Teil 2: So gefährlich ist KI in der Bewerbung

Stefan and JobGenius discuss how AI threatens job applications: AI-generated resumes look identical and fail parsing systems, while authentic emotion cannot be faked. They recommend single-column CVs and suggest AI works better for interview prep and research than for writing your actual application.
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Mal passieren. Ich muss den Knopf woanders hinlegen, der liegt nämlich genau neben diesem hier, neben dieser Szene. Das ist hier Arbeit hier mit dem Stream Deck. Wenn du hier Text redest und auch noch parallel Regie machst, kommt man schon mal durcheinander. Ist mir sehr unangenehm, tut mir leid. Anfängerfehler. Nichtsdestotrotz, wobei stehen geblieben. Genau, KI kann keine Emotionen. Da haben wir vorhin Schluss gemacht, da gehen wir gleich wieder rein. Ihr selber, deswegen wollte ich dieses Bild auch zeigen, könnt aber jederzeit hier unten Kommentare schreiben, wo auch immer ihr jetzt zuschaut, auch zum zweiten Mal hoffentlich wieder dabei. Ihr könnt jederzeit Kommentare schreiben. Wir sehen die Auf Facebook, auf LinkedIn, auf YouTube, schreibt Kommentare, stellt uns Fragen, wir beantworten sie live in der Sendung. Heute ist bei mir der Wurm drin, erst der Hustenanfall, jetzt drücke ich den falschen Knopf. Stefan. Nichtsdestotrotz, gibt es denn noch weitere Fehler, auf die man unbedingt achten sollte, wenn man sich ein Bewerbungsschreiben oder einen Lebenslauf mit der KI optimieren lässt? Sagen wir es mal so.
Ja, grundsätzlich möchte ich da noch einmal einen Satz anschließen. Eine KI kann ja keine Emotion haben oder machen, weil die sind ja immer von einem persönlich, so wie eine Bewerbung immer eine persönliche Story ist. Und wenn man es richtig, richtig gut haben will, dann kann die Story nur von einem selber sein. Und genau, und das ist einfach der Punkt. Wir haben natürlich auch einen hohen Anspruch an ein Anschreiben, das muss man auch schon so sagen, Jochen Genau. Und deswegen erkennen wir vielleicht auch so ein Anschreiben mal eher. Aber ganz ehrlich, der erfahrene Personaler hat auch früher die Mustertexte erkannt. Er erkennt auch jetzt ein generisches, mit KI verfasstes Anschreiben, was qualifativ vielleicht ein bisschen besser ist, aber was immer noch nicht authentisch und per. Genau. Ansonsten weitere Punkte sind natürlich, wenn wir mal so ein bisschen zum Lebenslauf auch vielleicht gehen. Da gibt es natürlich nicht nur beim Verfassen, ja, wenn man es jetzt zum Beispiel irgendwie als Werkzeug nutzt, um irgendwie Dinge umzuformulieren zum Beispiel, da sollte man natürlich auch aufpassen, ja, gerade wenn ich den Lebenslauf vielleicht auch mal mit ein bisschen, also nicht nur kurze Stichpunkte, sondern ein bisschen längere Textabschnitte habe oder so, oder mal eine Executive Summary, ein Über mich Teil hinzufüge oder so, dass ich nicht immer so generisch bin, dass ich auf dem Punkt bin. Genau das sollte ich genauso für den Lebenslauf beachten, was natürlich vielleicht so ein zweiter Aspekt ist und wo ich dann, wo wir halt von dieser Bewerbungserstellung rüberwandern zum Thema, wie ist das auf der anderen Seite, wie es im Recruiting, es ist ja durchaus so, dass KI auch eingesetzt wird. Und das ist vor allem an der Stelle, wenn es irgendwie um so eine Art Bewerbermatching geht. Also Bewerbermanagement Systeme, die lesen ja Daten im Lebenslauf nicht nur aus, also das können ganz viele, um diese Daten dann in die eigene Bewerber Datenbank zu transferieren, sondern haben oft auch eine Art von Matching Funktion inkludiert. Und es gibt vor allem große Unternehmen, die sowas durchaus einsetzen, um halt so ein Ranking dann auch quasi zu erzeugen. Und da kann natürlich im ersten Step tatsächlich in dem Auslesen oder Extrahieren der Daten schon ganz viel schiefgehen. Und das ist natürlich ein Punkt, der schon vor dem KI Hype eine Rolle spielte, aber jetzt in der fortschreitenden Technologisierung auch im Recruiting immer immer wichtiger wird. Und da gibt es natürlich verschiedene Punkte, die in einem Lebenslauf zu beachten sind. Wir zum Beispiel raten, dass man immer ein klassisches Layout einfach nur verwenden sollte, weil je mehr Technologie im Einsatz ist, desto mehr werden auch Daten extrahiert und werden ausgelesen und desto wichtiger ist es, dass diese Daten überhaupt ausgelesen werden können. Und das natürlich dieses klassische Layout einspaltig, so wie wir es kennen und auch wie wir dazu raten, immens wichtig, weil zweispaltig Lebensläufe sind immer schwierig auszulesen. Diese neuen Canva Lebensläufe, die nutzen dann auch noch gerne Grafiken, die sie für ein System, für eine Maschine natürlich nicht identifizierbar sind bzw. Auslesbar oder interpretierbar sind, ist das bessere Wort. Genau, fehlende Daten sind auch ganz schlimm.
