Karrierebibel LIVE: Anschreiben - Ja oder Nein?

YouTube-Live von JobGenius mit Stefan Gerd (Mai 2025) diskutiert, ob Bewerbungsanschreiben heute noch nötig sind. Moderatoren befürworten Anschreiben als Chance — besonders für Berufsanfänger, Quereinsteiger und bei lückenhaften Lebensläufen — und besprechen den Einsatz und die Grenzen von KI (ChatGPT) sowie Recruiting-Tools (ATS, CV-Parsing, Matching).
Chapters
Hallo zusammen, herzlich willkommen zu unserem neuen ersten Live, nachdem wir schon lange Zeit nicht mehr ein Live gemacht haben. Wir haben es angekündigt, wir gehen wieder auf Sendungen alle zwei Wochen und heute sprechen wir über das Thema Werbung, Anschreiben, Anschreiben zur Bewerbung, ja oder nein? Und das ist eine sehr spannende Frage, weil sich der Markt für die Bewerbung gerade extrem dreht. Und darüber spreche ich gleich mit meinem besonderen Gast, der ab sofort immer in der Sendung dabei sein wird. Seid ein, also gespannt. Mit dabei, wie angekündigt ist der Stefan Gerd. Hallo Stefan.
Hallo Jochen. Hat ja schon mal sehr gut geklappt.
Bewerbungsschreibern. Wir sind bei manchen Keywords, Wettbewerber, Marktbegleiter, Konkurrenten, wie man das sieht. Und zeigen aber mit dieser Sendung, dass wir uns trotzdem mögen und schätzen können und trotzdem eine Sendung zusammen machen können. Und deswegen herzlich willkommen. Schön, dass du jetzt ab sofort immer dabei bist und ich freue mich wahnsinnig auf diese neue Sendung.
Ja, dank dir Jochen. Ja, cool, dass ich da sein darf tatsächlich. Ist mir eine große Ehre. Du bist ja so ein bisschen in unserer Szene tatsächlich eine Koryphäe, muss man ja wirklich sagen. Und ja, dich kennt man einfach. Als wir in den Markt gegangen sind, warst du schon viel, viel weiter, hat es sehr viel Sichtbarkeit, war es für uns immer ein Experte, von dem man sich auch was abschauen konnte tatsächlich. Und genau, trotzdem sind wir ja, ich sag mal, von unseren Produkten her auch anders orientiert und der eine ist eher besser bei Karrierebibel aufgehoben und der andere vielleicht besser bei uns. Deswegen stehen wir uns da gar nicht groß im Weg, glaube ich. Und genau deswegen freue ich mich hier zu sein.
Wir rufen uns noch ein, ihr merkt das schon. Also von daher alles gut. Also ich finde auch, wir sind lange genug im Markt und kennen uns eigentlich auch ganz gut mittlerweile und schätzen uns eben auch. Deswegen funktioniert. Aber wir wollen nicht so lange über uns reden. Das können wir peu à peu immer noch mal machen. Ihr könnt auf jeden Fall hier unten jederzeit, wo ihr mal gerade zuschaut, Fragen stellen, ob das jetzt auf Facebook ist, auf LinkedIn, auf YouTube. Ich versuche es auch sogar ein bisschen mit Instagram. Ich glaube, das funktioniert aber gerade noch nicht. Da sehe ich zumindest hier auf meinem Smartphone nebenbei noch keine Signale. Das klappt noch nicht hier mit dem Tool. Vielleicht kriegen wir es noch mal drauf, Aber ihr könnt auf jeden Fall Kommentare schreiben. Wir sehen die, blenden sie auch ein und beantworten auch jederzeit eure Fragen. Jetzt aber die entscheidende Frage, Stefan direkt mal losgelegt. Anschreiben zur Bewerbung, ja oder nein?
Auf jeden Fall natürlich. Was soll ich auch antworten? Das ist natürlich berufsbedingt natürlich meine Antwort. Ich bin da vielleicht nicht ganz objektiv, muss man ehrlicherweise sagen, aber für mich überwiegend ganz klar die Vorteile. Ich klau dir mal ein Zitat vorneweg. Du hast mal zu mir gesagt, naja, der Lebenslauf ist ja irgendwie die Vergangenheit, das Anschreiben ist die Zukunft und und das sehen wir genauso. Die Kernfragen, die in einem guten Anschreiben beantwortet werden sollten, die tauchen im Bewerbungsprozess sowieso auf hinterher Warum bewerbe ich mich bei diesem Unternehmen? Warum bewerbe ich mich für diese Position und was bringe ich mit dafür? Und ja genau. Und das kann man direkt in einem Anschreiben gut verpacken. Wie siehst du das?
