LIVE: Bewerbung mit Ü50 – Wie geht das?

Stefan and JobGenius discuss job applications for people over 50, covering age discrimination and practical strategies. Focus on recent achievements with numbers in your materials, keep CVs concise, don't mention age, and expect 3-6 months for specialists or up to 12 months for executives. Quick certifications and work references help counter age bias.
Chapters
So, los geht es. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von unserem Live Talk oder Live Webinar, wie man es auch immer nennt. Wir sprechen heute über das Thema Bewerbung mit 50 und es ist ein spannendes Thema. Es ist aber auch schön, dass es überhaupt ein Thema ist, wie der Stefan mir gerade eben schon zugeraunt hat. Denn natürlich ist es so, dass es so was wie Altersdiskriminierung gibt und dass es teilweise wirklich schwer ist, mit über 50 noch einen neuen Job zu finden, aber nicht unmöglich. Darüber sprechen wir heute in dieser Sendung. Herzlich willkommen. So, der Stefan ist auch da. Ich hoffe, ich habe dich nicht gemutet. Ne, du bist auf jeden Fall wieder auf Sendung. Gerade eben muss ich ein bisschen leiser machen, es gab so Hintergrundgeräusche. Von daher herzlich willkommen. Schön, dass du auch wieder dabei bist. Und an alle, die jetzt reingeschaltet haben, ihr könnt, egal auf welchem Kanal ihr gerade zuseht, Facebook, Twitter, Twitch, LinkedIn, YouTube, schreibt gerne Kommentare, stellt Fragen zu diesem Thema, wenn ihr habt. Wir sehen sie und beantworten sie. Und wenn ihr nicht möchtet, dass wir eure Frage einblenden, weil ihr mit eurem Account oder Namen nicht sichtbar sein wollt, dann schreibt es gerne dazu. Ich sehe die ja sowieso vorneweg und kann dann entscheiden, dass wir die Frage beantworten, aber sie hier nicht sichtbar da unten in dem Feld reinschalten. Also alles kein Problem. Ihr könnt auch anonym bleiben. Stefan, direkt zu dir. Bewerbung ab 50, welche Erfahrungen hast du damit schon gemacht? Also du jetzt persönlich, du bist noch keine 50, aber mit deinen ganzen Kunden, Mandanten und vielleicht auch Freunden und Bekannten.
Ja, Jochen, erstmal schön, dass ich hier sein darf wieder. Und genau, herzlich willkommen an alle Zuhörerinnen und Zuschauerinnen vor den Bildschirmen. Also meine Erfahrungen damit beruhen auf privaten Geschichten, die ich jetzt so in den letzten Monaten oder vielleicht auch Jahren mit bekommen habe. Und zum anderen natürlich auf professioneller Ebene kann ich vieles von unseren Kundinnen und Kunden erzählen, wie du eingangs gesagt hast. Richtig, Eigentlich sollte das gar kein Thema sein, worüber wir sprechen, aber man muss leider sagen, in der Praxis ist es so, dass die Altersgruppe schon mit mehr Problemen zu kämpfen hat, einen neuen Job zu finden, oft länger sucht, viele Absagen erhält. Es ist sicherlich mitunter auch frustrierend, Da sind natürlich auch Existenzängste mit verbunden und ja, deswegen ist es halt ein Thema tatsächlich. Aber ich denke, wir gehen heute auf die Aspekte ein, die Mut machen sollen tatsächlich, weil ich glaube, dass es Chancen gibt und es gibt viele Vorteile tatsächlich, die mit einhergehen, wenn man ein höheres Alter hat Und genau deswegen sollte man nie den Mut verlieren und einfach positiv in die Zukunft schauen, glaube ich.
Da hast du was Richtiges gesagt. Also ich glaube tatsächlich, der Umgang mit den Absagen, die es zwangsläufig geben wird, die gibt es aber in jedem Alter, bei jeder Bewerbung sehr unwahrscheinlich, dass man direkt mit jeder Bewerbung Volltreffer landet. Damit muss man umgehen lernen und ja, natürlich kenne ich auch die Existenzängste, zumal man ja denkt, mit jedem weiteren Tag, jedem weiteren Monat, der verstreicht ohne Job sinken die Chancen weiter und weiter. Aber genau da ist schon der erste Punkt. Ich glaube, die Psychologie spielt dabei gerade beim Alter eine ganz, ganz wichtige Rolle, denn viele Betroffene thematisieren ihr Alter und versuchen dagegen anzuschreiben oder anzuargumentieren und das bereits der erste Fehler, weil wer sich verteidigt, offenbart, dass er sich angegriffen fühlt oder offenbart damit ein Defizit, ein Mangel, den er selbst empfindet und genau das sollte beim Personaler Recruiter niemals so ankommen. Deswegen ist es ganz, ganz wichtig, dass die Bewerbung und alle weiteren Schritte in dem Prozess immer positiv gehalten sind. Wie kann man das schaffen? Meine Erfahrung ist tatsächlich durch ein gutes Umfeld. Also ich selber habe ja in meinem ich bin Betroffener, Ich bin über 50, jetzt allerdings nicht auf Jobsuche, aber in meinem Umfeld, in meinem privaten Freundeskreis, Bekanntenkreis gab es mehrere Fälle jetzt von Leuten, die einen Job verloren haben und die sind eben auch schon über 50, glücklicherweise haben wir einige davon auch schon wieder neue Jobs bringen können, aber für die war es halt ganz, ganz wichtig, dass sie zum Beispiel in mir als Freund oder auch in anderen in ihrem sozialen, privaten Umfeld Menschen gefunden haben, die ihnen zugesprochen haben, damit du dich da nicht so reinfallen lässt und immer tiefer und tiefer sinkt. Also das ist der erste wichtige Tipp, der relativ banal ist, aber ich glaube ganz, ganz wichtig für die weitere Psychologie und das weitere Vorgehen. Ansonsten zur Strategie. Ich weiß nicht, wie du das siehst. Ich finde ja Krisen, ja das klingt jetzt wieder latent nach Kalenderspruch. Krisen sind Chancen. Und wenn man tatsächlich in die vielleicht unfreiwillige Situation kommt, mit über 50 noch mal einen Job wechselt machen zu müssen, dann ist es eine sehr, sehr gute Gelegenheit, vielleicht den bisherigen Weg noch mal zu rekapitulieren und sich womöglich auch neue strategische Ziele zu setzen. Also bitte nicht in Aktionismus verfallen und ich brauche sofort wieder einen Job irgendwie. Ich muss hier sofort wieder in Lohn und Brot, verstehe ich natürlich, aber vielleicht sich trotzdem die Auszeit gönnen und auch ganz bewusst nehmen. Standardanalyse, Wo stehe ich gerade? Was kann ich? Wer bin ich? Was will ich und wohin will ich? Ich habe dazu mal eine Folie vorbereitet. Das sind so wichtige Fragen, die ich zum Beispiel auch im Coaching immer machen würde, Würde ich sowieso immer bei jedem Jobwechsel machen, dass man so eine Standortanalyse für sich selber erstmal macht. Wo will ich mich eigentlich beruflich nochmal, muss man sagen, in dieser dritten Lebensphase noch mal hin entwickeln? Wie soll der neue Job aussehen? Worauf lege ich beim neuen Arbeitgeber wird Es kann ja sein, dass man vielleicht auch freiwillig wechselt. Kommt auch vor vielleicht aus einer gewissen Not heraus, weil man Das Umfeld ist einfach Mist, ich will da weg. Aber wie soll denn der neue Arbeitgeber aussehen? Welche Veränderungen wünsche ich mir selber? Und jetzt kommt eine schwierige Frage, da gehen wir, glaube ich, gleich noch mal drauf ein. Worauf bin ich bereit zu verzichten? Das Thema Gehalt beim Jobwechsel, das glaube ich, müssen wir unbedingt noch mal explizit gleich ansprechen, bevor wir natürlich dann auch noch in die Details gehen. Also die kommen definitiv zum Thema, Wie sieht so eine Bewerbung eigentlich aus? Wie überzeugt sie? Worauf muss ich achten bei Anschreiben, Lebenslauf und Co. Aber auch dann die letzte Frage, welche Arbeitgeber kommen überhaupt in Frage? Da braucht man eine gute Recherche. Vor allen Dingen muss man so ein bisschen gegen seine latente Prägung angehen. Das ist auch so ein Fachbegriff, kennst du natürlich, Stefan, aber das ist so dieses Thema, dieser Tunnelblick. Ich bleibe in meiner Branche, ich bleibe in den Berufen, die ich kenne. Da spreche jetzt aus der Erfahrung damals von Job Switch, wo wir ja auch Leute vermittelt haben in unterschiedliche Berufe, darunter eben auch einen Kandidaten, der über 50 war. Und tatsächlich haben wir da völlig quer gedacht und hatten dann für die Berufe herausgefunden, an die sie selber niemals gedacht hätten und auf die man so auch erstmal nicht kommt. Aber sie waren größtenteils, also nicht alles war hinterher so fifty fifty. Drei waren sehr zufrieden, drei waren nicht so zufrieden. Die haben wir dann noch mal vermittelt. Aber es ist tatsächlich so, dass in dem Zusammenhang ganz, ganz wichtig, dass man auch mal weiterdenkt und versucht eben auch Jobprofile, Berufsprofile kennenzulernen, die man nicht so auf dem Radar hat. Und das machen auch übrigens viele Berufseinsteiger falsch. Die kennen halt nur was macht meine Freunde, was machen meine Eltern und deren Bekannte und Freunde und Bekannte und suchen dann nach diesen Jobs. Aber es gibt so viel mehr. Also ich weiß nicht, wie viele unzählige Berufe es in Deutschland gibt und jetzt kommen noch ganz viele neue dazu. Gut, andere gehen auch wieder weg, aber aber einfach Berufe einfach mal kennenzulernen, sich einfach mal hinzusetzen, Wochenende lang Berufsprofile lesen in irgendwelchen Jobbörsen oder meinetwegen auch bei dir oder bei uns und sich einfach mal Gedanken zu machen, was alles möglich ist. Jetzt habe ich lange geredet, jetzt bist du wieder dran, alles gut.
