Quereinstieg: Wie kann er gelingen?

Live JobGenius talk (host + Stefan Gerd) about making a successful career pivot (Quereinstieg). They frame the topic with recent labor-market signals (rising unemployment, falling hiring, and more explicit ‘Quereinstieg’ job ads) and give a three-part practical system: (1) Jobsuche — research target companies, extract required hard/soft skills, identify gaps and invest in targeted upskilling (e.g., AI); (2) Anschreiben — mandatory for career changers, avoid highlighting deficits, use active language, lead with 2–3 strong, bullet-pointed arguments or a short video application; (3) Lebenslauf — reorder and compress irrelevant history, expand transferable skills (project management, languages, social skills), add a short profile/executive summary or deckblatt, and visually prioritize relevant items. They discuss sector-specific openness (Deutsche Bahn, logistics, hospitality; note constraints in regulated fields like medicine, law) and set realistic expectations (quereinstieg application cycles often take months). Tone: practical, encouraging, coach-like.
Questions this video answers
2019: 4%; recent figure: 10% (Indexanzeigen data cited by Stefan).
Sales / Vertrieb (~22%).
About six months (paid qualification), plus required health checks including vision/color tests.
Around 3–6 months (application/reorientation can take this long).
Speakers cited roughly a 50–60% drop in job postings across major job boards.
Chapters
So, herzlich willkommen bei einer neuen Folge von unserem Live Talk zusammen mit dem Stefan Gerd, der ist auch schon mit dabei. Wir freuen uns, wenn ihr eingeschaltet habt und uns begleitet. Wir sprechen heute über das Thema Quereinstieg und wie er denn gelingen kann. Ich glaube, der Stefan hat dazu direkt ein paar ganz spannende Zahlen mitgebracht.
Okay, wollen wir loslegen. Hallo Jochen. Genau, ich war jetzt noch ein bisschen Kopfmodus. Genau, gedanklich. Also ich habe wirklich ein paar Zahlen heute mitgebracht. Und zwar kam die Tage eine Meldung von der dpa vom Deutschen Pressedienst. Da wurde auch unter anderem die Andrea Nahles, unsere Chefin der Arbeitsagentur, befragt. Und tatsächlich ist es ja so, dass gerade die Chancen für Jobsuche äußerst gering sind. Sie, Zitat sagte sogar, dass es schlechter als während der Corona Pandemie sei. Arbeitslosigkeit steigt, Einstellungsbereitschaft bei Unternehmen ist gering. Das führt uns zum Thema tatsächlich, weil Jobsuchende müssen sich etwas flexibler zeigen und der Quereinstieg ist durchaus eine praktikable Möglichkeit, glaube ich, aktuell. Und es gibt noch eine zweite Pressemitteilung, die mir über den Weg gelaufen ist, und zwar von Indexanzeigendaten. Und die haben mal wieder herausgefunden oder ermittelt, wie hoch ist eigentlich der Anteil der ausgeschriebenen Stellen, wo das Wort Quereinstieg oder Quereinsteiger vorkommt. Und das bewegt sich seit Jahren tatsächlich auf dem aufsteigenden Ast Tatsächlich, während es 2019 noch vier Prozent der ausgeschriebenen Stellen bei vier Prozent der Ausgeschriebenen Stellen so war, ist es mittlerweile bei 10 Prozent angelangt. Und ich denke, das verdeutlicht, wie wichtig das Thema einfach ist und genau, und dass das einfach für jeden eine Möglichkeit sein sollte.
Und es wird zunehmend wichtiger, das muss man ganz klar sagen. Auch wenn jetzt sozusagen von 4 auf 10 Prozent der Anstieg noch mal ganz, ganz deutlich, also sich mehr als verdoppelt hat, muss man immer noch sagen, nur das sind jetzt nur die Stellenanzeigen, wo das Wort Quereinsteiger explizit vorkommt. Tatsächlich sind ja viel mehr Unternehmen offen für Quereinsteiger. Sie schreiben es halt nur nicht rein in die Stellenanzeige. Das wissen wir natürlich aus den Erfahrungen mit Initiativbewerbungen, die häufig auch Quereinstiege sind und und und. Also gibt es viele Möglichkeiten. Und genau darüber sprechen wir uns. Ja, sprechen wir heute. Wie kann man das machen? Wir haben uns ein dreiteiliges System ausgedacht, wie wir da jetzt vorgehen. Und zwar sprechen wir über die drei wichtigen Teile, nämlich erstens die Jobsuche, wie gehe ich da am besten vor? Zweitens das Anschreiben, ja, das ist beim Quereinstieg extrem wichtig und natürlich den Lebenslauf, der ist natürlich noch mal ganz anders, weil der passt ja beim Quereinstieg eigentlich überhaupt nicht zu dem neuen Job. Deswegen sprechen wir über diese drei Punkte und ich fange mal gerade an mit der Jobsuche. Wenn ihr also oder wenn du also losgehst und sagst, okay, ich will mich beruflich komplett neu orientieren, mal was ganz ganz anderes machen, dann ist es gerade auch in dieser aktuellen Zeit