A short German talk (YouTube video) arguing that listening is more persuasive and valuable than speaking; it defines qualities of good listeners—asking clarifying questions, paraphrasing, observing body language, tolerating silence—and connects listening to trust, thoughtfulness, and influence.
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Reden, reden, immer nur reden. Von fast jedem wird heute Kommunikationsstärke erwartet. Wir sollen heute gut präsentieren, diskutieren und überzeugen können. Doch wird dabei eine Eigenschaft vergessen, die weitaus überzeugender sein kann. Noch dazu sehr sympathisch das Zuhören. Mir ist jedenfalls kein Fall bekannt, dass ich jemand um Kopf und Kragen zugehört hätte. Was das Reden anbelangt, allerdings schon verwechseln sie Zuhören, aber bitte nicht mit dem großen Lauschangriff, mit Hinhören und schon gar nicht mit Schweigen. Gute Zuhörer sind immer auch gute Fragensteller. Sie erkundigen sich, wenn sie etwas nicht verstanden haben und wiederholen mit eigenen Worten, was sie verstanden haben. Dabei wird stets darum gerungen, den anderen wirklich zu verstehen, seine Emotionen und seine Motive. Und so vermitteln sie ihm auch noch Wertschätzung. Gute Zuhörer beobachten die Körpersprache ihres Gegenübers, registrieren das Flattern in seiner Stimme oder spüren den aggressiven Unterton und sie gehen darauf ein, direkt oder über die Metaebene. So wirken sie voll konzentriert, interessiert und ernten dafür Vertrauen. Und weil sie mehr denken als sprechen, produzieren Zuhörer auch weniger Blödsinn. Gute Zuhörer unterbrechen den anderen nicht und vervollständigen auch nicht dessen Sätze mehr. Sie sind in der Lage, Stille auszuhalten und ihr zu lauschen, während der andere vielleicht noch um Worte oder die Fassung ringt. Dadurch führen sie das Gespräch, selbst wenn sie nichts sagen. Sie werden feststellen, die meisten brillanten Köpfe sind gute Zuhörer. Und das ist auch ein gutes Zeichen für sie, denn auch Sie haben mir jetzt lange genug zugehört. Danke, das war ein guter Anfang.