Vorstellungsgespräch Fragen: Personaler sind nicht dein Feind!

A JobGenius YouTube video (Dec 7, 2021) advising job applicants to stop treating interviewers as enemies. It explains why HR asks difficult questions (to assess how candidates handle weaknesses, take responsibility, and learn from mistakes, and to check intrinsic motivation fit) and gives practical mindset advice: be open, reflect beforehand, answer soberly (mention a real weakness you are working on) and use interviews to evaluate mutual fit.
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Es ist mal wieder Vorstellungsgespräch. Ich weiß, viele Bewerber haben darauf keinen Bock. Erst recht, wenn ihnen Personaler schwierige Fragen stellen. Die üblichen Verdächtigen Was ist Ihre größte Schwäche? Warum bewerben Sie sich überhaupt bei uns? Was immer noch kein Job? Ich habe selbst schon so oft solche Vorstellungsgespräche geführt und ihr wahrscheinlich auch. Das Problem daran ist, dass viele meinen, die Personaler, die solche schwierigen Fragen stellen, sind ein Feind. Sind sie nicht mitnichten. Personaler machen nur ihren Job und den hoffentlich gut. Und der Plan ist natürlich, wenn sie schwierige Fragen stellen, dass sie dann ein wenig hinter die Fassade blicken wollen und an deinem Lack kratzen, der da vielleicht gerade sehr, sehr hell schimmert. Personaler wollen Bewerber nicht fertig machen oder runterziehen. Okay, es gibt ein paar Ausnahmen. Die Mehrheit aber macht es nicht. Die Mehrheit stellt solche Fragen, weil dahinter ganz andere Intentionen stehen. Gehen wir mal in die Frage nach den Schwächen rein. Eine beliebte Personaler, die nach Schwächen fragen, interessieren sich nicht wirklich für eure Schwächen. Es geht auch nicht darum, einen Seelen Striptease zu machen an der Stelle. Was Personaler wirklich interessiert bei der Frage nach den Schwächen Wie konstruktiv kannst du mit deinen eigenen Defiziten umgehen und wie souverän bist du, um darüber reden zu können? Wer jetzt sowas nennt wie Schokolade oder Perfektionismus, katapultiert sich sofort ins Aus. Das sind ja auch blöde Antworten. Es reicht völlig aus, wenn du hier eine Schwäche nennst, über die du selbst schon mal reflektiert hast und bei der du bereits an einer Lösung arbeitest. Entscheidend ist, dass du souverän dabei bleibst, dass du Ich kann darüber locker reden. Und warum ist das so wichtig? Zwei Gründe sind an dieser Frage wahnsinnig spannend für Personaler. Der Menschen, die zu ihren eigenen Defiziten und Fehlern stehen, übernehmen auch später im Job gerne Verantwortung. Wir kennen doch alle diese Mitarbeiter, die immer Die Umstände waren schuld. Also da konnte ich nun wirklich nichts dafür. Die hat aber gesagt, deswegen konnte ich nicht anders. Mich trifft keine Schuld. Solche Mitarbeiter will keiner haben. Was Personaler wirklich suchen, sind Mitarbeiter, die Verantwortung übernehmen und die Erfahrung. Wer bereits Verantwortung zu seinen eigenen Defiziten übernimmt, der kann das später auch im Job. Punkt Nummer 2 aus Fehlern lernen. Wir bekanntermaßen und das ist wissenschaftlich verbürgt, am meisten. Menschen, die über ihre eigenen Fehler reflektieren können und souverän darüber reden können, sind also offensichtlich in der Lage, aus ihren eigenen Fehlern am meisten zu lernen und darüber auch zu reflektieren. Und das ist eine wichtige Eigenschaft später auch im Job. Solche Mitarbeiter machen bestimmt auch mal Fehler wie jeder Mitarbeiter, aber sie lernen aus ihren Fehlern am meisten, weil sie nämlich gelernt haben, dazu zu stehen, Achtung Punkt 1 wieder Verantwortung übernehmen. Und gleichzeitig lernen sie daraus und begehen diesen Fehler höchstwahrscheinlich das nächste Mal nicht nochmal und gewinnen vielleicht noch zusätzliche Erkenntnisse. Und das macht sie zu potenziellen Leistungsträgern. Deswegen ist die Frage nach den Schwächen auch so wichtig und stets aktuell. Die Frage entlarvt potenzielle Leistungsträger und Menschen, die sehr souverän mit sich selbst umgehen