Krisen überwinden: Was du jetzt tun musst

Transkript eines Karrierebibel Talk–YouTube-Gesprächs (JobGenius mit Andreas Buhr) über den Umgang mit andauernden Krisen seit 2020 (Corona, Ukraine-Krieg, Inflation, Energiekrise) und Strategien, wie Individuen, Selbstständige und Führungskräfte daraus Chancen machen können. Kernaussagen: Selbstwirksamkeit stärken (Handeln, Routine, Umfeld), Kosten/Cash-Management, Netzwerkpflege und Anpassungsfähigkeit; abwägende Sichtweisen zu Dauer und Tiefe der Krise (optimistisch vs. vorsichtig pessimistisch).
Chapters
Nein, noch kein Intro. Herzlich willkommen zu einer neuen Sendung von Karrierebibel Talk, diesmal mit einem fantastischen Gast, nämlich Andreas Buhr. Wir sprechen über das Thema Karriere, Krise, Job. Da gibt es im Moment ganz, ganz viele Krisen. Aktuell macht die Leute ein bisschen malat und auch ein bisschen alert. Also im Moment ist aktuell viel, viel los und wir sprechen darüber, wie man aus Krisen Chancen machen kann. Das klingt zugegebenermaßen ein bisschen nach Kalenderspruch, ist es aber nicht. Wir wollen euch Mut machen und zeigen euch Wege aus der Krise. Und da ist er auch schon dabei, der liebe Andreas Buhr aus Düsseldorf. Ich darf aus Köln.
Düsseldorf, Gruß nach Köln oder Kerpen.
Genau, unser Dorf soll schöner werden. So, der liebe Andreas, wir kennen uns schon seit einigen Jahren, kennen wir uns schon. Und Andreas ist nicht nur ein fantastischer Speaker und ein wunderbarer Berater, er ist auch ein sehr, sehr toller Talkmaster und ich habe ihn einfach wahnsinnig gerne immer wieder in der Sendung. Er ist ein toller Sparring, intellektuell immer sehr spannend mit Ihnen zu sprechen. Von daher, Andreas, ich freue mich sehr, dass du dir heute Abend die Zeit genommen hast, bei unserem Talk dabei zu sein.
Nach der Anmoderation kann kaum noch was kommen. Ich sage danke für die Einladung und es stimmt natürlich alles, was du gesagt hast.
Natürlich. So, ich habe ja gesagt, wir haben schon gute Laune. Das passt eigentlich so gar nicht zu diesem Thema, denn wir wollen heute über Krisen sprechen. Und ja, jetzt mal ganz ernst, Es ist ja schon, wir hatten gerade eben noch so ein kurzes Vorgespräch. Es ist schon arg im Moment. 2020 hat es angefangen mit Corona und es hört einfach nicht auf. Die nächste Welle steht schon wieder vor der Tür. Wahrscheinlich nicht mehr ganz so extrem wie die letzten Wellen, aber es gibt schon wieder jede Menge Leute, die an Corona erkranken. Immerhin Intensivstationen sind noch nicht so voll wie einst, aber naja, es geht schon wieder rum. Aber hinzugekommen ist Anfang des Jahres der Ukraine Krieg. Gar nicht gut, hat uns alle so belastet, belastet uns jetzt auch schon seit über einem halben Jahr und scheint irgendwie nicht aufzunehmen. Im Gegenteil, die Parteien setzen immer noch einen drauf. Dazu kommen jetzt Inflation, Energiekrise und jetzt sagen die Wirtschaftsweisen auch noch Rezessionen voraus. Also das nächste Jahr soll gar nicht gut werden. Ja, das ist ein bisschen viel Krise auf einmal und das jetzt schon seit Jahren. Ich habe gerade schon mit dem Andreas gesprochen, wir sind ein bisschen burgreif geschossen und ich merke allmählich auch in dem Feedback, was wir so hören aus unserer Leserschaft, die Leute sind echt angezeigt. Also die sind wirklich schlecht drauf. Andreas, beobachtest du das auch?
Ja, hundertprozentige Zustimmung, von daher wahrscheinlich kein so spannendes Gespräch. Ich könnte sagen, ich erlebe das anders. Es ist aber nicht so. Ich erlebe es wie du, obwohl ich aus der anderen Stadt komme, so ganz weit entfernt von Köln bin ich nicht. Und ja, ich erlebe das auch so teilweise unsere Branche auch nicht vergnügungssteuerpflichtig. Es sind ja Dinge, die kommen von außen, die wir nicht bestellt haben. Also wenn du selbstverantwortete, sagen wir mal unternehmerische, schlechte Entscheidungen triffst und dann musst du irgendwie damit zurechtkommen. Erstens hat mir jemand gesagt, da muss ich das fressen, sagt er zu ihr im Sinne von schlechte Entscheidung, Kosten, keine Ahnung, das tut zwar weh und du hast eine Erklärung dafür, wenn Dinge von rechts und von links kommen, von allen Seiten gleichzeitig, dass es nicht bestellt. Vor allen Dingen diese Unsicherheit, diese Nicht Planbarkeit, dieses Nicht Genau Wissen, wie nächstes Jahr läuft, ist etwas, was Menschen mürbe macht übrigens, was mir auch persönlich zusetzt. Und ich kann verstehen, wenn die Unsicherheit jetzt an einem Punkt ist oder die Anzahl der sogenannten negativen, auch teils nicht bestellten Botschaft an einem Punkt angekommen ist, wo Menschen sagen, es reicht.