Also ich sehe es ganz genauso. Ich sage ja, es gibt ganz wenige Situationen, wo ich sagen würde, da kann man drauf verzichten. Speziell dann, wenn Unternehmen explizit in der Stellenanzeige Wir wollen keine Anschreiben, wir brauchen nur einen Lebenslauf oder irgendwas anderes. Dann kann man darauf verzichten. Ich würde es aber eben nur in diesen Ausnahmesituationen tun. Aus einem ganz einfachen Das Anschreiben ist eine riesige Chance für Bewerber, für diverse Bewerbergruppen sogar, wo ich sage, es ist eine wesentliche Zusatz Informationen, die deine Bewerbungschancen deutlich steigern kann. Ich habe mal so ein bisschen recherchiert, Umfragen, aktuelle immer noch nutzen mehr als 60 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber das Anschreiben, Also mehr als die Hälfte hat ein Anschreiben zur Bewerbung. Darauf zu verzichten, wäre sozusagen eine Information weniger als deine potenziellen Konkurrenten in der Bewerbung das tun. Und bei einigen Gruppen, ich habe es gerade gesagt, ist es aus meiner Sicht komplett unverzichtbar. Das sind Berufsanfänger, weil die haben einfach noch einen so dünnen Lebenslauf, da ist ja noch gar nichts an Erfahrung großartig dabei. Das heißt, die Differenzierung Unterscheidung ist einfach nicht gegeben. Die zweite Große Gruppe sind Quereinsteiger. Da passt der Lebenslauf ja per Definition nicht zum neuen Job oder zur neuen Branche, zum neuen Unternehmen. Also musst du ja begründen, ich habe, keine Ahnung, Germanistik studiert und jetzt will ich auf einmal irgendwie im Callcenter arbeiten oder als Vertriebler, fragt sich dann auch warum. Und hier ist genau der richtige Ort, das Anschreiben. Und dann gibt es natürlich all diese schwierigen Fälle, also wo der Lebenslauf vielleicht lückenhaft ist oder Probleme hat in irgendeiner Form. In all diesen Fällen kann das Anschreiben negative Aspekte ausgleichen, viele Dinge positiv flankieren oder sogar noch verstärken. Beispielsweise bei Ü Bewerbungen, so nach dem Motto, dass man einfach zeigt, ich bin hier selbstbewusst, ich bin voll dabei und also es hat viele Vorteile aus meiner Sicht. Deswegen unbedingt. Ich bin ein großer Fan des Anschreibens, auch wenn das aktuell nicht populär ist. Tatsächlich gibt es viele, viele Kollegen von uns, die ja eigentlich auch so ein bisschen, wie ich immer finde, dem Volk nach dem Mund reden und schreiben. Natürlich ist es bei Bewerbern unbeliebt und du kannst einfach viele Follower und Likes bekommen, wenn du Hey, das Anschreiben ist total überholt, es ist nicht mehr zeitgemäß, wir lassen es einfach mal sein. Aber frag mal umgekehrt die Personaler, was die sagen. Da gibt es ein paar, die sagen halt, das Anschreiben ist totaler Quatsch, wir brauchen es nicht mehr. Aber dann guck dir mal die Argumente genau an. Dann stellt man fest, es ist kein Argument gegen das Anschreiben, ist ein Argument gegen schlechte Anschreiben und Bewerber, die sich keine Mühe mehr machen. Wie ist deine Erfahrung? Ihr schreibt ja professionell, du hast es ja gerade gesagt, ihr schreibt ja professionelle Bewerbungsunterlagen, Lebenslauf, Anschreiben und und und. Macht das ja richtig, richtig gut und kennt halt auch viele Bewerber bzw. Auch Personaler.
Ja, also grundsätzlich vielleicht noch eine Ergänzung bei dem Es gibt einen Fall, wo ich sage, da sollte auch immer ein Anschreiben bei den Unterlagen beiliegen und zwar im Falle einer besonderen Motivation. Du hast gerade viele Fälle auch genannt, was schon eine besondere Motivation ist. Ich meine dann noch im Hinblick auf eine Stelle oder so, weil man zum Beispiel das Unternehmen kennt, weil man irgendwelche familiären oder andere Beziehungen hat in das Unternehmen und sehr viel darüber weiß oder weil man sich ganz besonders mit deren Produkt identifizieren kann. Oder so. Das ist natürlich dann auch immer eine schöne Sache, die man kommunizieren sollte aktiv. Und das ist in einem Lebenslauf tatsächlich dann schon schwierig. Es gibt natürlich Fälle, wo ein Anschreiben jetzt nicht nicht notwendig ist. Das muss man ehrlicherweise auch sagen. Wenn man zum Beispiel irgendwie ins Handwerk guckt oder so, da ist natürlich so, man kann sich vorstellen irgendwie und letztendlich muss man dann irgendwie beim Schreiner mit Holz umgehen können und so, Dann nützt dir das beste Anschreiben auch nichts. Also das muss man schon auch natürlich ehrlicherweise sagen. Aber das denkst du ja, denke ich, dass du der gleichen Meinung bist in dem Fall. Genau.
