Lücken im Lebenslauf: Was tun?

YouTube live video (JobGenius mit Stefan) über Lücken im Lebenslauf: definiert, ab wann eine Unterbrechung als Lücke gilt (meist ab ~3 Monaten; Berufseinsteiger oft bis 6 Monate; Führungskräfte bis ~12 Monate), und gibt konkrete Empfehlungen für die häufigsten Fälle (Elternzeit als 'Familienphase' mit Hinweis auf berufliche Aktivitäten; Krankheit als 'Auszeit aus gesundheitlichen Gründen' mit Zusatz 'vollständige Genesung/Einsatzbereitschaft'; bei Arbeitslosigkeit lieber 'aktive Jobsuche' statt 'arbeitslos'). Enthält auch Tipps zu Weiterbildung (MOOCs, LinkedIn Learning, AVGS-Förderung) und warnt vor Lügen/Erfindungen im Lebenslauf.
Questions this video answers
Ab etwa drei Monaten (für Berufseinsteiger oft eher sechs Monate; für Top-Führungskräfte Suchephasen können bis zu zwölf Monate normal sein).
'Arbeitssuchend' oder 'aktive Jobsuche'.
'Auszeit aus gesundheitlichen Gründen' mit Zusatz wie 'vollständige Genesung' oder 'vollständige Einsatzbereitschaft'.
'Familienphase' oder 'Elternzeit' (ggf. ergänzt durch Hinweise auf nebenberufliche/teilzeitliche Tätigkeiten oder Projekte).
Chapters
So, und da sind wir wieder mit einem neuen Live Sendung. Ich freue mich sehr dabei ist auch wieder der liebe Stefan und wir sprechen heute über Lücken im Lebenslauf. Das ist ja ein Dauerbrenner in der Bewerbung. Natürlich kommt es immer wieder zu Lücken, bevor wir so richtig ins Thema einsteigen und der Frage nachgehen, wie kann man denn Lücken überhaupt sinnvoll kaschieren oder schließen, füllen, wie auch immer, sprechen wir erst mal überhaupt darüber, was denn eine Lücke ist. Und ich habe vor Jahren schon, wir sprachen gerade im Vorgespräch darüber, vor Jahren schon mit vielen Personalberatern gesprochen, ab wann denn überhaupt für sie eine Lücke im Lebenslauf eine Lücke ist. Und einhellige Meinung war damals, und das haben jetzt inzwischen auch viele Kollegen übernommen, unter drei Monaten spricht man eigentlich nicht von einer Lücke. Also bei zwei Monaten oder zwei bis drei Monaten Jobsuche zwischen zwei Stellen ist es keine Lücke. Und das kann man ohne weiteres einfach auch lassen im Lebenslauf, ohne dass man was dazuschreiben muss. Ab drei Monaten allerdings, und da muss man glaube ich nie auch noch mal, diskutieren wir gleich Stefan, noch mal unterscheiden, aber ab drei Monaten sagt man, jetzt wird es langsam eine Lücke. Da werden dann Personaler auch schon mal aufmerksam, was ist denn in der Zeit passiert? Und da sollte man dann etwas dazu schreiben. Wobei Stefan, da gibt es Abgrenzungen je nach Berufsgruppe, Alter und wahrscheinlich auch Lebenslauf. Wie siehst du das?
Ja, also ich glaube, du formulierst es ja auch selber in deinem Artikel so, dass es für Berufseinsteiger auch eher dann weitergefasst ist und eher so diese sechs Monate dann da eher stehen würde. Also wenn man als Berufseinsteiger nach dem Studium zum Beispiel Job sucht, ich kann mich erinnern, da waren Kommilitonen von mir, die haben eher acht Monate gesucht, aber ein halbes Jahr war nicht ungewöhnlich. Auf jeden Fall. Das ist dann irgendwie auch eine normale aktive Jobsuche, so nennten wir es ja, Das kommen wir gleich noch drauf. Genau, ja. Also in der Zielgruppe zum Beispiel ist jetzt diese erste Jobsuche dann noch nicht eine Lücke, wenn sie vier, fünf Monate dauert.
Ja, genau. Also bei Berufsentscheidungen, das kenne ich auch noch, sagt man immer, das nennt sich Orientierungsphase. Erste Orientierungsphase, aktive Jobsuche sind also sechs Monate überhaupt kein Problem. Ich würde sogar so weit gehen, dass ich sage, in diesen aktuellen Zeiten muss man auch diese Grenze, also es sind ja Krisenzeiten, es gibt Wahnsinnig viele Entlassungen, es reißt ja nicht ab in den Nachrichten, dass Leute entlassen werden, muss man wahrscheinlich auch diesen Zeitraum von zwei bis drei Monaten sogar ausdehnen, temporär jetzt in dieser Phase und einfach sagen, naja, im Moment sind halt gerade schwierige Zeiten. Wenn du drei, vier Monate brauchst zur Jobsuche, dann ist das eigentlich normal aktuell, weil so viele Jobs gibt es einfach nicht und bis du dich dann orientiert hast und was gefunden hast, dauert es einfach länger. Interessant fand ich aber auch, als ich damals mit so bestimmt 5 oder 6 Personalberatern, Headhuntern gesprochen habe, also normalerweise Geschäftsführer oder Manager auf Level, also alles mit einem Cedar, Chief Operating Executive Officer, lalala, machen die Sachten, bis wir so jemanden besetzt haben, Das dauert auch schon ganz gerne mal zwölf Monate. Also bei so Top Führungskräften ist auch die Phase zwischen letztem und neuem Job auch gerne mal ein ganzes Jahr lang. Also auch da ist eine längere Auszeit überhaupt kein Problem, weil natürlich hier, je weiter du nach oben kommst in der Hierarchie und in der Pyramide, desto weniger Jobs gibt es und desto länger dauert natürlich die Suche. Und gerade bei diesen hochbezahlten Jobs will weder die Führungskraft einen Fehler machen, noch das Unternehmen, was einen Haufen Geld ausgibt. Denn meistens sind ja diese Top Managementpositionen mit befristeten Arbeitsverträgen versehen und wenn man dann feststellt, der Typ passt nicht oder die Frau passt überhaupt nicht zu uns, dann werden die zwar freigestellt, aber der Vertrag muss bezahlt werden oder erfüllt werden. Und das ist immer ein sehr, sehr lukrativer Job, abgefundener Top CEO zu sein und nach einem Jahr zu gehen, aber trotzdem noch volle fünf Jahre ausbezahlt zu bekommen. Bei dem Level kommen schon mal ein paar Millionchen zusammen und das will man natürlich als Unternehmen unbedingt vermeiden. Deswegen brauchen die im Auswahlprozess auch deutlich länger.
