Karrierestillstand? Was Sie jetzt tun müssen

A JobGenius YouTube monologue in German explaining "Karrierestillstand" (career stagnation): its typical symptoms (being passed over for projects, no raises, colleagues promoted), common attributions (blaming bosses/colleagues) and frequent self-causes (lack of initiative, weak self-marketing). The speaker urges active responses: clarify career goals, take initiative and responsibility, visibly self-market, and update skills through further training to increase employability and salary prospects.
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In jeder beruflichen Laufbahn geht es mal bergab und mal bergauf. Wellenbewegungen sind völlig normal bei der Karriere, aber es kommt vielleicht mal eine Phase, da gibt es so eine Art Stagnation. Karrierestillstand nennt man das auch. Und das muss kein Drama sein, vorausgesetzt, es ist kurzfristig. Hält dieser Zustand allerdings länger an, dann haben wir es hier mit einem echten Warnzeichen zu tun und dann sollten Sie unbedingt handeln, denn das sollten Sie ernst nehmen. Für den Karrierestillstand gibt es eigentlich ganz typische Symptome. Ein Klassiker ist natürlich, dass die Kolleg seit einiger Zeit tolle Projekte bekommen, Prestigeobjekte, man selber aber nicht. Ein weiteres Symptom ist, dass man vielleicht schon seit Jahren keine Gehaltserhöhung mehr bekommen hat. Andere Kollegen aber vielleicht schon. Zumindest hat man davon gehört. Und auch andere Kollegen sind befördert worden, haben sich beruflich verändert, intern oder extern. Man selber darbt aber schon seit Jahren auf derselben Stelle. Das sind alles Zeichen dafür, dass es mit einem gerade nicht weitergeht und dass die Karriere stagniert und dass es vielleicht tatsächlich zu einem gefährlichen Karrierestillstand gekommen ist. Wann immer es zu einer solchen Krise kommt, dann hat das unterschiedliche Ursachen. Der natürliche Reflex von jedem von Ihnen ist wahrscheinlich, dass Sie Der Chef ist schuld, die Kollegen sind schuld, die Umstände Die anderen machen es mir schwer, andere sägen an meinem Stuhl, der Chef mag mich einfach nicht, ich werde gemobbt, was auch immer. Das kann sein. Das muss aber nicht der Wahrheit entsprechen. Außerdem kann man daran teilweise gar nicht so viel ändern. Viel eher kann man an sich selbst was ändern. Und wenn wir ganz ehrlich Häufig liegen die Ursachen für den Karrierestillstand auch bei uns selbst. Da sind vor allen Dingen zuerst zu die mangelnde Eigeninitiative. Da hat man sich vielleicht schon seit Jahren weggeduckt, immer dann, wenn es schwierige Aufgaben zu vergeben gab oder Projekte, die tatsächlich auch Arbeit gemacht haben. Und wenn man sich dann halt immer wegduckt und versucht, sich immer vor der Arbeit zu drücken oder sich auch sonst nicht engagiert über das erforderliche Maß hinaus, dann darf man sich nicht wundern, wenn Vorgesetzte, aber vielleicht auch Kollegen einen nicht mehr unbedingt als einen der Leistungsträger identifizieren. Selbstmarketing, ein ganz, ganz großes Thema. Ich gucke jetzt mal in diese Richtung, betrifft häufig Frauen, nicht immer, aber sehr häufig. Männer sind da so ein bisschen stärker dabei, ist aber tatsächlich auch ein Erzählst du denn gegenüber deinem Vorgesetzten, wenn du etwas Gutes geleistet hast, ja, das fühlt sich doof an, weil ich muss Werbung für mich machen. Es ist ein bisschen peinlich und unangenehm und Selbstbeweihräucherung und so, Aber es muss sein, weil auch Chefs und Vorgesetzte sind nicht medial veranlagt. Die können