extrem wichtig, dass du dir deine Traumbranche, deine Wunschbranche, Zielbranche raussuchst, dir überlegst, da würde ich gerne arbeiten, da die Top Arbeitgeber für dich die Top Arbeitgeber natürlich identifizierst und dann bei diesen Arbeitgebern mal eine Jobrecherche machst. Also ja, die Stellenanzeigen sind runtergegangen aktuell, das ist leider ein bisschen schade, aber jetzt geh hin und gib bei Stepstone Indeed Monster, was es nicht ergibt, gib mal diesen Namen ein und such mal, was deine Zielunternehmen, deine Wunschunternehmen für Jobs aktuell überhaupt ausschreiben und mach dir mal Notizen, filter mal raus, welche Qualifikation, Kenntnis, vielleicht auch Soft Skills, Social Skills da gerade besonders gefragt sind. Das sind die Punkte, mit denen du später bei deiner Bewerbung sehr wahrscheinlich auch als Quereinstieger, Einsteiger punkten kannst. Dann würde ich mir genau angucken natürlich, was bieten die sonst noch so an und wo sind vielleicht Lücken in deren Profil? Also gibt es Fachkräfte, die sie eigentlich gebrauchen können, sollten, aber noch nicht haben und bist du vielleicht diese Fachkraft? Und dann ist es auch wieder eine wunderbare Lücke, in die du reinstoßen kannst. Und natürlich der dritte Punkt, überleg dir ein richtig gutes Anforderungsprofil, was fehlt dir vielleicht noch bei diesem Anforderungsprofil, mit dem du Chancen hast und investiere dann in entsprechende Fortbildungen, Weiterbildungen. Also auch das ist ja ganz wichtig beim Quereinsteig muss halt zeigen, dass man Wissen auf dem aktuellen Stand hat, dass man Fähigkeiten besitzt, die übertragbar sind und dass man im Zweifelsfall eben auch noch eine aktuelle Fortbildung genau in diesem Bereich getan hat. Manchmal muss die sogar sein, weil man diesbezüglich überhaupt keine Kenntnis hat. Ich denke da jetzt zum Beispiel gerade KI ist bei manchen Berufen halt gerade unglaublich gefragt, ist eine sehr häufige Suchanfrage bei den Unternehmen aktuell Und wenn du da noch gar nichts zuweist, dann ist es natürlich schon cool, wenn du dahingehend eine Weiterbildung und eine Fortbildung machst und einfach zeigst, hey, ich bin auf dem aktuellsten Stand, ich kann auch KI, vielleicht gibt es noch andere Bereiche in deinem Job. Nicht in jedem Job ist ja KI erforderlich, aber dann auf jeden Fall da investieren. Das ist so meine wichtigste Zusammenfassung zum Thema Jobsuch. Ich weiß nicht, wie sieht es bei dir aus, Stefan? Magst du noch was ergänzen? Habe ich noch was vergessen, was ich noch sagen sollte?
Vielleicht noch mal ergänzend. Also die Vorbereitung ist wirklich elementar wichtig, natürlich nicht nur im Hinblick irgendwie im Hinblick auf die Bewerbung und auf die Jobsuche an sich, sondern auch so ein bisschen die Erwartungen, passen die eigentlich zu dem, was ich mir vorstelle in Zukunft, auch Gehalt und Bedingungen. Also wenn ich dann irgendwie, wenn ich das nur so nach, weil das eine Idee ist von mir und so kurzfristig mache, scheitert es dann vielleicht hinten raus wirklich an dem, was ich bekommen kann. Also genau das ist, denke ich, wichtig, grundsätzlich praktikabel. Bei der Jobsuche würde ich auch einfach mal den Zielbereich oder die Zielbranche, die ich anvisiere, suchen und dann mit dem Wort Quereinstieg und Quereinsteiger google, aber auch in den Jobsuchmaschinen direkt. Das würde ich auch einfach mal machen.
Bevor wir jetzt zum Anschreiben kommen. Also an der Stelle machen wir vielleicht schon mal zu, damit wir auch mit der Zeit hinkommen. Bevor wir zum Anschreiben kommen, nochmal hier der wichtige Hinweis, ich habe es auch noch mal eingeblendet, egal von wo aus du gerade zuschaust, Ob das jetzt LinkedIn ist, YouTube oder Facebook oder ein anderer oder Twitch, sind wir auch live. Wenn du magst und Fragen hast, dann schreib sie als Kommentar unter diesen Beitrag. Wir sehen die hier und können sie auch einblenden bzw. Wir sehen die und können darauf antworten. Wenn du anonym bleiben möchtest, dann schreib gerne noch das Wort anonym davor, das sehe ich auch. Dann blende ich deinen Kommentar nicht ein, weil sonst sieht man im Zweifelsfall deinen Profilnamen und dein Bild. Dann blende ich es nicht ein, dann machen wir es nur auf der Tonspur. Also wir möchten ja, dass du, dass ihr Fragen stellen könnt, aber wer anonym bleiben will, kann das auch. Aber dann, wie gesagt, bitte der Hinweis anonym, sonst würden wir es halt einblenden. Sieht auch für die anderen schöner aus, wenn es eingeblendet ist. Okay, das ist der kurze Hinweis. Also Kommentare, Fragen jederzeit, wir gehen darauf ein. Ansonsten anschreiben. Kannst gerne mit anfangen. Stefan, Anschreiben. Was ist?
