Was ist DEEP Ocean? Von Alexander Hartmann einfach erklärt

Alexander Hartmann explains DEEP Ocean, which breaks the Big Five personality traits into ten actionable subdimensions. The model helps with career choice and leadership by showing how traits like openness split into experience-seeking and intellect, while neuroticism divides into volatility and withdrawal.
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So, hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Karrierebibel TV. Heute mit einem super spannenden Deep Ocean. Dazu gibt es auch ein spannendes neues Buch und den Autor des Buchs, den habe ich gleich da. Und da ist er auch schon, Alexander Hartmann. Herzlich willkommen, schön, dass du dabei bist und ein bisschen etwas über Deep Ocean erzählen willst. Also vielleicht, hallo Jochen, vielleicht holst du uns erstmal noch mal ganz kurz ab, was ist überhaupt das Ocean Modell, bevor wir dann deep gehen zu Deep Ocean. Was ist Ocean?
Yes, erstmal hallo und danke für die Einladung und hallo euch allen, die zuhören, zuschauen. Das Ocean Modell ist das wissenschaftlich erforschteste Persönlichkeitsmodell, das eine, das sich auch über 60 Jahre Forschung, über zehntausende Studien gehalten hat und nicht durch die Peer Review zerrissen wurde, wie es vielen anderen ging, wie zum Beispiel Personality Types à la Briggs Meyer oder Enneagram oder was es so vier Farbmodelltypen, was es alles gibt. Und die haben alle ihren Platz. Ich will die gar nicht dissen, ist auch nicht notwendig. Aber das ist eben so das eine Modell, das wirklich zeigt, nicht in welche Box, in welche Art von Typ Mensch kann ich jemanden einsortieren, sondern welche Persönlichkeitsausprägungen sind im Gehirn bei jedem angelegt. Nur bei manchen eben mehr, bei manchen weniger. Beispiel Extraversion, unter anderem bestehend aus Enthusiasmus. Es gibt manche Menschen, die sind begeisterter und begeisterungsfähiger und andere, die sind es weniger, weil da einmal mehr und einmal weniger Dopamin im Gehirn unterwegs ist. Also es gibt wirklich Unterschiede, die im Gehirn angelegt sind in der Biologie und die begleiten uns unser ganzes Leben. Und deswegen ist es sehr wertvoll, wenn wir die kennen, weil dann wissen wir, wer bin ich, wer ist der andere, was sind meine Stärken, Schwächen, worauf muss ich achten und was ist dem anderen wichtig, wie kann ich gut Beziehungen führen, gerade in der Karriere auch nicht unnütz. Und zurück zu deiner eigenen Frage. Ocean sind fünf Buchstaben. O, C, E, A, N. Und das sind die Big Five, wie man sie auch nennt. O für Offenheit, C für Conscientiousness wie Gewissenhaftigkeit, E für Extraversion, A für Agreeableness, also Agreeableness heißt Verträglichkeit, Zwischenmenschliches und N wie Neurotizismus, die Fähigkeit, negative Gefühle zu generieren. Und diese fünf Ausprägungen in mehr oder weniger hat jeder von uns, aber das Deep Ocean Modell geht eben noch ein bisschen tiefer und hat pro Ausprägung zwei Unterbereiche, was es aus meiner Sicht nicht nur doppelt, sondern deutlich präziser macht, weil die durchaus sehr wichtig sind. Wollen können wir uns die heute anschauen. Aber das als Kurzfassung zur ersten Frage.
Ich sehe schon, ich muss dich bremsen, ich kriege sonst gar kein Wort mehr dran. Das ist schwer bei mir und das ist schon mal sehr cool. Also du hast es gerade eben schon gesagt, Deep Ocean hat nicht fünf wie die Big Five, sondern zehn Ausprägungen. Und natürlich stellt man sich die Frage, ist das jetzt so ein Marketing Gag verdoppeln einfach mal oder ist da tatsächlich was dahinter? Warum braucht es jetzt auf einmal zwei, wo vorher schon, du hast es selber gesagt, bei Studien eigentlich 5 Ausprägungen immer gereicht. Haben und auch wissenschaftlich valide und anerkannt war?
Die fünf Ausprägungen sind gut, Ich will gar nichts gegen die sagen. Es ist immer eine Frage von wie genau will man das Bild haben? Es gibt Dinge, die reichen in P, aber manchmal macht es Sinn, 4K aufzunehmen und weiter reinzoomen zu können. Es gibt auch Modelle mit 25 Ausprägungen, die finde ich persönlich wieder zu präzise beziehungsweise zu Kleingliedrig. Ich finde 10 genau richtig, unter anderem, weil sie eben aus meiner Sicht die zehn wichtigsten Dimensionen dessen abbilden, was einen Menschen ausmacht. Also zum Beispiel, dass wir gucken müssen, wer redet gerade. Da sieht man sehr schnell, wir sind beide hoch in Extraversion, in Dominanz und in Enthusiasmus. Aber der ausschlaggebende Faktor da wir sind beide recht hoch ausgeprägt in Durchsetzungsbedürfnisdominanz.
Sehr schön. Wie valide ist denn jetzt dann sozusagen euer Modell? Bleibt das immer noch gleich valide? Also habt ihr einfach was dazu gedichtet oder ist das sozusagen immer noch nur die Lupe aufgezogen und die Validität die wissenschaftlichen bleibt erhalten?