Du hast uns da sehr gut durchgeführt. Das wäre auch jetzt noch mal meine Frage gewesen an dich. Hast du da so einen ganz konkreten Tipp, wie man auf andere Jobprofile vielleicht auch kommen kann? Weil das ist so eine Frage, die ich mir seit Jahren stelle. Eigent gibt es ja auf dem deutschen Markt meines Wissens noch keine Jobbörse, die in dem Sinne so daran geht, dass du zum Beispiel Skills angibst oder sagst, was du kannst und die dir Berufsprofile ausspuckt. Der Regelfall ist ja immer, dass man quasi einen Beruf sucht und einen Ort und das ist ja quasi, man muss ja anders herangehen.
Das ist ein riesiges Problem natürlich, weil die Suche, die klassische Suche ist darauf ausgerichtet, dass du das Keyword kennst, in diesem Fall den Namen des Berufs. Kennst du das Keyword nicht, kannst du nicht danach suchen. Also ja, es gibt natürlich die Möglichkeit zu Ich lese mir einfach diverse Berufsprofile durch. Eine andere Möglichkeit ist, haben wir dann auch gemacht. Viele Ältere sind ja ortsgebunden, Die haben meistens entweder ein soziales festes Umfeld, wo sie sagen, da will ich nicht weg. Freunde, manchmal auch die Familie, die Kinder. Vielleicht sind es auch schon Oma und Opa. Wir müssen zwischendurch auch mal auf die Enkel aufpassen oder So, deswegen geht das nicht. Also die gucken lokal und was ich dann machen würde, und das geht durchaus in Jobbörsen, die Suche lokal einzuschränken, also über die Postleitzahl oder sonst irgendwie. Du kannst aber den meisten Jobbörsen angeben, Radius von 50 Kilometern oder 100 Kilometern. Dazu muss man nicht bereit sein, 100 Kilometer den neuen Job zu suchen. Aber man gibt einfach mal so ein Radius ein und schaut einfach mal ganz allgemein, ohne dieses zweite Feld, welchen Beruf suche ich eigentlich einzugeben. Und dann hat man natürlich eine sehr lange Lesestrecke vor sich, aber man schaut einfach mal, was wird denn da so angeboten? Und in der Regel gehen viele so los, dass sie kenne ich nicht, lese ich weiter. Ach, den Beruf, den kenne ich, da gucke ich jetzt mal rein, das ist ein gutes Angebot. Und ich würde genau hier kontraintuitiv vorgehen. Du siehst etwas und das kenne ich nicht, lese ich, weil die anderen Jobs kennst du ja, die kannst du nachher in deiner engeren Suche, siehst du die sowieso wieder. Aber jetzt würde ich ja sagen, jetzt lese ich erst recht das, was ich nicht kenne. Und was macht denn dieser Mensch, der diesen Beruf ausübt?
Überhaupt?
Ist das was für mich? Kommt das für mich in Frage? Du bist übrigens heute sehr krisselig bei mir. Ich weiß nicht, was du für ein Internet hast, aber entweder ist meins super schwach oder deins. Also Ton ist gut, aber dein Bild ist leider sehr, sehr krisselig.
Ich versuche es gleich mal. Bin im Lahm ins WLAN zu gehen. Danke für den Hinweis.
Genau, aber dass du rausfliegst, das wäre dann blöd. Aber du kannst dich wieder neu anwählen oder so.
Genau, ich warte jetzt noch mal noch mal ein bisschen ab.
Genau, ich mache ohne dich weiter. Wir kriegen das hin.
Genau, ich wollte einmal aber einhaken auch. Ich finde das total richtig, was du gesagt hast. Was man wirklich machen kann, ist glaube ich, wenn man sich so die Fragen, die du gerade auch durchgegangen bist, mal stellt und dann mal schaut, welche Unternehmen sind eigentlich für mich interessant in der Umgebung Und dann wirklich einfach mal schaut, was für Ausschreibungen haben die eigentlich. Ich finde vielleicht ein Unternehmen interessant, weil es ein bestimmtes Produkt hat oder in einer bestimmten Branche ist, die ich interessant finde. Vielleicht habe ich da sogar Erfahrung. Und dann einfach mal in die Ausschreibung gehen und und dann mal wirklich gucken, was verlangen die eigentlich. Und wenn man dann feststellt, eigentlich bringe ich da ganz schön viel von mit, vor allem von den Soft Skills, der eine oder andere Hard Skill ist vielleicht eher lernbar, dass ich da dann einfach mal überlege, ob das nicht was für mich ist, wo ich mich bewerben kann.
Ja, absolut. Also da kommt aber gleich noch ein zweiter Punkt hinzu und das finde ich nämlich auch spannend. Wir sind ja damals bei der Sendung auf Vox bei Jobswitch so vorgegangen, dass wir uns zuerst mal die Persönlichkeitsprofile angesehen haben. Bei der Folie, die ich da gerade eben gezeigt habe. Also was will ich eigentlich? Wer bin ich, Wohin will ich mich entwickeln? Bei der ist halt ganz, ganz wichtig, dass du auch wirklich in dich hineinhorchst, Wohin möchte ich mich vielleicht entwickeln? Was sind so meine Stärkentalente, die ich hier gewinnbringend einsetzen kann Und welche Skills möchte ich vielleicht selber noch in irgendeiner Form erarbeiten. Also wir haben zum Beispiel bei unseren Kandidaten damals gesehen, wozu sie fähig waren, wo sie aber auch eine Neigung hatten. Ich erinnere mich an Becky, die halt irgendwie ihren Lebenslauf Eventmanagement drin hatte. Das war so ein einfacher Weiterbildungskurs, den sie mal gemacht hat. Und sie hatte eben diese romantische Ader, wo sie Also ich bin total bereit, auch in Sack und Pack irgendwo hinzuziehen, aber ich eben auch so eine kleine Romantikerin und sie hätte ihren Lebenspartner zwar noch nicht gefunden, wäre immer noch auf der Suche und lalala. Und so sind wir halt auf die Idee gekommen, aus ihr eine Weddingplänerin zu machen, weil sie diese romantische Ader hatte und gleichzeitig eben auch Eventmanagement mal irgendwann gemacht hat. Dann haben wir halt geguckt, wozu ist sie wirklich bereit? Persönlichkeitsanalyse, sowas finde ich ganz wichtig, würde ich auch immer empfehlen, in dieser Auszeit, in dieser Phase, die man sich nimmt, mal so ein paar Persönlichkeitsanalysen zu machen. Da gibt es ganz tolle Angebote auch im Internet, die man kostenlos machen kann, um mehr über sich zu erfahren. Wer bin ich? Was kann ich? Was sind meine Alleinstellungsmerkmale, Wo möchte ich hin? Und dann kannst du aber auch schauen, welche Weiterbildungsangebote gibt es gerade im Markt, die mich total reizen. Also vor Jahren war das so, da war ich noch bei der Wirtschaftswoche und ich war damals natürlich schon vor diesem Internet angefixt mit Bloggen und Co. Und habe gedacht, Mensch, was gibt es denn da für tolle neue Berufe? Und habe dann einfach auch gesagt, Social Media Manager. Also heute sagt man alter Käse so ungefähr, aber damals war das halt ganz Neu, das war 2000, wann habe ich das irgendwie aufgegeben? 2008, 2009 habe ich mich angefangen damit auseinanderzusetzen, Da war das relativ neues Berufsbild und was macht denn so ein Social Media? Ist ja spannend, was muss man denn dafür können? Gibt es dafür Weiterbildungsangebote und und und Und habe mich dann selber aufgeschlaut an der Phase und ja, nach der Vivo war ich halt auch zwei Jahre lang Social Media Manager bei Yellowstrom, also habe das tatsächlich auch als Beruf selber mal ausgeübt, habe mich weitergebildet. Auch das kann ein Weg sein, wie du auf neue Berufe kommst, indem du Was gibt es denn für spannende Weiterbildungen im Moment? Vielleicht gerade im Moment zum Thema KI oder sonst. Und wenn du dann das könnte ich mir aber spannend vorstellen, das sind ja dann teilweise übrigens auch Bürojobs, also vielleicht für Ältere auch sehr bequem und angenehm dann, wobei ich jetzt keinen diskriminieren will von wegen die sei nicht mehr fit Genug, um Himmelswimmel 50 bist du immer noch topfit, würde ich mir selber auch unterschreiben, also alles gut, aber einfach mal zu gucken, was gibt es da für spannende Weiterbildungen, würde mich das reizen und reicht diese Weiterbildung vielleicht auch noch eine zweite, um anschließend mich als Quereinsteiger in diesem Beruf zu bewerben. So kannst du auch neue Berufe finden oder eventuell auch neue Visionen für dich selber und für die nächsten immer mal von 50 aus für die nächsten 70 Jahre zu definieren. 17 Jahre sind eine lange Zeit, also in 17 Jahren macht ein Jähriger jede Menge Karriere. Also rechne mal 24, 17, da kommt eine Menge bei rum. Der ist ja schon wieder, wenn er rauskommt nach 17 jahren ist er schon in der midlife oder mid career crisis und dazwischen hat er tolle Karriere gemacht. Warum soll das denn mythische mit 50 rein rechnerisch nicht mehr gehen? Ich sage nicht, dass es einfacher wird, aber es geht und Zeit genug bleibt auf jeden Fall.
