja dann in ein paar Wochen wieder da. Ach so, wollen wir den Hinweis noch geben? Ja, müssen wir eigentlich die nächsten Folgen, ich glaube die nächste ist es schon. Lass mich mal gucken. Ich glaube die nächsten Folgen, die nächsten zwei Folgen werden wir nicht live sein. Wir werden die aufzeichnen. Also das Format bleibt gleich, aber keine Chance zu live Kommentaren nachträglich natürlich immer per Kommentar, aber wir können urlaubsbedingt noch mal und Job und reisebedingt können wir die beiden Sendungen an unserem gewohnten Termin nicht live machen. Wir werden sie vor aufzeichnen, aber natürlich zu den gewohnten Zeitpunkten ausstrahlen. Also ihr kriegt jeden Donnerstag oder alle zwei Wochen die gewohnte Dosis von uns. Wir lassen nicht locker, aber dann eben schon mal der Hinweis nicht live. Deswegen es kam jetzt auch keine Fragen mehr. Ich habe das gut wegmoderiert. So, dann kommen wir auch zum Ende oder hast du noch was, Stefan?
Ne, ich habe eigentlich nichts mehr. Eine Sache, die vielleicht noch mal so abschließend sagen kann, man muss sich einer Sache bewusst sein. Wir haben es eigentlich schon gesagt, man hat bei einer Initiativbewerbung erstmal keine Konkurrenz und das ist so ein wichtiger Punkt einfach. Ja, die Chance ist natürlich geringer, dass es zu einer Einstellung führt, obwohl die Chancen ja wie du auch ich wollte.
33 Prozent sind nicht schlecht.
Ja, sind nicht schlecht, genau. Aber man hat auch keine Konkurrenz, also von daher oder sehr sehr wenig Genau, sehr, sehr wenig.
Genau, Also es kann sein, dass im Moment ein bisschen mehr Initiative Werbung verschickt werden. Hey, nach unserer tollen Sendung sowieso, klar, nur noch Initiative Werbung bei unserer Wahnsinnsquote. Von daher, aber grundsätzlich gibt es weniger Konkurrenz. In dem Sinne, das war ein tolles Schlusswort. Ich danke dir sehr. Ich danke auch allen fürs Zuschauen, freue mich auf die nächste Sendung und aufs Einschalten und die vielen Kommentare. Und wie gesagt, spätestens in der dritten Folge sind wir dann wie gewohnt wieder live. Und dann freuen wir uns auf viele, viele Fragen und Kommentare. In dem Sinne, schöne Grüße an die Andrea und gute Weiterfahrt. Bis dann. Ciao.
Bis dann. Ciao.
Ciao. Ciao.