Nein, also ich würde sagen ja, natürlich hast du vollkommen recht. Aber auch hier kann es ein Differenzierungsmerkmal sein. Also gerade wenn du zum Beispiel dich für eine Bewerbung oder für eine Ausbildung bewirbst in einem Handwerksberuf, da ist es ja nun mal Was gibst du da für einen Lebenslauf ein? Normalerweise sind es ja ehemalige Schüler, also die haben dann Hauptschule, Realschule oder Gymnasium abgeschlossen und wollen jetzt halt in irgendeiner Form sich für den Handwerksberuf bewerben. Und dann ist die große Wie differenziere ich da jetzt meinen Lebenslauf? Alle meine Mitbewerber sind auch Schüler, Ex Schüler und haben entsprechend so einen dünnen Lebenslauf. Und dann kann das Anschreiben die besondere Motivation sein. Warum für dieses Handwerk? Warum bei diesem Ausbildungsbetrieb? Ich sehe auch schon die ersten Fragen kommen rein. Ich weise noch mal darauf hin. Ich habe zum Beispiel gesehen, Ulrike hat gerade eine Frage gestellt. Gutes Thema, Ulrike. Wir kommen gleich darauf zurück. Ich blende es gleich mal ein, beziehungsweise kann ich jetzt schon einblenden, ist keine Überraschung mehr. Aber wir gehen auf jeden Fall auf das Thema KI gleich noch ein. Vielen Dank auf jeden Fall für die Frage. Ja, aber jetzt wie gesagt, ich habe dich ein bisschen unterbrochen. Du hast gesagt, klar, ich bin im Grunde d'.
Accord.
Im Handwerk brauchst du nicht wirklich schreiben können, sondern brauchst andere Fähigkeiten. Trotzdem kann es aber hilfreich sein. Und vielleicht ist das sogar die Brücke zu Ulrikes Frage, nämlich zu der, wenn du nicht schreiben kannst und beruflich auch nicht willst. Heute heißt die Antwort auf KI ChatGPT. Da nutze ich doch mal eben ChatGPT und lass mir einen anschreiben, schreiben. Was sagst du dazu?
Ja, wir haben das im Vorgespräch ja gerade schon heiß diskutiert, da hätten wir eigentlich schon anschalten können. Ja, also letztendlich ist es so, wenn jemand Probleme hat, Sachen auszuformulieren, aber eigentlich eine Idee hat, was er gerne da reinschreiben würde, da ist KI ein tolles Werkzeug. Darüber denke ich, brauchen wir nicht, brauchen wir nicht groß diskutieren. Aber KI lebt von den Daten, die man quasi hinzufügt. Und wenn man selber dann wirklich diese Motivation hat, irgendwie mein Onkel ist auch Schreiner, ich war da schon mal im Betrieb, ich habe mir das angeguckt, ich finde das toll, ich arbeite gerne mit Holz zu Hause, mach dies und das schon privat, das sollte natürlich in einen anschreiben. Das ist eine ganz, ganz tolle Motivation. Und wenn man dann Probleme hat, das irgendwie so in Worte zu fassen, dann ist KI ein tolles Werkzeug und an der Stelle ist es wirklich sehr, sehr nützlich.
Also ich bin also als Werkzeug, als unterstützendes Werkzeug, wenn du so gar nicht weißt, was ich machen will oder machen soll, finde ich das auch super. Wir haben allerdings in der Vergangenheit, und ich glaube, ihr habt das auch gemacht, ich meine, ich kann mich an einen Artikel bei euch auf der Seite auch erinnern, wir haben ein paar Mal experimentiert mit KI, also insbesondere auch mit ChatGPT und man muss einfach wissen, wie KI funktionieren. Und natürlich werten sie das gesamte Internet aus und machen da den Durchschnitt am Ende draus. Und weil alle, alle Kollegen von uns schreiben, schreiben sie auf keinen Fall den Satz, Hiermit bewerbe ich mich auf ihre Stelle als. Und das überall auftaucht und die KI den Durchschnitt daraus macht, beginnen KI Anschreiben fast immer mit dem Satz, Hiermit bewerbe ich mich auf ihre Stelle als. Und wir empfehlen kategorisch bitte nicht diesen Satz, das ist der langweiligste, unpersönlichste erste Satz, den schreiben kannst. Die KI macht es aber. Und bei vielen anderen Punkten, der Konjunktiv am Ende und so weiter, wo wir alle seit Jahren sagen und schreiben, bitte macht's nicht. Die KI macht aber nur, weil sie halt nicht so intelligent ist, wie der Name das Ganze unterstellt. Sie ist halt in Wahrheit nur so intelligent, was sie halt auswerten kann in irgendeiner Form. Und dann kommt Murks bei raus, also für eine Schreibhilfe, ja, um wirklich deine Persönlichkeit zu schildern, auf keinen Fall. Jetzt kommt Ulrike nochmal und sagt hier noch mal was anderes. Sie meinte in der Personal für die Prüfung des Anschreibens. Also das wird nach meinem Wissen durchaus schon eingesetzt, aber es gibt völlig unterschiedliche Systeme, wie man das machen kann. Also wir sprechen da von ATS, wie heißt es nochmal? Tracking System Applicant. Tracking System Applicant, genau das war das Wort, was ich gesucht habe. CV Parsing und so weiter. Natürlich gibt es auch schon Tools, aber da weißt du mehr, Stefan.
