Video advice (German) by Jochen May (Karrierebibel) on answering the "weaknesses" question in job interviews. Key recommendations: be honest and authentic about real weaknesses; avoid canned answers like 'I'm a perfectionist'; show you analyse and actively work on weaknesses (example: set tighter deadlines to counter procrastination); admit and verbalise nervousness or ask briefly for a pause if you need time. The speaker cites studies (not named) claiming honesty about weaknesses can increase hiring chances up to fivefold.
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Vor einer Frage haben die meisten Bewerber vor allen Dingen Angst im Vorstellungsgespräch. Das ist die Frage nach den Schwächen. Ich zeige Ihnen gleich, worauf es dabei ankommt und wie Sie die am besten beantworten. Mein Name ist Jochen May und ich bin Gründer und Autor der Karrierebibel. Über die eigenen Schwächen zu reden ist nie angenehm. Irgendwie ist einem das peinlich und es macht einen so wahnsinnig klein und es passt auch gar nicht zum Bewerbungsgespräch. Da soll man ja von seinen Erfolgen erzählen, man soll Werbung für sich machen, von seinen Stärken reden. Und dann passiert ausgerechnet der Personaler fragt nach den eigenen Defiziten, Mängeln und Schwächen. Mein Sprechen Sie trotzdem darüber und zwar ganz ehrlich und authentisch. Es gibt inzwischen zahlreiche Studien darüber, dass Bewerber, die konstruktiv mit ihren Schwächen umgehen, größere Chancen haben, den Job zu bekommen als Sie jene, die nur eine Fassade aufsetzen und im Zweifelsfall ihre Schwächen in irgendwelche Floskeln verkleiden. Ich gebe Ihnen ein typische Floskeln wie Ich bin ungeduldig, ich bin immer pünktlich, ich strebe viel zu sehr nach Ordnung, sind einfach schöngeredet und unglaubwürdig. Die meisten Personaler haben sowas schon zigfach gehört, glauben es sowieso nicht und erkennen darin jemanden, der eben nicht ehrlich mit seinen Schwächen umgehen kann. Jeder Mensch hat Schwächen, deswegen sollten Sie diese auch unbedingt zugeben. Studien zeigen sogar, dass derjenige, der seine Schwächen ehrlich zugibt, seine Jobchancen um das Fünffache steigern kann. Ein enormer Wert. Der Trick ist allerdings, dass Sie mit Ihren Schwächen konstruktiv umgehen. Sagen Sie also nicht einfach Ich schiebe Aufgaben manchmal gerne auf, das wäre zu wenig und das ist dann auch eine Schwäche, Sondern Sie sollten schon zeigen, dass Sie Ihre Schwäche bei sich selbst erkannt haben, diese analysieren und daran arbeiten. Eine konstruktive Lösung wäre dann zum Ich schiebe unliebsame Aufgaben zwar gerne mal auf, setze mir aber häufiger enge Deadlines und schaffe mir so genügend Pufferzeit. Diese konstruktive Art, mit seinen Schwächen umzugehen, dokumentiert noch etwas anderes, nämlich Problemlösungskompetenz. Und darauf kommt es später auch im Job an. Wenn Sie also auf diese Art mit Ihren Schwächen im Vorstellungsgespräch umgehen, sind Sie menschlich konstruktiv und Sie zeigen, dass Sie selber in der Persönlichkeit gereift sind und sich mit sich selbst auseinandersetzen können. Achso, noch ein Wenn Sie schon über Ihre Schwächen reden und dabei vielleicht etwas nervös sind oder einen Blackout Verbalisieren Sie das. Geben Sie das ruhig zu, indem wir nämlich über unsere Nervosität sprechen. Setzt bei jedem Personaler sofort eine Art Beißhemmung ein und das macht Sie ja auch menschlicher. Es ist eine Ausnahmesituation, so ein Jobinterview, dass Sie nervös sind. Also völlig normal. Schaffen Sie sich ruhig etwas Bedenkzeit. Fragen Sie um einen Schluck Wasser oder eben um eine kurze Auszeit. Sammeln Sie sich. Und das ist allemal menschlicher und überzeugender, als wenn Sie eine coole Fassade aufsetzen.