Ja, stimme ich dir voll zu. Grundsätzlich reden wir halt auch über einen großen Punkt gerade schon eigentlich. Also man muss halt vielleicht dann auch, wenn man irgendwie so ein Alter erreicht hat, einfach ein bisschen flexibler auch sein. Du hattest einen Punkt kurz genannt, unabhängig von vielleicht ich verändere mein Berufsprofil, weil es dafür keine Jobs gibt im Moment oder ich da nicht so gute Chancen habe, dass man dafür einfach auch offen ist. Das haben wir jetzt thematisiert. Beim Gehalt ist es sicherlich auch so ein Thema, gerade wenn man vorher eine Position hatte, die man lange ausgeübt hat, also eine lange Station in einem Unternehmen, macht man in der Regel ein paar Gehaltssteigerungen auch mit, wenn man gute Arbeit abgeliefert hat. Und das ist natürlich so grundsätzlich ein Problem. Das kann auch aber mit 40 ein Problem sein, aber gilt auch für für die Altersgruppe, dass man dann vielleicht bei einem Wechsel, vor allem bei einem sogar beruflichen Wechsel, also quasi als Quereinsteiger, aber auch wenn man im Job bleibt, dass man dann vielleicht auch mal Abstriche machen muss. Und das ist glaube ich ein Punkt, was ich so in der Praxis sehe, was du auch im Vorgespräch schon gesagt hattest, da haben natürlich viele ein Problem mit. Das ist auch so ein Wertschätzungsding irgendwie, Aber ich glaube, da kommt man dann mit der Zeit nicht drum herum, oder?
Also wir müssen glaube ich festhalten, Quereinsteiger sind ja per se, also per Definition Menschen, deren Lebenslauf nicht zu der angestrebten Position passt, weil sie halt bis dato was ganz anderes gemacht haben. Also bringst du teilweise nicht die erforderlichen Qualifikationen mit, bringst teilweise nicht das Netzwerk, die entsprechenden einschlägigen Erfahrungen mit. Das bedeutet häufig, dass du auch Abstriche anfangs jedenfalls, was ja nicht heißt, dass man es innerhalb von einem Jahr oder zwei Jahren wieder steigern. Kann auf das alte Niveau, Aber anfangs musst du schon mit Rückschritten rechnen, einkalkulieren. Das ist aber auch in jungen Jahren, wenn du Quereinsteiger bist. Wenn ich heute meinen Beruf komplett wechseln würde und sage, ich werde jetzt Handwerker und ich habe meine neue Berufung gefunden im Schreinern, dann müsste ich auch irgendwie eine Ausbildung machen. Ist sowieso nichts ohne für Quereinsteiger ohne Qualifikation. Ich müsste Ausbildung machen ohne, dann bin ich erstmal Geselle nur und nicht Schreinermeister. Also dann jetzt zu sagen, ich war jahrelang Führungskraft und Unternehmer, ich wähle jetzt aber hier top, sagt er auch, du hast mich ein, du hast gerade mal drei Schrauben reingedreht, geht nicht. Also ich glaube, da muss man realistisch sein. Andererseits, und da möchte ich noch mal ein Beispiel aus dem Bekanntenkreis nennen, ich versuche das zu anonymisieren, weil ich sein Einverständnis nicht habe, ist mein Schwager, der war bei einem Automobilzulieferer, der Pleite gemacht hat aus Gründen Elektromobilität und so weiter und so fort. Also großer Automobilkonzern, war Großkunde, der wollte die nicht mehr, brauchte nicht mehr wegen Elektromobilität, zack, Pleite. Der war danach arbeitslos, auch mit Ende 40, Anfang 50, was jetzt in dem Job und in der Gegend ein anderer Automobilzulieferer erstmal nicht da, also musste der sich neu orientieren, um die Pointe gleich zu verraten, der ist heute bei der Feuerwehr und macht da den Fuhrpark und das erfüllt ihn total. Also der kümmert sich sozusagen um die Instandhaltung, der spricht aber auch mit dem, wie heißen die Feuerwehrhauptmann ab, welche neuen Autos sie brauchen, was die können müssen und dann bestellt er die bei den entsprechenden Spezialfirmen, nimmt die auch ab, prüft die, transportiert die auch von den Spezialfirmen wieder zu der Feuerwache und so weiter und so fort. Der hatte aber Riesenspaß dran, ja, der verdient heute ein Drittel weniger als vorher, also schon deutlich hat er auch gemerkt, aber der Job krisenfest und zwar bis zur Rente, also den hat er jetzt ziemlich safe, Feuerwehr brauchst du immer und B ist er total glücklich. Und das finde ich ist ein ganz, ganz wichtiger Aspekt und deswegen erwähne ich Geld, verstehe ich, ist für viele ganz, ganz wichtig und wenn du bestimmte Sachen noch nicht abgezahlt hast, brauchst du die Kohle. Ich habe einen anderen Fall im Bekanntenkreis, da ist das Haushalt noch nicht abbezahlt und ist dieselbe Situation. Er sagt, ich kann unter bestimmtes Einkommen nicht runter, sonst funktioniert das nicht mehr, dann gehe ich in die Privatinsolvenz oder ich muss das Haus verkaufen, verstehe ich auch, da findet man dann Lösungen, will aber jetzt nicht abschweifen. Aber worauf ich hinaus will, ist, manchmal ist Lebensglück wichtiger. Lebensglück kannst du mit Geld bezahlen und wenn du feststellst, du hast eine neue Perspektive, auch bis zur Rente und du bist glücklich in dem neuen Job und der passt perfekt zu deiner Persönlichkeit, zu deinen beruflichen Zielen, ja, dann backt man halt kleinere Brötchen und vielleicht muss man auch in eine kleinere Wohnung ziehen oder in ein kleineres Haus oder sein Haus verkaufen, in eine Wohnung ziehen, wie auch immer. Aber du bist glücklich und wir können dieses Geld am Ende sowieso nicht mitnehmen. Also am Ende zählt Lebensglück viel mehr und dass du da mit deiner Familie, deinen Freunden, deinen Kindern oder sowas irgendwie glücklich bist, ist viel wichtiger, als dass du ich habe da 1000 Euro mehr. Ist leicht aus einer komfortablen Situation so zu reden, aber ich glaube, wenn man sich das immer wieder bewusst macht und dann seinen Traumjob sucht in so einer Phase und den womöglich findet, das Leben drumrum auch wieder neu arrangiert mit einer guten Partnerin, mit einem guten Partner geht das auch, dann bist du am Ende des Tages glücklich und gehst auch zufrieden irgendwann Ruhestand, Vorruhestand, in Rente oder Unruhestand, wie auch immer.