Ja, also grundsätzlich muss man hier so ein bisschen unterscheiden. Worauf Ulrike hinaus will, ist ja aus meiner Sicht jetzt, ob zum Beispiel irgendwelche so KI Detektor Tools oder Detect Tools da im Einsatz sind. Ja, mit Sicherheit bei großen Unternehmen schon, aber ganz ehrlich, Jochen, ich würde mir zutrauen, von 10 KI anschreiben irgendwie auch das eine oder andere da auch rauszufiltern, wahrscheinlich die Mehrzahl, wenn nicht sogar fast alle, also erfahrener Personaler genauso. Und letztendlich geht es ja darum, irgendwie ist das, also ist es gut qualitativ und es kann nur gut sein, um dann wieder zurückzukommen auf den Punkt, gerade KI ist nur ein nützliches Werkzeug, wenn die Informationen von dir kommen und du wirklich feintunest. Es ist immer noch ganz viel Arbeit. Das ist ganz, ganz wichtig zu wissen an der Stelle. Und ich würde hier das Tool, die Tool Problematik aktuell noch gar nicht so groß sehen. Ich glaube, das haben noch nicht so viele, sicherlich ein paar große Unternehmen, aber jetzt so der normale Mittelständer wahrscheinlich nicht. Da würde ich aber sagen, der erfahrene Personaler, der sieht das sehr, sehr schnell.
Also ich denke auch KI eignet sich vor allem bei der Auswertung von Lebensläufen, weil sie halt doch relativ einheitlich aufgebaut sind und reine nackte Daten, Zahlen, Fakten enthalten. Da geht das sehr, sehr gut. Da kann man Bewerber relativ schnell vergleichbarer machen, Also auch nicht immer perfekt. Auch da gibt es natürlich Tücken im Detail, über die haben wir auch schon ausführlich geschrieben. Aber beim Anschreiben, das hat ja einen anderen Fokus. Beim Anschreiben geht es ja um die Motivation für die Stelle. Es geht um Alleinstellungsmerkmale, besondere Soft Skills, die du noch mal hervorheben willst, Erfahrungen. Und das ist halt in Summe ein Teil deiner Persönlichkeit, die da so im Subtext zwischen den Zeilen blitzt. Und das kann KI nicht. KI kann keine Emotionen, KI kann nicht Persönlichkeit zwischen den Zeilen, Aber das ist ja das worauf Personaler achten. Also ja, das ist genauso wie mit dem Bewerbungsfoto. Natürlich ist es heute freiwillig, aber im Bewerbungsfoto, da kannst du mir sagen, was du willst, steckt auch immer ein bisschen Persönlichkeit drin. Allein schon, warum hast du dieses Foto ausgewählt? Warum stellst du dich selber so dar und findest das ganz attraktiv für die Stelle? Warum wählst du jenes Bild oder jede Kleidung und nicht jene Und und da stecken so viele Aussagen im Subtext drin, die halt in dem Gesamtspiel Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Bewerbungsfoto, so ein rundes Bild ergeben. Und ja, ich habe selber, ich war ja zig Jahre lang Angestellter und habe Bewerbung geschrieben. Danach bin ich jetzt seit über zehn Jahren Arbeitgeber und habe auch Bewerbung gesehen. Und natürlich in dieser gesamten Zeitspanne habe ich Leute gecoacht und gemacht und getan. Und ja, ich bilde mir auch ein, ich erkenne eine Bewerbung, die sozusagen künstlich ist, die nicht stimmig ist. Und genauso gibt es Bewerbungen, die liest du und denkst, Donnerschlag, da kommt aber was. Und dann telefonierst du halt mit den Leuten heute nochmal oder machst einen Videocall oder sowas und dann hast du schon einen ganz anderen persönlichen Eindruck. Und spätestens da fällt es ja auf. Also ich finde immer, wenn man das zusammenfaked irgendwie mit KI, irgendwann fliegt es dir sowieso um die Ohren. Spätestens im Vorstellungsgespräch.
Ja, genau. Also wenn man gut damit arbeiten kann und es als Werkzeug wirklich sieht und die Story komplett von einem selbst kommt, dann kann es ein nützliches Werkzeug sein. Aber wie gesagt, wenn man jetzt denkt und ich glaube, daher geht auch ein bisschen Ulrikes Frage irgendwie, mach mir mal ein Anschreiben, ich bewerbe mich auf die Stelle, dass mein Lebenslauf und wenn man meint, da kommt jetzt was richtig Gutes raus, dann ist man auf dem Holzweg. Das muss man wirklich sagen.
