Jobwechsel Übung: Das Lebenskurve-Modell

A short German-language tutorial (JobGenius) teaching the "Lebenskurve" exercise for career reflection and reorientation. The method asks users to draw a simple coordinate system, plot distinct life or job phases along a time axis and rate emotional highs and lows on a vertical mood axis, then connect points to form a life-curve. The value comes from analysing peaks (what made them work, what you contributed) and valleys (what to avoid, what you can change) and transferring those insights into future job-selection criteria. The speaker also recommends a follow-up two-column write-up (left: positives/highs; right: negatives/lows) to surface patterns and guide next career steps.
Chapters
Gar nicht mal so wenige Jobwechsel scheitern an einem einfachen, aber vermeidbaren Fehler, insbesondere bei der beruflichen Neuorientierung. Also egal Ob jetzt mit 30, 40 oder 50 Jahren, versuchen viele für sich ein Ziel zu definieren. Das ist ja auch völlig okay. Aber um einen Kurs zu bestimmen, brauchst du nicht nur ein Ziel, du brauchst auch einen Ausgangspunkt, den Ort, von dem aus du startest. Erst daraus ergibt sich ein Kurs. Und genau das ist der Fehler, den viele dann bei einem Jobwechsel oder der beruflichen Neuorientierung machen. Ihnen fehlt das Bewusstsein darüber, was sie wollen, was sie brauchen und was ihnen gut tut oder warum. Genau hierfür gibt es eine wertvolle Übung, die Lebenskurve. Sie eignet sich vor allem für Menschen, die gerne optische Hilfen nutzen oder gerne zeichnen und dabei besonders gut Klarheit gewinnen. Aber schauen wir uns dieses Lebenskurve Modell einfach mal genauer an. Am besten nimmst du dir dafür ein Blatt Papier und legst es quer. Und dann beginnen wir ganz einfach, indem wir darauf ein Koordinatensystem malen, also vertikale Achse, horizontale Achse, mehr nicht. Der nächste Schritt ist ein bisschen tricky, denn im nächsten Schritt fängst du jetzt an, einzelnen Lebensabschnitte dort aufzuzeichnen, also wirklich Punkte zu markieren oder Zeiträume. Entweder kannst du dafür deinen Job nehmen oder die Jobs, die du schon hattest und wie lange sie gedauert haben. Die sind jetzt hier gleich lang, aber die können natürlich völlig unterschiedlich lang gedauert haben oder auch Lebensphasen oder wichtige Lebensart Abschnitte, die du genau definieren kannst. Entscheidend dafür ist, dass es wirklich Zeiträume sind, die du klar voneinander abgrenzen kannst. Im nächsten Schritt in der vertikalen Achse geht es jetzt darum, Stimmungen aufzuzeichnen. Also ganz oben Hochstimmungen, alles läuft, dir geht es richtig gut, ganz unten richtige Tiefs, dir geht es richtig schlecht, du fühlst dich echt mies dabei. Und dazwischen, das kannst du dann frei einteilen, ob du da eine sehr granulare Skala machst oder einfach nur einen einfachen Punkt, wie ich jetzt hier gemacht habe, so als Zwischenschritt. Du kannst auch Punkte daneben malen, von 1 bis 10, 10 für die Höchstzahl, 1 ganz unten. Das bleibt dir überlassen, welche Skalierung du dafür wählst. Entscheidend ist, dass du auf jeden Fall eine Skalierung hast. Und dann kommt die eigentliche Lebenskurve. Jetzt überträgst du punktweise und verbindest die Punkte nachher zu einer Kurve, wie du dich in den jeweiligen Lebensabschnitten, Jobs oder Standorten oder Phasen gefühlt hast, mal gut, mal schlecht. Und so entsteht eine Kurve, wie jetzt hier in diesem Beispiel. Damit ist es natürlich noch nicht getan. Das ist jetzt erstmal nur die optische Hilfe, die dir so zeigt, wie ist eigentlich mein bisheriges Leben, mein bisheriger Werdegang so gelaufen. Jetzt fangen wir natürlich an, das Ganze zu analysieren. Das macht das Modell ja erst wertvoll. Und zunächst widmen wir uns dazu den Hochphasen. Also wir schauen uns natürlich erstmal insgesamt an, wie viele Auf und Abs gibt es? War dein Leben bisher sehr bewegt? Das könnte ja der Fall sein. Dann müssen wir uns natürlich auch schon anschauen, warum war das so? Im zweiten Schritt fragst du dich dann natürlich was waren diese Highlights? Die siehst du ja auf der Kurve ganz deutlich. Und warum fühlten sich diese Phasen so wunderbar, so schön an? Was war der Grund dafür? Dritte Frage auch ganz ganz Was habe ich selbst dazu beitragen können, dass eben genau diese Phase so toll war? Das ist eine wichtige Frage und die Antwort darauf, die gibt dir natürlich direkt einen sehr wertvollen Hinweis, was du bei deiner nächsten Jobwahl besser machen kannst, worauf du vielleicht bei deinem nächsten Arbeitgeber achten solltest. Das waren die Hochs. Dasselbe Spiel machen wir natürlich auch noch mal für die Täler, die Tiefs. Warum waren diese Phasen eigentlich so negativ oder haben sich für dich so schlecht angefühlt? Was willst du davon nie wieder erleben? Also was war das Schlimmste daran und was darf auf keinen Fall sich noch mal wiederholen? Und dann natürlich logischerweise die Frage was lässt sich daran verhindern und wie lässt es sich verhindern? Also auch wieder was kannst du selbst dazu beitragen, dass das nie wieder passiert? Im Job selbst, aber vielleicht eben auch schon wieder bei der Arbeitgeberwahl oder bei der Jobwahl? Auch das kann ja ein Muster sein, so wie das Beuteschema beim Dating, von dem man immer so gerne spricht. Womöglich legst du da einfach falsche Maßstäbe an und kommst deswegen immer vom Regen in die Traufe. Zugegeben ein sehr simples Modell, aber es lassen sich wunderbar dadurch auch Zusammenhänge erkennen. Und jetzt würde ich dir zum Beispiel noch mal empfehlen, ein zweites Blatt Papier zu nehmen, das ganze vertikal in zwei Spalten aufzuteilen, also in der Mitte einfach eine senkrechte Linie zu ziehen. Und links schreibst du dir auf, was ist wirklich gut gelaufen, Also was waren die Hochs und warum und was hast du selber dazu beigetragen? Und auf der rechten Seite genau das Gegenteil. Und dann erkennst du womöglich Muster und Zusammenhänge und kannst daraus dann ableiten, was zukünftig besser werden soll. Und genau diese Analyse der Höhen und Tiefen macht die Lebenskurve so simpel wie wirkungsvoll. Probiere es doch einfach mal aus. Nimm dir etwas Zeit für dich, das ist ja nie verkehrt. Schnapp dir ein, zwei Blätter Papier und analysiere deine bisherigen Jobs, de Werdegang und deine Karriere. Vor allem die Frage, was du selbst jeweils dazu beitragen konntest, einen Aufstieg zu realisieren oder vielleicht auch mal was Negatives, bringt dich bei deiner beruflichen Neuorientierung und deinem wahren Traumjob deutlich näher und auch viel näher ans Lebensziel.










