Restart Your Business

Andreas Buhr talks with JobGenius about keeping a business running through crisis. They cover moving operations online, managing the stress of uncertainty, and strategies to adapt when everything shifts.
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Hallo und guten Morgen zusammen und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Karrierebibel TV. Heute mit einem spannenden Gast und einem spannenden Thema, nämlich dem Thema Restart your Business. Zu Gast ist heute der liebe Andreas Buhr. Hallo Andreas, sei willkommen. Wer Andreas noch nicht kennt, er kommt aus Düsseldorf, ist Unternehmer, Redner und Autor und hat zwei ganz tolle Bücher geschrieben, nämlich einmal Vertrieb geht heute anders und Business geht heute anders. Und genau darüber sprechen wir nämlich auch über dieses Thema Business geht heute anders oder Restart your business anders ist eigentlich ein trauriger. Andreas, du weißt es, es geht schon wieder los. Ich sehe schon, du machst schon hier wieder coole Instagram Fotos und Bilder und Filme. Sehr schön. So geht das heute.
Sonst kriege ich welche gedisst.
Sehr gut. Ja, das Thema ist eigentlich, oder der Anlass ist eigentlich ein trauriger. Es geht schon wieder los mit Corona. Vierte Welle, fünfte Welle, sechste Welle, da wird schon wieder alles zugemacht. Weihnachtsmär Bühnen verschwinden für Speaker und Kollegen. Da ist vieles los und die Leute machen sich kräftig Sorgen, wie das denn alles weitergehen sollte. Und da sind wir eigentlich so ein bisschen auch bei dem Thema, was du ja auch in der letzten Zeit auf all deinen Kanälen verbreitest. Was kann man denn eigentlich in einer solchen Dauerkrise, die ja ständig ein Auf und Ab erlebt, was kann man denn da machen, um sein Business irgendwie noch am Leben zu halten?
Ja, es ist wichtig, danke für die Frage, lieber Jochen, dass wir uns von so einem perfektionistischen Anspruch ein Stück entfernen. Mir persönlich fällt das unheimlich schwer, weil ich so ein planerischer Typ bin. Ich habe ganz gerne so, sagen wir mal, 365 Tage im Voraus gewusst, grob, wie das Jahr so läuft, aber keiner weiß, wie Corona sich entwickelt und wie daraufhin, ob nun G, G, was auch immer, Impfpflicht, was da kommt, wie sich das auswirkt auf unsere Veranstaltung, die wir machen, sind wir in Anführungsstrichen gezwungen, kurzfristiger zu planen, agiler zu sein. Eigentlich nicht so sehr die Gestalter, sondern eher die die Reag. Das ist nicht so die schicke Rolle, gebe ich schon ehrlich zu. Es stresst mich etwas, keine Klarheit zu haben und diese Nicht Klarheit dann auch auszustrahlen, kann enorm auf die Psyche gehen. Menschen erwarten ja eine Aussage und die Aussage ist nicht immer so klar zu machen, weil wir eben die Klarheit nicht haben. Alle Also selbst wenn du gut informiert bist, was wir also tun, um deine Frage zu beantworten, wir sind eben live online, so wie wir das heute sind. Wir haben von einem Jahr gelernt, streng genommen vor neun Monaten gelernt, das geht, als wir im zweiten Quartal letzten Jahres plötzlich 92 Prozent Minus hatten. Ich habe in meinem Unternehmerleben, Ich bin jetzt 39 Jahre selbstständig, noch nie 92 Prozent Minus gehabt. Minus minus 8 Prozent laufendes Geschäft bei laufenden Kosten. Das war brutal. Und da gab es nur zwei Möglichkeiten. Entweder finden wir einen Weg, wie wir das hybrider machen, wie wir insgesamt onlineiger, amazoniger werden, wie wir live online gehen mit unseren Botschaften oder wir sind einfach raus aus dem Geschäft. Also haben wir uns für die Botschaft vor dem Oder entschieden und haben von daher gelernt, dass wir natürlich jetzt livestreamen können. Wir haben die Technik, wir haben das alles sozusagen uns drauf geschafft, denke ja, so wie du auch, ich kann das mal zeigen, wir haben hier so unterschiedliche Kameraperspektiven zum Beispiel könnten dann hier, ich kann dann also auch die Perspektive wechseln, gehe zum Beispiel hierhin, bin in der Lage dann auch mit einer kleinen Bühne hier mit Flipchart und so weiter Themen zu machen. Also was wir gemacht haben, ist, wir haben Situation als Aufforderung zum Tanz verstehen wollen und haben unsere ganze Technik ein Stück geändert. Natürlich ist es schöner, wenn wir so ein Interview live machen können. Für mich ist das immer, sagen wir mal, das Wunschthema Nummer eins. Nur wenn das nicht geht, weil Unternehmen zum Beispiel ihren Mitarbeitern das Reisen verbieten oder sie einladen, im Homeoffice zu bleiben, dann ist es immer noch besser, wir machen live online etwas, wir trainieren unsere Themen live online, als würden wir gar nichts tun. Also das ist, was wir gelernt haben. Und deswegen bin ich zwar nicht glücklich über die Situation, habe aber aufgrund des Learnings der letzten zwölf Monate mit meiner Mannschaft zusammen eine gute Idee entwickelt, wie wir auch für Kunden das live online dann hinkriegen.
Ja, also das ist natürlich eine schöne Lösung, eine Lösung, die ich ja im Grunde genommen hier auch gerade praktiziere. Klar, man ist nicht mehr so häufig auf, ist eher virtuell unterwegs. Das geht aber natürlich nicht mit jedem Business. Also ich sag's mal, der Gastwirt, der ja auch gebeutelt war, der Hotelier, dem nutzt es natürlich wenig an der Stelle Und es gibt sicherlich auch viele andere Branchen und Berufe wo man das letztendlich nicht umsetzen kann, so ohne weiteres. Man sagt, dann stelle ich mir halt ein Studio irgendwo in die Ecke und fange jetzt an, live zu senden. Ich glaube, vielleicht fangen wir mal vorne an. Hier kommt die Frage von der Angelika zum Was ist das Thema? Das Thema ist übrigens für alle, die jetzt gerade reingeschaltet Restart your business. Also im Wesentlichen wie gehe ich damit um in so einer Krisensituation, wie wir sie jetzt schon seit zwei Jahren haben und wie sie vielleicht jetzt auch wieder aufs Neue hochkommt? Wie gehen wir damit um? Wie können wir unser Geschäft neu denken? Wie kommen wir aus Krisen ganz allgemein raus? Natürlich können wir jetzt hier nicht in so einer Sendung allgemein Geschäftsmodelle entwickeln für jeden, die dann für alle gelten. Das ist viel zu speziell. Aber ich glaube, vielleicht fangen wir mal vorne an. Ich glaube, das Erste, was man ja machen kann und machen sollte, ist in sich selbst reinhorchen, mit den eigenen Emotionen, den Sorgen, den Ängsten, die man da natürlich hat, umzugehen. Hast du da irgendwelche Erfahrungen gemacht, Tipps, die du weitergeben kannst? Ich meine, du hast es ja gerade beschrieben, du warst in der gleichen Situation.