Ja, also wie gesagt, so als Formulierungshilfe auf jeden Fall. Aber ich glaube noch mal, worüber reden wir uns einfach hier eigentlich? Wir reden über ein Anschreiben. Das ist nie länger als eine DIN A Seite, wenn du den oberen Teil wegnimmst, also hier den Brief, ich habe hier eine Folie vorbereitet, da sieht man so einen typischen Aufbau von so einem Anschreiben. Wenn du den oberen Teil dir einfach mal wegdenkst, da ist Anschreiben, Empfänger, Adressat, Datum, Betreffzeile, sehr geehrte Damen und Herren, wobei wir möglichst eine persönliche Anrede und unten den Schlussteil dir wieder anguckst mit ich freue mich auf eine Einleitung zum Vorstellungsgespräch mit herzlichen, freundlichen Grüßen, was auch immer. Dann vielleicht noch die Anlagen und die Unterschrift. Dann reden wir hier über einen Mittelteil, der ist, wenn du jetzt dir hier dieses Symbolfoto anguckst, der ist maximal eine halbe Seite lang. Eine halbe Seite, jeder Schulaufsatz ist länger, also eine halbe Seite Text, die zusammenfasst, warum du dich für diesen Job, für diese Ausbildung, für diese Stelle interessierst bei diesem Unternehmen, warum du dafür 100 Prozent geeignet bist. Das finde ich ist jetzt nicht so eine hohe Herausforderung, wenn du sagst, boah, da kann ich so überhaupt gar nicht irgendwie auf den Punkt bringen, dann denke ich mir so, vielleicht suchst du nur einen Job, was legitim ist, aber besser ist es natürlich auch, um seine Chancen zu steigern. Du weißt, warum du diese berufst, warum möchtest du dahin, warum, was möchtest du einbringen? Und all das lesen erfahrene Personaler im Anschreiben. Deswegen ist es einfach eine super Sache und spätestens im Vorstellungsgespräch musst du diese Gedanken ja vorbereitet haben, weil dann kommen halt all diese Fragen verklausuliert kann man jetzt wieder philosophieren, gibt es diese wahnsinnig tollen Fragen, die alle so abgenudelt finden, aber im Grunde genommen werden sie anders formuliert. Am Ende will ich als Arbeitgeber und ich habe selber schon Leute eingestellt, will ich doch wissen, warum willst du ausgerechnet zu mir? Warum willst du bei uns den Job haben, was für einen Mehrwert willst du leisten? Warum sollten wir dich einstellen? Warum ist es für uns auch ein Gewinn, dir einen Job zu geben in irgendeiner Form? Und wenn du das nicht im Vorfeld weißt, dann wird es halt super, super schwierig.
Funfact dazu Jochen Ich habe es ja im Vorgespräch auch kurz angesprochen, ist vielleicht auch interessant für die Allgemeinheit einer der großen Unternehmen in diesem Bereich, Antropic, die das Language Model Claude quasi kreiert haben und die Erschaffer sind, weisen darauf hin, dass sie gerne darum bitten, dass man KI im Bewerbungsprozess bei Antropics nicht einsetzt und bitten darum. Das zeigt glaube ich schon alles. Genau. Und ja, dazu sollte dann alles gesagt sein zu dem Thema, glaube ich.
Ulrike hat noch mal ergänzt, gerade eben bei ihrem Kommentar, der läuft so ein bisschen. Ich sehe schon, ich muss beim Layout noch mal gucken, wenn es hier mehrteilig wird oder sowas, dann flitscht mir das ins Bild rein. Ist aber nicht gegen Ulrike, sondern es ist mein System, Da muss ich noch mal ein bisschen optisch dran arbeiten. Also sie meinte, was führt zu einer Ablehnung bei der Bewerbung, wenn die Personalabteilung KI einsetzt?
Ja, dazu kann ich was sagen. Also grundsätzlich muss man so da differenzieren, was es an Tools gibt in der Personalabteilung. Grundsätzlich ist es erstmal so, dass was es schon seit Jahren gibt und auch viele Unternehmen einsetzen, vor allem große, sind sogenannte ATS, Applicant Tracking Systems, Also es sind Bewerbermanagementsysteme. So und was machen die? Im Grunde ist das für die Personalabteilung eine Unterstützung, um Bewerber und Bewerberinnen zu verwalten.
Ganz einfach.