Ja klar, ich verstehe das auch, ich kann das komplett nachvollziehen. Und es trifft ja diesmal wirklich die breite Maße. Es betrifft, ich sag mal, den kleinen Mann, die kleinen Leute genauso, die bangen gerade ums Überleben. Es betrifft ganz stark die Mittelschicht, die jetzt im Moment in so einer Phase sind, wo sie den Wohlstand, den sich aufgebaut haben in der Vergangenheit, verteidigen müssen und große Sorgen haben, abzurutschen sozusagen. Es betrifft aber natürlich auch ganz, ganz viele Führungskräfte, die eben auch nicht mehr wissen, wie sie weitermachen sollen. Also Durchhalteparolen haben die Leute jetzt schon seit zwei Jahren gehört. Irgendwann hört es ja auf, glaubwürdig zu sein. Gleichzeitig trifft es viele Selbstständige. Also es gibt natürlich einige, die da sehr gestärkt heraus hervorgegangen sind aus den Krisen. Es gibt aber auch einige, die jetzt sagen, Ach ne, nicht schon wieder. Und ich habe das gerade eben mit Ach und Krach überstanden. Vielleicht haben Sie auch mit Schulden das irgendwie überstanden und sind jetzt in so einer Situation, wo Sie sagen nochmal Schulden geht nicht. Und es gibt ja schon ganz, ganz viele Insolvenzen. Also gerade die energieintensiven Berufe, was habe ich in der letzten Zeit auch im Fernsehen, du wahrscheinlich auch gesehen? Bäcker, die jetzt z.B. reihenweise dicht machen, weil sie sagen, wir können uns den Ofen einfach nicht mehr leisten. Der ist ja energiebetrieben, da ist einfach Feierabend. Und so gibt es auch viele andere, die einfach tatsächlich dicht machen. Und das sind tatsächlich im Moment schwere Zeiten für alle. Siehst du auch so beobachtest du auch.
Ja, das stimmt. Und trotzdem, jetzt muss ich mal bisschen in die andere Richtung abbiegen. Wenn das alles so wäre und wir uns dann in unser Schicksal ergäben, dann können wir alle unsere Läden zumachen und zu Hause bleiben und überlegen, wie lange wir sozusagen mit Geld noch zurechtkommen, das wir haben. Das ist ja für mich auch keine Option. Ich bin jetzt 39 Jahre selbstständig. Ich kann sagen, über die 39 Jahre sind schon verschiedene Dinge passiert. Ich war 85 dabei, überleg mal, da war ich damals 25, ich war 2001 dabei, 2008, 2009 dabei und 2020 Corona mit dem riesen Minus. Wir haben es jetzt wieder. Und ich sage, wie wir das im Moment erleben, habe ich es bisher noch nicht erlebt. Das ist für mich auch eine komplett neue Situation. Und ich vergleiche ja die Buchungssituation von Bundes Quartal 2 und 3 und 4 mit Blick auf die nächsten 15 bis 18 Monate jeweils jedes Jahr. Und dieses Jahr ist Zurückhaltung spürbar. Und ich kann auch die Kunden verstehen, die im Moment Ich will mein Geld lieber zusammenhalten, weil ich nicht weiß, wie sich Dinge auswirken. Also müssen wir bei uns auch mit den Kosten schauen. Das ist der erste Punkt mal, den ich jedem empfehlen würde hinzuschauen. Wie kannst du Geld sparen? An welcher Stelle ist Einsparpotenzial? Prozesse, Automatisierung, Digitalisierung ist ja immer etwas, was ein Stück Automation auch zur Folge hat. Wie ist das mit Mitarbeitern? Wenn du weniger Umsatz vorne machst, weniger Kunden hast, ist die Kann man sich mit den Mitarbeitern darauf verständigen, dass die halbe Tage kommen oder in irgendeiner Form nur projektweise engagiert werden. Das sind ja auch bei uns etwa 30 Prozent unseres Umsatzes sind Personalkosten. Das ist schon leider ein schwieriges Thema. Wir setzen auf die Leute, die wollen und die können. Das hat bei uns jetzt dazu geführt, dass wir vier Kollegen zum Beispiel aus dem Innenteam zu Kunden gegeben haben, zu Lieferanten gegeben haben, die quasi bei uns bleiben, also in dem Netzwerk bleiben, aber nicht mehr von uns bezahlt werden. Das fand ich ziemlich elegant. Dann haben wir auch natürliche Fluktuation, also in Anführungsstrichen atmen wir mit den Kosten ganz gut und haben natürlich einen Blick auf das, was wir beeinflussen können. Das wäre übrigens der Generaltipp zu Forder, sich mal zu kümmern um das, was du selbst beeinflussen kannst. Du kannst für deinen eigenen Zustand sorgen. Also wenn wir Gedanken am Tag haben. Pater Anselm Grün hat mir das mal gesagt, ich würde dem Pater immer glauben, der hat das vielleicht mal gezählt, Gedanken am Tag. Und dann gibt es zweieinhalbtausend bis Entscheidungen, die wir täglich treffen. Die werden ja auf der Basis des Denkens getroffen. Und wenn das Denken zunehmend vermüllt ist, weil wir negative Botschaften einsammeln, weil wir Dinge fotografieren, weil es in der Welt ist, ist häufig negativ. Du hast es eingangs erwähnt, lieber Jochen, dann sind die Entscheidungen häufig auch negativ eingetrübt. Wir wissen ja, das Prinzip der selektiven Wahrnehmung funktioniert in die positive wie in die negative Richtung. Deswegen wäre meine erste Schau auf deinen eigenen Zustand. Guck, dass du positiv bleibst, dass du handlungsfähig bleibst, dass du energetisch bleibst, dass du dich erinnerst an das, was du schon gewuppt hast, was du schon hingebracht hast, wie weit du gekommen bist und dass du fokussiert bist auf das und bleibst auf das, was du selbst in der Hand hast. Das ist mal ein Universal Tipp. Zugegeben, der ist nicht neu, aber ich denke, dass wir bei uns selber anfangen müssen. Wir sollten nicht in diese, sagen wir mal, general lamoyante Grundjammer Mekka whatever Haltung hineinsteigern, sondern sollten Stoppschilder setzen und gucken, was können wir selbst beeinflussen und wie kann unser Leben trotzdem weitergehen.