Ich fange an. Ja, genau. Also grundsätzlich würde ich so, der erste Tipp ist, ist so, ich würde das Wort irgendwie Quereinstieg oder so auch vermeiden tatsächlich. Ich würde irgendwie, also es vermeiden, Zweifel zu sehen oder meinen fehlenden Kompetenzen anzusprechen, sondern ich würde damit rausgehen, was ich mitbringen für den Job. Da muss man halt gucken, was matcht gut, also von mir zur Ausschreibung Und natürlich sollten dann so Sachen wie irgendwie Anpassungsfähigkeit, Motivation, irgendwie Lernbereitschaft, solche Dinge sollten natürlich auch mit einfließen, weil ich habe ja Lücken, die ich nicht fülle oder Mängel in dem Sinne. Genau, das sind so von meiner Seite vielleicht so die wichtigsten Tipps. Was sagst du?
Also ich sage ganz klar an der Stelle, es braucht zwingend ein Anschreiben beim Quereinstieg, weil der Lebenslauf per Definition nicht passt. Sonst wäre es ja kein Quereinstieg. Auf den gehen wir gleich noch mal ein. Aber zum Anschreiben, also jetzt brauchst du sozusagen, der Lebenslauf ist erklärungsbedürftig, der Branchen und Jobwechsel auch und da gibt es nur einen Ort, wo man das am besten machen kann und das ist Anschreiben. Klammer auf, mein Lieblingsthema, ein Bewerbungsvideo. Tät es auch, bin ich ein großer Fan, hat man letzte oder in der letzten Sendung vor zwei Wochen auch schon mal angesprochen. Finde ich immer super beim Quereinstieg, weil man halt in so einem Video hier wie bei uns auch, da siehst du, da sprüht jemand vor Leidenschaft, der hat Motivation, der oder die hat Biss, will richtig in diesen Job rein. Das überzeugt eigentlich Personaler immer. Deswegen Bewerbungsvideo zwei, drei Minuten kann heute jeder mit seinem Smartphone aufnehmen. Gibt es tolle Tipps, auch auf Karrierebibel, aber anders im Netz natürlich auch machen, ist eine super Sache. Klammer zu, das Anschreiben, selber vom Aufbau klassisch, aber ich würde auch direkt reingehen. Also hier, wir sagen das ja auch immer regelmäßig, origineller erster Satz, erster Absatz, bam, bam, bam. Ich würde Argumente nennen. Also gar nicht lange rumlabern beim Quereinstieg, sondern sagen hier, meine stärksten Argumente für diesen Job sind. Oder sie haben sich vielleicht gewundert, irgendwie haben sie meinen Lebenslauf schon gelesen, dann haben sie sich vielleicht gewundert, dass ich da noch keine Erfahrung gemacht hat. Aber trotzdem habe ich hier drei starke Argumente, warum ich der ideale Kandidat für sie bin. Und dann bam bam, bam und dann gehen auch Bullet Points. Also ich bin auch bei der Gestaltung großer Fan von Bullet Points. Lesen sowieso Leute viel gerne, sehr eingängig, kann man direkt überfliegen. Wichtigste springt ins Auge, direkt, zack, drei Argumente nennen, fände ich eine super Sache beim Anschreiben. Alleinstellungsmerkmale, wenn es das gibt, wenn es irgendwelche tollen Social Skill gibt, Erfahrungen, die du gemacht hast in einem Job, übertragbare Erfahrungen natürlich, dazu gehört Projektmanagement. Also wird ja in fast jedem Job. Es sind ja immer Projekte irgendwie, die man macht. Also hast du Erfahrung mit Projektmanagement, vielleicht sogar mit Teamleitung, Ja, dann erwähn das, dann hau das raus. Also das würde ich besonders rausstellen, weil das praktisch auf jeden Job heute passt. Das sind übertragbare Kompetenzen und Qualifikationen, gerade wenn man Teamleitungserfahrung hat, Projektmanagement Erfahrung hat. Was habe ich mir noch überlegt? Wenn du Fremdsprachen beherrschst, die vielleicht besonders ge gefragt sind, Also deutsche Wirtschaft ist ja extrem exportabhängig. Wenn du da Sprachen hast und dein Zielunternehmen arbeitet in der Region oder im Ausland und hat da Kunden, das kann man ja auf der Website recherchieren und du sprichst diese Sprache zufällig perfekt, Hau das raus. Also das würde ich unbedingt noch mal im Anschreiben hervorheben und erwähnen, damit das so richtig, richtig gut rüberkommt.
Ja, dem ist nichts mehr hinzuzufügen, würde ich sagen.
Achso, doch, ich habe noch eins. Ich habe hier so, zeig das mal. Ich habe immer so ein bisschen so ein kleines Spinxbuch hier vorbereitet, da gucke ich dann ab und zu rein. Ich habe mir noch einen Punkt aufgeschrieben, den ich ganz, ganz wichtig finde. Das Anschreiben immer aktiv und positiv formulieren. Also aktiver Stil, das ist so, ich glaube, das fällt uns jetzt als geübten Schreiber nicht so schwer, aber wenn man zum ersten Mal so ein Anschreiben schreibt, ist es halt ein Unterschied, ob ich sage, ich habe gemacht oder ich mache oder ich machte. Das ist viel aktiver. Und es gibt tatsächlich Formulierungen, die klingen gleich viel. Ich weiß, ich hab neulich Anschreiben von einem Freund von mir redigiert und da war das auch, da war wirklich, der nannte tolle Punkte, aber es war so passiv formuliert und das habe ich komplett umgedreht und dann bringen die Sätze jetzt nicht mehr zusammen, aber komplett umgedreht und aktiv meint er dahinter, Mensch, das klingt ja auf einmal viel, viel engagierter und lebendiger. Und ich sag ja und das ist einfach nur diese Umformulierung. Also auch da nochmal ganz, ganz wichtig, aktiv zu formulieren, starke Verben zu verwenden, vielleicht auch ungewöhnliche Verben zu verwenden. Also nicht immer nur so haben ist und sein so irgendwie, dann kommt es gleich viel knackiger rüber.