Ich habe auch einen privaten Kumpel, Fußball, der hat mich irgendwann angerufen und Boah, Stefan, ich muss mal mit einem sprechen, war nicht gut drauf. Ich wurde gekündigt. Genau und so und so die Situation, Ich bin nicht der Einzige, aber so mein Gefühl ist, die haben sogar bei denen, also die haben oben im Alter sogar angefangen, sagte er. Also es war offensichtlich tatsächlich der Fall, weil die halt gesagt haben, so das Unternehmen so, also die sind die, die auch verdienen dementsprechend und wenn wir die jetzt nicht irgendwie rauskriegen, wird es noch teurer und so. Also war ziemlich böser Fall, sag ich mal auf jeden Fall. Ja und dann ist natürlich irgendwie so auch finanzielle Ängste und so und ich habe ihn halt von Anfang an gesagt, der hat sich so direkt so einen Druck gemacht, das war dann so weiß nicht, Ende September, Anfang Oktober. Boah, ich muss dieses Jahr noch was Neues finden, obwohl der eigentlich auch freigestellt war, auch noch ins neue Jahr drüber hinaus und so. Ich habe ihn von Anfang an gesagt, du musst bisschen Durchhaltevermögen entwickeln. Also finde ich, also denkt mal vielleicht darüber nach, dass der Jobwechsel jetzt auch vielleicht mal ein halbes Jahr dauern könnte.
Mach dir nicht so einen Druck drei bis sechs Monate. Genau, das muss man einfach sagen. Je nachdem, bei Führungskräften sagt man sogar zwölf Monate. Also Führungskräfte, wenn du da einen neuen Job suchst, das dauert bis zu zwölf Monate statistisch durchschnittlich und normale Fachkräfte müssen rechnen zwischen drei und sechs Monaten. Bei Berufseinsteigern geht es oft, weil die sich halt auch leichter tun in irgendeiner Form und auch Arbeitgeber, zugegeben, diese Jugend war natürlich da auch lieber junge Leute irgendwie einstellen, die haben auch nicht so hohe Gehaltsforderungen, deswegen geht es da meistens schneller. Aber je älter du wirst, desto länger dauert es in der Regel bis sechs Monate sind da normal und auch kein Beinbruch. Also bitte nicht gleich verzweifeln, sagen so, ach jetzt bin ich schon vierten Monat lang arbeitslos. Erstens mal, wenn du vorher eingezahlt hast, gibt es ein bisschen Arbeitslosengeld. Ja, ich weiß auch nicht 100 Prozent, sondern eben nur 65 oder doch 65 glaube ich. Genau, aber du kommst ja hin, lass dir Zeit so, das ist ganz ganz wichtig. Ich habe dich aber rüde abgebrochen.
Nee, alles gut. Ja, genau. Also bei ihm hat es jetzt im Endeffekt, ich glaube sieben Monate gedauert dann, ne? Aber der ist super happy. Der ist super happy. Der Job ist im Endeffekt, er sagte mir dann, er verdient jetzt sogar noch einen Tacken mehr als vorher. Damit hat er überhaupt schon der damit hatte er abgeschlossen, sein altes Gehalt zu erreichen und ist total happy und im Endeffekt fährt er jetzt nicht jeden Tag eine Stunde zur Arbeit und noch mal zurück, sondern hatten viel kürzeren Anfahrtsweg, ne? Und im Endeffekt war es für ihn jetzt so ein Sechser im Lotto. Ja, aber der hat halt Zeit gebraucht, um den zu bekommen. Also ich glaube, das ist nochmal ein wichtiger Punkt, den wir dann hier jetzt auch ausführlich dargestellt haben. Grundsätzlich müssten wir vielleicht aber auch noch mal so ein bisschen einmal irgendwie auf das Thema Bewerbungen eingehen und vielleicht auch auf die Vorteile, die man mitbringt. Vielleicht fange ich da jetzt mal an. Ich hatte so ein paar Punkte mir aufgeschrieben. Also Vorteile, die man hat. Also erstmal dieses, du hast das ja schon gesagt, das Alter gar nicht zum Thema machen. Also erstmal, warum erstmal, man soll immer, das gilt grundsätzlich in der Bewerbung, man soll mit den Dingen kommen, die man mitbringt und nicht mit denen, die man nicht mitbringt. So und man bringt nun mal nicht ich bin 25 mit, was auch gut ist, weil jetzt kommen wir zu den Vorteilen unabhängig von allen, die Erfahrung ist das A und O natürlich, die einem helfen kann da den Job auch zu bekommen. Berufserfahrung sowohl auf Hard Skill Seite als auch auf Soft Skill Seite tatsächlich sind natürlich nicht zu unterschätzen. Ansonsten aber auch gibt es viele andere Punkte, die die wichtig sind oder die positiv sind im Vergleich zu einem jüngeren Bewerber oder einer Bewerberin. Das ist vielleicht auch so ein bisschen die Flexibilität, die man dann in dem Alter vielleicht auch wieder ein bisschen mehr hat, weil man halt vielleicht nicht unbedingt sein Kind zum Sport bringen muss oder abholen muss vom Kindergarten oder von der Schule. Genau das sind vielleicht und Loyalität ist.
Ein Riesen, sind ja einfach auch Immobilien Stück weit und das wiederum verspricht natürlich auch so ich haue hier so schnell nicht mehr ab. Also das ist so etwas, mit mir könnt ihr rechnen, auch in den nächsten zehn Jahren, während Berufseinsteiger, Jüngere ja tendenziell, ich sag mal, eine Entwicklungskurve mitmachen und dann sind die irgendwann vielleicht aber auch auf dem Sprung und sagen jetzt möchte ich mich mal noch mal ausprobieren oder ich mache einen Jobwechsel ganz bewusst auch um das gar nicht zu schauen, steigern, dann sind die da weg. Ältere sind da einfach deutlich, deutlich loyaler, finde ich. Also auf jeden Fall neben den ganzen psychologischen Vorteilen. Wir hatten ja glaube ich schon mal in einem unserer letzten Talks angesprochen, die auch vorhanden sind. Also Stichwort kristalline Intelligenz ist immer so ein schöner Fachbegriff, aber das ist so diese Altersweisheit oder wie man so schöne Sprichwort neue Besen fegen gut, aber die Alten kennen die Ecken und gerade das ist ja ein Vorteil von Älteren. Wenn du viele Sachen organisatorisch schon gemacht hast, Projektmanagement, dann weißt du wie es läuft. Da macht ihr macht dir erst mal keiner was vor. Du bleibst dann auch ruhig bis stressresistenter und kannst einfach sozusagen auch die Abkürzungen gehen, die andere vielleicht noch nicht kennen aus der Erfahrung heraus Und das sind schon Vorteile, die man auch ausspielen kann. Aber als ich mich vorbereitet habe, unsere Sendung, bin ich selber auch noch mal so durch unsere Artikel durchgegangen, die wir zu dem Thema haben. Und dabei ist mir ein ganz, ganz spannender Aspekt aufgefallen und das ist so dieses, was wir jetzt im Grunde genommen angesprochen haben in den Bewerbungsunterlagen. Da sind wir jetzt schon bei dem Thema Bewerbung. Wie schreibe ich sie eigentlich richtig Wir gehen auch gleich noch mal auf Anschreiben, Lebenslauf und so weiter ein, aber Viele steigen ja zum Beispiel beim Anschreiben dann ein mit meinen 51 Jahren oder 52 oder wie auch immer blicke ich auf langjährige Erfahrungen zurück. So das klingt jetzt erstmal super, langjährige Erfahrungen, 51 Jahre, wieso ist das denn ein Fehler? Und es ist deswegen Fehler, weil du Einfängst mit meinen 52 Jahren und schon dein Alter betonst. Zweiter Fehler ist dann auch gleich, kommt dann oft im zweiten außerdem bin ich lernwillig und lernfähig oder sowas. Und ich denke mir immer so, ja getroffene Hundebellen, wenn du deine Lernfähigkeit betonst, was ja grundsätzlich wieder eine gute Eigenschaft ist, dann denkst du ja insgeheim und das ist so, ich bin großer Fan von Watzlawick, habe ich auch schon mal gesagt, man kann nicht kommunizieren, Dann sagst du indirekt, ich muss hier noch lernen, also ist mein Wissen nicht auf dem aktuellen und Superstand Und genau sowas würde ich immer vermeiden im Anschreiben. Also das ist so, da muss man höllisch aufpassen beim Formulieren, dass gebe ich zu, das ist auch nicht jedem sofort bewusst, aber das ist ja eben die große Kunst. Da bist du natürlich dann der Fachmann, ich muss in die Richtung, ne doch nicht, muss in die Richtung zeigen, da bist du so, also hier mit Spiegelverkehr ist total schwierig, aber das ist die große Kunst beim Formulieren, dass du im Grunde genommen keine schlafenden Hunde wächst und dein Alter eben überhaupt nicht zum Thema machst, weil es ist auch kein Thema und es sollte übrigens auch kein Thema.