Also an der Stelle kann ich gleich mal Entschuldigung für die schlechte Bildqualität von Andreas. Wir haben irgendwie noch nicht raus. Woran es liegt, liegt An meiner Leitung liegt es an seiner Leitung. Glücklicherweise ist der Ton zumindest bei mir in Ordnung. Bei der Gelegenheit, ihr könnt es gerne auch als Feedback zurücksenden, ob dann die Leitung wirklich auch für euch okay ist. Klar, das Bild krisselt bei ihm ein bisschen, der Ton sollte aber in Ordnung sein. Zumindest bei mir ist er in Ordnung. Ihr könnt jederzeit Hier nochmal das Bild, Kommentare schreiben. Also wenn ihr jetzt gerade zuschaut auf LinkedIn, YouTube, Facebook, Twitter, Twitch, all das sind die Kanäle, auf denen jetzt gerade online sind. Schreib gerne einen Kommentar, stellt Fragen, wir sprechen darüber auch mit euch. Die werden dann hier unten eingeblendet und dann sprechen wir mit euch darüber. Da freuen wir uns sehr drüber. So an der Stelle, Andreas, du hast es gerade eben sehr gut gesagt, du machst eine Insta Story oder sowas. Sehr richtig gesagt. Ja, in der Tat. Die Reflexion ist wichtig an der Stelle, überhaupt keine Frage. Ich sehe sogar noch tatsächlich auch dieses Thema umgibt dich mit dem richtigen Umfeld. Typisches Symptom für Krisen ist ja dieses Ohnmachtsgefühl, die Schockstarre, die Lähmung, die man dann einfach hat. Und ich glaube, es ist ganz, ganz wichtig, dann sich mit den richtigen Leuten zu umgeben, die dich da rausholen können, die also selber was Positives, was Aktives ausstrahlen. Und das wäre jetzt wiederum mein zweiter Tipp, dass man von sich aus ins Handeln gerät, einfach um diese Schockstarre zu überwinden. Und das ist, wir reden zwar da viel drüber und dann ist das immer so ein intellektuelles Thema im Grunde genommen. Die Tipps, die wir geben, die kennt, Sag mal, 90 Prozent der Leute kennen die schon, das ist schon irgendwie durch. Die werden aber deswegen nicht falsch, nur weil sie alt sind. Sie sind einfach schon immer richtig gewesen. Ich glaube aber, dass du das Problem manchmal gar nicht intellektuell lösen kannst, sondern du musst es sozusagen physisch lösen und anfangen. Also überleg dir was Aktionismus ist, glaube ich auch fatal, aber überleg dir, was umgibt dich mit positiven Menschen oder positiven Impulsen. Wenn es keine Menschen sind, dann kann man auch positive Sachen lesen, Bücher zum Beispiel, Online Artikel, aber etwas, was dich inspiriert, was dich motiviert. Und dann fang an, mach etwas. Und ich glaube, von der kleinen Handlung, von dem kleinen Schritt geht es deutlich weiter. Oder wie es halt auch so schön heiß Kleine Schritte sind besser als keine Schritte. Und dann ist es halt immer noch, Also ist meine Erfahrung, ich weiß nicht, wie es euch geht, meine Erfahrung ist in dem Moment, wo man selber ins Handeln kommt, wo man selber anfängt aktiv zu werden, kommen die Ideen und dann passiert auch meistens was.
Leute ins Fußballstadion gucken nicht zu Hause Fußball. Oder warum gehen Menschen ins Kino oder in die Kneipe und sitzen nicht zu Hause und kaufen sich für, weiß ich nicht, einen Euro ihr Bier und trinken das allein. Es ist genau wie du sagst, Jochen, so erlebe ich das auch. Physiologiewechsel ist Psychologiewechsel. Leute, die regelmäßig Läufer sind oder irgendwie einen Ausdauersport machen, wissen, wenn ich in den Wald hineinlaufe, dann laufe ich gleich mit Problemen rein und komme ohne Probleme wieder raus. Weil ist der Körper in Bewegung, ist der Geist in Bewegung. Also ins Machen, ins Handeln zu kommen, vollkommen klar. Den Zustand verändern, auch vollkommen klar. Jetzt werde ich oft gefragt an der Stelle ja gut gebrüllt, Löwe, wie kann ich jetzt mein Verhalten verändern? Dann wäre mein Guck mal, welche Gewohnheitsprozesse sich bei dir wirklich bewährt haben. Immer so eine Morgenroutine, die hat sich ja bei dir über Jahre eingeschliffen, da denkst du nicht mehr drüber nach. Das läuft in einem bestimmten Rhythmus ab. Wecker ausmachen, keine Ahnung, ins Badezimmer gehen, Licht anschalten. Bei mir ist das zwischenzeitlich immer dunkel, was mich ärgert. Du machst den Spiegel an, stellst fest, die Spiegel sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Das Übliche, gehst in die Küche, Kaffee trinken, keine Ahnung. Und jetzt, wie kannst du an diesen Gewohnheitsprozess eine neue Gewohnheit dran flanschen, Wenn du zum Beispiel dir vornehmen solltest zu sagen, ich mache jetzt einen Morgenspaziergang, weil die beiden mit der Brille und der tollen Frisur Köln Düsseldorf gesagt haben. Physiologiewechsel ist Psychologiewechsel. Joggen ist nicht mein Ding, aber Fußmarsch wäre schön. Dann könnte das etwas sein, was du auf dem Weg zur Kaffeemaschine sozusagen in Erweiterung. Dann wissen wir, wenn du das ein paar Mal durchgezogen hast, dann wird daraus eine Routine und dann hast du zumindest schon mal dein Muster unterbrochen. Und sometimes you have to break the pattern sagen ja auch die Amerikaner. Also das klares Ja, dein zweiter Punkt ins Handeln zu kommen. Ich möchte gerne noch einen dritten ergänzen, wenn das gerade passt. Ich glaube, wenn du Führungsverantwortung hast, meine Großmutter hat immer zu mir Andreas, sage mir, wie du umgehst und ich sage dir, in welche Richtung du gehst. Also überleg dir, mit welchen Menschen du dich umgibst in dieser Situation. Hast du Machertypen? Hast du Unternehmertypen? Hast du Leute, die alles blöd und dennoch ich habe die und die und die Idee. Dann kann es dir passieren, dass du dadurch, dass andere Ideen haben, auch auf Ideen kommst du. Während wenn du dich mit Menschen umgibst, die dich eher runterziehen, weil immer schon jammern leichter war, als zu handeln, dann könnte es sein, dass du auch auf dieser Jammerschiene bist. Und da möchte ich dich ein Stück, wenn du jetzt zuschaust, zuhörst, davor bewahren. Also Umfeld prägt und das gilt übrigens auch für dein Working Team. Mit wem arbeitest du? Letztens jemand, der eine Führungsverantwortung für 500 Personen hat, mittelständischer Unternehmer, der mich gefragt Andreas, wie kann ich 500 Leute von A nach B bewegen? Da ist meine Antwort gar nicht. Niemand bewegt 500 Leute von A nach B. Du musst dir Halt anschauen, welche 10 Prozent wollen, welche 50 wollen, welche 70 von den 500 wollen. Kannst du aus denen noch mal 10 rausmändeln, die wirklich wollen? Und bist du mit denen in der Lage, eine Pace vorzugeben, Do's and don'ts zu definieren? Also Fokus auf dein Working Team, Fokus auf dein Umfeld. Ich glaube, das enorm wichtig, wenn du in so einer schwierigen Situation gut rumkommen willst.