Also tatsächlich zum einen haben wir das nicht erfunden, also auch diese 10 Ausprägungen kommen nicht von uns. Das hat ein Forscherteam rund um Quilty Peterson, Jordan Peterson und De Young in 2007 erforscht in einer größeren Studie und seitdem gibt es auch dazu knapp Studien, also auf Basis von dem Modell. Also es ist sehr erforscht, es ist sehr valide, hat eine unheimlich hohe Test Retest Reliabilität. Also ja, wenn man es mehrfach macht, kommt es gleich heraus. Das ist die Kurzversion und deswegen ja, von der Wissenschaftlichkeit ist es glaube ich unbestritten. Die Anwendbarkeit ist das, was es so wertvoll macht und das ist unsere Arbeit, es in die Praxis zu bringen.
Praxis ist ein gutes Stichwort. Jetzt versuchen mir doch mal zu erklären, was sind diese 10 Ausprägungen so knapp wie möglich. Klar, die Zeit rennt, wir müssen aber auch nicht hetzen, so dass es einfach mal jeder versteht. Vielleicht gehen wir die fünf und dann jeweils zwei Untergruppen mal ganz kurz durch, damit man sich selber so ein bisschen versteht und auch weiß, was dahinter steckt.
Genau, wer will, kann im Kopf auch so einen kleinen Selbsttest schon mal mitmachen, indem du einfach guckst, bin ich da eher hoch, mittel oder niedrig ausgeprägt. Ich erzähl kurz, was die zehn Ausprägungen sind. Das sind tatsächlich die zehn, die Menschen am deutlichsten unterscheiden und trotzdem klar wissenschaftlich voneinander trennbar sind, sich nicht überschneiden. Das sind zum einen, das von Ozean steht für Offenheit, Offenheit für Erfahrungen und das ist unterteilt in zwei Bereiche und zwar Erleben und Intellekt. Offenheit für Erleben bedeutet, Menschen, die da hoch ausgeprägt sind, legen großen Wert auf Ästhetik, Kreativität, Pattern Matches, dass Dinge zusammenpassen. Wenn jemand mit hohem Bedürfnis für Erleben essen geht, dann muss es nicht nur gut schmecken, das sollte auch gut aussehen, schön angerichtet sein. Das Restaurant ist im besten Fall schön designt, gute Musik liegt in der Luft, die Lichtstimmung passt im besten Fall man selbst und das Gegenüber und die Kellner optisch auch. Das ist so was, wo ich jetzt ohne genauer hinzugucken sagen könnte, beide Beteiligten, Jochen, wahrscheinlich sogar mehr als ich, sind hier hoch ausgeprägt. Das sieht man an deinem wunderschönen Set an Kleidung, wie der Bart sitzt, die Brille bewusst gewählt. Du bist Design und Ästhetik und anderen ist das tatsächlich weniger wichtig. Die hoch Ausgeprägten dürfen sich da nicht wundern. Das ist nicht Nachlässigkeit, sondern denen ist es echt einfach nicht wichtig. Da geht es darum, dass Dinge funktionieren, dass sie zweckdienlich sind. Klamotte muss warm halten und bequem sein, die muss nicht gut aussehen und das ist natürlich beides in Ordnung und beides hat seinen Platz. Aber da unterscheiden sich Menschen schon mal grundlegend und wir können gucken, wo bin ich da. Kreativität, Bedürfnis nach Neuem und Ästhetikverständnis. Und Bedürfnis und das andere ist Intellekt. Intellekt ist sozusagen das Gleiche von innen erleben, möchte mit den fünf Sinnen erleben. Intellekt möchte verstehen, möchte Konzepte verknüpfen, möchte Boxen verbinden können im Kopf. Menschen, die gerne Bücher lesen, sei es Romane, Fantasy Romane, sonstiges oder sei es Sachbücher, weil sie Konzepte verstehen und lernen, Wissen aneignen möchten. Menschen, die Schach, Sudoku oder Kreuzworträtsel spielen. Aber nicht alles muss zutreffen. Das sind nur Beispiele, die sind in Intellekt eher hoch ausgeprägt. Ü Intellekt nicht unbedingt. Also mit Intelligenz hat das erstmal nichts zu tun. Es bedeutet einfach Offenheit für inneres Erleben und Bedürfnis nach innerem bespielt werden. Menschen, die da niedrig ausgeprägt sind, sind nicht weniger intelligent oder schlau, die sind nur ein bisschen weniger verkopft, könnte man sagen. Die brauchen weniger die mentale Stimulation, sind eher intuitiv. Das kann eine große Stärke auch sein. Und auch da kannst du mal schauen, genau wo bist du da? Hoch, mittel, niedrig. Ich habe ein Gefühl, Jochen und ich sind uns da ähnlich und auch relativ hoch ausgeprägt. So, jetzt kommen wir zu einem ersten Faktor, wo wir uns unterscheiden könnten. Bin mir nicht sicher, aber Conscientiousness. Das C steht für Gewissenhaftigkeit und besteht aus zwei Unterbereichen, Fleiß und Ordnung. Fleiß heißt viel, hilft vielen. Menschen, die da hoch ausgeprägt sind, arbeiten viel, bewegen viel, können auf ein Ziel lange hinarbeiten. Menschen, die niedrig ausgeprägt sind, sind nicht zwingend faul. Manchmal arbeiten sie auch sehr viel, vielleicht aus anderen Gründen, wie zum Beispiel Begeisterung für die Sache oder Angst, nicht genug zu sein, aber dazu kommen wir später. Aber Fleiß hat einfach diese Hummeln im Arsch und möchte immer was tun. Und niedriger Fleiß hat die Kernkompetenz, auch mal zu chillen, auch mal alle fünf gerade sein zu lassen. Da tut sich hoher Fleiß schwer. Die kommen nach Hause, haben eigentlich Feierabend, aber dann könnt ihr mal kurz ins E Mail Postfach schauen oder noch aufräumen. Ich habe schon so eine Ahnung. Aber Jochen, wie würdest du dich da einschätzen? Auch hoch. Sonst schafft man nicht so ein Werk, auf das Zehnhunderte von Tausenden zugreifen können wie die Karriere.