Aber da würde ich gerne reinhaken, weil, also ich meine, ich bin ja, ich bin, wenn man unsere Seite sieht, weiß man das, wenn man mich sieht, vielleicht im Hintergrund ahnt man das auch. Ich bin schon Designfan, also ein Ästhet. Also ich kriege so eine Netzhautpeitsche, wenn ich Sachen sehe, die nicht schön sind und nicht ansprechen. Also das ist für mich auch immer noch mal wichtig. Und ja, diese Lebensläufe, wir haben ja auch ein paar von diesen alten Mustern und Vorlagen, die sehr schön gestaltet sind, also mit vielen Farben, mit Formen, Spielen und so weiter und so fort. Und ich fand die eigentlich immer sehr schön, auch aus einem anderen Aspekt, weil sie eben individuell sind, was mir halt überhaupt nicht gefällt. Ist ja auch so ein Trend der letzten Jahre. Es gibt ja einige Kollegen von uns, Jobbörsen Plattformen, die mittlerweile diese Online Lebenslauf Generatoren anbieten. Und ich weiß von jetzt inzwischen fünf oder sechs Personalern, die mir schon eine Geschichte erzählt haben. Neulich war ich total verwirrt. Ich bekam zweimal dieselbe Bewerbung, aber mit verschiedenen Namen. Und das liegt einfach daran, dass diese ganzen Generatoren extrem populär sind und viele Bewerber die inzwischen nutzen. Und der Nachteil ist aber, die sehen alle völlig gleich und austauschbar aus. Und am Ende kriegt der Personaler im Zweifelsfall dasselbe Layout, was du und dein Mitbewerber gewählt hast, nur die Daten sind halt andere und dann ist die Individualität futsch und da zieht schon den ersten, also sieht erst mal mies aus und gibt schon den ersten Minuspunkt. Und jetzt haben wir das Problem, jetzt komme ich sozusagen zu dir und deinem Thema. Ja, ich weiß natürlich, dass diese einspaltigen Kisten, die da einfach nur so runter ratterst wie unsere Blogartikel, also Überschrift, Text, Überschrift, Text, so ungefähr, meinetwegen auch mal Bullet Points dazwischen, die sehen für die Maschine viel besser aus, die kann die Maschine wunderbar interpretieren und lesen, aber sind halt echt Pain für das Auge des Betrachters. Also richtig schön sind die ja nicht mehr. Und die Individualität geht da auch dabei flöten. Ist das nicht auch eine Gefahr für Bewerber, für Bewerberinnen, dass mittlerweile, wenn wir uns da sklavisch an die Maschine richten, alle völlig auch aussehen wie Uniformen, also diese Soldaten in der Reihe.