Ja, also ich stimme dir dazu. Ich würde das auch so ein bisschen flexibel, diese Definition sehen. Also dein Beispiel war tatsächlich gut. Also der, ich glaube Enzo Weber heißt er, der ist irgendwie beim IAB Chef, das ist das Institut für Arbeitsmarktforschung, nicht für Arbeitsmarkt und Berufs. Ja, genau. Und das gehört zur Arbeitsagentur auch. Und der hatte auch letztens im Interview gesagt, dass diejenigen, die jetzt auf Jobsuche sind, in der Regel viel, viel länger brauchen. Das heißt, das ist dann auch normal, wenn es jetzt länger dauert. Und dementsprechen müsste man eine Lückendefinition auch anpassen. Und ein erfahrener Rekruter, der weiß das auch, wenn jetzt sich einer bewirbt, weil er jetzt die Stelle ausschreibt und da ist jemand, der ist gut ausgebildet und tollen Lebenslauf und der ist aber schon sechs, sieben Monate auf Suche. Das ist dann kein Nachteil, weil das normal ist.
Ist kein Killer. Ne, definitiv nicht. Es gibt auch kein Gesetz, was sagt irgendwie, du musst unbedingt sozusagen unter zwei Monate einen Job finden, ansonsten ist ganz schlecht oder so. Also wir reden hier tatsächlich von etwas, worauf Personaler aufmerksam werden, weil sie es interessiert mich schon, woran das liegt oder was der oder diejenige in der Zeit gemacht hat. Dazu kommen wir ja gleich. Denn Aktivität ist da ganz, ganz wichtig. Aber es ist auch wichtig, dass der Lebenslauf lückenlos ist. Das wollen Personaler halt auch haben. Also wenn du einen Lebenslauf hast, der total zerklüftet ist, ist ja im Ausland übrigens anders als bei uns. Das ist interessant bei Amerikanern, also im englischen CV oder Curriculum Vitae ist es total egal. Die Lücken, das ist echt so ein deutsches Phänomen, da sind wir wahrscheinlich wieder bürokratischer und genauer als alle anderen auf diesem Planeten. Aber bei uns ist halt wirklich für den Lebenslauf ganz, ganz wichtig die Lückenlosigkeit, dass man also hier wirklich dann auch erklärt, was habe ich in dieser Zeit gemacht, erklärt und ich benutze dieses Wort ganz bewusst und nicht rechtfertigt. Also viele, die halt so, das kennst du ja auch wahrscheinlich von euren Klienten, die zu euch kommen, die haben dann vielleicht auch so einen Rechtfertigungsdruck, weil sie denken, oh Gott, ich muss das unbedingt irgendwie schlau rechtfertigen, begründen, dass ich, ich bin doch ein Guter und so ganz schlimm, weil dann bist du sofort in so einer Rechtfertigungsspirale drin und die lässt sich halt immer klein und schwach aussehen. Deswegen Erklärung reicht kurz. Aber ansonsten selbstbewusst im Lebenslauf einfach sagen, das war in der Zeit und ich war aktiv und dann war es das auch. Aber erklären auf jeden Fall, wie gesagt, unter drei Monaten, vielleicht auch vier. Aktuell muss man da nichts schreiben. Und du hattest im Vorgespräch gesagt, fand ich auch noch mal ganz interessant, wie die Lücke schon ein paar Jahre her ist. Also wenn du vor fünf Jahren oder vor zehn Jahren mal eine Lücke Lebenslauf hast, interessiert die. Die fällt zwar im Lebenslauf auf, aber die interessiert den Personaler heute nicht mehr. Also kann sein, dass der im Vorstellungsgespräch nochmal fragt, was war damals? Und dann sagst du ja, Phase der beruflichen Neuorientierung, ich habe mir was Neues überlegt oder sowas, ich habe ein eigenes Projekt gemacht und dann ist das Thema auch schon durch und dann gehst du wieder zum normalen Thema zurück. Entscheiden Sie denn die aktuellen Lücken? Also wenn du aktuell gerade auf Arbeitssuche bist und nicht so schnell einen neuen Job bekommst, dann wird es eigentlich spannend Und über den Fall reden wir auch.
Ja, aktuell und nah Vergangenheit natürlich auch. Aber wenn ich halt vor fünf Jahren einen Job gewechselt habe und da waren vier Monate, Monate zwischen und zwei lange Station. Ich mein, wenn ich eh schon gucken muss, dass ich meinen Lebenslauf irgendwie auf diese zwei oder drei Seiten bekomme, ja, und hab schon vier, dann streiche ich das einfach. Also das interessiert ja wirklich gar keinen.
In der Tat. Absolut. Aber vielleicht gehen wir mal so ein paar typische Fälle von Lücken durch, die klassischerweise entstehen. Fangen wir vielleicht mal mit dem Klassiker, der Klassiker an, die Elternzeit. Das ist ja eigentlich erstmal eine tolle Sache, dass Menschen Kinder bekommen, haben wir sowieso viel zu wenige von. Also von daher, ich habe zwei, freue mich sehr, die sind schon erwachsen. Aber natürlich entstehen dabei ganz schnell mal Lücken, je nachdem, wie lange man denn dann die Elternzeit nimmt. Also Elternzeit ist so eine klassische Lücke, ist überhaupt nichts Schlimmes, also muss man sich jetzt auch nicht für schämen. Aber es gibt ein paar Besonderheiten, die man dabei beachten will und da gebe ich das Wort gerne mal an dich, damit ich Monologue.