Jetzt haben wir in der Vergangenheit, das Witzige ist, wir haben fast denselben Talk, zumindest dasselbe Thema. Inhaltlich war der schon ein bisschen anders, klar, aber fast dasselbe Thema haben wir vor zwei Jahren, Anfang 2020 schon mal diskutiert mit noch ein paar anderen Kollegen natürlich auf Clubhouse. Damals war Clubhouse total hip und wir haben damals auch über das Thema gesprochen und damals war so eine Lösung von vielen natürlich auch aus unserer Branche. Also ich glaube, es waren auch viele Coaches, Trainer, Berater, also Selbstständige waren da in dem Talk drin, haben gesagt, sie haben umgestellt auf digital, weil Präsenzveranstaltungen gingen nicht mehr wegen Corona. 2020 war dieses große Corona Jahr alles komplett im Lockdown. Nichts ging mehr. Es gab keine Veranstaltungen mehr, keine Präsenzveranstaltungen. Die ganzen Events waren abgesagt Und all die Speaker, die natürlich davon auch ein Stück weit leben, dass es solche Veranstaltungen gibt, hatten jetzt Umsatz null. Und das war für viele sehr, sehr hart. Und dabei gab es dann eben auch, wie du es gerade schön beschrieben hast, gab es die Feststeller, die einfach nur gesagt haben, ja, so ist es. Es ist gerade echt scheiße doof oder vielleicht sogar nach Schuldigen gesucht haben. Und dann gab es die Absteller und das waren die, die nach Lösungen gesucht haben. Da gab es viele, die dann umgestellt haben in dieser Zeit auf digital. Auch jene, die immer gesagt Digital geht nicht. Mir fällt mein bester Freund ein, der arbeitet bei dem großen Automobilkonzern und ist da in der Entwicklungsabteilung und ist da Supervisor. Und dann hieß es auch immer also so einer muss immer im Büro sein, da gibt es kein Homeoffice, jahrelang keine Chance. Ja, der hat mittlerweile drei feste Homeoffice Tage, noch einen Springer Tag, den er sich reinholt und ist nur einmal in der Woche im Büro, den Rest ist er zu Hause. Siehe da, es geht eben doch. Und was ich sagen will, ist tatsächlich, ich glaube auch jetzt in der Krise ist es wieder so, dass einige boah, noch mal ein paar Sachen dazugekommen. Ich habe sie vorhin Energiekrise, Inflation, Rezession, Corona Welle, lalala. Also ganz, ganz viel. Die stellen das einfach nur fest. Und dann gibt es wieder jene oder wird es auch wieder geben, die Was kann ich jetzt tun? Du hast einiges schon davon genannt. Und ich glaube, es wird immer diese zwei Gruppen geben, Feststeller und Absteller. Die einen machen was und die anderen machen nichts. Und es gibt wahrscheinlich auch in diesen Zeiten wieder Lösungen, die man finden kann. Egal ob du jetzt selbstständig bist und Berater, Trainer, Speaker oder sonst was oder ob du Führungskraft bist und dein Unternehmen noch mal machen willst oder ob du Privatmensch bist und vor der Situation stehst und Ich muss mit meiner Haushaltsplanung, mit meinen Finanzen irgendwas umstellen und machen. Ich glaube, es gibt immer eine Lösung, die ist nicht immer schön, auch nicht immer bequem. Aber wenn man sie finden will, dann findet man sie auch.
Also ich denke, so ist es. Und wenn ich mir überlege, lieber Jochen, mal angenommen, ich wäre jetzt einer von denen, die Führungsverantwortung für 500 Personen haben oder nur 50, manchmal ist das anspruchsvoller als 500 und mal angenommen es gäbe jetzt ein Angebot, sagen wir von Karrierebibel oder von dir oder vielleicht von uns Bunteam oder wer auch immer, meinetwegen online, ein Online Kurs oder es gibt also ein Daily Coaching oder es gibt Roundup einmal die Woche oder es gibt eine Online Plattform, auf der ich bisschen surfen kann und das führt dann dazu, dass die, die wollen dich inspirieren und dass die, die wollen sich austauschen, dass die quatschen können wie so ein Zoom Call der Erfolgreichen, wie so eine Mastermind oder wie so ein Brain Trust oder was auch immer, Dann würde ich das unterstützen wollen. Warum ist das so? Weil ich glaube, dass jeder Unternehmer oder jede Führungskraft sich im eigenen Kreis auch ab. Du hast ja seit 2020 immer nur irgendein Krisenthema gehabt und hast die Leute mit häufig Aphorismen für Werktätige, ich sage das mal ein bisschen despektierlich bei Laune gehalten. Das sind ja manchmal sind das auch hohle Plattitüden gewesen, weil du es vielleicht selber nicht gewusst hast. Kein Mensch wusste, wie die Corona Situation ausgehen würde und ich habe es in den USA gesehen, im Januar war ich auf meiner Mastermind in New York dabei bei weiß ich nicht, Schneefall und allem. Und natürlich haben die Amerikaner auch Corona, die wollten auch mal ein Zertifikat sehen und auch einen Corona Test sehen, aber ansonsten hat die das Thema nicht interessiert. Die sind natürlich mit Maske umeinander gelaufen, haben aber nicht diskutiert. Es gibt kein Lanz, kein Lauterbach, es gibt keine Zeitung, die über Corona berichtet, einfach nothing. Die Amerikaner haben das eingepreist in ihr Leben, haben gesagt, das ist jetzt da und jetzt, wie gehen wir damit um? Das ist, was ich denke, was wir von den Amerikanern zum Beispiel lernen können. Also sich austauschen mit Menschen, die gut drauf sind. Rede mit Leuten, die Themen ähnlich bearbeitet haben wie du. Du bist inspirierter und guck, dass du auf den jeweils nächsten Schritt schaust. Das wäre so die Botschaft, die als nächstes, denke ich jetzt gut passen könnte.