Sein, Ja, gebe ich dir vollkommen recht.
Nicht das betonst, was womöglich eine Schwäche ist. Dein Wissen ist verdammt noch mal auf dem aktuellen Stand. Dafür zeigst du dann in deinen Anlagen und deinem Lebenslauf, dass du einschlägige Zertifikate und aktuelle Weiterbildungen gemacht hast. Du bist auf dem neuesten Stand, deswegen brauchst du überhaupt nicht deinen Lernwillen betonen. Also sowas zum Beispiel finde ich kontraproduktiv bis hinderlich in so einem Bewerbungsanschreiben, weil jeder denkt acht vor dem Alter, ne, dem alten und nicht Achtung vor dem Alter, sondern eher so Achtung vor dem Alten. Da ist wieder einer, der hat hohen Lärmpeln aber leider nichts aktuelles. Ganz schwierig. Aber lass uns vielleicht, also du hast viele tolle Punkte nennen, aber mit Blick auf die Uhr, wir quatschen schon wieder eine halbe Stunde, wir wollen es gar nicht so lang machen. Trotzdem vielen Dank fürs Zuschauen. An alle, die noch dabei sind, noch mal der Hinweis, ihr könnt gerne Kommentare schreiben, wo auch immer ihr gerade zuschaut, YouTube, LinkedIn, Facebook, Twitter, Twitch, wo auch immer. Schreibt sie als Kommentar. Ich sehe die, ich kann die einblenden. Wenn ihr nicht möchtet, dass sie eingeblendet werden, ihr aber trotzdem die Frage beantwortet haben wollt, schreibt bitte dazu, nicht einblenden, Doppelpunkt oder so oder irgendwas anderes, so diskret oder sonst irgendwas, damit ich weiß, alles klar, blende ich nicht ein. Wir beantworten es trotzdem und bleibt ihr anonym, weil ansonsten, wenn ich die einblende, kommt ihr Namen und eurem Profilfoto damit rein. Und das hat mich der Stefan letztes Mal darauf aufmerksam gemacht. Das möchte vielleicht nicht jeder, verstehe ich deswegen dazu schreiben, dann machen wir das auch alles anonym und diskret. So, jetzt zu dem Bewerbungsschreiben. Lass uns vielleicht mal die wichtigsten Unterlagen durchgehen. Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Anlagen. Natürlich ist das Wichtigste, dass man seine Bewerbungsunterlagen aktualisiert, gerade wenn man vielleicht schon längere Zeit keine Bewerbungen mehr geschreiben hat, geschrieben hat, die sollte auf dem neuesten Stand sein. Ich finde das wichtig, dass es auch modernes Design ist. Irgendwann in einer der nächsten Sendungen werden wir auch mal über ein Design sprechen, aber sollte auf jeden Fall eine moderne Anmutung haben, denn wenn das Ding schon aussieht wie von Donnerstag 1988 dann bist du einfach für ein Personaler nicht mehr sexy. Deswegen ganz, ganz wichtig, modernes Design, neuster Stand. Anschreiben. Fangen wir mal damit an. Wir gehen das jetzt nicht von A bis Z durch, dafür gibt es ja genug Anleitungen. Aber worauf muss ich bei einer Bewerbung Ü deiner Meinung nach unbedingt achten bei einem Anschreiben?
Wir haben ja schon gerade ein paar Vorteile auch genannt, die man mitbringt. Die muss man natürlich herausstellen. Also Anschreiben ist natürlich immer die Kunst, dieses Matching zur Stellenausschreibung zum Unternehmen herzustellen. Und ich denke, so ein paar Punkte der Vorteile haben wir gerade schon genannt, ohne jetzt natürlich so total in your face das Alter zum Thema zu machen, Das hast du auch gesagt, Lernfähigkeit oder Lernwilligkeit ist so ein typischer Punkt. Das ist bei jüngeren Werbern angebrachter. Das ist so ein Vergleich ist da so, wenn ich schreibe, ich bin pünktlich, so das setzt man voraus und das einer im Alter noch lernen kann, setzt man auch voraus, glaube ich. Genau. Was vielleicht aber so ein Punkt ist, der noch mal so ein bisschen anders ist, dass man so versucht, vielleicht so Vorurteilen schon so ein bisschen zu begegnen, ohne jetzt wieder mit dem, ich bin 55, mit dem, ohne das Alltag zu groß zum Thema zu machen wieder, ne? Also ich würde schon gucken, dass ich vielleicht ein paar Vorurteilen irgendwie begegne. Das ist ja so typisches Vorurteil ist vielleicht so ein bisschen, dass diese Technikaffinität nicht so da ist oder dass man da vielleicht so ein bisschen hinterher ist, dass man da irgendwie auch darlegt, mit welchen Techniken oder was man alles gearbeitet hat an Software, gerade wenn man jetzt nicht einen Branchenwechsel hat oder so, dass man damit gearbeitet hat, damit gearbeitet würde man als jüngerer Bewerber auch machen tatsächlich. In dem Fall ist es vielleicht aber noch einen Ticken wichtiger, dass es vielleicht auch unabhängig vom Lebenslauf vielleicht auch mal in meinen Anschreiben noch drin steht. Das fällt mir so ein bisschen dazu ein. Genau, das sind so die spontanen Sachen. Habe ich was Wichtiges vergessen?
Also ich würde noch ergänzen wollen. Ich würde ja, also der Bezug zwischen Stellenanschreibung und Erfahrung ist immer ganz, ganz wichtig. Die Soft Skills sowieso. Du kannst in der Regel im Alter super mit Soft Skills. Deswegen würde ich zum Beispiel versuchen, bisherige Projekte und Erfolge vor allem noch mal, also die sollten nicht zu lange zurückliegen, also jetzt nichts, was älter ist als zehn Jahre, aber ich würde versuchen in einem Absatz, in einem Textblöcken, wenn man so denkt beim Anschreiben, würde ich schon versuchen, ein konkretes Beispiel zu nennen, was zu der neuen Position natürlich passen muss und auch klassische Herausforderungen. Also das hier, du musst ja vorher überlegen, welche Herausforderung hat wohl dieser Job, auf den ich mich gerade bewerbe, Wie könnte ich dieses Problem für meinen Arbeitgeber lösen? Welche Skills, Erfahrungen, Kompetenzen bringe ich damit? Da würde ich versuchen, was wirklich Konkretes zu nennen. Da kann man dann auch einfließen, dass man vielleicht mit irgendwelchen KI Tools schon gearbeitet hat in der Vergangenheit und so weiter und so fort. Aber ich würde auf jeden Fall zeigen, ich habe mit einem Team gearbeitet. Also so ein bisschen diese soziale Kompetenz betonen, die Stressresistenz unter Druck. Wir haben die Deadline eingehalten. Ich würde Zahlen nennen, Erfahrung, Das ist ja sowieso die Magie der Zahlen. Wir konnten, keine Ahnung, die Kundenzufriedenheit, die Kosten reduzieren, die Kundenzufriedenheit steigern, den Umsatz steigern, lalala, um so und so viel Prozent sowas. Und das kannst du eigentlich, wenn du entsprechende Erfahrungen hast, dann hast du diese Zahlen in irgendeiner Form. Sowas finde ich super spannend. Und dann eben auch sagen, wie habe ich es gemacht, welche Hürden habe ich vielleicht auch übersprungen dabei, welche Konfliktlinien gab es und wie habe ich sie gemeistert. Ich glaube, dieses Zwischenmenschliche, wenn man das rausspült, dann ist es ein echtes Argument im Anschreiben für einen Bewerber. Ich finde aber auch, dass man tatsächlich, wenn man Gehaltsvorstellungen hat, dass man sie auch nennen kann. Also viele haben ja mal ein bisschen Angst davor, also wenn sie explizit gefordert sind in der Stellenanzeige, sollte sie sie sowieso nennen, aber ich würde sie auch nennen, wenn das für dich wichtig ist, weil es häufig genau so ein Vorurteil ist. Der ist zu teuer, den laden wir gar nicht erst ein. Wenn du aber weißt, was in diesem Beruf klassischerweise in dieser Branche, in diesem Ort, in dieser Region bezahlt wird und diese Vorrecherche sollte ja jeder machen, dann glaube ich, ist es nicht schlecht sozusagen pack den Stier bei den Hörnern, deine realistischen Gehaltsvorstellungen. Also und mit meinen Erfahrungen und lalala, halte ich einen Gehaltswunsch von xy Euro für angemessen, so eine Formulierung. Wenn du da eine konkrete Zahl hast, die eben nicht überzogen ist, sondern realistisch und du musst dir natürlich vorher Gedanken gemacht haben, kann ich damit leben, Wenn du die dann nennst, dann glaube ich, ist das ein echtes Asset, weil der Personaler sozusagen sieht, ach der ist ja gar nicht so teuer, den können wir uns ja leisten. Und ich glaube, ich würde da immer, also ich bin so ein Typ, ich gehe immer direkt auf die Leute zu, ich würde den Stier bei den Hörnern packen, wenn das Problem Gehalt 1 sein könnte. Pack den Stier bei den Hörnern, dann.