Also die Frage, wenn plötzlich eine Situation kommt, die wir nicht bestellt haben, Corona ist ja von niemandem bestellt worden, nehmen wir es mal symbolisch. Das können ja auch andere Themen sein, wie sagen wir mal, es gibt einen neuen Marktplayer oder es ist ein Mitarbeiter ausgeschieden oder deine Datenbank ist gecrashed oder du hast starke Kunden verloren oder Fluktuation von Mitarbeitern, was auch immer. Ich glaube, dass jede Form von Krise, jede Form von einer besonderen Herausforderung den kann zeigt in Stresssituationen und unter Druck machst du dich offenbar und kannst du kämpfen. Bist du verliebt in das, was du tust? Ist das, was du machst, das Richtige für dich? Hast du dich für die richtige Branche, für das richtige Unternehmen, für die richtige Position entschieden? Und wenn alles das mit Ja beantwortet ist, dann geht es nicht mehr um Ja oder Nein, sondern es geht dann nur noch um die Antwort auf die Wie mache ich es jetzt? Und natürlich ist klar, du hast es gesagt, bei Gastronomen, wir sind ja auch Dienstleister, Es ist ja ganz ähnlich. Wenn ich einen Steak gestern nicht habe bestellen können, werde ich nicht heute zwei Steaks bestellen. Das heißt Der Umsatz für die Gastronomen, für die Hotellerie, für die Luftfahrtindustrie, für etliche andere in der Corona Situation eher zu den Verlierern gehörenden Branchen sind weg. Die können die nicht zurückholen. Und es gibt auch nicht für alles eine Lösung. Ich glaube nur, dass, und das war ja deine Frage, dass wir zuallererst das Problem lösen, indem wir uns vom Problem lösen. Und mein Tipp, Physiologiewechsel ist Psychologiewechsel. Manchmal hilft es, den Körper zu bewegen, laufen zu gehen, schwimmen zu gehen, Fahrradfahren zu gehen, spazieren zu gehen, sich zu bewegen, um ein Stück weit gedanklich Alternativen aufzubauen. Also du löst das Problem, indem du dich vom Problem löst. Also mal zu schauen, was da passiert. Und dann schau, Perspektivwechsel. Kann ich alternative Wege finden? Kann ich zum Beispiel Kosten reduzieren? Mal schauen, was habe ich in der Pipeline an Aufträgen? Kann ich gucken hinsichtlich Mitarbeiter? Haben wir Kurzarbeit? Wir haben natürlich auf Kurzarbeit umgestellt, Können wir auf freie Mitarbeiter umstellen? Haben wir die Möglichkeit an der Stelle kostenmäßig sauber zu bleiben unternehmerisch? Alles das sind Überlegungen, die ich dann anstellen würde, um zu schauen, wie wir im Business bleiben.
Sicherlich kann man auch in anderen Branchen gucken. Das ist etwas, was ich selber immer empfehle, was ich selber auch gerne mache. Einfach mal in anderen Branchen, in anderen Bereichen schauen, wie lösen andere das Problem und kann ich das adaptieren? Also ich meine im Grunde genommen, wenn wir jetzt als Leute, die normalerweise auf Bühnen stehen, anfangen Fernsehen zu machen im Internet, dann können wir uns das natürlich abgucken von Leuten, die schon immer im Fernsehen waren und da im Prinzip Talks und Bühnen gehabt haben und machen und betreiben so. Und ich glaube, dass man sicherlich auch hier und da einfach mal in anderen, in fremden Branchen schauen kann, wie lösen die das Problem? Und natürlich auch in der eigenen Branche und dann im Zweifelsfall adaptieren, was andere schon an tollen Ideen haben. Das ist immer ein Weg. Aber ich glaube, ich bin da ganz bei dir. Es fängt an damit, dass wir uns zunächst mit uns selbst beschäftigen und vielleicht erstmal unsere eigene Reaktion darauf betrachten. Also das, wie reagiere ich eigentlich auf die Situation? Stress entsteht ja dadurch, dass ich eigentlich nicht in der Lage bin, meine Gedanken, meine Gefühle, Fühle und meine Energien optimal zu managen. Und in dem Moment, wo mir das gelingt, dann kann ich auch dem Stress, den Sorgen etwas entgegensetzen.
Also es gibt eine wunderbare Aussage, die ich mal gelernt habe vor Jahren von meinem Lehrer Pater Ziegler, der war Jesuit, der hat without networking, it's not working. Also im Sinne Kennst du Menschen, die Themen, die du zu bewältigen hast, schon bewältigt haben? Hast du eine Mastermind? Hast du Brain Trust? Hast du Netzwerk? Hast du Men du fragen kannst? Wäre meine dringende Empfehlung. Ich glaube, keiner gewinnt alleine. Ich glaube, es ist gut, sich zu vernetzen, so wie wir beide zum Beispiel ja auch über Clubhaus etc. Uns dann neu gefunden und neu vernetzt haben. Schätze die Verbindung zu dir und zu Karrierebibel wirklich sehr. Danke Dito auch schon seit über zehn Jahren. Ich kann mich erinnern, dass du ich habe das sogar hier zu einem meiner ersten Bücher Vertrieb geht heute anders auf der Rückseite Testi gegeben hast, ne echte.
Das weiß ich schon gar nicht mehr.
Ist ja irre, so anregendes wie nützliches Buch und so weiter. Vertrieb geht heute anders. Mein Erstwerk, Das ist rausgekommen 2011, also vor zehn Jahren, das erste Mal jetzt in der zehnten Auflage. Das heißt also, ich glaube, die Verbindung zu Menschen, die gleichgeschaltet sind, die Verbindung zu Menschen, die ähnliche Themen in anderen Branchen bewältigen, die kann dir helfen, auf gute Ideen zu kommen. Und zwar nicht, indem ich jetzt bei Konzernen abschaue. Wenn ich Mittelständler bin, kann ich von Konzernen, glaube ich, wenig lernen, sondern ich müsste dann von anderen Mittelständlern lernen. Wir haben dieses Recruiting Problem gelöst. Wie lösen die hybrides Arbeiten? Remote Work? Wie machen die das mit Teams statt mit Slack? Wie wird das konkret umgesetzt, mir das anzuschauen, Schulterblick mir auch zu genehmigen? Dann glaube ich, das kann mich ein Stück inspirieren. Das gilt ja auch für die Einzelperson. Mich inspirieren Menschen, die einfach ihr Ding machen, die ihr Ding durchziehen, die auf ihrem Weg sind, die irgendwie inspirieren, die auch ein Stück Orientierung für ihr Umfeld anbieten. Und da kann ich profitieren. Das wäre auch mein Tipp für die Zuschauer, Zuhörer. Guck dahin, wo Menschen etwas besser machen, wo sie irgendwie innovativer sind, wo sie kreativer sind, wo sie vor allen Dingen handlungsorientierter sind das es immer besser als sich zu den Jammerern und Meckerern zu zählen.