Ja, grundsätzlich muss man sagen, vielleicht noch ergänzend, dass man einfach auch qualitativ besser sein muss als vielleicht der Bewerber, der kein Quereinsteiger ist. Das muss man auch so einfach feststellen.
Ja klar. Also ich meine, als Quereinsteiger musst du dir einfach noch mal so ein Schippchen mehr Mühe und oben drauflegen, weil in der Tat ist ein Handicap. Das können wir auch nicht wegdiskutieren, auch wenn Unternehmen dafür offen sind. Aber du musst halt beweisen, okay, Lebenslauf, bisheriger Werdegang passt vielleicht nicht, trotzdem bin ich super und kann ganz schnell reinkommen. Dass du dann halt Training on the Job irgendwie reinfindest, was ja sowieso bei vielen Leuten, die auch eigentlich vom Fach sind, passiert. Also die meisten lernen auch später noch mit Training on the Job, Aber dass du dann halt sagst, du hast vorhin angesprochen, Lernwilligkeit, Engagement, Begeisterung für diese Tätigkeit, für die Branche, für die Produkte deines neuen Arbeitgebers ins B oder sowas, Das kann halt vieles noch mal rausreißen. Genau, Wenn man dadurch haben, dann würde ich sagen, gehen wir gleich nahtlos zum nicht mehr passenden Lebenslauf über. Noch mal der Hinweis, Fragen, wenn ihr wollt, jederzeit. Ich sehe ja schon ein bisschen was, aber das sind eher noch so Kommentare vom Typ gute Sendung, Das sind keine Fragen, da können wir nicht drauf eingehen, aber wir sagen Dankeschön.
Ja, Lebenslauf, genau. Ja, du hast es schon gesagt, der Lebenslauf passt ja jetzt nicht mehr so richtig zum anvisierten Ziel. Das ist wirklich natürlich eine herausfordernde Situation für Bewerber. Also ganz klar, den Lebenslauf muss man sich zur Brust nehmen. Anschreiben ist eine super Möglichkeit, immer über die Zukunft zu reden und auch wirklich zu punkten und zu glänzen. Beim Lebenslauf muss man natürlich jetzt auch noch mal reingehen und schauen, was ist relevant, weil einiges wird nicht relevant sein. Und dann muss ich halt schauen, gibt es Dinge, die ich gemacht habe, die ich gelernt habe, die vielleicht bisher keine Beachtung in meinem Lebenslauf hatten, weil sie nur zehn Prozent meiner Zeit oder so gefordert haben und die jetzt aber vielleicht wichtig werden und die ich dann auf jeden Fall erwähnen sollte und auch integrieren sollte in mein Lebenslauf. Genau, also nehmen wir mal jetzt so eine typische irgendwie Marketingstelle. Da hatte ich meistens auch, wenn ich in Vertrieb wechseln will, ich hatte meistens schon Vertriebserfahrung oder wenn ich im großen Unternehmen bin, dann in einem guten Unternehmen arbeiten ja Marketing und Vertrieb auch zusammen und sind nicht so zwei Unternehmen in einem und da gibt es ja auch eine ganze Menge Berührungspunkte und vielleicht hat auch der Vertrieb aus ganz vielen Daten, die ich geliefert habe, gelernt oder wir haben das Marketing hat vom Vertrieb gelernt, hat Botschaften angepasst daraufhin die vorher vielleicht, weil der Vertrieb ist ja näher am Kunden und kann er ja auch mithelfen dementsprechend. Also solche Dinge, die vielleicht nicht sofort auf den ersten Blick mir sofort einfallen, wenn ich über das referiere, was ich bisher gemacht habe oder was ich in einem Job gemacht habe, da sollte ich wirklich noch mal ganz tief reingehen. Was waren da Dinge? Also am besten alles aufschreiben, was ich gemacht habe und was sind die Dinge, die wirklich für die Zielposition von Relevanz sind und die dann wirklich auch in meinem Lebenslauf integrieren und berücksichtigen. Das sind glaube ich so die Hauptaspekte.
Also ich habe ja damals bei Jobswitch, als wir die Sendung gemacht haben bei VOX, haben wir eigentlich auch Quereinsteiger durch vermittelt. Die Kandidaten waren alle Quereinsteiger und wir haben auch immer extrem darauf geachtet, was haben die so in ihrem Lebenslauf drinstehen, was vielleicht besonders ist, wo so ein Pack anfinden. Und ich erinnere mich da eben an, also ich sage mal meine Lieblings Becky irgendwie, also Rebecca, die da eben nach Mauritius gegangen ist. Als Wedding Plannerin erinnere mich natürlich auch gerne dran, weil ich dann nach Mauritius reisen durfte und sie da begleiten durfte. War natürlich auch eine super Reise. Aber was schön war bei der war tatsächlich zwei Dinge sind uns sofort ins Auge gesprungen. Also A war sie ein unglaublich, also auch schon in den Interviews, ein unglaublich kommunikativer Typ, froh, Natur, kommunikativ, extrovertiert, klasse. Und irgendwo in ihrem Lebenslauf stand Event Planning oder Eventmanagement oder sowas. Und da hatte sie aber nur eine Weiterbildung gemacht. Ich glaube, das lass mich nicht lügen, aber ich glaube, das war so eine IHK Weiterbildung. Also jetzt nicht ein Studium oder eine fette Ausbildung von drei Jahren oder sowas, sondern eine Weiterbildung. Und natürlich hatte sie uns dann offenbart, dass sie so ein Faible oder so eine romantische Ader hat. Und dann sind bei mir die Synapsen eingerenkt und dachte, Wedding Planner, das wär's doch. Und dann haben wir halt noch coole Location gesucht, wo Wedding Planner gerade auch gesucht werden, wo die gute Chancen haben. Und Mauritius war natürlich auch auch perfekt, ist ja so eine Trauminsel. Habe da selber meine Silberhochzeit gefeiert.