Also was mir einfällt dazu. Spontan auf jeden Fall. Grundsätzlich sollte eine Lücke natürlich immer irgendwie positiv nicht rechtfertigen, sondern aktiv formuliert werden und irgendwie man sollte erklären, was man in der Zeit gemacht hat halt auch. Und Elternzeit ist halt, da hat man was gemacht, weil man zieht halt ein Baby groß, man geht ein Baby oder bekommt ein kleines Kind und man muss halt zu Hause sein. Also das ist normal halt. Und viele der Leute, die auf der anderen Seite sitzen im Vorstellungsgespräch, wissen das auch. Und so würde ich dann auch genau Elternzeit und dann vielleicht auch noch irgendwie, ja, wie kann man es beschreiben von der Formulierung her, irgendwie Betreuung des Nachwuchses oder was auch immer. Genau so würde ich das dann auch aktiv formulieren.
Also ja, Elternzeit ist absolut Familienphase, sagt man auch schon mal ganz klar. Zum Beispiel Familienphase, Elternzeit. Diese beiden Begriffe kann man ohne weiteres in den Lebenslauf schreiben mit der Zeitangabe. Ich finde jetzt mal wichtig, und das ist auch so ein Tipp, den wir bei uns auf der Seite in unserem Artikel dazu geben, dass man zeigt, dass man aber in dieser Zeit nicht völlig nur im La La Land war und nur Kinderbücher vorgelesen hat und irgendwie Fläschchen und Windeln gewechselt hat, sondern dass man zumindest auch irgendwie im Job drin war. Die empfehlen zum Beispiel, also viele arbeiten ja auch in Teilzeit noch nebenher, also vielleicht nicht in den ersten zwei, drei Monaten, aber machen dann wieder was entweder bei ihrem alten Arbeitgeber oder auch, wir haben hier bei der Karrierebibel immer wieder freie Autorinnen, die bewerben sich klassischerweise in der Elternzeit bei uns und wollen dann nebenbei was machen. Also in dem Fall dann schreiben die für uns halt Artikel, finde ich super, Die finden das auch klasse, weil sie deswegen halt noch ein bisschen Geld nebenbei verdienen und eben völlig frei sind, weil das ist ja alles im Homeoffice wunderbar zu lösen. Also sehr familienfreundlich und tauglich. Aber wir empfehlen dann, schreib zumindest, wenn du Familienphase angibst oder Elternzeit an, schreib zumindest in Klammern oder irgendwie klein darunter, dass du irgendwas gemacht hast, was du was zu deinem Beruf passt. Also gerne auch online Artikel erstellt, wenn es halt um Redakteurinnen geht oder sonst irgendwie. Jetzt ich habe zum Beispiel gerade eine freie Autorin, die ist in Elternzeit, ist eigentlich Personalerin und die schreibt natürlich dann auch eben personalrelevante Artikel und das kann sie natürlich auch thematisch dann aufgreifen, sollte sie auch andere können dann schreiben, Marktanalysen gemacht oder in Teilzeit für den Arbeitgeber geschrieben. Das würde ich aber dazu packen, weil das zeigt, ich war nicht komplett ein, zwei oder maximal ja drei Jahre raus und habe so gar nichts anderes gemacht, sondern ich bin immer in meinem Job oder zumindest auch gedanklich mit der Arbeit verbunden geblieben. Und das ist nochmal für Personaler, glaube ich, auch ein ganz, ganz wichtiges Signal, dass sie sagen, alles klar, da ist auch nichts veraltet, sondern der ist auch jemand, der ist aktiv, der hat aber immer noch sein Know how auf dem aktuellen Stand gehalten. Das fände ich zum Beispiel ein ganz, ganz wichtiger Tipp. Natürlich bitte nur, wenn es auch ehrlich ist, also nichts erfinden. Das könnte immer rauskommen und dann schlägt es zurück. Aber ich würde immer sagen, wenn geht, bleib zumindest aktiv Und zumindest die Frauen, die ich jetzt kennengelernt habe, meine eigene Frau, aber natürlich auch die Autorinnen, die da für uns arbeiten. Ganz selten sind das ehrlicherweise Männer, die in Elternzeit sind, die sich dann bei uns melden irgendwie. Das sind ja Doch, also zu 99 Prozent ist das Frauen. Ist ein anderes Thema, könnte man mal drüber sprechen, aber die machen das halt alle und ich finde das eigentlich eine sehr, sehr gute Lösung. Für uns ist das gut, für die ist es gut, aber es zeigt eben auch, dass sie echt aktiv sein wollen. Starkes Signal an Arbeitgeber, da sollte man nicht unter den Teppich kehren. Das ist schon, wenn du das machst, dann erwähnst du auch, das ist auf jeden Fall ein positives Signal.
Zwei Punkte noch dazu. Also einmal vielleicht diesen Punkt Familienphase von der Begrifflichkeit her ist auf jeden Fall besser als eine Kinderpause. Das vielleicht auch noch dazu, dass man nicht so kommuniziert halt, weil Pause, Pause.
Klingt immer schon schlecht.
Genau. So und zum zweiten Punkt, wenn man sowas dann nebenberuflich gemacht hat, dann halt man darf ja in der Elternzeit quasi auch bei einem anderen Arbeitgeber in gewissen Stundenumfang dann in dem Sinne arbeiten. Genau. Würde ich das auch so, wenn es ein geringer Stundenumfang ist, so genau integrieren, wie du es gesagt hast. Wenn es aber schon 20 30 Stunden sind, dann ist es schon eine berufliche Station, muss man ehrlicherweise auch sagen. Dann braucht man das noch nicht mal unter Elternzeit laufen lassen, weil da wäre es ja unterrepräsentiert. Also dessen muss man sich natürlich auch bewusst sein. Genau, das ist dann so eine Einzelfallentscheidung.