Das ist ein interessanter Punkt, den du ansprichst. Einmal zum ersten Thema vielleicht noch mal oder zum ersten Punkt, den du hattest. Tatsächlich haben wir, wir sind ja auch relativ gut beim Thema Suchmaschinenoptimierung, Sichtbarkeit bei Google, genauso wie das bei dir im Unternehmen ist. Genau. Und was wir feststellen konnten vom Suchvolumen in den letzten Monaten ist, ist folgender Aspekt. Und zwar ist es so, dass quasi diese Suchbegriffe, die direkt mit dem Stichwort KI oder so, KI Bewerbung schreiben lassen und KI Lebenslauf Tool und so weiter, quasi ein Plateau erreicht haben. Also die Suchvolumina sind schon deutlich gestiegen seit Ende 2022 und die Kurve. Ging so wirklich steil bergauf. Genau. Und die haben aber so eine Art Plateau erreicht. Und wenn man aber eins vergleicht, dann sind die Suchvolumina in dem Bereich im Vergleich zu Ich suche nach einem Lebenslauf Generator oder einem LebenslauF Tool weitaus geringer. Und ein zweiter Aspekt ist, und das ist genau das, was du gesagt hast, die Lebenslaufgeneratoren und Editoren, die haben durch KI einen Push bekommen. Also die Suchvolumina in dem Bereich sind stärker gestiegen als die Suchbegriffe rund um KI Lebenslauf erstellen oder keine Ahnung. Das liegt auch so ein bisschen daran, dass so die Leute das so zusammenbringen. Die denken alle diese Tools, die funktionieren dann mit KI, die funktionierten auch schon vorher. Und viele haben jetzt so KI gestützt, sich da drauf geschrieben oder haben ihr Anschreiben Tool ein bisschen verwendet, benutzen keine Mustertexte mehr, sondern haben da so ein bisschen OpenAI im Hintergrund und so und sind deswegen jetzt KI Tools in dem Sinne. Genau. Und dadurch genau, sexy, modern. Genau so ist es. Und die haben natürlich, muss man ehrlicherweise sagen, einen Push bekommen. Und das heißt aber auch, wenn die Suchvolumine steigen, dann passiert genau das, was du gesagt hast. Die Nutzung ist auch gestiegen. Hundertprozentig. Hundertprozentig. So und das macht die Gefahr, dass ich genauso das Layout wie der andere habe, wie der andere Bewerber, das gleiche Design umso größer. Da gebe ich dir voll recht. Also das ist schon mal schon mal ein Punkt, der einem bewusst sein muss, wenn man, wenn man mit so einem Tool arbeitet, der zweite. Und wir sehen das ja auch schon, Also ganz ehrlich, wie viel Layouts und Designvorlagen ich irgendwie von Lebenslauf dort kommen hatte bei Bewerbungen im Bereich Praktika. Also es ist wirklich häufig, das muss.
Man schon ganz klar sagen, Autoren suchen, also war bei uns nicht anders. Da habe ich auch zig Lebensläufe bekommen und ich wusste genau, ich meine, ich kenne die ganzen Anbieter ja alle, dann siehst du Lebenslauf DE, Lebenslauf komm, Bewerbung to go und so, die üblichen Verdächtigen. Du kennst diese Design sofort. Also das, und wenn du als Personaler das vielleicht jetzt schon in den letzten zwei Jahren gemacht hast, die gibt es ja alle schon ein paar Jahre am Start, dann hast du diese Designs, so viele haben die ja nun auch nicht alle schon bestimmt 50 oder 100 mal gesehen und dann den einzelnen Kandidat zu sagen, ach komm, wieder so ein Lebenslauf Diät Kandidat oder wieder so ein Dotcom Kandidat, typischer Xing Lebenslauf, irgendwie so Lebenslauf, komm, gehört jetzt zu Xing. Also das ist doch uniform, das ist ja nicht mehr individuell. Und ich frage mich dann immer, schwingt er, jetzt bin ich wieder bei Watzlawick, man kann nicht kommen, schwingt da nicht am Ende doch wieder die Subbotschaft mit? Ich habe mir für die Bewerbung keine Mühe geben wollen, Ich habe die einfach mal schnell im KI Generator gemacht. Ich muss euch eine Bewerbung schreiben, aber eigentlich habe ich keinen Bock drauf. Gib mir einfach den Job, aber mach mir keine Arbeit. Und wenn das so schon losgeht, habe ich ehrlich gesagt eher weniger Lust, so jemanden kennenzulernen oder einzustellen, als wenn die Person mir signalisiert in der Bewerbung, selbst wenn sie nicht im Design wie vom Grafikdesigner ist, aber sie ist individuell, wo ich dann sage, da habe ich doch viel mehr Lust, wenn die irgendwas Originelles schreiben, zu interessante Persönlichkeit. Ach, der fällt mir ein. Kennst du noch die witzigste Bewerbung der Welt? Die kennst du ja bestimmt auch vor Jahren. Ich weiß jetzt nicht, also ich will mir jetzt nicht hier den hier machen, aber ich habe vorher, da war ich noch bei der Wirtschaftswoche, da habe ich schon darüber geschrieben und bei uns auf der Karrierebibel war einer der ersten Bewerbungsbeiträge auf der Karrierebibel, da kursierte die angeblich witzigste Bewerbung der Welt. Das ist