Ja, absolut. Vor allen Dingen, man kann ja viel lesen, Also jetzt auch gerade in der Vorweihnachtszeit oder überhaupt in der Weihnachtszeit ist die perfekte Zeit einfach auch um viel zu lesen. Und wer keine Bücher lesen mag, der guckt halt dann YouTube Videos. Aber ich glaube, sich Menschen zu suchen, die einen inspirieren, die gute Gedanken haben, die Ideen haben, sich davon anstecken zu lassen, das kann unglaublich motivieren. Jetzt schreibt die Angelika übrigens für alle, die gerade ihr habt, könnt gerne Kommentare schreiben, die werden mir hier angezeigt. Ich sehe die dann, also wir sind ja Gerade live auf YouTube, auf Facebook, auf LinkedIn und die Kommentare sehe ich auf jeden Fall. Und die Angelika schreibt zum Beispiel allgemein Künstler auf der Bühne haben da ein riesiges Problem, weil sie natürlich im Moment hoffnungslos schwer haben, verdienen kein Geld und das Schlimmste, sie wissen nicht, wie lange es so bleibt. Das ist glaube ich in der Tat ein großes Problem, gerade eben auch für Künstler, die das Problem haben, dass die Bühnen einfach zu sind und dass sie dann im Zweifelsfall nicht gebucht werden in irgendeiner Form. Da kann man nicht viel machen. Außer auch, das habe ich schon gesehen, bei Clubhouse ist vielleicht sogar schon so die erste Idee, die fangen an teilweise Hörspiele zu machen dann auf Clubhouse oder können natürlich auch ihre Stücke per Video aufnehmen, beispielsweise nur so als Anregung mal auf solchen Plattformen wie Twitch. Da kann man tatsächlich sich abonnieren lassen und damit verdient man natürlich nicht viel Geld, Aber man kann sich bekannt machen, man kann Follower gewinnen, genauso auf Instagram. Die Leute können adaptieren, abonnieren, nicht adaptieren, abonniere vor allen Dingen. Und darüber kann man sich natürlich dann Bekanntheit holen, vielleicht sogar eine Fangemeinde und regelmäßige Online Aufführungen machen. Vielleicht gibt es sogar kleine Kammerspiele, die man da aufführen kann in so einem Raum, wie du den gerade hast.
Es gibt einige, die das machen. Wir haben Podcast Interview gemacht mit Bülent Scheer, mit Wigald Boning, mit Hugo Egon Walder, um mal so ein paar zu nennen, die ja fernsehbekannt sind. Und manche haben eben eine Onlineaffinität entwickelt. Twitch hast du angesprochen, haben ihre eigenen kleinen Talks bei Insta Live und so weiter gemacht, um warm zu bleiben, um da zu bleiben, um ihre Follower auch ein Stück zu bedienen und eine eigene Crowd, eine eigene Gemeinde aufzubauen. Also eine eigene, wenn du so willst, Fanbase auch zu haben. Und wieder andere sagen, ist gar nicht mein Ding. Sie warten halt, bis sie wieder live auftreten können. Das dann am Ende bei den Einzelunternehmern, Künstler sind ja auch Einzelunternehmer, Solopreneure. Eine Frage des Cashs, also wie viel Geld du hast, hast du gespart? Kannst du deine Kosten reduzieren? Bist du in der Lage, mal ein halbes Jahr lang ohne laufende Einnahmen zurechtzukommen? Das ist ja die Unternehmeraufgabe Nummer eins. So viel Sicherheit aufzubauen, Substanz aufzubauen, dass du auch mal eine Zeit lang ohne laufende Einnahmen wirst deinen Betrieb aufrechterhalten können. Das ist eine Frage der jeweiligen Situation des Status quo. Da habe ich sehr unterschiedliche Dinge erlebt. Die einen, die sagen, ich gehe da online, ich mache da was und die anderen, die sagen, ich warte mal, bis die Luft rein ist.
Ja, wobei also auch eine andere Erfahrung. Vielleicht auch ein zweiter Tipp von mir noch mal, was ich auch erlebt habe. Viele sind auch hingegangen, haben ihre Kunden gefragt, also vor allen Dingen ihre Stammkunden. In der Online Welt würde man vielleicht von Fans oder Followern sprechen, Also die Menschen zu akquirieren, nochmal zu reaktivieren und anzusprechen, was kann ich tun, was würdet ihr von mir brauchen, wie kann ich euch helfen Und zu denen Kontakt zu suchen, Weil gerade die Stammkunden, die Fans, die Follower, das sind ja die, die dich im Zweifelsfall halt in solchen schwierigen Zeiten auch durchtragen.
Ja, ist so. Genau 100 Prozent. Der Kunde ist der einzige, der am Ende die Rechnung bezahlt. Wenn Kunden nicht da sind, macht es relativ wenig Sinn, Geschäft betreiben zu wollen. Und es ist sicher vernünftig, einen guten Kontakt zu Kunden zu haben. Wir haben ja bei uns, das kann ich von uns mal berichten, wenn es gerade passt, zwei verschiedene Bereiche. Der eine Bereich sind unsere Veranstaltungen, die wir anbieten für Einzelmenschen, für Einzelkunden, für Einzelunternehmer, auch für Einzelpersonen, würde ich sagen, die Ich möchte an meiner eigenen Performance arbeiten, ich will meine Karriere boostern, ich will mehr Unternehmenserfolg erzielen. Die kommen zu unseren Masterclasses, Business Camps, Business Days, zu unseren Einzelveranstaltungen. Und auf der anderen Seite sind wir BB, da sind wir stärker Da haben wir eben durch unser Trainernetzwerk auch Veranstaltungen, die ganze große Gruppenbereiche von A nach B begleiten. Und da ist es sicher eine gute Idee, den Kunden zu fragen, was er will. Und wenn der Kunde zum Beispiel, nehmen wir eine Bank, sagt ja, wir haben unsere Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt, dann müssen wir eben gucken als Buam Team für mehr Unternehmenserfolg. Wie kriegen wir die Botschaft digital so rübergebracht, dass die, die im Homeoffice sind, auch in der Lage sind, an ihren Themen dran zu bleiben? Das heißt, wir richten uns dann in der Geschwindigkeit und Technik nach dem, was der Kunde sich wünscht.
Ja, also Dietlin kommentiert es gibt keinen.
