Umgang mit toxischen Menschen erkennen und bewältigen

This is a German-language YouTube podcast episode (oh My Job) by JobGenius and Jochen May about recognizing and handling toxic people in personal and professional life. The episode opens with prevalence figures (41% of women, roughly one in three men affected), defines "toxische Menschen," and summarizes seven warning signs (dishonesty, boundary-crossing, stubbornness, egocentrism, envy, inducing guilt, problem-focus) cited from a study by Carolina Rodriguez Amaya. It explains severe manipulation forms like gaslighting, outlines the long-term harms of staying in toxic relationships, and recommends a five-stage escalation strategy (stay calm → address behavior → set consequences → find allies → cut contact). It also presents practical techniques for managing encounters: the "grauer Fels" method, a personal perception filter, Socratic questioning, and mindfulness exercises. The episode closes with advice to invest in positive relationships and a call to subscribe/share.
Questions this video answers
February 11, 2025
41 percent
About one in three ("jeder Dritte")
Carolina Rodriguez Amaya
Seven
Chapters
Diese Zahl hat mich selbst überrascht. Nahezu jede zweite Frau, Genau waren es 41 Prozent, war schon einmal in einer toxischen Beziehung. Bei den Männern sagt das immer noch jeder Dritte. Toxische Menschen und toxische Beziehungen sind enorm verbreitet und sie sind pures Gift für Beziehungen und Freundschaften, für die Gesundheit und die eigene Seele. Grund genug also, dass wir in der heutigen Folge von oh My Job einmal darüber reden, weil das Thema offenbar so viele betrifft. Lass uns klären, was toxische Menschen genau sind, woran du sie erkennen kannst und natürlich, wie man mit solchen negativen Menschen umgeht oder sich besser vor ihnen schützt. Bleib also dran, denn das wird heute extrem spannend.
Willkommen bei oh My Job, dem Podcast der Karrierebibel. Nutze deinen wöchentlichen Kick für Kopf und Karriere. Entdecke echte Insider Tipps mit wertvollen Impulsen in der Jochen May Viel Spaß bei der heutigen Folge.
Lass uns zunächst damit einsteigen, indem wir klären, was negative bzw. Toxische Menschen überhaupt sind. Der Begriff toxisch kommt ja ursprünglich aus der Medizin, wird aber mittlerweile oft in der Psychologie und in sozialen Kontexten verwendet. Toxisch bedeutet übersetzt eigen, nur giftig oder tödlich. Im übertragenen Sinn beschreibt der Begriff toxischer Mensch also eine Person, die durch ihr Verhalten einen schädlichen oder giftigen Einfluss auf ihr Umfeld ausübt, andere Menschen runterzieht oder ihnen bewusst Schaden zufügt. In der Psychologie wird ein solches Verhalten auch als bösartig, gefährlich oder schädlich bezeichnet. Toxische Menschen gibt es überall in der Familie und Partnerschaft, unter falschen Freunden und Kollegen und natürlich unter den losen Kontakten im Internet. Dann spricht man auch schon mal von den sogenannten Hatern. In der Gegenwart von toxischen Menschen fühlen wir uns oft klein und minderwertig. Überhaupt Es geht uns nicht gut im Umgang mit diesen Menschen. Teilweise kommt es in solchen Beziehungen sogar zu psychischer Gewalt und emotionalem Missbrauch. Typische Merkmale für solche negativen Menschen sind zum Beispiel. Manipulation Sie beeinflussen andere, um ihre eigenen Ziele zu erreichen, oder Herabsetzung Sie kritisieren andere immer wieder, um sich selber überlegen zu fühlen. Genauso gefühlskälte Sie zeigen keinerlei Skrupel oder Mitgefühl gegenüber den Bedürfnissen oder Gefühlen anderer Menschen. Hinzu