Thematisiere es genau, gebe ich dir vollkommen recht. Vielleicht, ich habe mir zwei Sachen dazu aufgeschrieben. Einmal noch ganz kurzer Ergänzung zu den Erfolgen. Da wirklich auch drauf achten, dass man da auch aktuelle Sachen nennt. Vielleicht wenn eine Geschichte, die irgendwie zehn Jahre zurückliegt, vielleicht thematisch sogar ein bisschen besser passt, muss man dann immer ein bisschen abwägen. Naja, ich will aber jetzt auch hier vermitteln, dass ich auch aktuell noch richtig leiste und zu Leistung fähig bin. Da muss man so ein bisschen für sich abwägen. Nehme ich jetzt ST, stelle ich das in den Vordergrund, was vielleicht thematisch ein bisschen besser passt, aber zehn Jahre her ist oder das Aktuelle nehmen. Das vielleicht noch als Ergänzung und zum Gehalt. Ja, auf jeden Fall, wenn gefordert sowieso nennen. Das kann, also ich kenne Leute, die sieben dich aus. Wenn du kein Gehalt nennst, dann hast du die Stellenausschreibung ja auch nicht richtig gelesen. Dann vielleicht so hast dich zu wenig mit mir beschäftigt. Also ist auf jeden Fall ein legitimer Punkt. Man kann ja auch da eine gewisse Flexibilität zeigen. Vielleicht vielleicht auch mal schreiben, was man aktuell verdient, aber dann auch damit rausgehen und sagen, Stier bei den Hörnern packen, wie du es gesagt hast. Einfach sagen, ich weiß, ich mache hier die Position, wäre ein bisschen anders gestrickt und bin da auch bereit, flexibel dann auch unter meinem bisherigen Gehalt. Vielleicht nennt man sogar Prozentzahlen, keine Ahnung, da das auch so einfach schreiben, fertig.
Im Zweifelsfall würde ich eine Gehaltsspanne nennen, wobei du erweist oder eine Spanne dann verhandlungstaktisch, wenn du eine Gehaltsspanne nimmst, wirst du immer am unteren Ende verhandeln und nicht am oberen. Wenn du sagst, meine Spanne liegt zwischen 10 und 20 Euro, sagt der Personeller, okay, was halten Sie von 10? Also der sagt dann nicht, oh super, der hat Eine Spanne zwischen 10 und 20, was halten Sie von 25? Das macht ja keiner. Also von daher im Zweifelsfall nennst du halt eine Gehaltsspanne, aber da gehst du dann schon runter und dann verhandelst du halt am unteren Ende. Ist okay, aber ich würde eine konkrete Zahl nehmen, wenn die realistisch und gut ist, ist es auch durchsetzbar. Länge vielleicht doch ganz, ganz wichtig. Beim Anschreiben hatte ich auch schon ein paar Mal bei Leuten die ich gecoacht habe, sagen nämlich ich habe so viel zu erzählen, ich habe so viel gemacht, mein Anschreiben ist länger. Ich sag ne, dein Anschreiben hat trotzdem nur eine Seite, weil Anschreiben sind grundsätzlich nicht länger als eine Seite und dein Lebenslauf, gleiches Thema, da kommen wir jetzt auch gleich zu, ist auch bitte nicht länger als drei Seiten. Dann sagen die immer ja, ne, also pro zehn Berufsjahre eine Seite mehr nicht. Sagt ne, der Personaler ist der Fisch, dem der Wurm schmecken muss und er hat keine Lust, fünf Seiten Lebenslauf zu lesen. Bring es auf den Punkt beim Lebenslauf, was älter ist als zehn Jahre, interessiert im Zweifelsfall umso weniger kann man auch kürzer fassen. Kürzen, da sagt der Schreibprofi, kürzen kann man immer. Also dafür war ich lange Zeit im Magazin tätig, wir haben auch keine Seiten zum Aufklappen dran geklebt. Unsere Texte, selbst Titelgeschichten, die mehrere Seite umfasst haben, haben immer genau ins Layout gepasst. Komisch. Also man kann alles kürzen, jeden Text und den passend schreiben, zur Not mit Staccato, Bullet Point, da gibt es stilistische Mittel, alles Mögliche. Aber der Personaler, um den geht es, der muss es gut finden, dem will ich attraktiv was anbieten und der will nicht mehr lesen. Deswegen schreiben eine Seite Lebenslauf maximal drei.
Ja, beim Lebenslauf wäre ich sogar gar nicht so hart. Also wir haben wirklich auch, ja, da würde ich so sagen, ey, ganz ehrlich, wenn, wenn ich finde auch immer so ein bisschen etwas gar nicht zu nennen, so irgendwie, es ist ja trotzdem interessant vielleicht, wo man mal hergekommen ist oder so, weil Menschen sind verschieden Relevanz.
Ich erwähne mal was könnte ja auch.
Die Frage ist immer, das siehst du aus deiner Sicht die Relevanz, aber vielleicht ist für einen anderen Menschen das auch relevant. Also ich sag mal so, grundsätzlich stimme ich dir zu, aber es kann auch schon mal, würde ich sagen, eine vierte Seite werden in Ausnahmefällen. Das finde ich jetzt gar nicht so schlimm, Aber es gibt einen besseren Weg tatsächlich, glaube ich, beim Bewerbungsschreiben, beim Anschreiben gebe ich dir vollkommen recht. Aber was man da natürlich machen kann, wenn man so diese besondere Motivation, gerade als Quereinsteiger, wo man noch ein bisschen mehr erzählen muss, da ist ein Motivationsschreiben als dritte Seite, das ist inhaltlich anders, Es muss ein Mehrwert liefern, aber wenn man so viel hat, dann dazulegen. So und jetzt zum Beispiel der Punkt mit dem Lebenslauf. Da ist natürlich immer die Frage so ein bisschen, kann man da vielleicht auch mal mit einer Projektliste oder so noch zusätzlich als zusätzliches Dokument oder so arbeiten?
Unsere Profifuscher Tricks, mit denen wir dann auch zusätzlich ein bisschen was rausfinden. Ja, du kannst auch noch ein Bewerbungsvideo machen, was ich übrigens bei dem Thema auch total spannend finde, weil ein jähriger Jährige über Jährige, denen man womöglich unterstellen könnte, dass sie nicht mehr ganz so taufrisch und fit sind, wenn ich die in einem Video sehe, so wie ihr lieben Leute, die ihr gerade zuschaut, uns gerade in dem Video seht, habt ihr einen Eindruck von uns? Und ich behaupte jetzt mal ganz selbstbewusst, bei mir hast du nicht den Eindruck, dass ich schon, also optisch vielleicht schon, aber insgesamt nicht den Eindruck, dass ich schon angestaubt wäre oder die Tage rückwärts bis zur Rente zähle. Und genau das kann ein Video tausendmal mehr als ein Bild oder einen Text. Und da wäre ich zum Beispiel auch wieder dabei, wenn ich sage, Mensch, ich bewerbe mich hier auf eine junge, dynamische Stelle, wo man denken könnte, der alte Sack, der macht das nicht mehr, dann dreh doch ein Bewerbungsvideo in zwei, drei Minuten und zeigt, dass du es noch richtig auf dem Kasten hast und brennst und glühst und Leidenschaft hast. Und ich glaube, dann wirkst du im Zweifelsfall dynamischer als so manch 20 jähriger. Also wäre jetzt mein Fuscher Trick, um noch ein bisschen was rauszuschinden, zu sagen, so, da drehe ich aber noch ein.
Bewerbungsvideo mit dem Ja auch gut für, um persönliche Motivation, anstatt eines Motivationsschreibens vielleicht noch mal rüberzubringen, wirklich mal zu sagen, diese Fragen, die du am Anfang auf der Folie auch hattest, die mal durchzugehen und einfach mal darzulegen, ist natürlich auf dem Video auch top. Also ja, kann man so machen.