Aber eine Teilzeittätigkeit ist es dann halt oder selbstständige Tätigkeit oder sowas. Dann ist es keine Elternzeit. Dann bist halt selbst gewesen.
Genau, genau. Wenn es diese irgendwie diese fünf Stunden in der Woche sind oder so, würde ich das in jedem Fall genauso aufführen, wie du das gesagt hast. Das zeigt aktives Engagement und ja, auch Leslin sich wenn man dann etwas anderes macht, wie in deinem Fall, den du gerade geschildert hast, ist es ja dann auch noch mal Hinzugewinnung von Skills tatsächlich. Das ist ja wahrscheinlich jetzt auch so ein Grund gewesen, boah, ich hatte immer schon mal Bock zu schreiben, auch über die Themen, die ich beherrsche tatsächlich. Und dann lernt sie ja in dem Fall auch noch was. Und deswegen ist das auf jeden Fall absolut empfehlenswert, das so zu handhaben. Sicher.
Mir fallen noch zwei weitere Fälle ein, auch so Klassiker, die eigentlich unverschuldet sind, nämlich die Krankheit. Also es gibt natürlich auch Leute, die erstmal längere Zeit ausfallen, weil sie krank sind. Das kann Burnout sein, es kann aber irgendeine andere chronische Erkrankung sein, schlimmstenfalls möge Gott das verhüten. Krebs, also sowas kommt halt auch mal vor, dass du dann irgendwie irgendwie eine längere Therapie hast. Krebs ist a bitch, aber es kommt vor, dann fällt man auch mal längere Zeit aus. Oder es kann ja genauso sein, dass es einen Angehörigen trifft, den man pflegen muss. Also oft, ja, dann sind es die Eltern, da ist jetzt so in meinem Alter, in meinem Fall ist dann irgendwie, steht da am Horizont irgendwann mal vielleicht der Fall, dass ich mich dann sozusagen um meine Eltern oder meinen Vater kümmern muss und meine Frau genauso um ihre Eltern bzw. Wir beide natürlich dann um unsere jeweiligen Eltern, klar. Aber auch Pflege ist so ein Thema, was je nachdem halt so eine starke Belastung sein kann, dass man in der Zeit nicht arbeiten gehen kann. Und auch das ist dann klassischerweise eine Lücke. Was empfiehlst du oder empfiehlt ihr in dem Fall? Wie würdet ihr es angeben?
Ja, also grundsätzlich auch, was man gemacht hat, um die Krankheit zu besiegen quasi, also irgendwie Regeneration oder vielleicht auch dann, vielleicht war man dann auch noch, je nachdem, was man hatte in der Reha oder in der Kur, also irgendwie aktiv formulieren, dass man gegen diese Krankheit dann angekämpft hat und das auch geschafft hat und sich in dem Sinne erholt hat, so dass man da wieder auf 100 Prozent Leistungsniveau auch ist. Einfach nur Krankheit dahin schreiben, ist halt wieder dann ähnlich wie die Kinderpause dann so ein bisschen wenig. Das ist so, ja, das ist dann nur so, war krank, hat nichts gemacht, hat halt gewartet, dass es besser wird, aber so ist es ja meistens nicht, Ist ja dann immer ein Kampf dagegen.
Vielleicht muss man an der Stelle auch noch mal ganz, ganz wichtig sagen, grundsätzlich gehen den Arbeitgeber Krankheiten nichts an. Also es ist sozusagen erstmal etwas, was den Arbeitgeber nichts angeht. Er darf auch nicht danach fragen, auch nicht nach aktuellen bestehenden Krankheiten, es sei denn, sie haben mit dem Job was zu tun. Also ich sage jetzt mal, wenn du irgendeinen fiesen Hautausschlag hast und du arbeitest mit Lebensmitteln, dann musst du es natürlich sagen. Also das ist oder ansteckende Krankheiten hast und arbeitest im Pflegebetrieb oder willst dich da bewerben, dann geht das in der Regel ja auch nicht und dann muss man es natürlich auch angeben. Aber in allen anderen Fällen geht es den Arbeitgeber grundsätzlich nichts an. Aber wenn Krankheit der Grund für die Lücke war, dann interessiert den Arbeitgeber natürlich, ob es weiterhin Einschränkungen gibt. Da muss man sich jetzt mal einfach von der rechtlichen Seite trennen und lösen. Muss einfach mal sagen, grundsätzlich geht es den Arbeitgeber nichts an. Aber natürlich Personaler sind auch Menschen, die interessiert Natürlich hat das jetzt Einschränkungen in der Einsatzfähigkeit von dir oder von jedem anderen oder nicht Und das will er ja wissen an der Stelle Und das kann ich auch nachvollziehen, dass es ein Personaler interessiert. Er muss ja wissen, wenn ich dich in Vollzeit einstelle und ich habe den Eindruck, du fällst alle Maßnahmen wieder wegen deiner Krankheit, auch weil er wieder in den nächsten Therapiesetzung musst oder sowas, dann ist es eine Einschränkung. Dann ist es einfach unfair, das zu verheimlichen oder es nicht zu wissen. So und an der Stelle kommt die Formulierung, die wir empfehlen in Spielen, dass wir sagen, ja du kannst das erwähnen, du kannst auch sagen Auszeit aus gesundheitlichen Gründen. Ich würde auch Krankheit nicht sagen. Krankheit klingt schon wieder negativ, aber gesundheitliche Gründe da was auch jeder was gemeint ist. Aber wichtig ist, dass man dann wieder in Klammern oder sonst irgendwie klein dazu schreibt inzwischen Vollständige Rehabilitation oder Genesung und Einsatzbereitschaft. Also das ist ja genau das, was ich gerade gesagt hatte, Den Arbeitgeber interessiert, bist du wieder voll einsatzfähig. Mit diesem kleinen Nachsatz vollständige Genesung, vollständige Einsatzbereitschaft signalisierst du genau das Mögliche Zweifel sind ausgeräumt, mit anderen die Krankheit, der Krebs, was auch immer ist überwunden, fertig.