Also nochmal der Aufruf für alle. Wir wollen heute eine halbe Stunde lang sprechen. Wir sprechen jetzt schon 20 Minuten, also sind nach 10 Minuten offen. Wenn ihr Fragen habt, wenn ihr mitdiskutieren wollt, dann schreibt uns gerne Kommentare hier jetzt live rein auf LinkedIn, YouTube, Facebook, Twitter, Twitch geht das alles, dann blenden wir die ein und beantworten die. Ansonsten sprechen wir einfach noch zehn Minuten weiter. Der Stoff geht uns da bestimmt nicht aus. Du hast gerade was sehr, sehr Schönes gesagt, nämlich genau sich diese Vorbilder suchen. Ich glaube sogar, dass wir in dieser Krise die große Chance haben, uns besonders gute Vorbilder zu suchen. Denn du hast es ebenfalls gerade erwähnt, sie geht schon etwas länger und man kann das jetzt wieder negativ sehen und kann sagen, das hatten wir auch eingangs, so eine Krise hatten wir ewig nicht. Also ich kann mich auch an die Rezessionsjahre erinnern, die es da in der Vergangenheit in den Nullerjahren gab und so. Ich kann mich auch damals, als ich noch bei der Vivo war, du erinnerst dich an dieses Platzen der New Economy Blase erinnern und alle so, Gott, jetzt wird das alles, die Telekom Aktie abgestürzt, war so eine Volksaktie und so weiter. Auch das war ganz blöde Situation. Das dauerte aber alles nicht lang. Nach einem halben Jahr, dreiviertel Jahr hat sich das alles wieder eingezogen. Jetzt haben wir das seit 2020 und steuern gerade auf das neue Jahr 2023 zu und irgendwie scheint es kein Ende zu nehmen. Sowas habe ich selber tatsächlich in meinen, und ich bin jetzt auch nicht mehr der Allerjüngste, in meinen Jahren auch noch nie erlebt in diesem Ausmaß. Aber eben weil es so ist, sehe ich auch das Vorbild da drin. Ich glaube, dass man jetzt, wenn man sich wunderbar anschauen kann, wer hat die letzten zwei Jahre sich gedreht, wer ist erfolgreich geworden, wer gehört zu den Gewinnern der letzten vergangenen beiden Jahre, wer hat da was gemacht? Und genau hinterfragt gibt es sicherlich auch einige, die verkaufen, dass sie Gewinner sind, aber in Wahrheit keine sind. Das ist natürlich das Problem, dass die Leute in der Öffentlichkeit immer sagen, mir geht es super, weil keiner setzt auf einen lame duck. Aber im Grunde, wenn du dahinter schaust und siehst, Mensch, die sind echt erfolgreich, dann kannst du jetzt von diesen Leuten extrem gut lernen. Ich glaube, so viele Vorbilder für Krisenmanager in dem Sinne, also Leute, die gestärkt hervorgegangen sind, die sich bewegt haben, so viele Vorbilder gab es noch nie. Und wenn man da jetzt in den Markt einfach mal reinschaut, wer sind die positiven Leute, wer sind die, die sich immer wieder neu erfunden haben, ich glaube, das sind auch die die sich weiterhin bewegen werden, weil du kennst das Survival of the fittest auf falsch übersetzt mit Fitness, sondern es geht ja um Survival of the anpassungsfähigen. Also broken English mal übersetzt, es geht um Anpassungsfähigkeit. Das meint das Wort fittest. Und derjenige, der sich am schnellsten anpassen kann, der spontaneste improvisieren kann, der ist derjenige, der auch in der Wirtschaft ist, immer wieder erfolgreich ist.
Nehmen wir mal unsere Branche. Ich habe heute Morgen gesprochen mit einem Veranstalter, der regelmäßig in Stuttgart Wissensforen durchführt. Ich sage den Namen jetzt nicht, aber jeder weiß trotzdem, wer gemeint ist. Er sagt zu mir, Andreas, ich hatte früher für die Technik, die kostet jetzt 60 technik hat sich vervierfacht, warum auch immer. Der hat natürlich höhere Heizkosten auf einmal die Halle zu beheizen bei X, jetzt haben wir 3 oder 4x, ohne dass er die Eintrittspreise vorne teurer machen kann. Heiß die Marge ist weg. Auf unsere Branche bezogen, heißt gibt ein paar Schlaue, ich habe die jetzt in Köln auf dem letzten Festival unserer Creator Freunde gesehen, die sagen, wir steigen gar nicht erst auf Präsenz mehr um. Wir lassen einfach alles online laufen, bevor der Nebel nicht verzieht. Online ist profitabel. Ich kann meine Botschaft genauso live online bringen oder als Podcast oder per YouTube oder wie auch immer. Wenn ich das monetarisiert bekomme, dann ist das mein Weg, weil alles, was im Moment mit starken Kosten einhergeht, ist in gewisser Weise ein Risiko. Ich erlebe das bei uns auch. Jochen, ich darf das hier, weil wir wirklich ja unter uns sind, ist ja ein sehr privates Gespräch, was wir hier führen. Ich habe in meinem Leben noch nie so viel Geld verbrannt oder verbraucht, sagen wir mal so wie in den letzten zwei Jahren. Wir haben extrem aus der Substanz heraus finanziert, haben unsere Online Plattform schlank gemacht, haben unsere Prozesse verschlankt, mussten auch uns Menschen trennen. Alles nicht so schön ist nicht, was ich bestellt habe, ist aber, glaube ich, nötig. Und das bringt mich zum vierten Punkt in unserem Gespräch. Ich glaube, dass es seriös ist, auf deinen Geldbeutel zu gucken, dass es gut ist, Cash zu haben. Schau auf dein Konto, kommt da regelmäßiges Geld rein, ist das, was abgebucht wird, ist die Summe kleiner als das, was draufkommt. Denn haben komm behalten, wer jetzt Cash hat, wer einen Fokus hat auf seine Auftragseingänge, auf seine berühmte Pipeline oder auf ihre Pipeline, gendergerecht gesprochen, wer einen Blick auf das Konto hat, wer einen Blick auf die Kunden hat, wer sich mit den Bestandskunden beschäftigt, Kuschelcalls, Care Mails schreibt, vielleicht eine Winteraktion überlegt, wer sich beschäftigt mit seinem Netzwerk, das ihn oder sie trägt, der hat beste Chancen, da super erstmal durch den Winter zu kommen. Es geht im Moment mal darum, dass wir März, April sauber erreichen, um dann zu schauen, was dann passiert.