Gehen wir mal kurz in Lebenslauf rein, bevor wir uns jetzt kaputt diskutieren, wie viele Seiten wir haben.
Man darf unterschiedliche Meinungen haben, dafür sind wir ja zwei Personen.
Ja, um Himmels Willen, wir sind total offen. Also man kann über alles diskutieren. Es ist völlig okay. Was ist aus deiner Sicht so das Wichtigste, auf das man in einem Lebenslauf bei der Bewerbung ü achten soll?
Also die Antichronologie ist natürlich hier noch mal sehr, sehr noch mal wichtiger, aber die muss eigentlich sollte die sowieso in jedem Lebenslauf so sein. Ja, und dass man hinten raus dann tatsächlich wird es wahrscheinlich irrelevanter und dann auch echt stark kürz, weil sonst kommt man auf die acht Seiten und das geht gar nicht. Das sind so, glaube ich, so die wesentlichen Elemente. Aber wirklich mit Zahlen kommen, finde ich total gut. Wir haben ja gesagt, Alter nicht zum Thema machen. Ja, aber Zahlen irgendwie gerade aktuell Erfolge und so im Lebenslauf, damit würde ich auf jeden Fall arbeiten, weil ich bin mir ganz, ganz sicher, dass da jeder, der zuhört und den das Thema irgendwie interessiert, auch einiges vorzuweisen hat. Genau. Und das hat man als jüngerer Bewerber leider oft auch dann nicht. Das muss man wirklich sagen, dass man noch nicht sagen kann, ja, ich habe den und den Umsatzsteigerungen irgendwie erwirkt oder mit dran gearbeitet mit unserem Team oder das und das Wachstum, so und so viele Kunden in dem Zeitraum hinzubekommen oder so. Und ja, das sind doch die Dinge, mit denen man dann vielleicht auch glänzen kann und auch sollte.
Absolut. Also ich finde zum Beispiel noch wichtig, dass man im Lebenslauf bei der Berufserfahrung, klar, da können alle punkten, da gibt es genug, was du schreiben kannst. Das war unser Schreibpunkt gerade eben Relevanz. Ich würde auswählen, was relevant ist. Ich schreibe ja sowieso jeden Lebenslauf für jede Bewerbung noch mal neu. Wobei Tipp, nicht immer neu schreiben, sondern einen Master Lebenslauf entwerfen. Der ist maximal lang, der hat dann 15 Seiten. Den schickst du natürlich nie ab, wo du alles reinpackst, aber den kürzt du jedes Mal zusammen und streichst, was nicht relevant ist. Auch das die Erfahrung eines Schreiberlings kurzen ist leichter als dran schreiben. Also mach weniger Mühe, einfach markieren, löschen, raus ist das Ding. Und dann gehst du noch einmal drüber und prüfst ein bisschen Feenschraub drauf, damit es dann noch ein bisschen individueller, noch ein bisschen schöner aussieht und dann hast du einen super Lebenslauf. Also das sozusagen der Tipp. Aber ich finde neben der Berufserfahrung ist der Bereich der besonderen Kenntnisse, der gehört ja auch in jeden Lebenslauf rein. Den finde ich besonders wichtig bei der Bewerbung über 50, weil da kannst du tatsächlich mit deinen Qualifikationen, besonderen Kenntnissen, die du halt hast, aktuellen Zertifikaten oder sowas, noch mal besonders punkten und da nochmal Sachen betonen und davor heben in den Berufserfahrungen auch da sage ich immer nicht länger nichts was nälter ist als 10 oder 15 Jahre interessiert in der Regel nicht mehr ist nämlich See veraltet, also kann nicht mehr wirklich relevant sein, würde ich ganz ganz klein zusammenfassen und was in den letzten 10 Jahren passiert ist. Das wirklich wichtig. Wir haben sehr langen Kommentar bekommen. Ich kündige schon mal an, also ich nenne den Namen von der Dame jetzt nicht, habe ich gesehen ist angekommen. Ich versuche das gleich. Das war ein diskreter Kommentar, deswegen soll ich ihn auch nicht einblenden, mache ich auch nicht. Ich versuche den gleich für dich zusammenzufassen. Dann gehen wir auf die Frage ein. Ich will trotzdem unser Kapitel noch anschließen, abschließen bevor wir auf die Frage eingehen gehen Lebenslauf haben jetzt glaube ich einigermaßen durch Das Wichtigste vielleicht noch ganz kurz zu den Anlagen. Gibt es da etwas was unbedingt reingehört aus deiner Sicht, was auf keinen Fall fehlen sollte? Mir fällt natürlich ein zwei drei Arbeitszeugnisse würde ich auf jeden Fall bringen aus möglichst natürlich selbst wenn die was immer gut ist, das sage ich auch manchmal Berufseinsteiger, die vielleicht schl schlechtes Abizeugnis haben oder so Gut ist immer, wenn die Zeugnisse im Laufe der Jahre besser werden. Also das Aktuellste sollte natürlich das Beste sein und wenn die dahinter liegen noch nicht so gut waren, hat man ja trotzdem eine Entwicklung und zwar eine positive Entwicklung. Das sehen Personale auch. Also idealerweise ein paar Arbeitszeugnisse beilegen. Referenzen in dem Alter übrigens auch gut PS unsere anonyme ich nenne sie jetzt mal Pia. Sie heißt nicht Pia, aber ich nenne sie jetzt mal Pia. Pia hat da gerade den Kommentar geschrieben, wäre auch eine super Möglichkeit für Pia für ihre Frage, auf die wir gleich nochmal eingehen. Referenzen finde ich super. Zertifikate ein, zwei aktuelle Social Media Manager, Zertifikat KI Prompt Seminar, Weiterbildung, wie auch immer Zertifikat super Sache.
Ja auf jeden Fall. Also ich denke auch hier aber Relevanz. Ich würde Da nicht jedes Ein Tages Seminar von 1980 beilegen, das ist ganz klar. Eher dann sagen eher vielleicht auch eine Auswahl treffen, die relevant ist, ähnlich wie im Lebenslauf eigentlich und da dann sagen wenn sie noch weitere Sachen brauchen wünschen, dann sende ich ihnen die gerne zu noch weil man kann sich auch nicht durch 30 Dokumente kämpfen. Genau ein Punkt Vielleicht noch mal zum Lebenslauf. Wir machen es genauso mit unseren Kundinnen und Kunden. Wir machen den auch lang und sagen dementsprechend, naja, du musst gucken, je nach Stelle, was ist noch relevant. Gerade bei den Tätigkeiten. Wir listen da ruhig 7, 8 auf, das machen wir manchmal auch 10, aber das ist natürlich je nach Stelle sind nur 3, 4, 5 relevant. Da muss natürlich jeder irgendwie gucken. Kürzen Lebenslauf individualisieren, das ist die Königsdisziplin eigentlich Und dann im höheren Alter vielleicht umso wichtiger noch mal, muss man ehrlicherweise sagen. Und ähnlich bei den Anlagen.
Ja genau. Okay, jetzt gehen wir mal kurz auf den Kommentaren. Wie gesagt, ich versuche den mal zusammenzufassen. Situation. Ältere Dame, wir nennen sie jetzt mal Pia, hat den Job freiwillig gewechselt bzw. Gekündigt wegen Indifferenzen und hat jetzt viele Erfolge vorzuweisen, möchte sich für Position als Chefsekretärin oder im Chefsekretär bewerben, aber ihr fehlen die Nachweise aus den vergangenen Jahren. Wie kann sie sich sozusagen jetzt Nachweise besorgen, um sich zu qualifizieren? Ich sagte schon gerade Referenzen, also ich würde trotzdem versuchen Kontakt aufzunehmen zu, ich würde mal, ich muss jetzt vorsichtig sein, dass ich hier nicht zu viel verrate, zu bisherigen Chefs, nennen sie mal Pia weiß, was ich meine. Also bisherige Leute, mit denen sie zusammenarbeiten, ob die vielleicht eine Referenz, ein Empfehlungsschreiben schreiben können. Nicht alle werden ihr übel, ganz im Gegenteil, wenn ich das hier so lese, waren einige sehr zufrieden mit ihr. Da könnte es dann auch einige geben, die dann so ein Schreiben schreiben war sehr zufrieden mit der Arbeit, immer positiv, tolle Soft Skills. Manchmal kann man denen das ja auch vorschreiben und sie unterschreiben. Es müssen halt nur bereit sein, sich im Zweifelsfall vom neuen Arbeitgeber anrufen zu lassen mit Telefonnummer oder E Mail, um das zu bestätigen, dass es halt nicht erfunden oder fällt. Referenz finde ich gut, um das nachzuweisen. Arbeitszeugnis, wenn sie gekündigt hat, sollte sie auf jeden Fall haben. Ich weiß nicht, wie lange das zurückliegt. Das verjährt natürlich der Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Ich glaube drei Jahre, aber ich gehe mal davon aus, dass es noch nicht so lange her ist aufgrund des Alters, was sie hier gerade geschrieben hat. Deswegen sollte sich auf jeden Fall ein Arbeitszeugnis anfordern, spätestens einklagen. Da gibt es einen gesetzlichen Anspruch, da gibt es keinen Wenn und Aber für den Arbeitgeber Arbeitszeugnis immer gut, da hält sie auch einen Nachweis, dass sie diese oder jene Tätigkeit ausgeübt hat. Was fällt dir noch ein, Stefan?