Also toll.
So, lange Rede, kurzer Sinn. Das Tolle an dieser Geschichte ist eigentlich, dass genau diese kleinen Sachen in deinem Lebenslauf, die können manchmal Hinweise geben, womit du punkten kannst, wo du dann auch am Ende Chancen hast. Also ich würde da auch immer so ein bisschen noch mal beim Lebenslauf, nicht nur den Lebenslauf mehr anschauen. Ich würde auch, wenn es jetzt vielleicht wieder zurück zur Jobsuche geht, ich würde immer sagen, machen Stärkentest, machen Kompetenztest, da gibt es zig Sachen im Internet, die man machen kann. Aber guck mal, was sind so deine Top Stärken, was sind deine Top Talente, die du hast, deine großen Leidenschaften, die stehen manchmal auch schon im Lebenslauf drin. Und guck mal, was davon würdest du gerne einsetzen wollen in deinem zukünftigen Beruf. Und darüber findest du dann auch wieder Jobs, die ganz gut passen. Und genau diese Punkte, die baust du natürlich auch im Lebenslauf wieder ein. Also für sie einen Job gesucht haben. Sie mussten sich, das ging ja bei der Sendung nicht, die konnten sich ja nicht selber bewerben. Das haben wir dann getan, haben wir die Lebensläufe halt auch überarbeitet, neu geschrieben. Da haben wir aber genau diese Punkte dann rausgeschrieben und bei Becky natürlich dieses Eventding ganz weit nach vorne gestellt und ganz deutlich gemacht. Da ist dann zum Beispiel, da haben wir uns neulich mal in einem anderen Gespräch darüber unterhalten, dieses Kurzbuch, glaube ich, ganz gut im Lebenslauf. Also es ist ja ein relativ moderner Trend, dass man dem Lebenslauf vorneweg so ein Kurzprofil voranstellt. Und da kann man zum Beispiel dann sowas sagen, also in den 4, 5 Zeilen oder Sätzen könnte man also in Beckys Fall halt dann eben auf dieses Thema Eventmanagement eingehen, sagen, habe hier schon eine Vorbildung und so weiter und springt dir das direkt als Person ins Auge. Okay, passt.
Ja, das kann man sehr gut zum Beispiel auf dem Deckblatt, wenn man das macht, wenn man so mit so, ich meine, mehr oder weniger Stichpunkten arbeitet, aber wenn man jetzt so zum Beispiel mit Fließtext arbeiten will, also so Executive Summary mäßig, da kann man das natürlich auch vorweg stellen. Und das Schöne ist, du hast es dann am Anfang deines Lebenslaufs und man sagt ja immer das Wichtigste, das muss an den Anfang, genauso wie im Anschreiben der Einleitungssatz knallen muss, wie du auch vorhin richtig gesagt hast. Finde ich eigentlich eine gute Idee, muss ich sagen, gerade für so einen Fall, also so Mini Kurzprofil auf dem Deckblatt vielleicht oder Executive Summary als erstes Element im Lebenslauf quasi, ja der Werdegang ein.
Bisschen mehr nach unten rückt, denn der ist ja natürlich, also der Lebenslauf an sich vom Aufbau ist genauso wie vorher auch Problem, aber hier der Werdegang und die letzte aktuelle Position passt ja nicht beim Quereinstieg. Also du kommst halt, keine Ahnung von, keine Ahnung, irgendwas halt vorher gemacht, Handwerker und jetzt sagst du willst ins Marketing, passt das einfach nicht. Und da müssen wir jetzt ein bisschen weiter nach unten rücken, damit das, was passt. Ganz vorne im Lebenslauf steht, Personale sind auch nur Menschen und im Zweifelsfall faul, also lesen die von oben nach unten und wenn da direkt was steht, was passt, sagt er, okay, interessanter Kandidat, Kandidatin, schaue ich mir näher an und dann kommt der andere Kladderadatsch und da tatsächlich kürzen und längen, das hast du ja auch schon richtig gesagt, da kürzen, wo es nicht relevant ist, will der gar nicht lesen, lenkt auch wieder von deinen Qualifikationen ab und da lieber länger werden, auch wenn er lückenlos sein muss, aber dann lieber länger werden in den Abschnitten wo es wirklich passt mit den Punkten, wo du sagst, such was hast du gemacht? Das kann man übertragen. Ich finde zum Beispiel dann auch diese Rubrik besondere Kenntnisse oder Interessen und Hobbys kann man auch ein bisschen länger machen, wenn da drin soziale Kompetenzen, Soft Skills stecken, die übertragbar sind. Fremdsprachen, Weiterbildung, KI, irgendwie sowas. IT geht auch immer, Projektmanagement, Erfahrung und so. Also all das bisschen länger machen, alles was übertragbar ist, auf jeden Fall länger machen im Lebenslauf und den Rest ein bisschen kürzer. Und wenn man dann noch ein bisschen optisch grafisch trickst, dann sieht das am Ende so aus wie ein Lebenslauf, der perfekt für diese Stelle gemacht wäre.