Grund mehr, was zu stornieren, weil wir sind entweder so oder so immer da und präsent.
Also die schreibt auch gerade eben in der Krise zeigt sich der Charakter. Da hat sie natürlich recht. Also eine Krise ist sicherlich auch noch mal der Lackmustest für dein Geschäftsmodell, inwiefern das tatsächlich durchträgt und tragfähig ist. Also Schönwetter Kapitän kann natürlich jeder. Wenn es gut läuft, ist das super einfach. Aber die Kunst ist ja tatsächlich eben auch in schwierigen Zeiten das Business weiterzuentwickeln. Und vielleicht ist es auch noch mal ganz wichtig, dass man sich selbst das Ganze nicht so als Untergangsszenario begreift und anschaut, sondern dass man okay, ich nehme das jetzt sportlich als Herausforderung. Bisher lief es gut, es war vielleicht auch zu einfach. Und jetzt kommt so der Lackmustest, wo ich auch selber als Unternehmerin und Unternehmer gefragt bin und zeigen muss, was kann ich eigentlich wirklich? Und ich nehme das jetzt mal sportlich als Herausforderung an und überlege mir, wie kann ich mein Business neu aufstellen? Was kann ich an weiteren Geschäftsmodellen noch hinzunehmen in dieser Krise, um generell gegen Krisen gewappnet zu sein? Wie gehst du da bei deinen Kunden vor, wenn die Ja, wie mache ich denn das? Ich glaube, das ist eine relativ triviale Frage, die es natürlich faustdick dahinter hat. Wie mache ich denn das? Also wenn ich in so einer Situation stehe, angenommen, ich habe jetzt meine Emotionen einige im Griff, aber ich habe so gar keine Idee, wie es weitergehen kann oder gehen sollte, dann wache ich ja schweißgebadet nachts auf, Aber was mache ich dann? Hast du da Strategien, wie man vorgehen kann? Ich sehe gerade auch das Flipchart neben dir vielleicht willst du was malen?
Ja, ich könnte jetzt das mal so gut lesbar, wenn ich jetzt anfange was zu schreiben. Wir unterscheiden sehr stark, sagen wir mal, von der Dienstleistung Coaching oder Training oder Seminare oder Vorträge. Und wenn es jetzt bei Unternehmern darum geht, dass die vor der Tafel stehen und nicht rechnen können. Wer zu dicht vor der Tafel steht, kann nicht rechnen. Du kannst dich auch nicht selber kitzeln, selbst umarmen. Da ist manchmal gut, wenn du jemanden hast, der als Coach dir Fragen stellt. Und da haben wir Experten bei uns im Team, die das machen, die Positionierungscoaching machen, Marketing Coaching machen, In Ziele Coaching machen, vielleicht auch Live Work Balance Theme, die da sind oder Burnout Themen, Prophylaxe. Da haben wir bei uns Experten, die das tun. Und dann ist das für gewöhnlich ein 4 mal 0,5 Tage angesetztes Coaching Thema, manchmal mit einem Tool vorneweg, Stärken Schwächen Analyse und da gucken, was ist da an Potenzial und wie kriegen wir das weiterentwickelt. Manchmal hilft es ja, wenn du eine Schlüsselperson hast, eine Schlüsselsituation hast, wenn du einen Impuls bekommst. Du hast eben gesagt, wenn du liest oder wenn du Podcast hörst oder wenn du Video schaust, du bist inspiriert. Du kriegst die Gedankengänge anderer plötzlich angeboten, die dich selber bewegen und die dir dann helfen, auf die Fragen, die du hast, eine passende Antwort zu finden. Das andere ist dann zum Beispiel ein Training, wo wir sagen, nehmen wir mal einen klassischen Fall. Wir haben eine Mannschaft, die ja, aggressives Warten am Telefon ist keine gute Vertriebsstrategie. Ich muss mir überlegen, wie ich Kontakt zu meinem Kunden halte. Und dann haben wir sowas wie Remote Sell. Wir überlegen dann kann ich mich auf mein Kundengespräch vorbereiten. Finde ich über Karrierebibel, über Jochen May was bei LinkedIn, bei Facebook, bei Instagram, Clubhouse, Wie kann ich das recherchieren, bevor ich mit dir ins Gespräch gehe? Wie kann ich mich vorbereiten? Wie weiß ich die Historie? Wie finde ich die Kittel Brennfaktoren für dich raus? Und wie schaffe ich es dann auch mit Hilfe der Technik? Du siehst es jetzt hier als ein Beispiel, um das mal auch exemplarisch zu zeigen, in einem Erstgespräch Bedarfe zu ermitteln, um mal zu schauen, was ist genau der Faktor? Was ist genau das Thema Karrierebibel? Was ist der nächste Schritt? Was bräuchte es und wie können wir das herausarbeiten, um dann im nächsten Schritt zu delivern. Und dann haben wir eben ein Training. Wenn also Karrierebibel zum Beispiel zehn Mitarbeiter hätte, dann würden wir sagen wir zehn Verkäufer hätte, bleiben wir mal bei dem Beispiel, dann würden wir eben in einem Verkaufstraining trainieren, wie Remote Cell geht, wie wir das Studio dafür nutzen, indem wir eine hybride Beratung simulieren, indem wir mit einem zweiten Bildschirm malen, PowerPoint schreiben, indem wir auch mit Easy Signing Unterschriften von Kunden holen, um den Menschen zu zeigen, dass es gut ist, nicht so viel zu reisen, weil ich mich mehr Zeit mit meinem Kunden beschäftigen kann. Genauso in einem anderen Fall haben wir so etwas wie setze ich Teams ein, wenn es darum geht, meine Mannschaft über Distanz zu führen. Plötzlich Walking Around ist kein gutes Führungsmodell mehr. Wenn da keiner ist in deinem Büro, weil sie alle in Home Offices sind, ist die Antwort auf die Frage zu finden, wie führe ich denn auf Distanz? Da gibt es ja keine Einarbeitung. Das passiert einfach und plötzlich muss ich mich autodidaktisch voran irren. Und was wir da machen, wir begleiten durch Fragen. Wir haben Systeme, wir haben Online Programm dafür, wir haben erfahrene Experten, die diese Kunden dann begleiten durch diesen Veränderungsprozess. Das ist in Kurzform unsere Vorgehensweise. Und wenn ich selber mache, sind es Vorträge. Das heißt, ich bin jemand, der auf der Bühne dann Dinge erzählt und damit Menschen triggert hoffentlich und auch seelisch toucht und sie von A nach B ein Stück begleitet und letzten Endes den Impuls dafür auslöst, dass wir das in der Tiefe werden uns anschauen müssen. Denn jede Form von Veränderung ist ja immer eine Frage von Regelmäßigkeit. Es geht ja nicht schnell. Da glaube ich zumindest nicht dran.