Ja und ich würde auch genau, ich würde auch wirklich das, was ich dagegen gemacht habe, habe ich eine Therapie gemacht, dann würde ich das wirklich auch so aufschreiben, weil das zeigt ja, du hast aktiv etwas gemacht, weil eine Therapie nimmt ja sehr, sehr viel Zeit in Anspruch. Einfach Und genau so würde ich es dann auch machen.
Genau und jetzt der Teil mit der Pflege, das ist tatsächlich so ein bisschen bisschen Pech, sage ich mal. Also Pech in Anführungsstrichen. Da hat aber jeder Verständnis. Also ich habe jetzt noch keinen Personaler getroffen, mit dem ich gesprochen habe, der gesagt hat, also das geht ja auf gar keinen Fall so ungefähr. Also das wäre auch unmenschlich. Da kann man glaube ich einfach, da muss man auch nicht weiter was reinschreiben. Da sagt man Pflege von Angehörigen in der Zeit und dann gibt es halt die spannenden Jahr oder sowas an außer wegen Pflege von Angehörigen. Auch hier ähnlich wie bei der Elternzeit würde ich halt gucken, hast du irgendwas noch nicht beigemacht? Dann schreibt eigene Projekte noch dazu, Kleinigkeiten, Teilzeittätigkeiten, nebenberufliche Geschichten, die du gemacht hast, die mit dem Job zu tun haben, die relevant sein könnten, nennen das aber Pflege von Angehörigen ist Pflege von Angehörigen. Es trifft ja im Moment auch immer mehr. Wir werden älter, entsprechend viele ältere Menschen, die pflegebedürftig sind, gibt es und nicht alle haben so viel Geld, dass sie das irgendwie gleich irgendwie staatlich lösen können. Also müssen es die Familien Angehörigen übernehmen.
Genau auch da, wenn es jetzt neben der Pflege weitere Aufgaben angefallen sind, wie zum Beispiel die Kommunikation mit den Krankenkassen wegen Leistung und so, das ist ja mitunter sehr viel Aufwand auch oder zum Beispiel auch Organisation des Alltags oder was auch immer. Das sind ja wirklich Aufgaben, die würde ich sogar mitunter auch aufführen, wenn die großen Teil ausgemacht, weil man in dem Sinne ja sich dann, also man hat ja Aufgaben oder Tätigkeiten ausgeführt, wie bei einem Job tatsächlich und mitunter dadurch auch Skills aufgebaut und je nachdem, wo man sich vielleicht dann auch bewirbt in Zukunft. Ja, kann das ja auch eine Relevanz haben tatsächlich. Ja genau.
Ne, sehe ich auch so, finde ich gut. Also gerade wenn es hier und da ein paar Soft Skills geht, die damit im Prinzip auch verbunden sind, kann man die auf jeden Fall Fall auch mit erwähnen, finde ich auf jeden Fall.
Dann haben wir noch die klassische Arbeitslosigkeit tatsächlich aber auch.
Also mir sind noch eingefallen, aber ich finde das ist eigentlich auch so ein Sabbatical oder sowas. Das kann man aber einfach angeben. Die Weltreise oder sowas ist ja völlig okay. Das kommt heute auch vor, ist jetzt finde ich auch keine Lücke, aber die Arbeitslosigkeit, genau da dauert die Jobsuche halt länger. Da ist ja der Klassiker Tipp, das ist glaube ich auch für uns beide nichts Neues. Schreiben Sie bloß nicht arbeitslos, sondern immer Arbeit suchend auf Jobsuche. Aktive Jobsuche von dir fand ich auch gut. Also ganz, ganz wichtig. Arbeitslosigkeit klingt halt immer passiv. Wir wollen ja im Lebenslauf signalisieren, ich bin ein aktiver Typ irgendwie. Ich sitze hier nicht zu Hause auf der Couch und hoffe, dass das Leben besser wird, sondern ich mache was, also bin ich arbeitssuchend oder auf aktiver Jobsuche und nicht arbeitslos.
Berufliche Neuorientierung würde durchaus auch gehen, wenn es wirklich so quasi so ein bisschen Neuorientierung auch ist, nicht ich suche den gleichen Job wie vorher. Genau, dann sollte man das auch durchaus so formulieren und natürlich alles, was man gemacht hat, irgendwie reinpacken. Jeden Kurs, Ehrenamt, irgendwas macht man ja. Also wenn man wirklich nur auf der Couch gelegen hat und gezockt hat, dann sollte man nichts erfinden. Dann steht halt nur berufliche Neuorientierung, Aber dann kann man auch nichts ändern. Aber genau, aber wenn man irgendwas gemacht hat, alles rein.
Definitiv. Finde ich aber auch einen wichtigen Tipp nochmal an der Stelle für Langzeitarbeitslose, die halt jetzt schon händeringend Job suchen. Ich kenne da auch den einen oder anderen Fall. Und ja, es ist wichtig in so einer Phase natürlich, dass du motiviert bleibst und dich nicht aufgibst. Also fällt natürlich von Woche zu Woche schwerer, verstehe ich. Im Zweifelsfall ist das dann der Moment, wo du sagst, ich muss jetzt irgendwie mit einem professionellen Coach sprechen oder in eine Therapie gehen oder sowas, die die Kasse bezahlt. Hauptsache, ich behalte hier meine Zuversicht in irgendeiner Form. Das ist, glaube ich, eine ganz, ganz wichtige Attitüde vorneweg. Hat jetzt erstmal mit unserem Lebenslaufthema wenig zu tun, aber es ist ganz wichtig, glaube ich, dass man psychologisch da sozusagen klar bleibt. Und das Nächste ist als Mach unbedingt irgendwas in Sachen Fortbildung. Also wenn du merkst, du kommst nicht weiter an der Stelle mit deiner bisherigen Profession, mit deinen Qualifikationen, deinem Know how, dann wird es Zeit, dass man sich schon überlegt. Und da hast du es gesagt mit der beruflichen Neuorientierung, das meine ich jetzt nicht als Spruch, sondern tatsächlich wortwörtlich, dass man sich halt auch ein Stück weit neu orientiert und das kann bedeuten, dass man Was ist denn an artverwandten angrenzenden Jobs möglich? Also wo kann ich noch mal hin? Was fehlt dann an Qualifikation? Was müsste ich nachholen? Und wo ist es sinnvoll, eventuell dann noch eine Zusatzqualifikation, ein Zertifikat zu machen, eine Fortbildung zu machen? Auch das schließt die Lücke, zeigt du bist aktiv, wertet aber dich und den Lebenslauf auf und erhöht letztendlich. Und darum geht es doch am Ende auch. Deswegen ja auch eine Bewerbung erhöht deine Chancen, einen Job zu bekommen.