Also in der Tat schön, dass du es gerade eben so im Nebensatz gesagt hast. Mein Eindruck, bleiben wir mal kurz in der eigenen Branche, war jetzt auch bei uns selber. Wir haben ja auch in diesem Jahr wahnsinnig viel gemacht. Also ich habe in diesem Jahr, ich glaube, fünf Bücher geschrieben, die jetzt dann drei davon erscheinen jetzt, die nächsten zwei sind schon online erschienen und so, Also die anderen drei kommen im richtig regulären Verlag. Wir haben in unserer Akademie viel gemacht und ich sehe natürlich trotzdem, dass sich die, ich sag mal, die hochpreisigeren Produkte deutlich schwieriger aktuell verkaufen als die niedrigpreisigen, weil du merkst einfach, die Leute sitzen auf dem Geldbeutel und das ist völlig okay. Also das ist überhaupt kein Jammern oder Klagen, sondern ich verstehe das kann das auch nachvollziehen. Und trotzdem haben wir auch die hochpreisigen Kurse produziert und ins Netz gestellt und ins Angebot gepackt, weil, und da sind noch ein paar andere Sachen bei mir in der Planung, weil ich eben auch sage, jetzt mal aus dem Nähkästchen gesprochen, auch ich habe dieses Jahr und vergangenes Jahr größere fünfstellige Beträge investiert. Ich nenne das Investitionen, wo ich sage, ich investiere das, da ist nicht immer was bei rumgekommen, aber ich musste es investieren und habe dann manchmal eben auch Lehrgeld bezahlt. Das ist dann einfach so, das nehme ich dann auch hin. Aber ich sage mir, ich muss mich jetzt aufstellen, weil ich glaube auch dieses Jahr passiert jetzt vielleicht so ein bisschen noch so ein leichter Run vor Weihnachten, dann ist das Jahr aber gegessen und gelutscht und dann passiert wahrscheinlich im nächsten Jahr nicht allzu viel. Wäre meine Prognose. Ich weiß es nicht, aber ich habe das Gefühl, Januar, Februar, schwierig im März, wenn die erste Frühjahrssonne kommt und die Wärme wieder zurückkommen, die Leute, ich habe die Energiekrise überstanden, ich habe den Winter überstanden, jetzt gehen auch die Gaspreise vielleicht wieder.
Das glaube ich nicht, dass das so schnell geht. Ich stelle mich auf einen 5 bis 7 Jahres Zyklus ein. Ich glaube, die nächsten 5 bis 7 Jahre werden in Deutschland schwer, weil das ja ein Dominoeffekt ist, der kommt. Also die Energiekrise ist nicht vorbei, die Inflation geht auch nicht von heute auf morgen weg. Es muss ja nur sozusagen in das Bewusstsein kommen, dass die ersten Pleiten da sind als ein Marktsegment. Die sagen zwar, da wo die Lage gut ist, immer jetzt Köln Rodenkirchen oder hier Düsseldorf Oberkassel oder so oder Stockum, da merken die noch nichts. Aber das ist natürlich für alle, die so eine Finanzierung haben, die plötzlich anschlussfinanziert werden muss, wo das Geld teurer wird, ist das Horror. Dann kommen die Nebenkostenabrechnungen. Was fällt weg? Es fallen natürlich die Reisen weg vielleicht. Es fällt der Flachbildschirm weg, es fällt die Couch weg, Finanzdienstleistungen sehe ich nicht so, Berater sehe ich nicht so aus und Weiterbildung hoffe ich, dass dem nicht so ist. Wäre dumm, wenn das wegfiel. Manches Luxusthema fällt weg und bis die Menschen sich auf dieses Niveau einstellen können, eben ein bisschen Schmalhans gleich Küchenmeister, wird das nicht im Frühjahr so sein, Auch wenn Putin aufhören sollte zu schießen und der Krieg vielleicht zu Ende geht, was ich übrigens nicht glaube, dass das so schnell geht, wird der Weg bergauf länger dauern. Meine persönliche Planung geht in die Richtung, die nächsten fünf Jahre eher etwas bescheidener zu sein, auch die Ziele ein bisschen zu relativieren. Wenn wir schneller zurückkommen zu einem anderen Normal ist es für mich schön. Ich persönlich rechne aufgrund der Schwere der Themen und der, sagen wir mal, Kumulation auch Auswirkungen volkswirtschaftlich, was die Wirtschaftsweisen schreiben, muss ja nur Fuß mal lesen. Ifo Institut, wie die Prognosen sind. Ich glaube, dass wir uns auf einen längeren Zeitraum diesmal einstellen müssen. Und Corona spielt das, glaube ich, anders als die allermeisten, eher eine untergeordnete Rolle. Guck dir das Oktoberfest an, da haben wir München. Corona sehe ich da auch nicht. Das explodiert alles interessiert nur niemanden, weil wir zwar Corona haben, aber die Auswirkungen dieser neuen Variante eben nicht so schlimm zu sein scheinen. Also wenn wir da eher mit einer, sagen wir mal schweren Grippe mit schweren Grippesymptomen immer noch gefährlich wäre es gar nicht verharmlosen, das einpreisen. Die Auswirkungen wirtschaftlich sind schwerer und schwerwiegender und auch unser Gesundheitssystem, alles das, was wir machen, fußt ja auf einer florierenden Wirtschaft und wenn die nicht funktioniert, die Steuergelder nicht kommen, die Leute keinen richtig guten Konsumbock haben, um es mal so salopp zu sagen, dann weiß ich nicht, wie das im Frühjahr nächsten Jahres wieder bergauf gehen soll. Ich persönlich wünsche mir das und hoffe, dass du recht hast, glaube aber, dass es anders ist.