natürlich ein reißerischer Titel, hat auch funktioniert, SEO mäßig damals. Also so wurde sie aber auch gefeiert von einer angeblichen Bewerberin. Es haben sich inzwischen immer wieder mal Leute gemeldet, die gesagt haben, ja, die war von mir, aber dadurch, dass schon mehrere Leute sind, ist es wieder unglaubwürdig. Vielleicht ist sie nur eine Erfindung. Aber wir haben diese Bewerbung, die kann man noch nachlesen, die fängt irgendwie an. Ich an ihrer Stelle wäre auch total frustriert, immer wieder dieselben Texte zu lesen in der Bewerbung oder sowas. So geht die schon los. Wir haben die mehreren Personalern gegeben. Damals war ich auch in so einem Verband von so Personalern dabei und die haben alle, alle durch die Bank gesagt, die Kandidatin hätte ich eingeladen, die will ich kennenlernen, weil die so rotze frech war die Bewerbung, die war witzig, die war frech, die war Die war mutig, originell, die will ich kennenlernen. Die hatten noch nicht mal den Lebenslauf gesehen, aber die haben dieses Anschreiben gesehen. Wer hier zuschaut, kann gerne mal nachgehen. Witzigste Bewerbung der Welt im Zweifelsfall bei uns oder bei euch. Mega witzig. Das Ding zündet und ich sag noch mal, ich glaube nicht, dass das KI jemals kann. So und ein letzter Versuch diesmal ohne uns auszuklappen. Schuldigung noch mal bei allen. Wir haben, ich war das, ich war das alles auf mich. Ich habe uns gerade eben ausgeschossen mit dem falschen Knopf. Ich muss das mal hier umbauen auf dem Stream Deck. Also wenn ihr Fragen habt, hier unten könnt ihr Fragen stellen bzw. Bei euch in YouTube, Facebook, LinkedIn, wo ihr gerade zuschaut, Twitter, Twitch, schreibt einen Kommentar, wir sehen ihn, wir blenden ihn ein, wir beantworten eure Fragen in diese Sendung live. So, jetzt wieder. Du Gerd, ich hatte gerade einen langen Monolog.
Genau, wir sind so ein bisschen abgeschweift jetzt tatsächlich auch. Wir waren ja noch bei so Design Themen irgendwie Und da ist es tatsächlich so, also grundsätzlich ist man schon auf einem besseren Weg. Also wenn man es nicht selber designen kann quasi, das ist ja auch so bei den meisten, dann ist man natürlich mit einem gekauften Template schon weiter vorne als jemand, der einen Editor benutzt, den zigtausend andere benutzen. Das muss man schon mal sagen. Genau, Grundsätzlich würde ich dazu raten, trotzdem immer auf ein Einspaltiges zu gehen, auch wenn ich dir recht gebe, dass natürlich mit zwei Spalten man schon mehr machen kann, so aus reinen Designaspekten, aber keine.
Grafiken, keine Bilder, also maximal Bewerbungsquote natürlich. Aber so auch das waren ja immer schöne Unterscheidungsmerkmale, eine schöne Grafik von deinen wichtigen Skills oder sowas. Aber das kann, also wenn du Da sagst so 10 Punkte und ich gebe mir jetzt für Empathie 7 Punkte oder sowas, das kann die KI natürlich nicht interpretieren. Die sieht dann irgendwie Empathie und sieben Kringel und weiß nicht, was es bedeutet.
Wobei man sagen muss, es kommt immer darauf an, wo man sich bewirbt. Kleine Agentur, zehn Leute im Bereich Marketing oder irgendwie Kommunikation, dann würde ich auf jeden Fall dazu raten. Die Bewerbung wird wahrscheinlich nicht irgendwo hochgeladen, Das heißt, die Chance ist auch groß, dass da nicht durch irgendeine KI geht. Da würde ich es genauso machen, wie du gesagt hast, da individuell und auch einen hohen Anspruch an Design haben. Sobald Lebenslauf irgendwo hochgeladen wird, würde ich davon abraten, weil da kann immer immer irgendwie Parsing, Matching im Einsatz sein. Und dann ist halt eine Sache, vielleicht noch mal so zum Thema Design. Man kann schon, also Farben tun erstmal nicht weh, das also für eine Maschine, das kann man trotzdem machen. Man kann auch mit Schriftarten arbeiten, die vielleicht ein bisschen ausgefallener sind. Die sollten natürlich lesbar sein, aber das gilt natürlich mehr denn je auch für Personaler. Also genau. Und man kann durchaus auch mit gewissen Elementen arbeiten, die jetzt aber nicht datenrelevant sind. Man kann schon Icons einsetzen, das ist überhaupt kein Problem, nur die Icons oder im. Ja, das ist vielleicht so nochmal ein ganz anderes Thema, aber grundsätzlich könnte man das machen, solange sie nicht als Pendant zu einem Datenpunkt stehen. Also wenn das irgendwie das reines Grafikelement ist und jetzt nicht irgendwie steht für mein Skill Level im Bereich Sprachkenntnisse, Englisch.
Oder so oder meine Hobbys, bildest einen Fußball oder eine Kamera ab, also für Fotografie. Das kann die KI dann nicht mehr interpretieren. Da musst du wirklich dazu schreiben, Fußball spielen und fotografieren.