Ja, genau.
Ja, genau. So, du hast glaube ich aber einen Vorteil, wo ich eine kleine Herausforderung habe, bin ich mir aber nicht sicher, darfst du gleich sagen. Ordnung, ich bin in Ordnung, niedrig ausgeprägt. Das heißt, ich bin so ein kleiner Chaot, dass ich heute pünktlich um 15 Uhr 0 da war. Da habe ich mir zwei Wecker für gestellt, weil ich weiß, wie ich es auf der Musterebene puffern kann, auf der strategischen, weil ich hatte das Gefühl, es könnte dir wichtig sein. Aber tatsächlich, Ordnung heißt, wie leicht fällt es mir, Strukturen einzuhalten, wenn ich mir vornehme, ich bin ab jetzt immer Mittwoch, Donnerstag, Mittwoch oder Montag, Mittwoch, Freitag, jeden zweiten Tag im Fitnessstudio um 18 Uhr, dann werde ich mit hoher Ordnung in einem halben Jahr um 18 Uhr dreiig im Fitnessstudio sein und zwar seit einer halben Stunde mit niedriger Ordnung vielleicht zwei, drei Wochen lang. Da kommt vielleicht das Leben mal dazwischen. Da muss schon die Motivation bewusst gesucht werden. Ordnung tut sich leicht mit Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Disziplin, Dinge einhalten. Dafür denken sie weniger outside the box, außer sie sind zusätzlich hoch in Offenheit, sondern mögen, wenn Dinge da sind, wo sie hingehören. Jetzt bin ich echt neugierig, wie würdest du dich da einschätzen?
Ich kann es dir gleich verraten. Ich bin ein totaler Ordnungsfanatiker. Ich wusste ja. Ja genau. Also um es vielleicht mal so zu erzählen, früher habe ich damit gemobbt, dass sie auf meinem Schreibtisch im Büro heimlich mal meine Zeitschriften oder Bücher so ein bisschen verrückt haben und ich bin vorbeigehen, ich sehe das aus dem Augenwinkel und rutsch die gleich wieder gerade. Die haben alle eine gewisse, da kommt die ist auch dazu, die haben eine gewisse Ausrichtung und so weiter. Ich bin ein klassischer Klopapier Toproller, also sonst hänge ich es um lauter so Sachen. Also das hängt aber auch mit meinem Beruf natürlich zusammen. Journalisten müssen ja gewissen sein, musst ein Faible dafür haben, die Fakten wirklich genau zu recherchieren und so weiter. Sorgfältigkeit ist oberste Pflicht. Ich glaube, wenn ich das nicht hätte, wäre ich wahrscheinlich kein guter Journalist geworden. Von daher, ja, das ist auch bei mir sehr hoch ausgeprägt mit einem leichten Takt. Das gebe ich gerne zu zum Ordnungsfanatiker oder vielleicht plie.
Da ist das Ocean Modell natürlich jetzt schon recht dienlich, wenn ich Weiß, Jochen, ist das total wichtig, ist die eine Sache, wo wir uns wahrscheinlich unterscheiden, zumindest von diesen ersten. Deswegen habe ich mir zwei Wecker gestellt, dass ich auf keinen Fall unpünktlich komme, wozu ich total neige. Und so kann man halt schauen, wen habe ich gegenüber, wie kann ich das tun, was seine Bedürfnisse erfüllt. Schon haben wir einen kleinen möglichen Reibungspunkt. Ich weiß, du wärst damit wahrscheinlich höchst galant umgegangen, aber möglichen Reibungspunkt man damit dann vermeiden, wenn man weiß, wer ist der andere, wer bin ich? Vor allem, wer bin ich? Oh, ich muss besonders darauf achten. Wir wollten im Schweinsgalopp durch, deswegen mache ich weiter. EW Extraversion besteht aus zwei Faktoren, die alle Anwesenden wahrscheinlich auch recht hoch ausgeprägt sind. Du zu Hause mal überlegen kannst, wie ist es bei dir? Enthusiasmus ist Begeisterungsfähigkeit. Wie schnell bist du Feuer und Flamme für eine Sache, weil das hängt von Dopamin im Gehirn ab. Wie schnell denkt dein Gehirn, oh, das ist eine gute Idee, neues Projekt, oh, das ist eine gute Idee, ich könnte noch einen Podcast machen, das ist eine gute Idee, heute mit Freunden, das ist eine gute Idee. Also das Gehirn denkt sehr schnell, oh ja, mache ich, während das niedrig enthusiastische Gehirn auch mal locker zwei, drei Nächte oder eine Woche drüber schlafen kann, es bis dahin wieder vergessen hat und denkt, dann wird es so wichtig nicht gewesen sein. Schnell begeisterungsfähig, viel positive Gefühle, strahlt auch vor Energie und Präsenz, kann damit bis hin zu nervig wirken für Leute, die da weniger ausgeprägt sind oder sehr belebend, je nachdem wie derjenige das wahrnimmt.
Sehr hohe Ausprägung.