Ja, also ich bin da tatsächlich ein bisschen optimistischer. Ist natürlich jetzt abendfüllend sozusagen, könnten wir noch mal eine Stunde quatschen. Ich sehe es tatsächlich ein bisschen optimistischer, weil ich glaube, dass im Frühjahr in den vergangenen Jahren und es war auch 2020 so und 2021, da waren wir noch mit in der Corona Krise war es auch so, mit dem Frühjahr kam eigentlich immer ein Optimismus bei den Menschen zurück und es setzt, ob sie jetzt sofort anfangen mit privatem Konsum, weiß ich auch nicht, wünsche mir das natürlich auch, aber ich kann mir schon vorstellen, dass die Leute grundsätzlich, wenn die Sonne langsam wieder rauskommt, wenn draußen die Bäume wieder grün werden und es wird wärmer, man auch das Gefühl hat, man hat die Energiekrise jetzt um den Winter, wo man vielleicht die Heizung zurückfahren musste, einigermaßen überstanden und man kann vielleicht auch wieder raus irgendwie. Mein Gefühl sagt mir, es könnte grundsätzlich auf die Stimmung der Menschen einwirken. Es ist ja eine Massenpsychologie, der dann in Fahrt kommt und dann vielleicht auch die Wirtschaft so ein bisschen wieder ankurbeln. Wer von uns beiden recht hat, wird die Zeit sagen. Ich glaube auch da geht es gar nicht um recht haben, sondern wir können einfach nur hoffen, dass es natürlich besser wird. Aber, und das ist ja unsere Botschaft.
Des Beruflichen, im Herbst meines beruflichen Schaffens habe ich mir diesen vierten Frühling jetzt nicht gewünscht. Ich dachte, wir könnten entspannt in Köln eine Runde Golf spielen gehen, stattdessen machen wir den Talk und überlegen, was da passiert. Wer braucht das?
Ich brauche das nicht. Ja, aber auf die Gefahr, dass ich jetzt noch so einen Kalenderspruch losreise, was uns nicht umbringt, macht uns stark und ich bin in der Test tatsächlich auch noch mal als Unternehmer. Du bist viel länger selbstständig als ich das bin. Ich bin jetzt auch über 8 Jahre, aber ich bin in den letzten 2 Jahren als Unternehmer auch noch mal deutlich gewachsen in dem, was ich getan habe. Einfach auch, weil es für uns hier und da schwierige Phasen und Zeiten gab und habe einfach neue Produkte geschaffen, mich neu gedacht, unser Unternehmen einfach auch erweitert und das war schon auch nicht schlecht. Und glücklicherweise hatte ich Leute um mich rum, auch Menschen wie du, auf die ich gerne höre und viele andere tolle Kollegen, wo du dir echt was von abschneiden kannst. Und ich glaube, das ist ja die Botschaft, die ich auch letztendlich dann vermitteln möchte an alle, die jetzt hier dabei sind. Ja, vielleicht später die aufgenommenen Videos sich noch mal anschauen. Ja, es klingt verdächtig nach Kalenderspruch. Jede Krise ist eine Chance oder wie wir formuliert haben, Krisen sind Angebote des Lebens. Fand ich noch ein bisschen blumiger, noch ein bisschen schöner. Es ist aber so. Das ist ja kein, Auch wenn es nach Kalenderspruch und abreißkalender von Donnerstag 1990 klingt, es ist einfach so. Und die einen okay, ist gerade blöd, aber ich mach was draus. Und die anderen ist blöd und stecken den Kopf in Sand. Und ich glaube, dass die ersten immer diejenigen sind, die auf der Gewinnerseite stehen. Das heißt nicht, dass die es leichter haben. Es heißt auch nicht, dass die keine Krise haben Und es heißt auch nicht, dass sie nicht vielleicht auch kleinere Brötchen backen müssen, den Gürtel enger Schleim, Mitarbeiter entlassen weniger Umsatz, aber sie machen was draus und sie überleben. Und die anderen sind Getriebene von anderen. Also die einen haben das Lenkrad in der Hand und die anderen sitzen hinten im Bus.