Genau, genau. Aber grundsätzlich sind grafische Elemente, wenn sie nicht relevante Datenpunkte darstellen, überhaupt überhaupt gar kein in dem Sinne Problem, außer sie zerschießen ein Layout oder so in dem Sinne, dass es auch zu Abbrüchen in der Auslesbarkeit oder so führen kann. Deswegen einspaltig, da sind wir immer auf der sicheren Seite und man muss ehrlicherweise sagen, ich habe letztens war ich auf einer Karrieremesse wieder und dann vorher in Köln auf dem großen Absolventenkongress, wir haben da ganz viele CV Checks gemacht und ich selber auch, weil ich das selber, wir haben das zum ersten Mal gemacht, ich wollte das unbedingt sehen, wie das mal live vor Ort ist. Ich habe unfassbar viele Checks gemacht. Und Jochen, ich kann dir sagen, zweispaltige Lebensläufe, man macht immer Kompromisse. Entweder man streicht Daten, weil man auf eine Seite kommen will oder damit es schön aussieht, links und rechts, weil man will ja keine Spalte leer haben. Und wenn man keine Kompromisse macht, dann hat man meistens auf der zweiten oder dritten Lebenslauf Seite auf der linken Spalte gar nichts mehr stehen. Das heißt, die sind in Anführungsstrichen, Entschuldigung, Scheiße aus. Also dann sieht vielleicht die erste Seite geil aus, aber die zweite und dritte.
Sieht wieder nach Quatsch aus.
Deswegen bin ich eh kein Freund von zweispaltigen Lebensläufen. Das muss man mal unabhängig von KI und Auslesbarkeit und Technologie auch sagen.
Okay, ich habe noch eine letzte Frage zu dem Thema Emotionalität. Ich hatte es ja sozusagen im ersten Teil angesprochen. KI kann keine Emotionen, bis heute nicht, ist dazu eigentlich unfähig. Maximal kann es das Halluzinieren, simulieren, aber es bleiben Fragmente, Textbausteine, die auch nicht authentisch sind. Wenn wir jetzt aber auf der Recruiting Seite sind, also da, wo du jetzt gerade eben die ganze Zeit argumentiert hast und uns anschauen, dass womöglich KI eine Vorauswahl trifft, dann würde ich jetzt als Mensch natürlich, also mir ist ja der emotionale, der mit Leidenschaft und begeisterter Bewerber, Bewerberin, die dabei ist, deutlich lieber als jemand, der sagt, ja, also hier ist meine Bewerbung, ich bin jetzt gerne bei euch, finde das total super, hier wird gerne den Job haben, meine Gehaltsvorstellungen sind x, jetzt ist hier die Kann die KI das unterscheiden? Meine these wäre nein, kann sie nicht. Sie kann einfach nur die reinen Fakten. Und Wenn sozusagen Bewerberin 1 Emotionen hat, Begeisterung, Feuer und ich will diesen Job unbedingt und ich gebe da 120 Prozent. Der andere ja, ist ein super Job, ich bringe das mit und beide haben dieselben Sachen, liegen die gleich auf in der KI Vorauswahl. Und dann entscheiden wahrscheinlich am Ende so dumme Sachen wie Tippfehler, eine fehlende Qualifikation erreicht VON PUNKTEN NUR 70 PROZENT, ZACK, ABSAGE. Ist aber doch schade, weil man denkt so Menschen mit Brüchen im Lebenslauf, Menschen mit Lücken im Lebenslauf, mit vielleicht auch nicht ganz so 100 Prozent passenden Qualifikationen, aber Begeisterung. Und das sagen wir in so vielen Fällen immer wieder, da sind wir beide auch bestimmt d'. Accord. Das sind die Kandidaten, die am Ende den besseren Job machen. Also Papier ist geduldig. Nur weil einer BWL studiert hat, ist er nicht der bessere Verkäufer. Der bessere Verkäufer ist der, der mehr Empathie, Einfühlungsvermögen hat, der Kommunikationsstärke beweist, der mit Menschen umgehen kann. Am Ende entscheidet die KI doch nur an diesen dummen, tumben Fakten und kickt dann Leute raus. Ist es nicht eine Riesengefahr für Unternehmen.