Ich bin da im 97. Perzentil, ich bin da sehr hoch ausgeprägt. Und tatsächlich gibt es Menschen, die also ich habe kürzlich jemanden getroffen, der ist im hundertsten Perzentil und ich dachte, boah, ist der nervig. Und dann dachte ich so, oh Gott, geht es allen so, die mich treffen, die ab 93 abwärts nicht ganz so hektisch sind wie ich, aber gut. Enthusiasmus ist Begeisterungsfähigkeit und wie viel Energie produziere ich so? Und Dominanz ist Durchsetzungsbedürfnis. Im Deutschen sagen wir Durchsetzungsfähigkeit. An sich ist es das Bedürfnis, Aber wer will, der übt und wer übt, der kann im Regelfall, deswegen führt es natürlich auch zu die können sich oft durchsetzen, die wollen aber auch gewinnen, die wollen ganz nach oben, die wollen große Ziele erreichen, Status, All diese Dinge sind im Rückenmark bei hohem Dominanz sozusagen angelegt und schießen manchmal direkt ins Bewusstsein, wenn es gerade ein Thema wird. In Gruppen übernehmen sie automatisch die Führung. Und niedrige Dominanz übrigens in all diesen Ausprägungen, es gilt nicht höher gleich besser. Ich will gewinnen. Auch wenn hohe Dominanz das dann manchmal denkt, aber auch niedrige Dominanz hat riesige Vorteile. Die müssen sich nicht so durchsetzen. Immer mit dem Kopf durch die Wand zu müssen oder den Impuls zu haben, ist nicht nur einfach und nicht nur von Vorteil, auch wenn es beruflich manchmal und tut auch weh, auch wenn es beruflich manchmal Vorteile mit sich bringt. Da kann sich weniger holen, muss ja nicht null sein, ist immer ein Spektrum, ist nicht ja oder nein, aber es ist irgendwo dazwischen und nicht ganz so hoch hat den Vorteil. Du musst nicht gleich erstmal dumm dein Gemächt auf den Tisch legen, wenn du in den Raum reinkommst und sagen, wer du bist. Du musst nicht jemanden unterbrechen, wenn er gerade spricht, kannst zuhören und präsen sein, kannst dich auch mal zurücknehmen und der Klügere sein, der nachgibt. Das fällt hoher Dominanz sehr schwer. Manche sagen, wir wüssten immer alles besser. Die Wahrheit ist, wir wissen wirklich alles.
Besser.
Glauben wir zumindest.
Also du zählst nicht dazu, höre ich.
Daran auf jeden Fall. Ja, so ehrlich darf ich sein.
Ich glaube sogar, dass wahrscheinlich so alle Speaker und alle Alphatierchen und Führungskräfte da eine sehr hohe Ausprägung haben, sonst würde man sich da auch nicht auf die Bühne trauen und natürlich auch nicht sozusagen vor hunderten von Menschen sprechen wollen.
Kann ich das Bedürfnis haben? Yes. Also tatsächlich, wir kennen uns ja aus einem Club von Experten für Marketing und Sales, dem Club 55 und ich sage immer so gerne, ach, es ist mein Lieblings Millionärskindergarten, weil es ist so wunderschön zu sehen, was für Koryphäen und tolle Menschen, Experten und Innen da sind und gleichzeitig, wie natürlich da ganz viel Dominanz aufeinanderprallt, regelmäßig, weil wo nur Alphatierchen sind, muss man dann innerhalb dessen gucken. Gibt es hier jetzt noch eine Hackordnung Wie funktioniert die? Wo bin ich da? Ich bin doch das. Oh, heute nicht. Also das sind dann so auch in entsprechenden Kreisen die entsprechenden Dynamiken. Helfen tut dann Verträglichkeit, Die hilft immer, aber es ist manchmal auch okay, sie weniger zu haben. Dann ist Durchsetzen zum Beispiel leichter. Verträglichkeit besteht aus zwei Dingen. Im Englischen agreeableness, deswegen das A im Deutschen müsste ich so halten. V besteht aus zwei Teilen. Erstens Empathie und zweitens Höflichkeit. Empathie bedeutet, mir ist der eine Mensch gegenüber wichtig. Ich möchte, dass es ihm gut geht, dass er sich gut fühlt. Ich möchte Harmonie, ich möchte Konflikt vermeiden, Ich will, dass alle sich lieb haben. Und manche sind da so hoch ausgeprägt, dass sie jeden Konflikt vermeiden, sich schwer tun, Nein zu sagen und mehr an die anderen denken als an sich selbst. Und manche ein bisschen weniger und manche noch weniger. Manche, die sagen, mein Scheiß ist mein Scheiß, dein Scheiß ist dein Scheiß. Wo hohe Empathie sagen würde, mein Scheiß ist mein Scheiß und dein Scheiß ist auch mein Scheiß. Und mit hoher Dominanz heißt dir wird geholfen, ob du willst oder nicht. Empathie sind die klassischen Menschenmenschen, die wollen, dass es allen gut geht. Und Höflichkeit ist hohe Regelkonformität, aber nicht nur Konformität jetzt im einschränkenden Sinne, sondern Regeltreue. Denen ist das wichtig, weil hohes soziales Verantwortungsgefühl sind die Ritter und Ritterinnen des Alltags. Die würden also ganz hohe, ich habe mit jemandem gesprochen, ganz hohe Ausprägungen in Politeness, der sagt, du, ich finde Steuern gut, ich zahle auch selber gerne meine Steuern, weil das ist wichtig, dass es alle tun. Weil die Gesellschaft, Menschen, die sehr niedrig ausgeprägt sind, würden sagen, ich zahle nur die, die ich zahlen muss. Dass ich nicht in den Knast komme. Wo ich es verhindern kann, verhindere ich es. Das ist halt das Spiel. Hohe politis würde bei 120 auf der Autobahn genau 120 fahren, weil sonst wird eine andere Zahl stehen. Wenn sich alle nicht dran halten, bringt es ja nichts. Niedrige politische Würde, SA 139 gibt keinen Punkt, Das geht schon. Also wie wichtig sind dir soziale Regeln und Normen? Ist das eine und das andere ist soziales Verantwortungsgefühl. Uns allen ist Gesellschaft wichtig, weil ohne Gesellschaft ist alles Scheiße. Aber die einen sind halt eher die Rebellen Und die anderen wollen eher, dass die Regeln, die die Gemeinschaft gefunden hat, eingehalten werden, weil das macht man so und niedrige Polytens sagt, das macht man so. Wenn ich das nur höre, kriege ich.