kommen. Kontrollsucht. Betroffene Toxiker versuchen, andere Menschen zu dominieren oder zu manipulieren. Egoismus Sie denken zuerst und vor allem an den eigenen Vorteil und Profit. Die Unberechenbarkeit. Das Verhalten ist ganz oft launisch und widersprüchlich. Und nicht zuletzt die Opferrolle. Auch das eine Art von Manipulation, indem sie sich selber als Opfer darstellen, um zum Beispiel Schuldgefühle bei anderen zu erzeugen. Wer länger in solchen toxischen Beziehungen bleibt, schadet sich enorm und vor allem langfristig. Solche Beziehungen hinterlassen praktisch immer tiefe psychologische Spuren und Narben. Deshalb musst du unbedingt etwas dagegen tun, wenn du feststellst, dass du in einer solchen toxischen Beziehung steckst. Allerdings, und das möchte ich an der Stelle auch noch mal ganz deutlich Nicht jedes negative Verhalten ist gleich toxisch. Wir alle haben mal einen schlechten Tag und reagieren vielleicht auch nicht gerade angemessen oder korrekt oder professionell auf unser Umfeld. Viele sind dann ganz schnell mit der Diagnose toxischer Mensch. Das ist mir aber ein bisschen zu vorschnell. Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein und so. Jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient und manchen ist ihr Verhalten auch gar nicht bewusst. Ich spreche in diesem Podcast daher ganz explizit über eindeutige Fälle von Toxizität. Woran sich diese erkennen lässt, darüber sprechen wir jetzt. Die kolumbianische Psychologin Carolina Rodriguez Amaya hat hierzu schon vor einiger Zeit eine bemerkenswerte Studie veröffentlicht, wonach sich toxische Menschen vor allem an 7 Symptomen bzw. Warnzeichen erkennen lassen. Das Unehrlichkeit. Toxische Menschen ist jedes Mittel recht, um Vorteile zu erzielen. Dazu setzen sie zum Beispiel Lügen oder bewusste Manipulation ein. Opfer setzen sie emotional unter Druck oder suggerieren Schuld und streuen Gerüchte. Das zweite Indiz ist die Grenzüberschreitung. Toxische Menschen, denen ist es egal, ob sie etwas dürfen oder andere unter ihrem Verhalten leiden. Dein Nein wird permanent ignoriert. Stattdessen wirst du immer weiter bedrängt und genötigt. Diese Grenzüberschreitung ist teils verletzend, aber wird eben billigend in Kauf genommen. Drittes Sturheit. Anfangs wirkt dieses Verhalten vielleicht sogar noch positiv, nämlich hartnäckig oder durchsetzungsstark. Tatsächlich aber sind negative Menschen nicht in der Lage, Kompromisse einzugehen oder willens, eine gemeinsame Lösung zu finden. Sie beharren stur auf ihrem Standpunkt, reagieren auf Kritik überempfindlich. Viertes Die Egozentrik. Ein starkes Symptom für toxisches Verhalten ist eben der besagte Egoismus. Betroffene sehen sich als Maßstab aller Dinge und vermitteln anderen das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Hinzu kommt fünftes Neid. Ein toxischer Mensch kann nicht gönnen. Sind andere erfolgreicher, attraktiver, besser, glücklicher, muss er oder sie runterspielen oder kaputt machen, wie im Sandkasten einfach mal die Förmchen umschmeißen oder den Turm. Indem sie aber das Klima einer Gruppe durch diesen Neid, den sie verbreiten, vergiften, gewinnen sie oft auch noch eigene Energie. Doppelt toxisch. Sechstes Indiz sind Schuldgefühle, aber eben nicht die eigenen. Toxiker erzeugen bei anderen einen hohen Erwartungsdruck und eben Schuldgefühle. Die Fehler der anderen werden ständig breitt, thematisieren und breitgetreten, während positive Entwicklungen ignoriert werden oder überhaupt nicht weiter erwähnenswert sind. Und das letzte Drama. Toxische Menschen finden überall