Ja, dass gute Bewerber aussortiert werden, bewerberinnen auch, ist tatsächlich eine Gefahr. Da gebe ich dir vollkommen recht. Wir haben ja, wenn wir von solchen Matching Algorithmen oder sowas, was du beschreibst, ist ja auch durchaus in vorangestellten Videointerviews, wo man dann mit einer KI spricht oder so, das ist ja heute wirklich schon im Einsatz, dass die Gefahr besteht bei solchen Punkten. Es besteht immer die Gefahr, wenn man KI im Bewerbungsprozess einsetzt, dass gute Leute aussortiert werden und vielleicht schwächere Kandidatinnen priorisiert werden. Aber man muss da ganz ehrlich sagen, die Gefahr bestand auch schon vorher, weil der Mensch macht auch Fehler. Das muss man tatsächlich an dem Punkt sagen. Ja, und tatsächlich wird es in Zukunft sogar sein, wenn man auf solche Aspekte geht. Eine KI wird zukünftig weniger Fehler machen als ein Mensch. Also wenn man hier die besten Modelle für einen Menschen sehr anspruchsvollsten Aufgaben löst, da gibt es verschiedene Tests schon zu, dann sind manche Modelle schon eher beim Novellpreisträger Vom Intellekt her muss man ehrlicherweise sagen. Genau, Bewerbung ist noch mal was ganz anderes, weil das ist kein standardisierter Test, das ist eine persönliche, authentische Story. Deswegen kann man das nicht so richtig vergleichen. Aber wenn wir jetzt nur darüber reden, ist eine Gefahr, dass eine KI Fehler macht, die ist sicherlich groß Und vor allem aber auch dann, wenn ich zum Beispiel falsche Daten hinzugegeben habe, irgendwie um sie zu füttern, weil ich in der Vergangenheit die darauf beruhen, wie es in der Vergangenheit war. Und in der Vergangenheit habe ich als Mensch vielleicht auch ganz viele Fehler gemacht. Und das ist dann wieder so eigentlich ein indirekter Faktor, der natürlich eine Rolle spielt. Also ich würde mir bei dem Aspekt, da würde ich deswegen gar nicht so viel drüber nachdenken. Manchmal ist halt auch Glück und Pech, aber genauso war es vorher halt.
Also ja, wobei ich sag mal, wenn wir sagen, genauso war es vorher auch schon, aber die KI ist da an der Stelle leider auch nicht deutlich besser. Dann frage ich mich, wo ist der Fortschritt? Also ich bin jetzt echt kein Technikfeind, auch kein Fortschritt Bremser oder Verächter oder sowas, Aber es muss ja auch was bringen Und ich sehe durchaus Vorteile der KI, So ist es ja nun nicht. Also nutzt die selber ja auch an verschiedenen Stellen und habe auch Lust damit zu experimentieren und Sachen auszuprobieren. Es wird sicherlich auch an einigen Punkten deutliche Verbesserungen bringen, unserem Alltag, im Leben ganz allgemein. In der Bewerbung bin ich da offen gestanden noch mit angezogener Handbremse unterwegs, weil ich sage am Ende ist es ein People Business. Also am Ende arbeiten Menschen mit Menschen zusammen. Und nach meiner Überzeugung ist es so viel wichtiger, dass Menschen motiviert sind, intrinsisch motiviert sind, dass sie ihren Job lieben, dass sie zueinander passen. Also das Matching auf einer persönlichen Ebene funktioniert, weil nur dann arbeiten Teams auch wirklich effektiv zusammen. Ich war ja selber jahrelang angestellt und habe auch erlebt, wenn das fachlich super, aber menschlich so gar nicht ging, dann leiden alle und das Unternehmen letztendlich mit, weil die Leute mindestens 50 Prozent der Arbeitszeit mit Politik beschäftigt sind. Also Intrigen abwehren, eigene Intrigen spinnen oder sonst irgendwas und sich in irgendeiner Form verteidigen müssen, rechtfertigen müssen. Und das ist so einer der Gründe, warum ich mich auch irgendwann selbstständig gemacht habe, weil das ist einfach ein totaler Effizienzkiller und Produktivitätskiller. Deswegen finde ich so wichtig, dass es auf der menschlichen Ebene funktioniert. Glücklicherweise gibt es ja noch das Vorstellungsgespräch, bevor wir zum Ende kommen. Wir haben schon eine halbe Stunde voll. Noch keine Kommentare. Letzter Wenn ihr wollt, könnt ihr Kommentare schreiben Auf Facebook, auf LinkedIn, auf Twitter, auf Twitch, auf was habe ich vergessen? YouTube natürlich. Schreib Kommentare. Wir beantworten sie gerne noch in der Sendung. Ansonsten drehen wir jetzt auf die Zielgerade. Und ich würde zum Abschluss gerne noch mal auf die positiven Aspekte kommen. Nicht, dass man am Ende uns sondern sagt boah, die beiden alten Weißen, Also für mich trifft es eher zu als auf dich. Die alten weißen Männer sind hier total gegen Fortschritt und gegen KI und Technik sind wir natürlich nicht. Es hat natürlich auch Vorteile und ich würde gerne noch auf ein paar positive Aspekte kommen. Nachdem wir jetzt gesagt Das sind die Gefahren der KI, würde ich gerne sagen, das sind die Vorteile der KI. So kann man sie in der Bewerbung nutzen und ich lege mal einen vor, wo ich selber schon KI eingesetzt habe. Was wunderbar funktioniert, ist in der Vorbereitung zur Bewerbung, also in der Vorab Recherche, um beispielsweise eine Stellenanzeige zu analysieren. Die kann man Copy Pasten der KI geben und sag mir mal, was sind die wichtigsten Anforderungen, worauf legt da hier der Arbeitgeber besonderen Wert, was fällt der auf und so weiter und so fort. Genauso wie zur Hintergrundrecherche für ein Unternehmen. Also wenn in der, was ich auch immer empfehle, im Anschreiben, in der Bewerbung ganz allgemein auch so ein paar aktuelle Zahlen eingeben willst, wie zum Beispiel das Unternehmen steht gerade im Ausstellung, hat gerade bekannt gegeben, dass es neuen Produkt oder ein Patent entwickelt oder neuen Autotyp oder irgend sowas, dann findet das die KI im Internet und das kannst du auch benutzen. Also der KI sagen, recherchiere mir mal die wichtigsten Informationen, aktuelle Trends oder Daten zahlen zur Unternehmensentwicklung von Firma XY und da nimmt sie dir sehr viel sehr schnell Arbeit ab.