Unterstelle ich aber mal, du hast wahrscheinlich eine sehr hohe Ausprägung bei der Höflichkeit, sonst hättest du dich nicht mit zwei Weckern so angestrengt.
Pünktlich zu sein, oder Tatsächlich kommt es aus einer Mischung aus Empathie einfach mit Clubkollegen zum einen und Business Partnern zum anderen, aus einer Entscheidung raus eben auch möglichst gut umgehen möchte. Aber politenes bin ich tatsächlich eher so der klassische kleine Rebell. Mir sind Regeln recht egal. Ich kann schlimme Wörter verwenden in der Öffentlichkeit, ich kann über Sex oder Drogenkonsum reden, ohne dass ich es komisch finde. Ich bin aber auch nicht so niedrig ausgeprägt. Also meine Partnerin ist so im zweiten Perzentil und da merke ich manchmal noch, wie ungehemmt sie in manchen Dingen ist, wo ich denke so ich bin so im fünfzehnten Perzentil, ich bin da eher und das merke ich auch, wenn ich auf Menschen treffe, die da sehr hoch ausgeprägt sind, dass das manchmal dann spannend wird oder ich mich eben bewusst zügel. Genau das war Verträglichkeit und im Rahmen der angewandten Ordnung, die ich sozusagen heute verwenden möchte, auch wenn auch hier im 22. Perzentil heißt nicht null. Menschen, die da ganz, ganz niedrig ausgeprägt sind, denen siehst du das auf weit weit an, auch am Äußeren sogar. Aber ich bin halt nicht so hoch wie Leuten, denen es einfach fällt, sagen wir so und bin ein bisschen chaot in Alltag und Planung. Zurück zum Thema Weg von mir. Ocean.
Genau.
Das N von Ozean steht für Neurotizismus und damit bedeutet es basically die Fähigkeit, negative Gefühle zu generieren. Eselsbrücke N negative Gefühle besteht also wenn Extraversion ist sozusagen die Fähigkeit, positive Gefühle zu generieren. Dopamin, Belohnungserwartung, Begeisterung. Neurotizismus macht negative Gefühle zum Beispiel Wut, Trauer, Angst und zwar in folgenden zwei Kategorien. Volatilität ist für diese Gefühle zuständig, die machen und wo man drauf will auf den Stressor. Also Volatilität heißt Wut und Trauer und Rückzug heißt Angst. Menschen, die in Volatilität hoch ausgeprägt sind, da reicht manchmal eine SMS, zack, Tag im Arsch. Da denkt man die ganze Zeit darüber nach, was da drin stand und warum derjenige falsch liegt und was man ihm alles hätte sagen können und dann hat man gute Argumente, die hört er nicht, aber die habe ich ausgedacht im Kopf Und da reicht vielleicht auch einer, der dich im Straßenverkehr anhup du würdest am liebsten aussteigen, zack, Spiegel abgetreten. Du machst es nicht, aber der Impuls ist da. Und genauso wenn du niedrig ausgeprägt bist, kann ich recht wenig stressen, bist du mehr bei dir, kannst recht entspannt bleiben, wo andere vielleicht sich aufregen würden und du denkst dir manchmal, warum muss man sich da so aufregen? Und die anderen denken sich vielleicht, wie kann man da nur ruhig bleiben? Es muss einen doch das ist Volatilität. Kannst du auch mal schauen. Hochmittelniedrig, liebe Zuhörende, lieber Zuhörender. Und Rückzug heißt basically Angst. Menschen, die da hoch ausgeprägt sind, machen sich eine Menge Gedanken, grübeln, Sorgen, die denken, die machen Bilder von der Zukunft, wie sie schiefgehen könnte und dann denken sie oft hinterher entweder oh war gar nicht so schlimm, wie ich gedacht habe oder denken vorher, oh Gott, was könnte da schiefgehen? Und auch das ist übrigens gut. Also ich glaube wirkliche Diversität auch in Teams und in Firmen heißt, wir brauchen auch jemand, der anders ist. Zum Beispiel jemand, der Rückzug dabei hat, wenn ich denken oft ja wenig ist doch besser. Ja, sehr viel Angst kann einen manchmal einschränken, aber sie macht auch vorsichtig, sie macht präzise, sie macht, wie du sagst, gewissenhaft aus dem Gedanken, okay, ich kann jetzt nicht ein Artikel rausbringen, wo was drin steht, was falsch ist. Also auch da wirkt der Rückzug manchmal sehr sinnvoll. Vor allem bei hoher Dominanz sorgt er vielleicht manchmal für bisschen mehr Verträglichkeit, dass man nicht so drüber ballert, weil man denkt warte mal der andere, also Rückzug hat auch Vorteile beim Captain der Titanic hätte ich mir mehr davon gewünscht. Aber ja, das sind so die zehn Ausprägungen und da kannst du mal schauen, liebe Zuhörenden, wie schätzt ihr euch da ein? Und hinter jeder davon und dann hole ich mal Luft, dass du wieder was fragen kannst. Aber das wollte ich noch sagen, hinter jeder davon steckt ein Bedürfnis. Also bei Erleben und Intellekt, da steckt das Bedürfnis nach Ästhetik und Schönheit, so wie es nach Mentalem bespielt werden und nach diesem Gefühl, dass es in beiden Fällen auslöst. Gewissenhaftigkeit will im einen Fall was erreichen und im anderen Fall Strukturen, die Ordnung und Klarheit geben und das alles ist, wo es hingehört. Enthusiasmus will Belohnung und Dominanz will gewinnen und sich durchsetzen. Verträglichkeit, Empathie will, dass ich alle lieb haben und der andere mich lieb hat und es dem anderen gut geht. Ups, hier ist es. Und Höflichkeit will, dass es der Gemeinschaft gut geht. Und Neurotizismus in beiden Ausprägungen will vor allem Sicherheit. Wenn du das weißt und weißt, wer du bist und vielleicht schon anfängst zu erraten, wer der andere ist, dann kannst du natürlich besser mit dir und dem anderen Beziehungen führen, weil du weißt, welche Bedürfnisse sind da. Welche könnte ich auf Handlungs und Kommunikationsebene erfüllen.