Da gehen dann die Bewerbungen rein und dann kann man die aufrufen, kann man sich die Dokumente angucken. Das ist fast bei allen so, dass man sich zum Beispiel die PDFs angucken kann und dann auch irgendwie sagen, eine Bewertung oder einen Kommentar schreiben kann oder auch ein Bewerber ablehnen kann mit einer automatischen oder mit einer individuellen Nachricht. So, das ist erstmal noch gar keine KI. Aber was manche Tools haben, ist, dass zum Beispiel du dir nicht nur die PDF aufrufen kannst in dem Tool, sondern dass du quasi, dass sie auch Daten parsen aus deinem Lebenslauf. Das machen die, um quasi eine eigene Bewerber Datenbank zu bauen. Das hat auch wieder den Vorteil für Unternehmen, dass sie vielleicht langfristig die Daten auch behalten, weil sie vielleicht irgendjemand auch noch mal zu einem späteren Zeitpunkt anschreiben wollen oder kontaktieren wollen, also Pool aufbauen. Aber es dient auch dazu, automatisch auszusieben. Und das ist, glaube ich, hier die Fragestellung zum Beispiel, weil das System passt oder in deinen Daten extrahiert, dass du keinen Studienabschluss hast. Das ist ein harter Faktor, Das ist gefordert irgendwie Abschluss in Geisteswissenschaften, keine Ahnung, steht in der Stellenausschreibung vielleicht auch und den hast du nicht und dann wirst du, kriegst du eine automatische Ablehnung. Und hier ist es natürlich sehr, sehr wichtig quasi, also wir reden hier aber in der Regel vom Lebenslauf tatsächlich und nicht vom Anschreiben. Es ist sehr wichtig, dass deine Daten im Lebenslauf halt wirklich auslesbar sind, weil es kann auch sein, dass du diesen Studienabschluss vielleicht hast, aber das System das nicht korrekt ausliest und du deswegen eine automatische Ablehnung bekommst. Das ist ganz, ganz wichtig. Das ist aber wirklich ein Thema, da müssen wir mal eine eigene Sendung zu machen. Im Grunde geht es darum, dass ein Lebenslauf, wenn der klassisch aufgebaut ist, so wie wir das mögen, einspaltig auch, dann ist man da eigentlich immer auf einem ganz guten Weg. Genau, das in Kürze. So, dann gibt es weiterhin noch Systeme, die nicht nur parsen, sondern auch matchen. Das heißt, die haben dann so eine Funktion irgendwie, die haben ihr eigenes Stellenprofil da drin und sagen dann hier match mir die Kandidaten zusammen und dann sehen die quasi wie so eine Reihenfolge, der erfüllt 83 Prozent der 70 was auch immer. Und dann kann es vielleicht auch eine Einstellung geben, alles unter 75 automatisch aussieben und dann bleiben noch 3 übrig oder so. Genau so das ist auch, muss noch nicht KI sein, aber gerade beim Thema Matching, weil diese Tools gibt es auch schon seit Jahren oder diese Funktion bei einigen Toolanbietern. Genau, die sind jetzt oftmals auch KI gestützt tatsächlich und viele schreiben das jetzt auch so auf ihrer Website, dass das so ist, weil da Large Language Models auch im Einsatz sind. Da geht es ja vorher um Semantik und so und da hilft auch KI, diese Matching Skills noch mal besser zu machen. So ein reines KI Matching, sowas wie, also das ist nicht so was, was vielleicht noch, wo viele dran denken, dieser Fall zum Beispiel, da waren wir die Skandal bei Amazon, wo zum Beispiel Daten in eine KI gepackt wurden von eingestellten Menschen quasi. Ja und dann wurde hat man so gesagt, hier identifiziere mal diese Faktoren, warum wir die eingestellt haben, macht das KI und jetzt bei dieser Stelle, sag uns mal, wer da die besten Bewerberinnen sind. Ich gender ganz bewusst jetzt mal, weil am Ende irgendwie rauskam. Das waren hauptsächlich Männer, die dann da am Ende irgendwie. Und dann war es auch so ein bisschen, waren da so ein paar weitere diskriminierende Merkmale. Es waren große großer Skandal tatsächlich, die dann rauskamen. Ja, dass man dann halt anhand von Merkmalen, die hätten nicht berücksichtigt werden sollen, berücksichtigt wurden. Genau, das ist noch so ein komplettes KI Matching, aber in unserer Toollandschaft reden wir darüber noch gar nicht. Aber es gibt sicherlich Unternehmen, die auch an sowas schon eingesetzt haben oder sowas mal gebaut haben für sich.