Ja, also ich bin mir aber trotzdem auch sicher, egal was man bisher gemacht hat, wenn man sich eine Ausschreibung in einer fremden Branche anguckt, irgendwie einen neuen Job anschaut, man findet immer zwei, drei Tätigkeiten im bisherigen Job, die gut passen. Das muss man natürlich auch sagen, aber es ist so ein bisschen eine Rückbesinnung, wie zum Beispiel nach dem Studium. Im Endeffekt sind ja die Großteil der Absolventen Quereinsteiger, wenn man mal ganz ganz ehrlich ist. Die wenigsten haben da schon in Praktika so genau diese Praktika gemacht. Also außer die total auf Karriere typischer BWLer. Genau. Praktikum Unternehmensberatung. Genau. Nein, aber das haben ja die wenigsten Absolventen und da macht man es ja auch so, wenn man weniger mit beruflicher Erfahrung glänzen kann, dann guckt man, was hat man noch Ehrenamt, irgendwie soziales Engagement, aber auch privates, wie jetzt in deinem Beispiel irgendwie eine Weiterbildung. Genau, da muss man dann schauen und dementsprechend so seinen Lebenslauf anreichern und genau, was nicht passt, wird passend gemacht.
Genau. Hier kommt eine Frage. Warte mal, ich gucke gerade, ob die anonym ist. Doch, anonym. Ich lese nur vor. Könnt ihr noch mal aktiv statt passives Anschreiben eingehen und paar Beispiele nennen? Mein Anschreiben, der Währungsschreiber ist meiner Meinung nach passiv. Wo nennt mich das? Das geht an dich.
Genau. Aktive Sprache hast du ja schon gesagt, dass man auch mal durchaus mal irgendwie sagt, ich habe das und das mache ich oder du hast gemacht gesagt, glaube ich auch. Genau, mache ich oder tue es. Das ist aktiv. Vermeidung von Konjunktiv ist für mich da auch spielt da auch eine wichtige Rolle hätte, würde keine Ahnung. Ja, ist so vielleicht irgendwie.
Aber genau, ich habe ein paar Formulierungen, vielleicht wenn ich kurz da reingrätschen darf. Ich habe mir gerade was nach, ein Satz, den, den ich jetzt hier in so einem Beispiel, wir haben ja auch so eine Bewerbung für Quereinsteigerartikel, da gucke ich mal rein. Da gibt es zum Beispiel diesen Satz, Ihr Unternehmen stellt seit Jahren hoher Qualität oder steht seit Jahren für hohe Qualität und Kundenorientierung. Diese Ansprüche stelle ich ebenso an meine Arbeit. Mir geht es um den zweiten Satz. Diese Ansprüche stelle ich ebenso an meine Arbeit. Das ist aktiv. Du könntest genauso passiv schreiben, Diese Ansprüche habe ich auch oder das wäre noch so halb aktiv oder das ist auch mein Anspruch, das ist auch mein. Die Aussage ist immer dieselbe, aber das ist auch mein Anspruch ist passiv. Wenn du aber sagst, diese Ansprüche stelle ich an meine Arbeit, wirkt das gleich aktiv oder es gibt 3 Argumente, warum ich der beste Kandidat für Sie bin. Es gibt passiv. Du kannst aber auch sagen, ich möchte Ihnen gleich zu Beginn drei Gründe nennen, warum Sie von mir als neuem Mitarbeiter profitieren. Profitieren ist ein super Wort, ist immer positiv. Ich profitiere als Arbeitgeber, geil, kaufe ich. Und ich möchte Ihnen gleich zu Beginn nennen, drei Gründe nennen, aktiv. Ich möchte Ihnen was nennen. Oder ich nenne Ihnen gleich zu bringen, noch härter. Ich nenne Ihnen gleich zu Beginn drei Gründe, warum Sie von mir als neuen Mitarbeiter, neue Mitarbeiterin profitieren. Das sind diese kleinen, kleinen, wie soll ich sagen, diese kleinen Formulierungstricks, wie du aus dem Satz, der dasselbe sagt, einen aktiven Satz machst, der nach Macher klingt, nach Hands on Ärmel hoch. Ich gehe da richtig rein. Genau.
Ja, genau. Man muss ehrlicherweise sagen, also natürlich sitzt auf der anderen Seite immer ein Mensch, also und Menschen sind unterschiedlich und für den einen, also ich glaube schon, dass der Großteil das positiv so bewertet. Es gibt natürlich den einen oder anderen, der es vielleicht sich ein bisschen so in die Ecke gedrängt fühlt. Also das kann auch schon mal so sein, glaube ich. Aber ich bin grundsätzlich deiner Meinung. Ich würde es auch eher wirklich grundsätzlich sollte man immer positiv sein und auch immer wirklich zeigen, ich habe Bock und ich will das, Ich kann, das muss einfach, dieses Signal muss rüberkommen. Und gerade bei so einem Quereinstieg ist das umso wichtiger.