Wie wichtig sind denn aus deiner Sicht in so einem Zusammenhang sich selber Ziele zu setzen, zu formulieren? Also klar, in der Krise ist es, glaube ich, super schwierig zu Ich will trotzdem mein business wieder um 50 Prozent und meinen Umsatz um 50 oder 150 Prozent steigern. Aber vielleicht auch zu Ich möchte in den nächsten drei Monaten ein Geschäftsmodell entwickeln, weil den Umsatz wieder auf 100 Prozent zurückbringt. Wenn ich jetzt an deine Situation denke, minus 92 Prozent. Wie sinnvoll findest du das überhaupt, sich solche Ziele zu formulieren? Hilft es an der Stelle oder ist es arg, tollkühn.
Ich sag mal, es ist tollkühn, Es ist aber zumindest praktisch. Wer keine Ziele hat, braucht ja auch nicht aufzustehen. Also irgendwie muss ich schon eine Idee haben, wohin ich will. Und ich kenne kein Navigationssystem, das mir sagt, bring mich weg von hier, sondern Navi heißt irgendwie klare Längen und Breitengrade. Jetzt gibt es aber Situationen, das muss ich schon auch zugestehen. Da fällt es einem schwer, Ziele zu finden, weil du einfach im Nebel stehst, voller Stress bist und keine Ahnung, Probleme an allen Seiten hast. Ein Unternehmer kann Cash Probleme kriegen, Finanzierungsprobleme kriegen, der kann Mitarbeiterprobleme kriegen, gleichzeitig hast vielleicht Fluktuation, du hast schlechte Stimmung im Team, du hast dann gleichzeitig auch keine Aufträge von Kunden mehr. Ich erlebe das so, dass diese Themen häufig in der Allokation zusammenkommen. Und dann glaube ich, ist es wichtig, dass wir uns von Zielen lösen und ich biete als Alternative den Begriff Richtung an. Ich glaube, in Zweifel zu sein und im positiven Sinne zu verzweifeln. Jetzt nicht, weil ich depressiv werde, sondern weil ich mit meiner Antwort auf die Frage noch nicht zufrieden bin. So meine ich das. Ich ringe und um den Ausdruck Ich ringe um die beste Antwort. Ich ringe um eine Lösung im Sinne von ich bin positiv verzweifelt, ich habe die Ziele nicht. Ist aber wichtig, dass mein Leben eine Richtung hat. Das heißt, ich muss aufstehen, mich bewegen. Move Beweg dich, beweg dich. Guck, dass du die Perspektive veränderst, dass mancher Weg auch beim Gehen entsteht. Sei offen für Botschaften, die von außen kommen, die Zufälle, die sogenannten, die ja sehr, sehr magisch auch und entscheidend sein können für unseren weiteren Weg. Also beweg dich von der Tafel weg, hab den Abstand. Das wäre meine Idee. Richtung bedeutet dir die Frage zu Bin ich in der richtigen Branche? Bin ich im richtigen Unternehmen, in der richtigen Position im Unternehmen? Und bin ich die richtige Person für diese Position in dem Unternehmen, in der Branche? Und wenn ich diese Fragen immer wieder beantworten kann, dann wird sich auch Antworten, wird es Antworten geben auf die Fragen, die ich mir stelle. Manches passiert dann durch das Handeln. Ich habe das immer wieder erlebt, dass dadurch, dass du dich bewegst, dann automatisch Dinge passieren. Wer sich bewegt, kommt dann weiter. Ist so ein bisschen wie das Bormo aus dem Golfsport ist Bernhard Langer mal gefragt worden, ob Golf nicht Glück sei, Glückssache sei, sagt er ja, umso mehr ich übe, desto mehr Glück habe ich. Da ist was dran. Umso häufiger du trainierst, umso häufiger du dich bewegst, in eine Richtung bewegst, desto mehr Zufälle werden provoziert und desto mehr Lösungen wird es auch für deine Probleme geben.
Ist auch meine persönliche Erfahrung, habe ich selber auch schon gemerkt. Wir waren 2020 auch mal in so einer Krise drin, aus anderen Gründen, weil uns Google da einfach zurückgestuft hatte, haben ihren Algorithmus geändert, konnten wir gar nichts dafür. Die haben es dann ein halbes Jahr später wieder zurückgeändert, da ging es auch wieder. Aber da haben wir auch gemerkt, wie anfällig wir eigentlich sind und wie abhängig wir dann doch wieder von äußeren Umständen sind. Und auch da war meine Erfahrung nicht einfach nur dasitzen, verzweifeln, sondern der erste Schritt war damals hinzugehen zu Ich analysiere das Problem. Bei den meisten Fällen oder den meisten Menschen ist es wahrscheinlich im Moment ganz klar, ist Corona der Auslöser und da gibt es auch gar nicht viel zu lamentieren. In diesem Fall war das natürlich die Analyse bei Google noch ein bisschen diffiziler und ein bisschen gründlicher und danach haben wir einfach gesagt, okay, wir müssen uns bewegen und wir haben angefangen, verschiedene Sachen anzustoßen und zu verändern. Da war zugegebenermaßen auch Aktionismus dabei. Und ich kann mich erinnern, dass wir dann nach einem Vierteljahr schon wieder Dinge zurückgedreht haben, die wir anfangs einfach unternommen haben, weil wir geglaubt haben, sie würden helfen, haben ein bisschen geholfen, aber nicht wirklich richtig und es war eher zum Nachteil. Aber allein durch diese Bewegung haben wir unglaublich viel gelernt und haben danach sehr viel besser gemacht. Und als dann Google seinen Algorithmus wieder verändert hat, zurückgedreht hatte, sind wir nicht nur auf den alten Level zurückgekommen, sondern deutlich darüber hinaus. Genau. Und diese Bewegung allein, die hat extrem viel geholfen.
Interessante Informationen vielleicht auch für die Zuschauer zu hören. In den USA ist So, dass jetzt 70 Prozent aller Suchanfragen über Alexa gehen und Siri und die sind nicht mit Google connected. Also es macht Sinn, auch über Bing findbar zu sein, über die Voice Applikation. Das ist ja, was ich im Silicon Valley vor zwei Jahren gesehen habe. Es geht die Richtung aller Plattform Unternehmen, die unser Daily Business sehr stark dominieren gehen in Richtung Voice Applikation. Es wird eben weniger geschrieben als vielmehr Sprachbefehl das Thema sein und ist automatisch Google nicht mehr ganz so machtvoll. Interessante Information, finde ich.