So jetzt erstmal ein ganz, ganz großes Kompliment für diesen Scheinsgalopp. Wer das alles noch nachlesen will, der darf das gerne tun. Diesen wahnsinnig tollen dicken sehr ausführlich zeig mal hier so ein bisschen reingucken mal. Also es wirklich prall gefüllt mit mit allen möglichen Extras sogar noch, die man dann im Internet noch zusätzlich sich runterladen kann. Also ein tolles Buch da nochmal in Ruhe nachlesen. Ganz, ganz großer Lesebefehl, dringende Leseempfehlung. Es ist toll, trotz groß Kompliment.
Dankeschön.
Frage natürlich, weil wir das Ganze aus der Jobperspektive uns natürlich auch mal anschauen. Sind ja nicht umsonst bei der Karrierebibel. Ich habe mal gelernt, natürlich auch mit Ocean in der Vergangenheit schon sehr sehr häufig doch mit den ganzen anderen Modellen, die schon genannt hast Myers, Bricks, Disc und wie sie mich alle heißen beschäftigt. Und ich habe mal so diverse Studien gelesen, die im Grunde genommen sagt es gibt so zwei Die eine ist sehr sehr gut für den Job und für die Karriere und die andere ist eher schlecht für die Karriere. Jetzt würde mich mal interessieren, ob du das bestätigen kannst. Genau, da hast du sie schon gut für die Karriere. Gewissenhaftigkeit, also Consciousness und Neurotizismus eher schlecht für die Karriere. Alle anderen sind natürlich auch genauso nützlich, aber wer ein zu hohes N hat, da wird es schwierig bedenken. Denkenträger steht immer auf der Bremse, hat viele Ängste, Sorgen, kommt nicht so richtig vor. Weiter Gewissenhaftigkeit, wie gesagt, Sorgfalt und all die anderen Ausprägungen, die da noch dabei sind, sind eher meistens hilfreich. Gerade auch, wenn man dann in der Karriereleiter aufsteigt und vielleicht mal Führungskraft wird, dann helfen natürlich auch wieder Empathie und all die anderen Ausprägungen natürlich umso mehr. Aber das sind, glaube ich, ganz, ganz starke Punkte. Du bestätigst es indirekt, oder?
Jein. Also tatsächlich würde mir erlauben, kurz einen differenzierten Blick mit euch gemeinsam darauf werfen zu wollen, Denn ich glaube, das Wichtige ist zu verstehen. Also ich habe das hochgehalten, weil ich wusste, dass das die Studien sind, die du wahrscheinlich gelesen hast. Ich stimme dem nicht ganz, vor allem nicht flächendeckend zu. Ich verstehe das. Studien sind statistisch betrachtet. Wir haben jetzt das Individuum zum Glück vor uns und das kann eigene Entscheidungen treffen. Zum Glück kennt es ja auch jetzt das Orbit Modell und die Tipps, die es heute gibt. Und deswegen glaube ich, das ist kein Urteil, weil viele mit hohem Neuro wenig Gewissenhaftigkeit denken, ist ja super, dann habe ich ja gar keine Chance und das ist nicht so. Ich glaube, zwei Sachen sind wichtig. Erstens, du hast ein Fahrrad, du bist nicht dein Fahrrad und genauso hast du eine Persönlichkeit. Du bist nicht deine Persönlichkeit. Du kannst lernen, mit dem, was da ist und was sozusagen die inneren Erstimpulse in bestimmten Momenten zu reagieren sind, trotzdem lernen umzugehen und auch mal anders handeln, als es der Erstimpuls Vorschlag Ich glaube, gerade für die Karriere ist. Es suchen einen Job, der zu deiner Persönlichkeit passt. Wenn du super hoch in Offenheit bist, dann bist du kreativ und hast ein Auge für Ästhetik und kannst dir neue Ideen einfallen lassen. Dann bist du super unter anderem als Führungskraft, die neue, innovative Sachen vorantreiben soll. Du bist suboptimal als Manager, der genau dafür sorgen muss, dass Dinge genau und ordentlich umgesetzt werden und zwar nicht kreativ, sondern gewissenhaft, vor allem, wenn das hier niedrig ist. Gleichzeitig wärst du auch nicht der optimale Buchhalter, aber vielleicht der perfekte Grafikdesigner. Also da gilt es zu schauen, was sind die Stärken, die da drin stecken. Extraversion das Gleiche. Natürlich hilft Extraverse auf den ersten Blick, weil das sind die, die werden gesehen, die haben nicht nur Meinungen, sondern die hört man dann auch. Aber ich glaube, inzwischen kommt auch immer mehr die Zeit der Introvertierten. Und wenn du sagst, ich bin zwar eher zurückhaltender vom Typ her, aber da, wo es mir wichtig ist, habe ich gelernt, durch Kommunikationstrainings, durch Übungen auch das zu sagen, was mir wichtig ist, dann können auch das tolle Führungskräfte sein, gerade wenn sie sehr verträglich sind, auf menschlicher Ebene sehr gut führen. Zum Beispiel, glaube ich, müssen es gar nicht diese klassischen Modelle sein, die wir in der Ellenbogengesellschaft gewohnt waren. Hohe Dominanz, hoher Fleiß, wenig Verträglichkeit, prescht nach vorne durch, heißt heute nicht mehr, dass das der einzige Weg ist, erfolgreich zu sein. Und genauso als Führungskraft