nicht einen Kaffeesatz lesen und dann Der ist ja ganz voller Mitarbeiter oder tolle Mitarbeiterin, die macht das schon gut. Ab und zu muss man sich den in Erinnerung bringen und da ein bisschen auf dem Radar rumtanzeln, damit er einfach wissen Ah, da passiert was an der Stelle. Wie also können Sie Ihre Karriere wieder in Schwung bringen? Und da gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Sie das machen können. Das Erste ist, diese Krise als Chance zu nutzen und zu Hey, es läuft zwar gerade nicht gut, es gibt eine Stagnation, aber ich nutze das, um mir eigentlich über meine beruflichen Ziele, um meine Karriereziele mir einfach mal Gedanken darüber zu Wo will ich eigentlich hin? Ja, Sie stehen gerade an einem Punkt. Das ist ein Scheideweg. Wo will ich eigentlich hin? Da lang oder da lang? Das können Sie jetzt entscheiden und das für sich als Ziel formulieren. Das kann ich auch nur ganz, ganz dringend empfehlen, dass Sie das tun, weil Sie dann nämlich neuen Anlauf nehmen können und schließlich auch die Richtung direkt bestimmen, in welche Richtung Sie sich beruflich entwickeln. Das kann aber eben auch was sein, was neben dem Beruf ist. Vielleicht, dass Sie mehr in Teilzeit arbeiten wollen, dass Sie mehr Work Life Balance realisieren wollen. Vielleicht möchten Sie aber auch in der Freizeit bestimmte Hobbies mehr etablieren oder sich sogar nebenberuflich ein Business aufbauen. All das können Sie jetzt formulieren und das sollten Sie auch tun. Und auf so einer Mindmap, auf so einem Karriereplan wird das dann auch deutlich. Dann muss ich natürlich aktiver werden, denn von alleine wird nichts passieren. Nur weil ich registriere, ich habe einen Karrierestillstand, werden sich andere nicht darum kümmern, sondern das muss ich selber initiieren. Und das bedeutet aktiver werden, mehr Eigeninitiative zeigen, sich mehr engagieren bei Meetings und letztendlich eben auch den Arm heben, den Finger heben, wenn es darum geht, Projekte zu übernehmen oder Verantwortung zu übernehmen. Und das ist eine Investition. Ja, es wird vielleicht am Anfang nicht bezahlt, aber es läuft ja auch gerade nicht gut mit der Karriere. Deswegen muss man jetzt in sich selbst investieren und letztendlich auch wieder in seine Laufbahn investieren. Und da wichtige Signale Nein, du darfst mich noch nicht abschreiben, Chef, ich bin noch voll dabei. Ich habe nur eine kurze Pause oder Auszeit genommen Oder positiv Ich habe gerade Anlauf genommen und jetzt laufe ich wieder Rennen. Und ein letzter Schritt ist natürlich, dass Sie vielleicht von sich aus Ist mein Wissen eigentlich überhaupt noch aktuell, mein Know how, meine Qualifikation? Und wenn die Antwort Nein lautet, weil Sie vielleicht schon lange, lange keine Fortbildungen mehr gemacht haben, dann sollten Sie spätestens jetzt überlegen, ob Sie vielleicht doch noch mal in die Abendschule gehen oder nebenbei eine Weiterbildung besuchen, irgendeine Ausbildung machen und versuchen einfach an der Stelle sich nochmal fortzubilden und auch dadurch dem Chef wieder zu Hey, ich bin immer noch up to date, Ich investiere in mein eigenes Know how, in meine eigenen Qualifikationen und ich bin deswegen natürlich ein Leistungsträger und vor allen Dingen auch in der Zukunft, wenn ich das Zertifikat habe, noch universeller, noch besser einsetzbar. Das steigert Ihren Wert, das steigert Ihre Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt und im Zweifelsfall können Sie sogar dadurch in ein oder zwei Jahren eine Gehaltserhöhung realisieren.