Ja, auf jeden Fall. Und gerade wenn man arbeitslos ist und bei der Arbeitsagentur oder beim Jobcenter gemeldet ist, hat man ja auch Anspruch auf Weiterbildungen, die dann finanziert werden. Also man hat in dem Sinne keinen Anspruch auf irgendwie eine gewisse Weiterbildung, aber man kann schon das einfordern, sagen wir mal so.
Genau, man kann das AVGS, das ist der aktuelle und da fördert die Arbeitsagentur sogar Coachings, also ein klassisches Bewerbungscoaching oder selbst unsere Online Kurse zur Bewerbung würden darüber gefördert. Also habe auch schon ein paar Mal mit der Arbeitsagentur gesprochen, mit einigen Leuten hier aus Köln kenne ich den Geschäftsführer ganz gut. Er sagt natürlich empfehlen wir regelmäßig auch witzigerweise die Karrierebibel unseren Leuten und holen uns da auch im Zweifelsfall die Vorlagen für Bewerbungen raus. Also die arbeiten auch ganz stark mit dem Zeug und natürlich wird das auch gefördert dann in irgendeiner Form.
Ja genau. Und unabhängig von Thema Bewerbung, was ja jetzt für einen Zieljob dann vielleicht auch nicht so relevant ist, gibt es natürlich auch Weiterbildungen Bereich in sämtlichen Bereichen, SAP typisch im kaufmännischen Bereich. Und das ist natürlich dann Also die sind mitunter, die sind ja so teuer auch und wenn man damit dann sich bewirbt, dann hat man auch einfach bessere Chancen. Ja und zusätzlich zeigt es natürlich dein Engagement und deinen Willen, dich irgendwie vorwärts zu kommen und dich weiterzubilden. Und ja, das Weiterbildungsportal bei der Arbeitsagentur ist, glaube ich, mein now. Da findet man sehr, sehr viel. Die Arbeitsagentur hat sich digital echt in den letzten Jahren gemausert, hat sich gut aufgestellt und genau. Und da findet man einiges definitiv.
Die sind aus dem Dornröschenschlaf einigermaßen erwacht, also früher schlimmer bei denen und sah aus wie von 1980 hätte ich beinahe gesagt, deren Online Seiten, da gab es aber noch gar kein Internet, aber so sahen die trotzdem aus. Mittlerweile definitiv anders, also pardon, definitiv besser geworden bei der Arbeitsagentur und da sollte man auch alles nutzen, was man nutzen kann in irgendeiner Form. Ich glaube, was noch mal wichtig ist, wie ist die Arbeitslosigkeit entstanden? Also sprich meistens ja durch eine Kündigung, selten dann durch eine Eigenkündigung, kommt auch vor, aber meistens eben gerade auch in diesen Zeiten durch wahrscheinlich betriebsbedingte Kündigung und Entlassungen. Und auch das finde ich jetzt wieder eine Sache, die man durchaus angeben kann. Also hier ist die Frage der Arbeitslosigkeit, wodurch ist sie begründet? Ist sie selbst verschuldet, dann vermutet man immer eine personenbedingte Kündigung, also verhaltensbedingte Kündigung in irgendeiner Form. Also hast du geklaut, hast du betrogen, warst du unflätig zu deinem Vorgesetzten, zu Kunden, zu Kollegen, hast du Gewalt angedroht, weil dir irgendwas nicht gepasst hat oder so. Das gibt es alles irgendwie, schau dir aufs Maul und das zum Chef ganz schlecht, wenn das glaub glaubhaft ist, dann ist das ein Kündigungsgrund.
Auf jeden Fall.
So und kommt aber vor. Also das ist halt eine verhaltensbedingte Kündigung, die ist immer schlecht, aber die betriebsbedingte Kündigung, die kann man auf jeden Fall angeben und kann das auch reinschreiben. Würde ich auch immer aktiv empfehlen, weil.
Dafür kannst du nichts.
Und in diesen Zeiten, das ist halt Pech. Also ich denke mir gerade, was habe ich jetzt? Bosch, glaube ich, entlässt wieder ganz viele Leute. VW hat heute gelesen, Schlagzeile, Milliardenverlust eingefahren, auch die entlassen viel, wie eigentlich alle Automobilhersteller. Also bei Ford ist das genauso hier in Köln und bei VW in Wolfsburg und BMW und keine Ahnung, Porsche ist auch schon länger in der Krise. Also da merkst du, da geht es überall bergab. Und wenn du da gerade in der Branche arbeitest und deswegen deinen Job verlierst, betriebsbedingt, dann darfst du das reinschreiben. Dann solltest du reinschreiben, da hat ja jeder Verständnis für, wenn da eine Lücke entsteht, weil du länger suchen musst. Du bist halt nicht inaktiv, aber hey, du konntest auch nichts dafür ist halt mit der Profession ist halt super schwer. Also das würde ich dann auch wirklich so aktiv rein. Die Verhaltensbedingte natürlich nicht.