gilt es natürlich zu schauen, wie sind meine Menschen ausgeprägt, meine Mitarbeitenden, und wie kann ich die ihren Stärken gemäß zum einen einsetzen, aber wie kann ich sie auch ihrer Bedürfnisse gemäß führen. Wenn jemand hoch in Rückzug ist, aber total brillante Ideen hat, dann muss ich und vielleicht niedrig in Dominanz, dann ist es mein Job als Führungskraft in einem Meeting die Meinung und die Impulse dieser Person rauszuholen, weil sehr wahrscheinlich hat die eine gute Idee. Dazu wird es sich aber nicht trauen, das zu sagen. Und wenn die anderen gerade reden, muss ich ja auch nicht unterbrechen. Und das sind nur Beispiele. Aber das eben mitzubedenken, jemand mit hohem Neuro auch ihm den sicheren Rahmen zu geben, nicht das Gefühl, wenn du das verkackst, bist du gefeuert, sondern wirklich den sicheren Rahmen zu geben, wo er aufblühen kann in den anderen Stärken, die da sind. Ich glaube, das ist wichtig. Und dann stimmen diese Studien zwar ein Stück weit, aber ich glaube, dann können wir als Einzelner immer noch sehr gut schauen, was kann ich mit meiner Persönlichkeit machen, da wo meine Stärken liegen und im bewussten Umgang mit dem, wo ich mir manchmal sonst ein Beinchen stellen könnte.
Also zwei Dinge möchte ich festhalten. Ja, ich stimme hundertprozentig zu. Finde den Job, der zu deiner Persönlichkeit passt. Es ist besser, als andersrum sich zu verändern, um in den Job reinzupassen. Es ist definitiv besser. Und du hast es gerade eben sehr schön gesagt, das hat mich an eine meiner Lieblingschefinnen aus der Vergangenheit erinnert, die hat immer zu mir gesagt, jeder Mitarbeiter hat das Recht, individuell geführt zu werden. Ein Satz, der mir hängen geblieben ist, sehr wahrerweise. Und so ist es auch. Es ist meine Aufgabe als Führungskraft sozusagen, meine Mitarbeiter mit ihren Ocean Ausprägungen zu erkennen und sie dementsprechend zu führen und auch einzusetzen, die Teams entsprechend zu gestalten. Umso mehr hilft natürlich, wenn ich sozusagen dieses Modell verinnerlicht habe, wenn ich das erkenne und es mir leichter fällt, die Menschen danach einzuschätzen, ein bisschen zu beurteilen. Aber jetzt kommt die nächste Frage. Steckt darin auch eine Gefahr? Denn ist nicht die Gefahr, dass ich andere Menschen nach dem Ocean Modell oder Deep Ocean Modell durch meine eigene Ocean Brille betrachte? Also es ist ja auch immer eine Färbung. Sprich, wenn ich total offen bin und total enthusiastisch und vielleicht auch dominant und dann ist ein Intro, wird eher wenig dominanter Mensch, sag ich, boah, voll der Loser. Und das ist er natürlich nicht, er ist halt nur anders. Aber durch meine Ocean Brille bin ich so geprägt, dass sich dadurch vielleicht auch meine Einschätzung und Wahrnehmung komplett verfälscht. Wie kann ich dem entgehen? Wie geht man damit um?
Zu 100 Prozent. Also ich glaube, das ist das eine, das größte, das größte Conundrum in Beziehungen an sich, der größte Stolperstein sei es in privaten Beziehungen, in der Partnerschaft, sei im Beruf, dass wir durch die eigene Brille gucken. Und das machen wir aber auch ohne das Ocean Modell zu kennen. Im Gegenteil, wenn wir es kennen, wird es unwahrscheinlicher. Das ist was, was jeden Tag sowieso passiert. Und du beschreibst es schon perfekt. Hohe Dominanz sieht niedrige Dominanz. Und wenn sie nicht reflektiert sind, denken sie, was für ein Schlappschwanz? Und niedrige Dominanz sieht hohe Dominanz und denkt, boah, was für ein Tyrann. Und hoher Neuro sieht niedrigen Neuro und denkt, boah, was bist du für ein emotionaler Stein? Warum fühlst du nichts? Und hoher, niedriger sieht Hohen und denkt sich, boah, man muss sich wegen jedem Scheiß so aufregen. Und so gucken wir immer durch die eigene Brille. Und ich glaube, die große Chance ist tatsächlich, wenn wir uns mit dem Thema beschäftigen und beginnen zu verstehen, der andere kann da anders sein, der ist da anders, weil das ist im Gehirn so angelegt, das hat die Biologie so vorgesehen, dass wir normal verteilt in der Gesellschaft eben verschiedenste Persönlichkeiten mitbringen und das ist okay so und jeder hat ihre Stärken und Schwächen, dann kann ich ganz bewusst den anderen auch annehmen in seinem Anderssein, statt zu sagen, ich weiß, du bist anders, aber OK, bist du nur, wenn du so wärst wie ich. Weil das ist das, was keiner so aussprechen würde, aber viele im Subtext so denken und handeln. Und ich glaube, das dürfen wir uns gerade auch im Rahmen einer sich verändernden Jobwelt, im Rahmen einer sich verändernden politischen Gesamtmilieu, gerade im Rahmen des sich immer mehr spaltenden gesellschaftlichen Blicks auf rechts und links, dürfen wir das bewusst