Ja, das stimmt tatsächlich. Es gibt gerade diese Deep Research Funktion oder so, die da kann dir eine Recherche natürlich, die kann schneller erfolgen, als wenn du es selber per Google oder andere Suchmaschine nutzt, weil natürlich der Algorithmus halt ein Ranking macht und dir Suchergebnisse anzeigt und der hat natürlich gewisse Ranking Faktoren, ein Ergebnis, was jetzt vielleicht nicht so passend ist, weil du sehr sehr konkrete Fra hast, aber die Seite, diese Unterseite, wir sind SEOs, wir kennen das sehr stark, ist insgesamt, die dann rankt. Also du müsstest bei Google wahrscheinlich viel tiefer graben und du brauchst länger, wenn du sehr konkrete Dinge wissen willst. Also so wie du es gerade den Fall beschrieben hast, mit irgendwie neue Flotte wird released oder keine Ahnung, Planung, die vielleicht eher in einem Paper, das noch im Pressebereich irgendwo auf der Website veröffentlicht ist und die KI sowas dir zeigt und eher dir gegenüber diese Informationen liefert, als es eine Suchmaschine machen kann. Da gebe ich dir vollkommen recht. Ich habe von einem Kollegen tatsächlich gehört, da muss ich aber sagen, das habe ich selber noch nicht ausprobiert, weil ich ja nie Vorstellungsgespräche selber führe als Bewerber, dass KI durchaus ein guter Sparringspartner sein kann, wenn man für ein Vorstellungsgespräch trainieren möchte oder üben möchte. Wenn man jetzt, ich glaube auch da ist es vielleicht immer noch besser, wenn man sich eine Freund oder Freundin schnappt, wobei man da natürlich irgendwie sitzt, ein Freund oder Freundin und keine unabhängige Person vor einem. Deswegen vielleicht ist da sogar eine KI besser. Also das soll gut funktionieren, wahrscheinlich auch.
Nicht so kompetent in Sachen Personalsachen, also um Himmels Willen, ich will jetzt der Freundin oder einem Freund nichts absprechen, aber ich sag mal, eine KI ist vielleicht dann schon mit Hintergrundwissen gefüttert, während frei oder Freundin das vielleicht nicht so sind und stellt dann doch die etwas schwierigeren Fragen auch mal, denn auch die hat natürlich trainiert aus unseren tollen Artikeln zu dem Thema, welche Fragen man denn da so im Vorstellungsgespräch stellen kann. Aber ja, das ist sicherlich auch noch mal eine gute Idee, dass es da ein Sparring gibt. Es gibt auch schon erste Tools, die funktionieren nur leider auf Englisch. Ich habe irgendwo bei uns auf der Seite eine Liste auch mal veröffentlicht dazu. Ich müsste es jetzt raussuchen. Ich finde es auf die Stelle nicht von Tools, die auf Englisch funktionieren, wo du wirklich ein Vorstellungsgespräch mit der KI simulieren kannst und die dich dabei trainieren. Die nehmen dich dann auch auf und sagen dir, wie deine Körpersprache war, aber das funktioniert bislang nur auf Englisch, wobei das kann nur noch eine Frage der Zeit sein, bis es dann in diversen anderen Sprachmodellen funktioniert. Da KI ist da ja was Sprachen anbelangt, extrem schnell beim Lernen.
