Quiet Quitting ist was für Loser

JobGenius argues Quiet Quitting is a losing strategy. Yes, unpaid overtime sucks and work-life balance matters, but silently disengaging damages your reputation and solves nothing. Instead, reshape your job, talk to your boss, or find a new one.
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Nach der Great Resignation im vergangenen Jahr. Trennt jetzt ein ganz neuer. Gemeint ist, dass viele Arbeitnehmer, vor allem in den USA, keine unbezahlten Überstunden mehr leisten wollen, keine Extrameile mehr gehen wollen. Vor allem junge Menschen fordern inzwischen klare Grenzen und mehr Fairness im Job. Das Arbeiten bis der Burnout kommt, das ist was für Loser. Ich verstehe das. Und es stimmt ja auch zum Teil. Ich verstehe, dass viele die tägliche Ausbeutung im Job nicht länger mitmachen wollen und klare Prioritäten dagegen setzen. Mehr Life Balance, mehr Selbstfürsorge statt Aufopferung. Und das ist auch alles absolut richtig. Doch der Weg dieses Quiet Quitting, der ist bedenklich und falsch. Quiet Quit ist ja keine US amerikanische Erfindung. Auch hierzulande gibt es das Phänomen schon lange. Hier wird ganz einfach Dienst nach Vorschrift gemacht oder eine Nummer extremer die innere Kündigung gelebt. Die Menschen machen dabei nur noch das, was ihnen aufgetragen wird und was sie gerade eben noch machen müssen, aber keinen Handschlag mehr. Ich finde das aus mehreren Gründen gefährlich bis bedenklich. Zugegeben, der erste Grund ist eher moralischer Natur. Durch das moderne Dämonisieren von Leistungswillen geraten wir noch weiter ins Hintertreffen. Deutschland gehört ja schon jetzt nicht mehr zu den Innovationsführern der Weltwirtschaft. Die Wertschöpfung findet längst woanders statt. Auch ist es nicht mehr als bedenklich, dass das Erbringen von vertraglich vereinbarten und auch bezahlten Leistungen auf diese Weise irgendwie indirekt als etwas völlig Negatives dargestellt wird. Was ist denn bitteschön so schlimm an einer Extrameile, wenn sie dem persönlichen Wachstum dient? Nur weil der Arbeitgeber davon gratis profitiert, sind wir jetzt alle schon so egoistisch und berechnend geworden, dass wir nur noch auf unser Recht pochen und fünfe krummer sein lassen als eine Banane. Den zweiten Grund finde ich aber noch schlimmer. Quite quitt ist ja nichts anderes als gelebte Passivität. Die Menschen arrangieren sich dabei mit einem Job, den sie offenbar ja nur noch des Geldes wegen machen. Damit degradieren sie sich aber nicht nur selbst zu Söldnern, sie laborieren auch nur an Symptomen. Durch stilles Verabschieden oder Aussitzen ändert sich nämlich genau gar nichts. Der Job ist immer noch derselbe und scheiße. Man hat jetzt nur mehr Freizeit, sich darüber zu ärgern und sich selbst auch noch zu bemitleiden. Na toll. Gleichzeitig begeben sich viele damit auf hauchdünnes Eis. Die Grenze zur Leistungsverweigerung ist ja schnell überschritten und dann sind der Job und der Ruf so richtig in Gefahr. Wer stellt schon einen offensichtlichen Leistungsverweigerer ein oder jemanden, der nicht allzu engagiert ist und dass er doch mit Überzeugung ist? Also ich würde es nicht tun. Quiet Quit ist keine Lösung, sondern nur ein neues Problem. Richtiger wäre eine echte berufliche Neuorientierung. Das kann in Form von Jobcrafting passieren, also indem man versucht, seinen Job und sich selbst wieder neu zu positionieren, dem Ganzen einen neuen Sinn zu geben und zwar nicht zu finden, sondern zu geben. Und natürlich das Gespräch mit dem Vorgesetzten zu Ja, das ist unbequem. Ja, das führt womöglich kurzfristig in einen vorübergehenden Konflikt. Und vielleicht gibt es danach auch intern keine Lösung. Dann bleibt aber immer noch die Ultima Ratio der externe Jobwechsel. Das wäre ohnehin nur konsequent, denn alles ist besser als ausharren und frustriert den Feierabend herbeizusinieren. Aber es ist ja leider immer so wie bei vielen Menschen. Statt sich mit sich selbst zu befassen, mit den eigenen beruflichen Zielen oder Lebenszielen und diese dann auch noch konsequent umzusetzen, Risiken einzugehen, sich zu bewegen und das Ungewisse zu wagen, wird lieber gejammert. Und für diese passive Larmoyanz lassen sich die Quiet Quitter auch noch feiern. Also ich bin nicht ü Die Opferhaltung war mir schon immer suspekt und ein Macher oder eine Macherin würde auch nie still sitzen und du hoffentlich auch nicht.