Also ich weiß selber auch aus der Vergangenheit und ich mein sogar, lass mich jetzt nicht lügen, war ich da schon noch bei der Wirtschaftswoche als Ressortleiter, also schon ganz lange. Das war damals auch noch nicht KI oder so Ansätze von KI gab es mal eine Software, ich glaube, die kam sogar aus Israel, die Stimmen einscannen konnten und anhand bestimmter Merkmale erkennen konnten, ob du lügst, ob du motiviert bist, ob du Angst hast und so weiter. Also die analysierten Stimmen, das wurde wahrscheinlich, keine Ahnung, wenn es aus Israel kam, vielleicht im Zuge der Spionage eingesetzt, um rauszukriegen, ob einer ein Agent ist oder ein Doppelagent oder so, keine Ahnung. Also war so im Prinzip ein besserer Lügendetektor. Die haben diese Software dann kommerzialisiert und sind auf dem Markt, sind immer noch auf dem Markt, haben die immer weiter. Ich müsste mal recherchieren, wie das Unternehmen heiß und die bieten das aber heute auch an für Bewerbungsgruppen. Und ich sag mal, der Weg von da ist nicht mehr weit, dass du sagst, gibt es ja auch schon erste Unternehmen, die das Erstgespräch führst du mit einer KI. Also wenn du dich bewirbst und du bist sozusagen in einer engeren Auswahl, dann wird ein vorgefertigter Fragenkatalog abgespult und dann sprichst du zunächst mal mit der KI und beantwortest das Und es wäre durchaus denkbar, zumindest ich mal jetzt mal das Zukunftsbild, dass man dann vielleicht sogar hingeht und sagt, wir legen dann eine KI auch noch zur Stimmanalyse drüber und kriegen dann mit, ob jemand hier fuscht Mogel die Wahrheit sagt oder nicht oder wie motiviert ist die Person wirklich oder auch nicht. Und dies, also es könnte natürlich alles passieren, aber irgendwann denke ich mir, wird es dann so, wie soll ich sagen, Big Brother mäßig, dass wahrscheinlich irgendwann auch der Gesetzgeber sagt, das geht jetzt auch bei den Unternehmen zu weit. Wir verstehen einerseits das Bedürfnis, dass sie die richtigen Leute einstellen wollt, wir verstehen, dass Fehlbesetzungen teuer sind und so weiter, aber wir müssen gleichzeitig die Persönlichkeitsrechte wahren und es kann nicht sein, dass ihr sozusagen Menschen, die sich bei euch bewerben so transparent macht, dass ihr im Prinzip Profile von denen schon anlegt, weil ihr im Zuge der Bewerbung natürlich Daten bekommt, in der Regel zum Lebenslauf, zum irgendwelchen Geschichten, die man sonst gar nicht kriegen würde oder so. Deswegen kann ich sagen, also mit Vorsicht zu genießen, da wird auch, glaube ich, im Moment durch die ganze Begeisterung über KI viel heißer gekocht, als es nachher gegessen wird. Also ich glaube, am Ende des Tages kann auch hier KI unterstützen, aber Menschen arbeiten mit Menschen zusammen und auch Personaler sind Menschen. Und wenn sie ihren Job gut machen, da gehen wir ja jetzt mal davon aus, klar gibt es wie in jedem Beruf gute und schlechte, aber wenn sie ihren Beruf gut machen, dann finden sie auch ganz ohne KI einfach auf einer sehr menschlichen Ebene die passenden Kandidaten für die richtigen Stellen. Ja, ich hoffe, das war eine Antwort auf deine Frage, liebe Ulrike. Ansonsten ich mache noch mal den Hinweis für alle, die noch dabei sind sind Ihr könnt gerne Fragen stellen, wo auch immer ihr zuschaut, Facebook, YouTube, LinkedIn. Schaltet gerne rein bzw. Schreibt hier unter diesen Livestream in den Kommentaren eure Frage. Wir blenden sie ein, wir beantworten sie auch gerne. Wir müssen mit Blick auf die Zeit schauen. Wir sind schon wieder fast eine halbe Stunde voll. Wir haben uns immer so vorgenommen, eine halbe Stunde zu sprechen. Also wenn keine Kommentare, keine Fragen mehr kommen, dann ist auch nicht schlimm, dann sehen wir uns in zwei Wochen auf jeden Fall wieder. Ich Ich würde aber gerne noch mit dir, Stefan, eine wichtige Frage erklären, die hatten wir auch im Vorgespräch mal angesprochen. Nä Nimmt die Bedeutung des Anschreibens ab, wie ja viele Kollegen schreiben und sagen und auch manche Personalabteilungen natürlich, indem sie das Anschreiben abschaffen oder nimmt sie eher zu? Das ist ja sozusagen kontraintuitiv, wird es wichtiger oder wird es weniger wichtig?
Ja, das ist, glaube ich, immer so ein bisschen abhängig vom Markt auch Wir hatten ja in den letzten, ich sag mal so zwei, drei Jahren eine Entwicklung hin zum Arbeitnehmermarkt tatsächlich, obwohl in den letzten schon in Anführungsstrichen, weil es sich ja schon wieder gedreht hat. Aber in den letzten Jahren, sag ich mal, fing auch schon etwas früher, muss man ehrlicherweise sagen, hatten wir eine Entwicklung zum Arbeiten. So wenn jetzt Unternehmen weniger Bewerbung bekommt, weniger qualitativ gute Bewerbungen bekommt, was ist die Antwort dann darauf Hürden abbauen erstmal und Anschreiben ist natürlich eine Hürde, muss man ganz klar sagen, soll es ja auch sein tatsächlich sogar. Und deswegen hat man dann dieses Allerheilmittel dann tatsächlich eingesetzt. Wir machen es jetzt mal ganz einfach. Ich weiß, im Ausbildungsbereich haben teilweise die Unternehmen noch nicht mal mehr Lebensläufe angefordert. Genau. Und ja, also deswegen wurde dann mehr darauf verzichtet und wir beide stellen aber das tatsächlich eine Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung jetzt schon in den letzten Monaten tatsächlich fest. Und ich kann das bestätigen. Wir sehen ja auch unheimlich viele Stellenausschreibungen. Ja, das Anschreiben gewinnt wieder an Bedeutung, nimmt wieder Fahrt auf, weil jetzt gerade ist es natürlich so, dass wieder mehr Leute um einen Arbeitsplatz buhlen, vor allem um gute Jobs. Und man muss ja ehrlicherweise sagen, eine Konkurrenzsituation hat man selbst beim Arbeitnehmermarkt fast immer. Müsste ich dir ein zweites Zitat klauen. Es muss ja nur einer besser sein als du. Sobald es zwei Bewerber gibt auf eine Stelle hast du mal wirklich gesagt, hast du eine Konkurrenz Situation. So, jetzt gibt es aber wieder noch mehr, muss man ehrlicherweise sagen, im Durchschnitt. Und mit zunehmender Konkurrenzsituation wird dann halt auch die werden Hürden wieder aufgebaut. Und ja, und viele haben vielleicht auch einfach festgestellt, das ist kompletter Murks ohne Anschreiben, weil ich habe ja die Kernfragen gar nicht beantwortet. Warum will er denn bei mir arbeiten? Macht ja gar keinen Sinn, gerade beim Quereinstieg oder was auch immer. Ganz schlimm. Also da versteht man ja überhaupt nicht, was der Mensch mit seinem Lebenslauf beim ihr will.