Also ich glaube, dass ich da, da würde ich widersprechen, dass sich da keiner bei solchen Formulierungstricks, nennen wir es mal, in die Ecke gedrängt fühlt. Das ist etwas, was subtil wirkt. Also ich glaube, das ist eine Sache. Sprache wirkt subtil an der Stelle. Deswegen war ja auch dieses Thema Gendern ja oder nein immer so ein ganz wichtiges. Das merkt man manchmal gar nicht, wie es wirkt. Aber eben wenn du aktive Sätze formulierst, ich sehe ja übrigens ist angekommen, tausend Dank anonym, bitteschön, gern geschehen. Also ich glaube, das nimmt man wahr unterbewusst auch als Personaler, ohne es wirklich bewusst wahrzunehmen. Aber der Eindruck ist, da ist jemand Aktives, da ist eine Macherin ein Macher, da ist jemand mit Drive kommt im Zweifelsfall bei meinem besten Freund, wo ich das auch gemacht habe, da war es genau dasselbe. Der ist Ingenieur, der ist eigentlich ein Macher, der will machen, ingenieren, entwickeln, aber es klang nicht so sein Anschreiben. Dann muss man das einfach bisschen. Da kommt so ein Twist halt rein. Deswegen, ich glaube, dass das nochmal an der Stelle ganz, ganz wichtig ist.
Aber ein wichtiger Punkt, den du jetzt noch gesagt hast, den muss ich noch hinzufügen. Du hast natürlich gesagt, das passte voll gut zu ihm. Das ist natürlich auch immer so eine Sache. Wenn das jetzt, also wenn man sich nicht selber damit wohlfühlt, dann sollte man es dann aber auch so formulieren, dass man sich wohlfühlt. Das ist auch ein wichtiger Punkt noch.
Also wenn du das nicht bist, also wir gehen jetzt nicht davon aus, dass unsere Zuschauer Phlegmatiker sind, aber wenn du sagst, erst so der passive Typ bist oder sowas und schreibst dann wahnsinnig nach, so lässt den Macher raushängen und bist es im Vorstellungs Gespräch nicht, dann habe ich als Personaler spätestens da ein Störgefühl und Störgefühle sind nie gut. Die führen in 90 Prozent der Fälle zu Absagen, weil du immer sagst, irgendwas ist hier stimmt hier nicht. Deswegen sollte schon zu dir passen, keine Frage. Aber den kenne ich jetzt natürlich auch gut und deswegen konnte ich das natürlich dann auch entsprechend formulieren. Mit Blick auf die Uhr. Wir haben die halbe Stunde schon wieder fast voll. Wenn noch Fragen sind, nochmal der Hinweis an euch alle hier unten Fragen stellen, also per Facebook, per LinkedIn, per YouTube, wie auch immer. Wenn ihr nicht wie gerade eben der Fall nicht genannt werden wollt, dann kurz anonym dazu schreiben, dann lese ich das hier nur vor. Ansonsten blenden wir es auch gerne ein. Wir können aber vielleicht noch mal, hatten wir im Vorgespräch auch gemacht, mal kurz auf ein paar Branchen eingehen, die zur Zeit, wo du auch die Zahlen hattest, wo tatsächlich die Bereitschaft für Quereinsteiger deutlich angestiegen ist. Magst du das mal eben referieren?
Ja, gerne, gerne. Also es gibt da halt, Das hat auch Indexanzeigen, Daten ermittelt dann quasi auf Berufsbereiche im Vertrieb zum Beispiel 22 Prozent aller ausgeschriebenen Job enthielten oder enthalten das Wort Quereinstieg oder Quereinsteiger. Das ist natürlich schon viel tatsächlich sehr viel Hotel, Gastgeberbe sieht es gut auf. Und was du auch gesagt hast, war Logistik tatsächlich war ein Bereich der, der wirklich sehr offen ist. Du hattest ja die Deutsche Bahn als Arbeitgeber auch genannt. Ja, vollkommen richtig. Das waren so drei Bereiche.
Ja genau, definitiv. Deutsche Bahn suchen also wirklich in allen drei Bereichen regelmäßig Quereinsteiger. Drei Bereiche ist ja Zugführer, Lokführer, der klassische Job, da gehen viele demnächst in Ruhestand aus Altersgründen. Irgendwann dürfen die nicht mehr da vorne sitzen. Die suchen da immer und da sind die extrem offen für Quereinsteiger. Die haben eine Qualifizierungsmaßnahme, die ist auch schon bezahlt, die dauert glaube ich sechs Monate, muss natürlich ein Gesundheitscheck machen und so. Also Augen werden getestet, Rot Grün Blindheit, was halt echt essentiell ist und so. Darfst halt nicht irgendwie mit dem Herzen Probleme haben, dass du da nicht vorne irgendwie einen Herzinfarkt hast und liegst dann da und der Zug fährt weiter schlecht, aber machen Gesundheitscheck, ansonsten sechs Monate Qualifizierung und dann fängst du schon an, meistens mit einer Regionalbahn und so weiter, kannst aber dann dich weiterqualifizieren und irgendwann halt High End ICE oder sowas dann fahren. Ist echt gut bezahlter Job für Quereinsteiger, also nicht schlecht. Der zweite Bereich, je nachdem was man da ist, Zugbegleiter, also klar im Restaurant oder eben Schaffner unter, hat man ja mal gesagt, früher hatten wir Schaffner, heute Zugbegleiter. Und der dritte Bereich ist hier Stellwerk, also die ganzen Leute, die weichen stellen, im Stellwerk sitzen und so weiter. Auch da suchen die regelmäßig Leute. Also Baden ist definitiv ein ganz, ganz großer, attraktiver Arbeitgeber für Quereinsteiger. Ja, definitiv. Und natürlich die ganzen Logistikbranche, also Busfahrer, LKW Fahrer, die ganzen regionalen Unternehmen, die es da gibt, die sind immer sehr, sehr offen. Ist natürlich ein Job, muss man auch sagen, der ist nicht allzu beliebt, will auch nicht jeder machen, passt auch nicht zu jedem. Aber wenn, dann ist es definitiv eine super Sache.