Ja, auf jeden Fall würde ich dir voll zustimmen. Vielleicht noch irgendwie ein Thema, was aber auch wichtig ist, dass man einfach nicht lügt. Also das ist glaube ich, da kommt man, ich habe witzigerweise in Vorbereitung natürlich auch noch mal gegoogelt, Lücken im Lebenslauf geguckt, was du schreibst, was wir schreiben. Das war vom Inhaltlich sehr ähnlich, aber da gibt es natürlich auch irgendwie Reddit rankt da auch. Da gibt es ganz wilde Diskussion. Also es war schon sehr lustig. Genau, irgendwie Scheinfirma erfinden, Nummer vom Kumpel angeben und was da alles drin steht. Unfassbar. Unfassbar, dass das wirklich auch rankt bei Google noch. Nein, das nicht machen. Offen ehrlich sein. Genau. Wichtig ist auch, dass man sich aufs Vorstellungsgespräch einfach vorbereitet. Man kann ja dann auch sagen, ich wurde entlassen, weil man mit meiner Leistung im Bereich XY nicht zufrieden war. Ich sehe das anders, das auch begründen. Ich hatte die und die Schwierigkeiten, habe das und das eigentlich auch erreicht hat scheinbar bei dem Arbeitgeber nicht erreicht hat die Chemie vielleicht dann auch nicht gestimmt. Also ich würde mich da vorbereiten und auf jeden Fall dann auch im Vorstellungsgespräch dann nicht dieses Nachtreten. Das sind alles doofe Arschlöcher. Entschuldigung.
Definitiv. Also ehrlich sein. Und ja, die Frage kommt natürlich im Zweifelsfall im Vorstellungsgespräch. Und ich finde dann zum Beispiel auch noch mal wichtig, also ich hatte es vorhin gesagt, bei der Verhaltensbedingten natürlich kann es auch sein, dass du gekündigt worden bist und den Job verloren hast, weil du einen Fehler gemacht hast, also jetzt einen dummen Fehler oder vielleicht auch mit den Leistungen, wenn die nicht gestimmt haben in irgendeiner Form. Und da sagen wir, wie gehe ich um mit Schwächen? Das fällt mir sofort ein bei dem Thema. Wir sagen immer, konstruktive Ehrlichkeit gewinnt. Personaler wollen ja an der Stelle sehen und da steckt ja noch so viel mehr. Ich kann schon wieder über Schwächen im Vorstellungsgespräch ausführlich reden, aber dahinter steckt natürlich ein Persönlichkeitsmerkmal. Da ist jemand, der sich selbst reflektiert, der auch erkennt, ich habe hier einen Fehler gemacht oder ich habe hier bestimmte Schwächen und okay, ich habe daraus gelernt, ich mache es in Zukunft anders und damit kannst du alles vom Tisch wischen. Also alles, was an Zweifeln vorher da war, ist in dem Moment, wo du zeigst, ich gehe damit konstruktiv ehrlich um und bin da auch souverän an der Stelle, dann machst du das sofort wieder wett. Deswegen, ich würde mich darauf vorbereiten und eine gute Erklärung, wieder keine Rechtfertigung, eine gute Erklärung vorbereiten, aber bitte nicht diesen Reddit Quatsch, der da drin steht und irgendwas erfinden. Was natürlich immer geht, sind eigene Projekte. Das wird auch bei Reddit wird das ja gerne genannt, diese eigenen selbstständigen Projekte, habe ich das und jedes gemacht, habe es dann leider vor die Wand gesetzt. Deswegen kann man da nichts beweisen oder nichts. Ob das immer so glaubwürdig ist. Also ich würde da als Personaler, weißt du, wir haben auch schon alles gesehen und Personaler ist nicht anders, die kaufen nicht.
Und ganz ehrlich, wer bleibt denn da souverän, wenn dann mal nachgebohrt wird? Also man merkt doch auf der, also ein gewiefter Personaler oder Rekruter, ja, der hat so viel Erfahrung und der weiß doch, wie er bohren kann. Und wenn dann wirklich Interesszweifel bleibt, weil man ins Schwimmen kommt, so beim Begründen, dann ist sofort das Vertrauen weg. Es lohnt sich einfach nicht. Das Risiko ist viel zu groß. Wohingegen man mit einer guten Erklärung, mit einer wirklich selbstbewussten, guten, proaktiven Kommunikationsweg und mit einer positiven Haltung auch einfach wirklich punktet und gewinnen kann.
Absolut. Ich glaube auch dahinter steckt ja etwas, was viele unterschätzen. Ich arbeite später mit dir zusammen und wenn ich das Gefühl habe, du bist ein unehrlicher Mensch und du versuchst alles zu verheimlichen, zu kaschieren, zu verschleiern, dann gehe ich davon aus, wenn du Fehler im Job machst oder sonst irgendwas nicht in Ordnung ist, dann verheimlichst du, das ist ein Persönlichkeitsmerkmal. Und würde ich mit so jemandem zusammenarbeiten wollen, würdest du das tun? Nein, wir alle wollen das doch nicht. Und viele ärgern sich über verlogene Chefs, aber da muss man sich mal an die eigene Nase fassen. Bin ich denn dann umgekehrt genauso ein ehrlicher Typ, ärgern sich vielleicht über verlogene Kollegen, die auch nicht ehrlich sind zu ihnen oder was vorgaukeln, irgendwelche Kompetenzen, die sie gar nicht haben und dann blenden. Also der klassische Blender am Schreibtisch nebenan, da ärgert sich jeder drüber. Ja, aber hier, was ist mit dir selbst? Fang an selber ehrlich zu sein. Und ich glaube, ehrliche Mitarbeiter, die stellst du ein, selbst wenn sie Macken und Marotten oder irgendwelche Mängel haben, aber Ehrlichkeit gewinnt, weil mit so jemandem arbeitest du einfach gerne und auch langfristig gerne zusammen, weil man kann ja über alles reden. Fehler passieren in jedem Job. Niemand ist unfehlbar. Und ich glaube, an der Stelle ist es ganz, ganz wichtig, zu Leute hört diesen Quatsch auf, der leider bei Google sehr hoch renkt Und dann hier gut, das ist auch Reddit hat eine Kooperation mit Google, deswegen werden die gefeatured, aber das ist halt echt teilweise Bullshit, was da steht. Ja, irgendwie von irgendwelchen Spacken, die du nicht kennst, die sich in der Anonymität verstecken und dann so ein Zeug raushauen. Da bist du verraten und verkauft, wenn du den Mist glaubst. Deswegen, nee, es ist wirklich wichtig, dass wir da ehrlich mit den Lücken umgehen. Klar wollen wir die ein bisschen schöner formulieren, aktiver formulieren, positive Seiten raus, deswegen auch dieser die Sendung heute. Aber im Kern geht es darum, nichts zu erfinden, sondern wirklich das, was man wirklich gemacht hat, zu machen. Und eben nochmal den Appell an diejenigen, die im Moment gerade Mach wenigstens was, Mach eine Fortbildung, besuch irgendwelche, Wie heißen die MOOCs, Massive Over, irgendwie, ich komme gerade nicht, du weißt, was ich meine. M O. O. C. Kriegt das englische Wort gar nicht. Also es gibt ja ganz viele kleine Kurse, die man machen kann, im Internet sind auf Udemy oder sonst irgendwo, wo man sich weiterbilden kann.