Also ich pflichte dir zu 100 Prozent bei. Ich glaube auch, dass die Bedeutung des Anschreibens in den nächsten Monaten wieder ansteigen wird. Das können auch so zyklische Bewegungen sein. Ich bin da so lange im Markt jetzt schon, dass ich alles hab kommen und gehen sehen. Das sind meistens irgendwelche Wellenbewegungen. Aber wenn ich mir angucke, wie die Wirtschaft im Moment ja, wir haben jetzt eine neue Regierung, wir haben einen neuen Bundeskanzler, wer verspricht, alles wird besser in der Zukunft? Wir geben jetzt Vollgas. Und bis das denn, wenn es denn wirkt. Aber bis es wirkt, geht auch noch mal, wie man hier in Köln sagt, eine Menge Wasser den Rhein runter und wir haben, glaube ich, den Bodensatz noch nicht gesehen. Also in der Vergangenheit, ich habe mal zum Jahreswechsel Bilanz gezogen. Ich glaube es war auf irgendeinem Social Media Kanal von mir irgendwie und ich kam auf über Stellen, die angekündigt waren, dass sie dieses Jahr abgebaut werden sollen. Wir haben immer noch bei den Automobilbauern große Krisen. VW, Ford hier in Köln aktuell, die streiken gerade, also auch da ist richtig Alarm. Und an der Automobilbranche hängen noch mal zig Zulieferer hinten mit dran, die dann eventuell auch alle über die Klinge springen. Diverse Unternehmen bauen gerade ab oder gehen vielleicht sogar ins Ausland, überlegen sich dies dann. Manche müssen ins Ausland gehen, weil sie sagen, bevor der Trump da mit Zöllen kommt, dann müssen wir halt ein Werk in den USA bauen oder sowas. Da müssen sie hier wieder was ab. Also den Bodensatz haben wir noch nicht gesehen und im Mittelstand, aber nicht Bürokratieabbau, ist ja alles gut und schön, aber bis die mal abgebaut ist und wirkt, sind einige schon pleite gegangen. Also ich glaube, wir werden bis zum Sommer und der Sommer ist ja immer noch mal ein bisschen schwieriger, weil es dann meistens auch konjunkturell ein bisschen runter dellt, werden wir noch einiges sehen. Und wenn du Auf einen Schlag 4000 5000 Bewerber auf dem Markt hast, die alle vielleicht dasselbe von der Ausbildung haben, also ein Automobilbauer entlässt irgendwie hier fort 3000 Mitarbeiter, dann hast du jede Menge Fahrzeugingenieure. Ja, wo sollen die denn bitte alle unterkommen? Hier in der Gegend ist sowieso kein anderer Automobilbauer, dann bewerben die sich in Wolfsburg oder unten in München oder in Stuttgart oder so bei den anderen Einschlägen, die bauen aber auch gerade Stellen ab. Was machst du dann? Und in so einer Situation, glaube ich, musst du schon eine sehr, sehr gute Bewerbung schreiben, um dich abzuheben, um überhaupt noch eine Chance auf einen Job zu bekommen. Denn dann bist du im Zweifelsfall, wenn du es bei den Autobauern nicht mehr schaffst, direkt Quereinsteiger und spätestens da brauchst du es anschreiben. Und damit schließt sich dann der Kreis, wo ich sage, wenn ich mir das alles angucke von der Entwicklung, würde ich sagen, die Bedeutung des Anschreibens wird in den nächsten Jahren, Jahren ist zu viel gesagt, aber Monaten müssen wir abwarten, wie sich das. Aber ich glaube 2025 wird noch nicht ein goldenes Jahr, wo alle sagen, yay, sondern ich glaube, das wird eher gegen Ende des Jahres, dass man so das Gefühl hat, es könnte wieder sich drehen und aufwärts.