Probleme, aber nie Lösungen. Stattdessen beschweren sie sich ständig, jammern oder verkomplizieren alles und jede Aktion. Die negative Stimmung färbt jedoch auch wieder ab und wird schließlich zum Bremsklotz für alle. Eine ganz besonders negative Form der Manipulation ist das sogenannte Gaslighting. Vielleicht hast du davon schon mal gehört. Dabei beeinflussen die Täter ihre Opfer so lange, bis diese an sich und der eigenen Wahrnehmung zweifeln sowie psychisch völlig destabilisiert sind. Ein toxischer Mensch könnte dir zum Beispiel einreden, dass du dich an etwas komplett falsch erinnerst, obwohl du es ganz genau weißt, dass es anders war. Typische Sprüche von solchen Menschen sind zum Das ist ganz allein deine Schuld oder Das bildest du dir bloß ein. Du bist ja nicht normal, Du weißt ja gar nicht, wovon du sprichst. Sei froh, dass ich noch zu dir halte. Oder Du solltest mal zum Psychiater gehen. Ich hoffe sehr, dass du keinen solchen Menschen in deinem Umfeld hast. Falls aber doch, dann gibt es jetzt noch ein paar Anregungen und Tipps, wie man mit toxischen und negativen Menschen umgehen kann. Einen toxischen Menschen wirst du kaum ändern können. Um negative Verhaltensmuster zu heilen, müssen diese ja erst einmal von Betroffenen erkannt und auch als solche akzeptiert werden. Das tun aber die wenigsten. Auch ignorieren bringt jetzt wenig, weil es ja schädlich auf dich wirkt. In 90 Prozent der Fälle müssen wir toxische Menschen einfach nur loslassen bzw. Loswerden und den Kontakt zu ihnen abbrechen. Auf der Karrierebibel empfehlen wir hierfür fünf verschiedene Eskalationsstufen. Die erste ist natürlich Ruhe bewahren. Nimm das toxische Verhalten bitte niemals persönlich. Es ist zwar giftig, ja, aber kein persönlicher Angriff, sondern eher das Ventilieren von Lebensfrust oder eben eine Form der Selbsttherapie von den Betroffenen. Negative Menschen können nicht anders. Mitleid wäre hier allenfalls die passendere Reaktion. Zweiter Das Verhalten ansprechen. Zwar sind toxische Menschen extrem resistent gegenüber Kritik, aber ein Versuch ist es natürlich allemal wert. Wichtig versuche bloß nicht zu überzeugen mit Argumenten oder vernünftigen Empfehlungen klappt praktisch nie, sondern mach lediglich deutlich, was dich konkret stört und welche Verhaltensänderung du dir von deinem Gegenüber wünschst und erwartest. Punkt 3. Konsequenzen aufzeigen. Auch klare Ansagen helfen hier setze deutliche Grenzen und sag klipp und klar bis hierhin und nicht weiter. Entweder stellt dein Gegenüber sein Verhalten ein oder du eskalierst den Konflikt im Job, zum Beispiel indem du dich an den Chef wendest oder an die Personalabteilung. Und in ganz schweren Fällen ist es sogar ratsam, die Täter vor vollendete Tatsachen zu stellen, also direkt zu jemand anderem gehen, ohne großartige Vorwarnung. Der vierte Tipp ist Mitstreiter suchen, denn du wirst bei weitem nicht der oder die einzige sein, die von einem negativen Menschen malträtiert wird. Such dir daher am besten gleich weitere Leidgenossen im Job oder in den sozialen Medien und verbinde dich mit ihnen. Eine gemeinsame Zusammenarbeit, ein sogenanntes Unterstützungsnetzwerk, hat deutlich mehr Überzeugungskraft gegenüber diesen Toxikern, auch gegenüber möglichen Schiedsrichtern, wie zum Beispiel dem Chef Und die Ultima Ratio natürlich am Ende. Wenn nichts hilft, hilft nur noch Abbruch, also den Kontakt wirklich abbrechen. Meide die toxischen Menschen in deinem Privatleben und versuche ihnen im Beruf, soweit es geht, aus dem Weg zu gehen. In Social Media gibt es dafür diesen wunderbaren