können oder mit anderen. Menschen, die eine intellektuelle, mentale und emotionale Reife haben, eine andere Was treibt sie an? Offensichtlich geht es bei dieser Frage nur um die Motivation, warum man diesen Job will, was einen motiviert später warum man überhaupt bei diesem Unternehmen arbeiten will. Die Frage ist aber ein Wolf im Schafspelz, denn dahinter steht was ganz anderes. Personaler, die diese Frage stellen wollen, Passt deine Motivation, das, was dich antreibt, überhaupt zu diesem Jobumfeld? Oder anders wird dich dieser Job glücklich machen. Wenn du zum Beispiel Geld als seine große Motivation angibst und wir wissen beide, dass die Bezahlung vielleicht nicht besonders gut sein wird, dann weiß der Personaler die Dieser Job wird dich auf Dauer frustrieren. Und wer für Geld kommt, der geht auch wieder für Geld. Also wirst du vermutlich nicht allzu lange in diesem Job bleiben. Wer sich als Sachbearbeiter für einen Job bewirbt und erzählt, dass ein großer Antrieb ist, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, der wird es vermutlich in dieser Position nicht können und genauso frustriert werden. Mit anderen Hier passen Motivation und Möglichkeiten, Entwicklungsperspektiven in diesem Job einfach nicht zusammen. Und solche Mitarbeiter werden früher oder später entweder kündigen und oder frustriert sein und nur noch Dienst nach Vorschaft machen. Bei der Frage Was treibt sie an? Geht es also in erster Linie um intrinsische Motivation und ob die Motivation überhaupt zum Job passt. Daran merkt man aber solche Fragen sind nicht böse gemeint. Personaler nochmal sind nicht dein Feind, sondern sie wollen herausfinden, ob du als Bewerber, Bewerberin zur Position passt und ob dir der Arbeitgeber überhaupt das bieten kann, was du suchst. Umgekehrt solltest du das im Vorstellungsgespräch genauso machen. Auch du solltest solche Fragen stellen und die sind dann auch nicht böse gemeint, überhaupt nicht, warum auch? Entscheidend ist, dass beide Seiten das Bewerbungsgespräch dazu nutzen, herauszufinden, ob sie zueinander passen. Und dazu gehören auch manchmal kritische Bitteschön, wir sind doch nicht mehr im Kindergarten, wir spielen in der Profiliga Profis stellen sich auch mal kritische und schwierige Fragen, um herauszufinden, ob das alles, was man sich da so erzählt, der Wahrheit entspricht und ob das zueinander passt. Das wird dir im Geschäftsleben noch später genauso begegnen, bei Kunden, Geschäftskunden, Partnern, aber auch bei Kollegen. Damit kann man umgehen und damit sollte man auch umgehen. Spielverderber dagegen mag keiner einstellen. Wer sich kritischen Fragen nicht stellt und sofort ausweicht oder abbügelt oder beleidigt reagiert, der outet sich als jemand, der einfach noch nicht so souverän ist oder womöglich auch nicht die emotionale Reife besitzt, sich eben solchen Fragen zu stellen. Personaler sind nicht dein Feind. Dein Mindset ist dein Feind. Keine Gehe in das Vorstellungsgespräch mit einer offenen Haltung und betrachte den Personaler als Freund, der dir dabei hilft herauszufinden, ob das wirklich dein Traumjob ist. Im Zweifelsfall ist die Antwort darauf nicht bequem, aber sie ist hilfreich und nützlich. Personaler merken sofort, ob du die Haltung hast, Du bist eigentlich mein Feind und willst mir was Böses und ich muss hier sofort in die Defensive gehen. Das wirkt nicht überzeugend. Gehst du dagegen offen in das Vorstellungsgespräch mit der Haltung, das hier ist eine Chance für uns beide herauszufinden, ob wir zueinander passen, dann wird man das spüren im Gespräch und es kriegt einen ganz anderen Flow. Bleib offen, sei souverän, selbstbewusst ist keine Frage, aber spiel das Spiel mit und stell dich auch kritischen Fragen ü Solche Fragen musst du dir nicht erst im Vorstellungsgespräch stellen lassen. Du kannst sie dir auch zu Hause schon stellen in der Vorbereitung und dich so optimal darauf vorbereiten. Denn auch das hilft ja dabei herauszufinden, ob dieser Job wirklich zu dir passt.