Selbst auf LinkedIn Learning.
Genau. Und das kann man, das kann man auch jederzeit machen und dann schreib es auf. Vielleicht ist nicht alles relevant für den Job, aber das, was relevant war, mach es. Sei aktiv, bilde dich weiter. Also es gibt so viele Möglichkeiten, auch kostenlos sich weiterzubilden. Und vielleicht ist es besser, mal an einem Abend nicht binge watching auf Netflix zu machen, sondern einfach mal auf YouTube sich irgendwie ein tolles Thema reinzupfeifen, sich richtig schlau zu machen und dann da einfach was zu sagen zu können und zu wissen. Im Zweifelsfall kann man damit Dann wieder sein LinkedIn Profil füttern und zeigen, ich kenne mich aus auf dem Markt, ich kenne die Zahlen, ich weiß dies und weiß schon wieder mehr.
Ja, besser hätte ich es nicht formulieren können. Es war auch ein tolles Schlusswort eigentlich schon fast, das wollte ich gar nicht.
Aber wir sind sowieso schon wieder mit Blick auf eine Uhr, Studio Uhr, da gucke ich immer drauf. Ja, wir sind auch schon, wir sind durch soweit. Es sind keine Fragen gekommen, aber ich habe, ich Schlingel habe auch nicht die Frage gestellt, ob Fragen. Wir waren so voll im Flow, habe ich total vergessen. Es tut mir wahnsinnig leid. Andererseits, wer unsere Sendung kennt, weiß, es können immer jederzeit Fragen gestellt werden. Genau, jetzt leider nicht mehr. Jetzt sind wir am Ende, aber beim nächsten Mal in zwei Wochen beim neuen Thema versuche ich wieder dran zu denken. Sonst, Stefan, du darfst mich auch gerne erinnern.
Ja, mir ist es aber auch gerade erst aufgefallen, wir waren heute irgendwie im Flow und man muss ja ehrlicherweise sagen, Jochen, wir beantworten ja die Fragen auch, die per Kommentar dann einfach kommen, wenn das Video jetzt gleich dann bei dir direkt live ist. Wir werden es auf unserem berbun.net YouTube kanal noch irgendwie nächste Woche auch hochladen und wenn dann ein Kommentar kommt, ich habe nämlich sträflicherweise bei den letzten Waren ab und zu mal einen Kommentar, das habe ich jetzt die Tage erst entdeckt und jetzt habe ich das auf dem Schirm. Die werden dann immer zeitnah auch beantwortet. Genau, deswegen, wenn das so Spezialfälle sind, gerne dann aber auch erklären, dann wird die Antwort auch besser.
Ja, genau. Also von daher überhaupt kein Thema und manches kann man dann auch anonym per E Mail machen oder so, dazu bin ich ja bereit. Wenn es nicht eine komplette Beratung ist, habe ich auch schon überlebt, dann beantwortet das und dann kommen immer Mails hinterher und dann wird so eine Beratung raus, Keine Zeit für. Aber das ist so klar, mal so eine Frage zwischendurch, dass das geht natürlich immer gerne. Ansonsten, wer auch immer zuschaut, nochmal für die Zukunft, für das nächste Mal, wenn du zuschaust auf LinkedIn, Facebook, Twitch, YouTube, in diesen jeweiligen Social Media Kanälen, kannst du einen Kommentar schreiben. Den sehen wir hier, den kann ich einblenden. Wenn nicht, dann schreib anonym davor, dann blende ich nicht ein und dann kannst du auch hinterher wieder löschen und wir beantworten den dann aber live in der Sendung. Das machen wir dann das nächste Mal. Jetzt machen wir aber den Sack zu und sagen vielen Dank fürs Einschalten, fürs Zuschauen und gerne wieder in zwei Wochen beim nächsten Mal, wo ich mich herzlich darauf freue. Ich habe hier so einen Schatten. Das ist, wir merken, das wird jetzt früh dunkel und seitdem habe ich jetzt hier einen Schatten. Wir wollen mal Licht hier neu einstellen.
Bei mir ist es besser.
Ja, bei dir ist es besser. Ich habe hier, das ist hier, das ist aber, ich weiß woran das liegt, ist die Kamera. Die Kamera und hier mein Teleprompter, die liegen so ein bisschen halb vor dem Licht und im Grunde genommen werfen hier so einen Schatten und deswegen muss ich mir was ausdenken, muss das Licht einfach nur verrücken und dann ist wieder gut.
Bon, alles klar.
In diesem Sinne, wir wünschen euch was. Schönen Abend noch. Bis dann. Ciao.