Absolut. Es verändert sich ja im Markt auch wahnsinnig viel und wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit. Das kennst du auch. Genauso wie der Satz, man sollte immer wieder mehr am Unternehmen arbeiten als im Unternehmen. Auch das ist so eine Weisheit, die jeder Unternehmer natürlich kennt, wo man genau weiß, ich muss was tun, damit sich man Unternehmen verändert, dass ich letztendlich natürlich auch ein Stück weit mich da rausziehen kann, aber eben das Unternehmen ständig weiterentwickle. Mit Blick auf die Uhr sage ich schon mal, wir haben schon eine gute halbe Stunde. Ich erwähne es nochmal an alle, die gerade eingeschaltet haben. Wir sprechen über das Thema Restart your Business. Wir sprechen noch ein paar Minuten. Wenn ihr wollt, könnt ihr gerne Kommentare schreiben unter dem Post gerade. Wir sehen das dann hier oder ich sehe das dann gerade und gehe gerne darauf ein, stelle die Fragen dann neben Andreas, der da sicherlich auch gerne beantworten will. Wir beide zusammen. Also nutzt die Zeit noch, wenn ihr dazu Fragen habt. Ansonsten könnt ihr das natürlich auch später gerne bei diesem Video machen, was natürlich auf LinkedIn, Facebook und YouTube archiviert werden wird. Kommen wir vielleicht noch mal zu dem Thema Improvisationstalent, Anpassungsfähigkeit. Ich glaube, das ist ja eine wichtige Eigenschaft von Unternehmern im Allgemeinen, um genau solche Situationen bestehen zu können, improvisieren zu können. Da hat sich was verändert, der Markt hat sich verändert. Das muss ja nicht immer nur Corona sein, sondern es kann ja eben auch ein technologischer Fortschritt sein, eine Innovation. Da muss man sich dann auch schnell adaptieren, anpassen können. Kann man das trainieren? Kann man Improvisationstalent, Anpassungsfähigkeit in irgendeiner Form trainieren, um da einfach in Zukunft auch besser drauf reagieren zu können?
Ich glaube, es ist alles trainiert, trainierbar und übbar. Es gibt Menschen, die sind dafür eher gemacht als andere. Manche Berufsgruppen sind da vielleicht auch eher dafür geeignet zu improvisieren wiederum als andere. Grundsätzlich möchte ich festhalten, dass ich glaube, dass wir in Deutschland, ich habe es mal auch durch Statistiken ein Stück belegt, nachgerechnet zwischen 15 und 18 Millionen Leistungsträger haben, wenn wir ausgehend von 40 Millionen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmerverhältnissen. Und wenn wir ausgehen davon, dass etwa 10 Prozent davon Selbstständige sind, die sie teilweise ein eigenes Gehalt bezahlen und das mal hochskalieren, auch mit den ganzen Konzernen, dann kommen wir auf 16 Millionen Leistungsträger. 15, 16, 17 Millionen Leistungsträgers. Die Leistungsträger sind ja nicht als Leistungsträger auf die Welt gekommen, sondern sie haben sich zu Leistungsträgern entwickelt. Die haben vielleicht Talent gehabt, die haben irgendwelche verborgenen Fähigkeiten gehabt, die irgendwann zu einem richtigen Zeitpunkt dann freigelegt wurden. Dann kommt Ehrgeiz dazu. Und da können wir jetzt streiten. Ist das Veranlagung, ist das Umfeld, ist das Erziehung? Ich bin kein Experte. Ich kann sagen, wenn die Veranlagung da ist, das Talent da ist und das Training dazu kommt und das richtige Umfeld dazu kommt, dann passt auch die Performance. Und dann ist bei diesen Leistungsträgern das Thema Veränderungsbereitschaft, Agilität, nach vorne gehen, Verantwortung übernehmen, eher zu erwarten. Bei den anderen ist das trainierbar dann, wenn sie wollen. Ich habe die Feststellung gemacht, wer will, der macht. Wer will, findet einen Weg. Für den ist auch ein Widerstand eher eine Aufforderung zum Tanz. Die fragen sich dann nicht, wieso passiert mir das? Sondern sie fragen sich wie löse ich das jetzt? Gehe ich so um, so mache ich eine Pause? Frage ich jemanden, räume ich den Stein zur Seite? Die sind nicht so stark beschäftigt mit Ja, ich mache mir Gedanken, warum mir das passiert, sondern sie sind eher beschäftigt mit der Antwort auf die Wie löse ich das Problem? Wer das also trainieren will, der kann den Weg dahin finden. Es gibt eine Menge Menschen, die sich nicht gerne anstrengen, die gerne in der Komfortzone sind, die gerne tun, was sie tun, die Gewohnheitsprozesse sehr lieben. Ich verstehe das auch. Nur wer tut, was er immer tut, hat auch, was er schon immer hat. Und wer das, was er hat, nicht mehr haben will, der muss die Komfortzone verlassen, muss Muster brechen. Sometimes you have to break the pattern, sagen die Amerikaner, um zu einem besseren anderen Ergebnis zu kommen. Und das ist am Ende eine Haltungsfrage, eine Frage des Mindsets und der Einstellung.
Ja, das ist, bin ich ganz bei dir? Es ist oft eine Attitüde und eine Frage. Mein Lieblingssatz ist ja, wer etwas will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. Das ist in der Tat sehr häufig der Fall. Nun gibt es aber, ich sehe gerade noch eine Frage von Renate, die sagt, also sie hätte häufig lähmende Existenzängste und die würden sie blockieren. Das gibt es aber auch. Das heißt, ich glaube jetzt hier, da ist jemand, so interpretiere ich das, jemand der sch will, aber der einfach von seiner Angst blockiert wird. Also ich kenne das selber auch, ich weiß noch an den vor 7, 8 Jahren, als ich mich selbstständig gemacht habe, das war auch ein harter Schritt und das war nicht so ganz freiwillig. Und da bin ich auch das ein oder andere Mal schweißgebadet, nachts aufgewacht und habe gedacht, meine Güte, wie bringst du jetzt die Familie durch irgendwie, wie geht das? Schwierig. Also wie kann man diese Angstüberwindung, also ich kann gerne noch was dazu sagen, aber ich habe dich ja dabei, deswegen frage ich jetzt zunächst mal, wie bist du damit umgegangen oder wie gehst du mit solchen Situationen?
Respekt davor, wer Angst hat, hat Respekt auch vor der Situation und ist unsicher in dem, was er tut. Und da sind Ängste, finde ich, ganz normal und auch zu verstehen, Renate, um das mal direkt in deine Richtung zu sagen. Gleichzeitig sage ich dir auch, dass Angst dauerhaft zu haben ein starker Blockierer ist, ein starkes Stoppschild ist und dich genauso wie Neid oder andere negative Gefühle abhält davon, dein Ding zu machen. Wer immer glaubt, dass kein Parkplatz da ist oder es anfängt zu regnen oder ich vielleicht, sagen wir mal, den Kunden verlieren könnte, der wird mit seiner selbsterfüllenden Prophezeiung wahrscheinlich auch das anziehen, was er befürchtet. Deswegen stop it. Und hier gilt ganz einfach, bring den Körper in Bewegung. Schau, dass du dich bewegst, dass du Dinge veränderst, dass du dich mit Menschen beschäftigst, die eben weniger Ängste haben, keine haben, dass du ein Netzwerk von Leuten aufbaust, hier regelmäßig zuhörst, dich im Rahmen der Karrierebibel mal ein bisschen schlau machst, was der Jochen Meider so tolles auch für Menschen, die Karriere machen wollen, schon verschriftet hat manchmal hier das auf jeden Fall. Physiologiewechsel ist Psychologiewechsel. Bewege dich, bewege den Körper, mache Dinge anders, um zu besseren anderen Gedanken zu kommen, um die Angst zu besiegen. Die Angst darf nicht stärker sein als dein Lebens und Karrierewille.