Ja, ich glaube es gibt ein Tool in Deutschland, was mir gerade einfällt, was was so ähnliche Funktion hat. Ich weiß aber nicht, ob das für einen Anwender so quasi so eine Testversion zum Testen zur Verfügung steht. Das ist Retorio, meine ich heißen die. Das kann man sich mal angucken in der Vergangenheit. Ich weiß nicht, ob es aktuell noch so ist, aber als Sing Pro Jobs Mitglied hatte man da so quasi so einen Zugriff drauf, dass man da quasi Fragen beantworten konnte und dann hat man so eine Art Persönlichkeitsanalyse bekommen. Das ist aber noch nicht ein Vorstellungsgesprächstraining natürlich, das muss man ehrlicherweise sagen. Das ist eher so eine Auswertung über dich, wie du wirkst. Genau, aber vielleicht kann man sich das mal angucken.
Genau, also das ist sicherlich. Ja gut, wo KI natürlich immer hilft, ist sozusagen um erste Schreibblockaden zu lösen. Also das hat mir jetzt natürlich zur Genüge. Klar, wenn du sitzt vom lernen Papier oder vom leeren Bildschirm so ich weiß gar nicht, wie ich anfange. Den ersten Entwurf kann man sich natürlich von der KI immer schreiben lassen. Das ist auf jeden Fall eine gute Sache. Nur bitte an der Stelle noch mal wiederholt, niemals eins zu eins übernehmen, was da ausgespuckt wird und zwar immer noch mal checken. Was aber auch hilft, jetzt ganz banal, auch wenn es sozusagen gegen uns geht und mir immer in der Seele weh tut. Natürlich funktioniert KI auch als guter Ratgeber. Also man kann ja zu allen Problemstellungen, die man heute hat, auch die KI befragen. Trainiert ist das natürlich mit unserem geistigen Eigentum, mit den tollen Ratgebern, die wir in der Vergangenheit recherchiert und geschrieben haben. KI klaut das einfach nur oder wie es die Alliance in den USA nennt, die nennt es Diebstahl und hadern da mit Google natürlich, ja, kann man diskutieren, sehe ich ähnlich, aber natürlich funktioniert es für dich als Anwender sehr, sehr gut. Also kannst natürlich auch KI fragen, Kriegsratschläge allerdings auch hier Vorsicht, Vorsicht. Ich habe auch da schon manches Mal KI eingesetzt, um mal zu sagen, wie läuft es eigentlich bei den Tipps und habe tatsächlich auch manchmal sogenannte Halluzinationen bekommen, also wo du manchmal Tipps bekommst, wo du sagst, das ist jetzt unlogisch, die widerspricht sich die KI Punkt 1 und Punkt 7 oder sowas in den Tipps und Tricks und das passt nicht zusammen. Also es war tatsächlich erfunden, einfach nur um sieben Dinger da zusammenzubringen, weil die Anfrage von mir im Prompt war halt schreib mir mal sieben Tipps auf und dann erfindet sie halt irgendwas und das war auf Deutsch gesagt Bullshit. Also auch da kann man reinfallen.
Ja, also wie gesagt, als Werkzeug, Schreibhilfe gerade um vielleicht mal ein Satz auch einfach nochmal eine alternativen Formulierungsvorschlag oder so zu bekommen. Sehr gut. Genau. Aber nicht einfach eben mal ein Anschreiben generieren lassen. Copy paste. Genau, das haben wir, glaube ich, deutlich herausgestellt.
Okay, so es kommen keine Fragen selber schuld. Wenn keine Fragen sind, kann es ja auch ein gutes Zeichen sein. Alle Fragen von uns schon beantwortet. Dann sage ich an der Stelle vielen, vielen herzlichen Dank fürs Zuschauen. Wir sind jetzt fast 40 Minuten am Start, wahrscheinlich ein bisschen länger wegen meinem blöden Verklicker. Das übe ich nochmal. Ich setze die Knöpfchen aber um, dann kann mir das nicht mehr passieren. Ich bedanke mich fürs Einschalten fürs Zuschauen. Ich bedanke mich bei dir, Stefan, für die vielen tollen, kompetenten Antworten und freue mich natürlich, wenn wir uns in zwei Wochen dann auch wieder Donnerstag. Wir sind jetzt nur auf Mittwoch gegangen, weil morgen ein Feiertag ist und Vatertag. Ansonsten sehen wir uns dann in zwei Wochen am Donnerstag um 17 Uhr wieder. Das Thema geben wir noch rechtzeitig bekannt und wir freuen uns natürlich, wenn ihr dann alle wieder einschaltet und auch gerne wieder, was heißt wieder, aber diesmal dann mit Fragen dabei seid. Bis dann, euch einen schönen Abend und einen schönen morgigen Feiertag. Bis dann.
Danke, ciao.