Ja, im Grunde sind das die beiden zentralen Elemente, glaube ich. Wie willst du es anders machen? Ja, genau, Vielleicht irgendwie, was mir noch einfällt, aber ich meine, du kannst ja auch im LinkedIn Profil dir Kenntnisse bestätigen lassen und da können dir auch so Leute irgendwie so quasi Referenzen schreiben. Der Begriff heißt anders. Genau, das ist vielleicht noch so eine Möglichkeit.
Aber gerade wenn sie sich jetzt auf die Stelle im Chefsekretariat bewirbt. Also ich würde mal sagen, Bürokenntnisse sind natürlich ganz, ganz wichtig. Da fällt mir sofort der solide Umgang mit MS Office ein. Also alles, was so den meisten Büros ist, ja, ist ja MS Office irgendwie das Tool, also Outlook, Excel, Word, den ganzen Kladderadatsch. Da würde ich auf jeden Fall Nachweis zeigen, dass man das beherrscht. Im Zweifelsfall belegt man da einen kurzen Kurs, dass man es auf jeden Fall super kann.
Das kann man machen.
Englisch ist wahrscheinlich auch ganz ganz, würde ich auch einen entsprechenden Nachweis bringen, sei es nur beim Töfeltest oder sowas. Da gibt es auch noch Möglichkeiten, wie man kurzfristig an Zertifikate rankommen kann. Das auch ganz wichtig im Sekretariat. Und ansonsten, ich würde mal gucken, was sind so die Tätigkeiten, die man da hat. Korrespondent, Sekretariatsbewerbungen sollten unbedingt fehlerfrei sein. Also ich finde so Bewerbungen im Sekretariat und dann hast du zwei Tippfehler am Anschreiben, bist schon raus. Also das ist genau das, wofür man eine Sekretärin oder einen Sekretär halt Assistenten einstellt, dass der im Zweifel die eigenen Fehler rausholt. Ganz, ganz wichtig. Ich würde gucken, was wird da gefordert In der neuen Stelle noch entsprechende IT.
Kenntnisse zusätzlich, wie du gesagt hast, wenn man jetzt noch ein Zertifikat machen kann, weil man die Zeit hat und das, also dann auf jeden Fall, das ist immer besser. Aber wenn man jetzt irgendwie das nicht machen kann, weil es nichts gibt oder keine Ahnung, wenn das kurzfristig nicht möglich ist, dann ist natürlich die Referenz schreiben oder dann muss es im Arbeitszeugnis drin sein und darauf dann auch achten tatsächlich. Man kann ein Arbeitszeugnis quasi natürlich auch Änderungen einfordern. Das ist wichtig auch.
Auch das, ja, da gibt es ein Musterurteil vom Bundesarbeitsgericht, ganz ganz wichtig, wissen viele nicht, es hat entschieden, dass Zeugnisse bis zur Note 3 musst du akzeptieren, also bis zur Schulnote 3 ist die Beweispflicht bei dir. Also willst du ein besseres Zeugnis haben, musst du nachweisen als Arbeitnehmer, dass du besser warst als 3 ist das Zeugnis schlechter als die Note 3 oder 2 war es glaube ich. 2 ist die Note schlechter als 2, also ab 3 geht schon los. Bei befriedigend ist die Beweispflicht beim Arbeitgeber, dass du schlechter warst. Okay, also will heißen, der Arbeitgeber schreibt ein mieses Zeugnis, Note 4, 5, dann kannst du vor Gericht gehen. Das weiß mir mal nach, dass ich nur ausreichend oder Mangel gearbeitet habe. Wenn er das nicht kann, muss er dir ein besseres Zeugnis ausschalten. Also sozusagen das Musterurteil vom BAG. Liebe Pia, die du nicht Pia heißt, aber du weißt, wen wir meinen. Ich hoffe, deine Frage ist damit beantwortet, sonst gib uns mal ein kurzes Signal. Entweder so danke, ja, alles beantwortet oder nein, ich habe noch eine Frage, dann können wir das aufgreifen, wobei wir echt mit Blick auf die Uhr, wir sind jetzt schon 54 Minuten Donnerfl am Start, längste Sendung ever bisher. Aber es ist ein spannendes Thema, also.
Kann man viel auf jeden Fall.
Von daher weitere Fragen nehmen wir fast nicht mehr an. Wenn du noch dabei bist, Pia, dann sag mir kurz Bescheid, ob alles gut ist. Ansonsten finde ich noch eine wichtige Frage, würde ich dir noch gerne stellen. Ich habe ja noch ein paar Sachen auf dem Zettel, die schaffen wir aber nicht mehr. Aber eine Frage, die ist mir ein Gedanke ist mir noch gekommen, weil vorhin gesagt haben, pack den Stier bei den Hörnern und so weiter und so fort und Ältere und so. AP hat geantwortet, super, alles gut, perfekt, freut mich, blende ich auch nicht ein, weil dann hätten wir wieder ihren Klarnamen. So und dann, was hältst du davon, als Anlage im aktuellen Check up noch beizufügen? Also viele Ältere machen ja so ein Check up, aber ich würde jetzt nicht ausführlich irgendwie machen, aber sozusagen so nach dem Motto irgendwie vielleicht kann man ja noch schwärzen an verschiedenen Stellen, aber im Prinzip so ein positives Gesundheitszeugnis fände ich jetzt auch witzig. Also ist natürlich aus Datenschutz gibt es wahrscheinlich einen Riesen Aufschrei nein das ist mein Gesundheitszeug ich sage ich würde schwärzen also da wo es zu intim wird was den Arbeitgeber nichts angeht würde ich nicht nennen aber wenn du im Prinzip zeigst hier ich habe aktuellen Check up beim Arzt gemacht und der topfit Blutdruck ist super kein Diabetes alles tippitoppi also wenn es nicht so wäre dann würde ich es auch nicht einreichen wenn du sozusagen absolut super Leberwerte hast Blutwerte Blutdruck alles super auch hier Atem wie heißt das Ding ihr wisst was ich meine wenn du so hier einatmest und deine Kurve ist hier super beim ein und Auswahl super Lungenvolumen bis vielleicht auch kein Raucher und nichts ist so ein bisschen also ich weiß es ist sehr ungewöhnlich war so ein spontaner Gedanke von mir ist das ein cooler Move was hältst du davon oder ist das ein bisschen.
Tollkühn Ich würde es nicht im Raum stehen lassen also wenn weil dann ist wieder du machst das Alter vielleicht auch zum Thema also ich finde so irgendwie so mit einem kleinen Hinweis oder so und falls sie entdeckt haben dass ich doch schon ältere Jahrgang bin irgendwie und das für sie eine Rolle spielt bei der Auswahl hier ist noch mal mein Gesundheit Zeugnis oder was auch immer also ich würde dann wenigstens mit einem süffisanten Lächeln irgendwie erklären ja und nicht so einfach so kommentarlos anfügen so könnte man.
Also vielleicht was ja auch schön ist gibt ja die Möglichkeit im Anschreiben ein PS auch so ein Tipp von uns irgendwie ein PS im Anschreiben noch reinzupacken und da könnte man ja ein klassischer Satz den ich immer verwendet habe PS ignorieren sie die Krawatte auf meinem Bewerbungsfoto normalerweise trage ich auch keine aber man könnte natürlich auch so PS nehmen sie beim check up irgendwie dass ich den marathon immer noch in 58 minuten laufe oder so also irgendwie sowas oder kann ja auch sowas sein dass du irgendwie so ein Bild zeigst wie du den Marathon keine Ahnung hier ich komme aus Köln irgendwie den Köln Marathon in 58 Minuten oder sonst was also auf jeden Fall in einer sehr guten Zeit oder ein Halbmarathon um Himmels muss ja keiner mehr marathon laufen mit 50 oder so aber Halbmarathon oder irgendeine andere Strecke in einer guten Zeit gelaufen bin und davon irgendwie ein Bild mit einer Stoppuhr oder sonst irgendwas, fände ich schon auch witzig. Also ist ja so ein bisschen subtil. Ich bet.