verinnerlichen, weil es gibt kaum was, was mich zurzeit so, mich regt eh wenig auf, aber wenn ich will, darüber könnte ich, also wie sehr ich merke, dass sich immer mehr in zwei Lager gespalten wird, die wir klassisch rechts und links nennen, immer mehr zwischen extremem Linksblick und extremem Rechtsblick geguckt wird und dann durch Social Media kriegt man ja eh nur noch die Infos, die man lange anguckt, weil das ist gut für die Werbebabbel. Und damit glauben wir immer mehr die Dinge, die wir eh schon wissen und erzählen uns gegenseitig in unserer eigenen kleinen Blase, dass wir recht haben und die anderen dort sind. Und da passiert gerade immer mehr eine Trennung, immer mehr Wut, immer mehr Aggression. Man hört den anderen gar nicht mehr, will eigentlich nur noch zeigen, wie mehr Recht man hat. Und das finde ich so schade und haben auch im Buch ein Kapitel drüber geschrieben. Es braucht beides, gerade politisch, den Moment nehme ich noch. Niedrige Gewissenhaftigkeit und hohe Offenheit ist ein klassisches liberales Modell, warum Offenheit denkt outside the box, keine Grenzen. Auch niedrige Ordnung braucht keine Boxen, keine Grenzen, weder um die Länder noch um Gehirne noch zwischen Geschlechtern. Da darf alles fließen. Und hohe Ordnung mit niedriger Offenheit sagt, alles gehört dahin, wo es hingehört. Wir brauchen klare Trennung. Ich muss wissen, wo, wie, was einsortiert ist. Wir brauchen Hierarchien, das war ja auch schon immer so und es soll auch so bleiben. Deswegen konservierend konservativ. Das sind die in den Persönlichkeiten steckenden, Erziehung spielt auch eine Rolle, aber in den Persönlichkeiten steckenden Ursachen für diese zwei Pole, Chaos und Ordnung, was die zwei größten Kräfte Im Universum sind die alles. Die Ordnung schafft den Rahmen des Chaos, das Neue. Und ich glaube, wir brauchen beides. Wir brauchen die Liberalen, die okay, lass mal was Neues machen, lass was aufbrechen, was vielleicht lange funktioniert hat, aber noch nicht perfekt, nicht gut ist für alle. Wir brauchen aber auch die Konservativen, die okay, und jetzt lass uns ein System packen, das funktioniert mit der Ordnung und der Gewissenhaftigkeit, wo wir wissen, wie wir Dinge umsetzen können, statt zu sagen, ihr seid doof, weil ihr seid anders. Da zu sagen, welche Stärken habt ihr, die wir nicht haben. Und natürlich darf man sich Es braucht auch die Reibung, es braucht das Gespräch zwischen den beiden Seiten, aber eben das fruchtbare Gespräch und nicht das Eskalierende. Und man schreit nur, man hört gar nicht hin. Und jetzt sind wir nicht in einem Politik Podcast, deswegen heißt es super kurz. Aber das ist mir was Wichtiges. Das passiert ja auch in der Arbeitswelt, dass du Kollegen hast, die magst du eigentlich, aber ich habe gehört, wen die wählen. Also mit dem rede ich nicht mehr so. Doch, red gerade mit dem. Wenn du nicht mehr mit dem redest, wählt er die noch mehr. Wenn du mit ihm redest, findet er vielleicht raus, worum es wirklich geht und kann dann auch beruflich besser weiter miteinander arbeiten. Das nur so als Impuls.
Alexander an der Stelle vielen, vielen herzlichen Dank. Das war tatsächlich ein bisschen über der Zeit. Ich denke, wir machen auch Schluss, sonst hört ja keiner mehr zu Irgendwann ist aber super, super spannend. Bis zur letzten Minute. Auch danke für deinen letzten Impuls nochmal hier dringende Leseempfehlung. Es soll ja keine Werbeveranstaltung sein, aber das Buch ist wirklich gut. Ich kann es nur empfehlen. Es macht doch echt Spaß zu machen, man sich selber dabei natürlich kennenlernt. Von daher ganz, ganz toll. Vanessa, die das hier mit dir zusammengeschrieben hat. Vanessa jetzt muss gucken. Büchner oder Buchner?
Buchner, yes.
Ich neige immer wegen Buch zu Büchner dann. Aber Vanessa hat es ja mit ihr zusammengeschrieben. Deine Partnerin. Also auch noch einen schönen Gruß an sie. Liebe Grüße. Wirklich toll. Großes Konzept.
Sehr, sehr gerne.
Wer euch noch mehr kennenlernen will oder noch mehr dazu erfahren will, ich pack nachher noch ein paar Links in die Show Notes zu dem Video dazu kann man das nachher auf jeden Fall noch mal anschauen. Und ansonsten zieht es euch auf Lunge. Es lohnt sich auf jeden Fall. Ein tolles Buch geworden für alle, die das wissen wollen. Und dir, lieber Alexander, herzlichen Dank fürs Einschalten, fürs Aufklären und so enthusiastisch erzählen. Jetzt muss ich aber überlegen, welche Fähigkeiten ich alle bei dir sehe. Ich sehe ganz, ganz viele Ausschläge. Von daher, es macht sehr viel Spaß. Ich freue mich auf.
Dankeschön, lieber Jochen. Eine schöne Zeit.
Allen anderen danke fürs Zuschauen. Bis dann. Ciao.