Also mir hat damals sehr geholfen tatsächlich mich der Angst zu stellen. Also genau zu sagen, wovor habe ich Angst? Ist es das Finanzielle ist ist es das nicht weiter wissen? Die Angst davor, vielleicht keinen Job mehr zu finden oder sonst irgendwas. Und ich habe mich dieser Angst gestellt, habe sie sozusagen konkretisiert, darüber nachgedacht, habe dann angefangen zu rechnen. Es war vor allen Dingen natürlich damals das Finanzielle, weil das Einkommen auf einmal fehlte. Ich bin ja damals aus dem Job, aus dem Angestelltenverhältnis rausgekommen und musste jetzt was Eigenes aufbauen. Da gab es zwar schon was, aber noch nicht in diesem Umfang. Und habe mich dann einfach mal in den Rechenschaft Gesetz und gesetzt, was fehlt mir eigentlich? Also was fehlt an Betrag? Und dann mit meiner Frau zusammen das alles durchgerechnet. Und dann kamen wir halt auf den Fehlbetrag von. Und als ich das dann sah, schwarz auf weiß und gesehen habe, es fehlen eigentlich nur 1000 Euro jeden Monat in der Kasse, habe ich gesagt, die kriege ich irgendwie immer hin. Und wenn ich Buletten bei McDonald's brate, das ist egal, aber 1000 Euro kriege ich immer irgendwie verdient. Das ist schaffbar. Und mit diesem Gefühl, also mit diesem Wissen und diesem Gefühl in der Tasche wusste ich, ich kann es schaffen. Und danach löste sich der Knoten und danach waren auch diese kein Problem mehr. Und der erste Monat war noch schwer, der zweite war auch noch schwer, aber der dritte war dann schon über die Maßen erfolgreich. Und so ging das dann immer weiter. Und ich glaube, der beste Weg gegen die Angst, also auch in Richtung Renate, ist der Weg durch die Angst hindurch. Also willst du die Angst überwinden, Stell dich der Angst und geh durch die Angst hindurch. Das ist der einzig machbare Weg. Verdrängen. Das Schönreden oder sowas wird nicht dazu führen, weil diese Sorgen werden bleiben. Aber wenn du da durchgehst, wenn du sie konkret benennst, wenn du es aus Wovor habe ich eigentlich Angst? Was ist es eigentlich, wenn ich dann reinschaue und stell Das ist eigentlich Quatsch, wovor ich mir Angst mache, das ist schaffbar. Dann verliert die ihr Schrecken. Das ist wie so bei kleinen Kindern. Wenn du das Licht anmachst, dann ist der böse Mann unterm Bett weg, vor dem die ganze Zeit Angst hast oder im Schrank, dann siehst du, da ist gar keiner und du musst einfach im übertragenen Sinn das Licht anmachen und dann siehst du, es gibt gar keinen Grund. Es ist möglich, das Leben geht weiter, wir sterben deswegen nicht. Vielleicht musst du dein Geschäftsmodell umdenken. Vielleicht ist dein Business heute ein komplett anderes, als es morgen sein wird und umgekehrt. Also das ist, ich glaube, da verändert sich einfach ganz, ganz viel. Der Satz ein das Geschäftsmodell, mit dem gestartet ist, nie das, mit dem du am Ende erfolgreich wirst. Das vielleicht auch noch mal an alle Gründer, die jetzt irgendwie was anfangen. Auch da kann ich aus Erfahrung sprechen. Du bestimmt auch. Wir haben alle mit irgendwelchen Geschäftsmodellen angefangen, weil wir gedacht haben, das funktioniert. Vielleicht hat es am Anfang auch funktioniert, aber der große Durchbruch geschieht meistens auf dem Weg und dann veränderst du das und sagst Mensch, das ist eigentlich viel cleverer, ich mache jetzt das.
Zwei Dinge dazu, wenn es noch passt. Der natürliche Feind der Angst ist die Atmung, Atme, Liebe. Der natürliche Feind der Angst ist durch die Angst durchgehen. Was Jochen sagt, möchte ich unterschreiben. Gleichzeitig sage ich auf der Rückseite, es gibt keinen Königsweg. Also jeder muss irgendwie seinen eigenen Weg da finden. Leider gibt es jetzt keine Checkliste. Macht das, dass das ist die Angst weg. Also das ist der eine Punkt und der andere Es ist tatsächlich immer erst der Auftrag da und dann sind die Prozesse da. Also wenn Jochen hier Schau hin und wieder hin, wie sich der Weg bei dir unternehmerisch entwickelt, Dann kann ich sicher bei allen, die ich verfolgt habe, hat sich das Geschäft dann anders entwickelt als ursprünglich geplant. Ich wollte dahin gehen, bin aber da rausgekommen. Es passt grob die Richtung. Deswegen möchte ich die Frage anbieten in regelmäßigen Abständen, die Vernünftig ist es, dich selbst zu fragen, ob das, was du jetzt gerade tust, noch zu dir passt.
Und zwar unabhängig von der Krise.
Unabhängig davon, wer die Antwort auf die Frage nach dem Warum gefunden hat, der kann auch Widerstände besser aushalten. Der kriegt es irgendwie gewuppt, weil die Antwort auf die Frage nach dem Warum tue ich das? Das ist nicht jetzt die Sinnfrage, so eher die Motivationsfrage. Klar ist unternehmerisch für diejenigen, die als Unternehmer zuschauen, Unternehmerinnen zuschauen, gibt es die Jochen du kennst sie wahrscheinlich auch. Wenn ein Kunde kommt und dir eine Aufgabe gibt und du dir die Frage kann ich das auch noch machen und können wir das auch noch machen? Ist ja schon sehr zweifels belegt. Und wenn du auf diese Frage Können wir das auch noch machen? Zu oft Ja sagst, könnte es sein, dass deine Richtung nicht mehr die ist, sondern die ist und dann ist die ist das Richtige, was ich tue. Sicher keine schlechte.