Ja, so ist es und so wird es auch sein und immer bleiben. Ich glaube nur mit Blick auf die Schwere der Du hast es ja eingangs selber gesagt, der Auswirkungen der Themen, die wir jetzt haben, ist meine Empfehlung für jeden, der Zuschauer zuhört. Guck auf Cash, schau auf dein Konto, guck auf die Auftragseingänge, schau auf deine Kunden, deinen Turf, lege den Reziprozität. Kannst du extra Meilen gehen? Hast du eine extra Leistung, die du liefern? Kannst du deine Menschen überraschen? Kuschelcall mal anzurufen. Mensch Jochen, wie geht's? Dir wollte mal hören. Am Ende ist der Talk ja auch so zustande gekommen, weil wir eben einfach den den Kontakt halten. Und ich habe eine solche Liste von insgesamt 25 Personen, mit denen ich mich regelmäßig austausche. Wir haben eine WhatsApp Gruppe, eine Top Speaker WhatsApp Gruppe, die ich mit dem Tobias Beck zusammen mache, wo auch regelmäßig Themen immer mal hochkochen. Es gibt eine internationale Million Dollar Speaker Gruppe, die ist nicht bei WhatsApp, die läuft, glaube ich, über Facebook, über den Messenger, weil die in den USA kein WhatsApp haben. Ich glaube, es ist gut, sich auszutauschen, sich gegenseitig zu inspirieren und auf das zu gucken, was wir zuvorderst in der Hand haben und beeinflussen können. Und wer Cash hat, ist im Spiel. Das hat der Malik schon vor Jahren gesagt. Cash von heute oder Gewinn von heute sind die Kosten von morgen. Ich empfehle jedem auf seine Kosten zu gucken, zu gucken, dass am Ende ein bisschen was überbleibt, damit du die nächsten Monate erlebst, das andere Ufer erreichst und dann weiter im Spiel bist. Und dann schauen wir mal, was nächstes Jahr ist, Ob der Jochen recht hat, in Anführungsstrichen, alles wird gut, sag jetzt mal ein bisschen provokativ. Oder ob der BU, der Berufsoptimist, recht hat. Es wäre vielleicht besser, du richtest dich auf eine längere, schwierige Kiste ein. Sie werden es beide erleben.
Ich glaube, das eine schließt das andere nicht aus. Das ist kein Entweder oder, sondern ein sowohl als auch. Man kann ja jetzt auf die Kosten achten, mache ich ja auch, kann sich da wirklich gut aufstellen und auch dafür sorgen, dass man genug Cash hat auf der einen Seite, um zu überleben. Aber das wäre sozusagen meine zweite Ergänzung zu dir, dass ich Stell dich aber auch auf für die kommenden Jahre, gerne auch kurzfristig für das nächste Jahr, vielleicht auch schon für das vierte Quartal, wenn du eine super gute Idee hast, mach trotzdem was. Also ich würde jetzt auch nicht alles reduzieren und einfrieren und dann eben doch in so einen Überwintermodus gehen wie so ein Mopeltier und erst wieder Ich wach auf, wenn die Sonne wieder scheint. Ne, ich will trotzdem was machen und ich sage mir im Moment eben ich weiß, ich weiß es nicht, das ist Quatsch. Ich glaube ganz fest daran, dass es nächstes Jahr und wie gesagt, wir werden es dann sehen. Ich glaube, dass es nächstes Jahr im März besser werden wird und ich will mich jetzt aufstellen, damit ich dann, wenn es soweit ist, gut dastehe mit entsprechendem Potpourri, was ich dann anbieten kann mit einem guten Geschäftsmodell. Und das wäre jetzt auch mal ein privater Tipp an alle, die da jetzt privat irgendwas Ja, du kannst jetzt sparen, jetzt Rücklagen bilden, dich aber auch jetzt schon umschauen im Markt, in welche Richtung, welche Nachfragen gibt es? Will ich vielleicht meinen Job wechseln? Viele wollen ja Anfang des Jahres, Weihnachten, Neujahr, da kommen viele so mein Kernthema Job, kommen viele noch mal in die Überlegungen rein. Ist das eigentlich alles so das Richtige? Sollte ich nicht was Neues machen? Und wenn das die Überlegung ist, dann pack jetzt deinen Fallschirm, aktualisiere dein Lebenslauf, deine Unterlagen, schau dir den Arbeitsmarkt an, was wird nachgefragt und so weiter. Und als Führungskraft würde ich genau dasselbe machen und mein Team, meine Truppe optimal aufstellen. Wenn es dann losgeht, dann bist du aufgestellt. Also wäre meine Ergänzung zu dir. Ich sehe es, wie gesagt, ein bisschen optimistischer an der Stelle. Da ist auch, glaube ich, einfach Glaube Optimismus mein Zugpferd, weil also ich sage ja, es kann sein, dass es sieben magerer Jahre sind, um es mal biblisch zu sagen. Die sieben fetten Jahre hatten wir jetzt hat 2020 haben die sieben mageren angefangen. Wenn du recht behältst, dann sind es noch 5 rechnerisch. Mal gucken. Ich hoffe es natürlich nicht, hofft keiner, haben wir alle nicht bestellt, aber ich glaube trotzdem muss man sich aufstellen und ins Handeln kommen. Wir werden es sehen. Lieber Andreas, magst du noch ein Schlusswort haben?
Lieber Jochen, ich freue mich sehr, dein Gast sein zu dürfen. Es ist immer schön, mit dir zu sprechen. Die Zeit verrinnt viel zu schnell. Wir sind über 30 Minuten schon weg. Ich möchte all denen, die hier zuschauen, in deiner Crowd sind, wir sind große Fans der Karrierebibel. Manche dieser Dinge, die ich dort sehe mit Quellenangabe, ich habe ja keine Quellenamnesie, nehmen wir gerne posten, reposten, großes Tennis. Ich freue mich sehr, zu deinem Netzwerk dazuzugehören. Du hast ein schönes Kompliment gemacht, möchte ich gerne zurückgeben. Du stehst ja auf meiner ER Liste ja auch drauf und ich wünsche all denen, die zuschauen, zuhören, die nötige Zuversicht. Verlieb dich in das, was du tust, dann schiebt sich der Weg leichter unter die Füße. Verliebt zu sein ist ein Stück situative Bewusstseinsstörung, sagen die Mediziner. Und das hilft ja vielleicht auch in so einer verklärten Situation. Den Verliebten gehört die Welt. In diesem Sinne sage ich liebe Grüße an die Verliebten und die, die künftig werden aus Düsseldorf. Dein Andreas Buhr.
Tschüss Andreas, tolles Schlusswort. Ich danke dir und euch allen danke fürs Zuschauen. Kommentare gab es heute keine, aber vielleicht bei dem Thema auch schwierig. Trotzdem freue ich mich sehr, dass einige dabei waren und eingeschaltet haben und gerne noch die Aufzeichnung sehen. Bis demnächst zum nächsten Karrierebibel Talk. Ciao, CIA.