Ja, genau. Vielleicht noch aber der Hinweis, es gibt natürlich Bereiche, wo es natürlich auch nicht so gut aussieht. Also klar, in der Forschung, das liegt auf der Hand irgendwie Gesundheit, Sozialwesen, also ich kann nicht einfach los operieren, weil ich denke, das passt gut oder so. Rechtssteuerberatung ist auch so ein Bereich, wo einfach die Abschlüsse auch gesetzlich gefordert sind. Aber ich denke, das stellt man bei der Recherche auch schnell fest.
Das stellt man da fest. Es gibt natürlich so Berufe, die eigentlich in der Vergangenheit offen waren für Quereinsteiger, nämlich sämtliche Berufe in den Medien. Also Journalisten waren ganz häufig Quereinsteiger. Du hast irgendwas studiert, Physik, Germanistik, Biologie und dann bist du halt, ich kannte ja früher auch zig Kollegen da als Quereinsteiger und dann sind die halt Journalisten geworden. Genauso in den Agenturen, in Werbeagenturen, Texter, Kreative, ganz, ganz viele. Da muss man natürlich schon sagen, Moment, die sind zwar wahrscheinlich weiterhin offen, schon aus Tradition, aber die Jobs sind im Moment ganz, ganz schwierig zu bekommen, weil die alle alle mit KI zu kämpfen haben. Also ich kenne mehrere Agenturleute, die auch mittlerweile Leute entlassen. Jetzt gestern, glaube ich, habe ich im radio gehört, bei TikTok haben sie sich schon beschwert, die Mitarbeiter sind in Streik gegangen, weil irgendwie 150 Leute ersetzt werden sollen durch KI. Und selbst da so modern Unternehmen, also im Moment ist tatsächlich alles, was die KI fressen kann, frisst die auch im Moment leider auch an Jobs. Und ich sag mal, in den Bereichen kann man versuchen als Quereinsteiger. Also wer nicht wagt, kann nichts gewinnen. Wer wagt, kann aber eben auch verlieren, aber kann eben auch gewinnen. Und ich glaube, in den Berufen und Jobs muss man, muss man einfach auch mit Rückschlägen rechnen, aber das muss man sowieso. Vielleicht nochmal den Hinweis, den hatte ich schon mal an anderer Stelle gesagt, fällt mir gerade ein. So ein Quereinstieg dauert Bewerbungsphase ganz locker mal drei bis sechs Monate und im Moment kann es genauso lange dauern, einfach weil der Arbeitsmarkt, wir sehen es ja selber auch, auch darüber haben wir das letzte mal gesprochen, minus 50 Prozent der Stellenanzeigen durch die Bank, also in allen Jobbörsen minus 50 bis 60 Prozent, teilweise weniger Stellenanzeigen. Im Moment gibt es ganz, ganz wenige Jobs. Also man tut sich schon schwer. Aber wenn man halt sagt, ich habe Bock und ist vielleicht doch gerade im Job und hat Zeit, dann unbedingt jetzt loslegen mit den genannten Tipps und schon mal suchen aus einer Position der Stärke raus, also aus nicht gekündigter Stelle. Ist das immer besser, als wenn du schon gekündigt bist. Kriegst du hier schon Hinweise von deinen Leuten?
Ja, sozusagen. Genau, hier kam gerade jemand rein, der eine, der nicht darauf vorbereitet war, dass ich hier in einem Live Format bin.
Sehr schön, kein Problem, Wir sind ja ganz authentisch, von daher alles super. Ja, wenn jetzt keine weiteren Fragen kommen, sehe ich im Moment nicht, dann würde ich sagen, an der Stelle sind wir durch. Oder hast du noch was? Sollen wir noch irgendwas? Müssen wir noch was ergänzen?
Nein, müssen wir nicht. Ich glaube, wir können zum Abschluss Mut zusprechen, es zu tun, es zu versuchen und da positiv dran zu gehen. Also wenn man in seinem Bereich nichts findet gerade, was hat man denn für Alternativen?
Ja, komm, machen, machen, ausprobieren. Wie gesagt, wer wagt, kann gewinnen. Ja, man kann auch verlieren, aber dann braucht es halt ein bisschen länger, aber es ist immer noch besser, als in einem Job zu hocken, der einen nicht glücklich macht. In dem Sinne denke auch, wir danken fürs Zuschauen. In zwei Wochen sehen wir uns wieder mit einem ganz spannenden Thema. Wir machen es spannend, wir sagen nichts dazu und bedanken uns aber fürs Einschalten und Zuschauen. Bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao, ciao.