Ja, absolut. Und für alle, die jetzt zuschalten, wie gesagt, wir kommen jetzt auch gleich auf die Zielgerade und dann ans Ende, weil du gerade eben das Warum angesprochen Ich persönlich mag die Frage nach dem Warum ja nicht so gerne. Es ist natürlich wichtig, nach hinten zu schauen, zu analysieren, wie konnte es dazu kommen? Aber viele Leute fragen sich ja dann auch eher in die Richtung warum? Warum passiert mir das? Warum passiert immer mir das und so weiter und so fort. Deswegen mag ich die Frage nicht so gerne. Ich sage dann frag doch lieber wozu, weil die nach vorne blickt. Also wenn du dir die Frage stellst warum, dann frag dich bitte gleich auch wozu dient das? Und oft ist es so und das kann ich auch wieder aus meinem eigenen Leben sagen. Ich bin jetzt auch schon seit über 30 Jahren Berufsleben. Auch da hatte ich viele verschiedene Krisen, auch als Angestellter natürlich. Wenn man sich aber wozu fragt, dann findet man immer auch den Ausweg, weil man okay, das ist jetzt gerade echt doof, was da gerade passiert und das war auch gar nicht so geplant. Aber wozu? Dann findest du häufig raus. Und von Sören Kierkegaard gibt es ja diesen wunderschönen Man muss das Leben vorwärts leben, aber rückwärts verstehen. Und wenn du hinterher zurückschaust, dann erkennst du manchmal, dass es dann doch zu deinem Besseren war. Ich kann mich erinnern, dass ich mich ganz ganz früher mal irgendwann bei der Deutschen Journalistenschule hier in Köln beworben hatte für ein Volontariat abgelehnt wurde im Nachhinein. Ich war damals am Boden zerstört, weil die so einen super schwierigen Aufnahmetest haben und da habe ich echt alles gegeben und es trotzdem nicht gekriegt. Und hinterher muss ich sagen, hat es mir überhaupt nicht geschadet, da nicht gewesen zu sein. Ganz im Gegenteil, ich habe sogar noch Leute kennengelernt, die da auch dabei waren und hatte Kontakt bei denen im Studium. Also auch da muss ich wieder sagen, manche Dinge in dem Moment waren doof und hat sich überhaupt nicht gut angefühlt. Aber nachhinein heute, wenn ich so auf meinen Lebensweg zurückblicke, denke ich mir, hat es mir geschadet. Nein, also in dem Moment ist es einfach so, das Leben geht weiter und wahrscheinlich ist es eben auch so mit dem Business. Manchmal gibt es so Krisen und es fühlt sich im aktuellen Moment gar nicht gut an. Aber in fünf Jahren vielleicht schauen wir darauf zurück und denken, meine Güte, was habe ich mir damals den Kopf zerbrochen und Sorgen gemacht? Es ist ja trotzdem weitergegangen.
Ist denn die Pleite die bessere Alternative?
Manchmal ja, manchmal ja.
Also da stimmt natürlich Betriebs stimmt das. Nur ist vielleicht klar, was ich meine. Also wir wollen es natürlich schon dagegen stemmen. Und Kierkegaard zitierst, dann sage ich, der durch die Frontscheibe ist größer als der durch den Rückspiegel. Das zahlt dann ein auf das Wozu anstelle auf das Warum.
Also ich glaube nochmal auch in der Rückschau, als ich damals den Job im Prinzip, als ich arbeitslos geworden bin, war das auch eine blöde Situation und so von mir überhaupt nicht geplant. Natürlich habe ich mir Sorgen gemacht, aber in der Tat, einer meiner Lebensträume war immer, mich selbstständig zu machen. Und ich war auch vorher 15 Jahre lang angestellt. Du kennst mich, wir kennen uns ja noch aus dieser Zeit und ich hätte wahrscheinlich nie den Mut gehabt, mich wieder selbst, ich hatte ja schon wieder ein neues Angebot in der Tasche für einen neuen Job, der auch gut bezahlt wäre und am Ende hat er mich halt dann verarscht mit dem Angebot. Aber letztendlich bin ich diesem Menschen, mit dem ich heute trotzdem nicht mehr bekannt bin, bin ich immer doch wieder dankbar einschließlich, weil aufgrund dieses Handelns war ich in der Lage, mir den Mut zu fassen, mich endlich selbstständig zu machen. Also weil du von der Pleite sprachst. Im Grunde genommen war es eine Pleite, aber sie hat mir dazu geholfen, meinen eigentlichen Lebensglauben, die Selbstständigkeit zu verwirklichen. Und manchmal ist es eben auch die Pleite mit dem einen Business, was du gerade hast, die vielleicht erforderlich ist, damit du frei wirst für das eigentliche Business, was noch in dir drin steckt und für den neuen Weg, der dann viel größer wird. Aber du musst dich von dem alten lösen, um das Neue überhaupt anfangen zu können. Also deswegen kann man, glaube ich, auch hier wieder so eine Haltungsfrage, kann man auch in jeder Krise, es klingt wieder so schrecklich nach Kalenderspruch, in jeder Krise eine Chance sehen, so da sagst du nichts mehr dazu, dann sind wir am Ende, dann haben wir uns auch.
Da kann nichts mehr kommen.
So Dreiviertelstunde ist ja auch um. Ich danke allen, die eingeschaltet haben, zugesehen haben. Fragen haben wir glaube ich keine mehr, jedenfalls sehe ich hier keine mehr auf dem Tableau. Ich danke fürs Einschalten. Andreas, ich danke dir ganz ganz herzlich, dass du mitgemacht hast. Für alle, die noch mehr von dir hören und sehen und wissen wollen, Andreas Buhr Com, glaube ich, ist deine Website Adresse. Ansonsten kann man dich natürlich auch googeln. Mit Andreas Buhr findet man auf jeden Fall ein wunderbarer Redner, wie man hier gemerkt hat, ein wunderbarer Autor von tollen Büchern und natürlich auch ein ganz ganz toller Unternehmer und Berater in diesem Sinne. Also von daher lernt ihn kennen, kontaktiert ihn, sprecht ihn an, er ist auf jeden Fall ein wunderbarer Kollege. Ich sage immer, du bist immer der Gentleman unter den Speakern. Ich schätze dich wirklich sehr und ich genieße diese tollen Talks mit dir. Ich freue mich auf den auf den Talk auf Clubhouse wieder mit dir von der es wird eine schöne Zeit. Danke, dass du dir die Zeit genommen hast und alle anderen natürlich auch. Danke, dass ihr eingeschaltet habt und ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen und Wiederhören, vielleicht auch mal vor Ort live mit dir in Düsseldorf oder hier in Köln, wie du magst.
Vielen lieben Dank, lieber Jochen, eine große Freude mit dir gebe ich alles gern nach Köln zurück, Gruß in alle Richtungen und bis bald. Bleib gesund. Gute Vorweihnachtszeit und ein gutes 2022 Tschüss.
So machen wir es.