Button, der heißt blocken, also die Kontakte wirklich wegblocken. Glaub mir, jede investierte Minute in einen unbeirrbaren negativen Menschen ist reine Lebenszeitverschwendung. Darüber hinaus gibt es noch ein paar psychologische Techniken, die beim Umgang mit toxischen Menschen helfen können. Da gibt es zum einen die sogenannte Grauer Fels Methode. Diese Strategie hat für toxische Menschen den Effekt, dass du möglichst uninteressant wirst. Durch emotionale Distanz und scheinbare Langweiligkeit entziehst du den toxischen Menschen die Grundlage für ihr negatives Verhalten. Versuche zum Beispiel stets den Blickkontakt zu vermeiden oder sprich nur monoton über besonders langweilige Themen. Damit wirst du für diese Toxiker extrem uninteressant. Eine zweite Methode ist der persönliche Wirkungsfilter. So wird das in der Psychologie genannt. Entwickle einen mentalen Filter, um diese toxischen Verhaltensmuster neu zu bewerten, für dich neu zu bewerten. Mach dir zum Beispiel bewusst, wie egal es dir eigentlich sein sollte, was der toxische Mensch da eigentlich tut und wie armselig er oder sie ist. Und versuche das toxische Verhalten auf eine ganz rationale Ebene zu verstehen, zu interpretieren und ohne dabei selber emotional involviert zu werden. Dritte Methode ist die sogenannte sokratische Befragung, kommt von dem Philosophen Sokrates. Nutze also gezielte Rückfragen, um zum Beispiel Behauptungen oder Manipulationsversuche zu hinterfragen. Frag zum Beispiel nach konkreten Beispielen oder Belegen für die ganzen Thesen, die der Toxiker da so von sich gibt. Oder bitte dein Gegenüber direkt um Lösungsvorschläge. Das hilft vor allen Dingen bei diesen ganzen Jammerern im Job mal alles schlecht reden wollen. Oder bitte um eine Erklärung der Gedanken und für das Verhalten. Und die letzte Methode ist eher so eine nach innen gewandte Methode, nämlich die klassischen Achtsamkeitsübungen. In unvermeidbaren Situationen kannst du natürlich auch mit solchen Achtsamkeitstechniken versuchen, richtig auf toxische Menschen zu reagieren. Atme zum Beispiel langsam tief ein und aus und zähle bis 10, manchmal auch bis 20 oder 30, falls nötig, und denke an angenehme Dinge oder Orte. Auch solche Techniken können dir dann helfen, die eigene emotionale Stabilität und die Immunabwehr zu stärken. Grundsätzlich gilt aber natü Achte schon früh auf die vorhin genannten Warnzeichen und Symptome und meide den Kontakt zu negativen Menschen von Anfang an, sobald du sie erkennst. Auch die umgekehrte Strategie ist natürlich enorm wirksam. Investiere einfach mehr Zeit in gesunde Beziehungen und positive Menschen, die dir gut tun. Die dich unterstützen und bei denen du dich sicher und verstanden fühlst. Je mehr positive Beziehungen du in deinem Leben hast, desto leichter wird es natürlich auch sein, toxische Menschen zu meiden oder richtig und souverän auf sie zu reagieren. Jetzt aber wünsche ich dir erstmal eine gute Restwoche mit hoffentlich vielen positiven Menschen. Und wenn dir diese Episode gefallen hat, dann abonniere doch gleich unseren Podcast, damit du keine weiteren spannenden Folgen mehr verpasst. Und wenn du jemanden kennst, der von dieser Folge unbedingt hören sollte oder davon profitieren kann, dann teile sie gerne weiter. Wir hören uns derweil in zwei Wochen wieder. Bis dahin bleib mental stark und gesund.
Dein Jochen, Das war oh my job, dein Kick für Kopf und Karriere. Hat dir die Folge gefallen? Dann vergiss nicht, den Podcast gleich zu abonnieren und empfehle uns deinen Freunden. Wir freuen uns auf ein Wiederhören.










