Was ist eine passive Bewerbung?

JobGenius explains passive Bewerbung: letting recruiters find you through online profiles, CV databases, and websites instead of applying yourself. It works best for specialists and managers, not beginners. Use keywords, comment on industry content, share posts, and publish guest articles to get noticed.
Hey Jochen. Also in unserem Newsletter, da schreiben uns manche Leute und stellen Fragen. Und zwar gibt es eine Entwicklung. Manche sagen, wir gehen vom Arbeitgebermarkt zu einem Arbeitnehmermarkt. Und in dem Zusammenhang wurde passive Bewerbung. Jochen, was ist eine passive Bewerbung?
Gute Frage. Passive Bewerbung ist ein sehr nützliches Instrument, aber häufig unterschätzt und auch noch viel zu wenig genutzt. Im Grunde geht es dabei nicht, einen Job zu suchen, sondern darum, gefunden zu werden und damit den Zugang auf den sogenannten verdeckten Arbeitsmarkt zu bekommen. Passiv bedeutet in dem Fall, dass ich überall so kleine Köder auslege, die dann sozusagen, wo dann der Personaler wie so ein Fisch irgendwann mal anbeißt. Das können LinkedIn Profile sein, das kann Xing Profil sein oder auch Instagram, TikTok, weiß ich nicht, aber vielleicht auch YouTube geht da natürlich. Bedeutet, dass du eine Bewerbungs Homepage überhaupt eine Homepage hast oder einen Blog, wo du auch deine Expertise darstellst. Und dann gibt es noch sogenannte Bewerbungs oder Bewerber Datenbanken, Lebenslauf Datenbanken bei einigen Jobbörsen, wo man seinen Lebenslauf hochlädt oder einträgt und dann ein Häkchen setzen Ja, ich will auch von Personalern gefunden werden dürfen und dann können die einen auch an der Stelle finden. Das heiß noch mal überall kleine Köder auslegen und Personaler finden die dann und beißen im Zweifelsfall auch an. Und das liegt vor allem daran, dass es im Moment so viel Active Sourcing gibt. Das heißt, wir haben den Fachkräftemangel. Personaler wissen Stellenanzeigen allein reichen nicht mehr, wir müssen selber auf die Suche gehen. Also suchen Sie aktiv. Und das ist die Chance der passiven Bewerbung, nämlich das gefunden werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man wirklich eine Expertise hat.
Das stellt sich gleich die Für wen ist überhaupt die passive Bewerbung geeignet?
Also nach dem, was ich da gerade erzählt habe, macht es natürlich schon ein bisschen Arbeit. Und ja, der Begriff ist auch latent irreführend. So ganz passiv ist es halt nicht. Man muss natürlich vorher schon aktiv Arbeit investieren, indem man nämlich all diese Profile anlegt, pflegt, macht, tut das macht erst mal Arbeit. Aber es ist eine langfristige Strategie. Deswegen eignet es sich nicht für Menschen, die jetzt akut auf der Jobsuche sind, ganz dringend einen Job brauchen und deswegen halt erstmal diese Profile anlegen müssen. Das ist was eher für eine latente Jobsuche. Also wenn ihr das Gefühl hast, ich bin eigentlich nicht so ganz zufrieden in meinem Job und es könnte auch mal wieder ein neuer Job her, dann ist das der richtige Zeitpunkt, auch der Impuls jetzt damit anzufangen, die Profile anzulegen, zu optimieren, zu verbessern, um dann von Personalern, von Headhuntern gefunden zu werden und dann natürlich auch den Anruf zu bekommen. Man muss allerdings immer dazu sagen, die passive Bewerbung ist kein Ersatz für die aktive Bewerbung, sondern eine Ergänzung. Das kann eine sehr wirkungsvolle Ergänzung sein, aber am Ende des Tages brauchst du natürlich auch, wenn der Personaler angebissen hat, immer noch so was wie einen Lebenslauf mindestens oder auch Anlagen wie Arbeitszeugnis oder sowas. Die wollen die weiterhin sehen. Also die normalen Bewerbungsunterlagen braucht man auch weiterhin. Aber gut geeignet ist das vor allem für gesuchte Fachkräfte oder gefragte Spezialisten, für Führungskräfte ebenfalls, für Anfänger eher nicht.
Hast du noch einen Tipp, wie man auch besser gefunden wird von den Recruitern?
Also da gibt es einiges, was man machen kann. Es geht natürlich am Ende des Tages immer darum, die Sichtbarkeit zu erhöhen und da gibt es verschiedene Mittel und Wege, wie man das machen kann. Entscheidend auf diesen ganzen Online Profilen ist natürlich, dass man die richtigen Keywords verwendet, also Schlüsselbegriffe, wonach Personaler in den Unternehmen, in die du gerne kommen würdest, suchen könnten. Also dazu muss man eine Recherche wonach suchen die welche Stellenanzeigen, schalten die welche Begriffe, verwenden die selbst, um geeignete Kandidaten zu finden. Und diese Begriffe baut man dann auch in sein Profil natürlich ein. Das zweite ist, du kannst natürlich überall Kommentare auch noch schreiben und dabei dein Profil praktisch automatisch verlinken. Das passiert ja in Social Media automatisch. Wenn man da einen Kommentar schreibt, ist ja sein eigenes Profil automatisch mit seinem Namen, seinem Konterfi immer verlinkt. Das führt dann jemanden dazu, dass oh, das war aber ein spannender Kommentar, da hat jemand richtig was zu sagen, wer ist denn das? Dann schaut man sich das Profil an. Also Kommentare schreiben ist so eine Guerilla Marketing Strategie an der Stelle. Und genauso kann Content kuratieren. Das klingt jetzt kompliziert, bedeutet aber, man muss ja nicht immer nur die eigene Expertise durch eigene Posts darstellen, sondern man kann natürlich auch gute Posts von anderen zu seinem Spezialthema kuratieren, also verlinken und sagen, das ist ein interessanter Artikel. Und dann kommentierst du vielleicht noch mal den Artikel, den Fachbeitrag von einem anderen Experten und zeigst damit, hey, ich kenne den Markt, ich habe den Markt auf dem Radar und ich habe auch all die anderen Experten auf dem Radar und ich kann das auch einschätzen, was die so von sich geben und schreiben und sagen und tun. Das zeigt dir wieder die eigene Expertise. Und der letzte Tipp ist natürlich Gastartikel schreiben. Also wenn du wirklich eine Expertise hast, schreibe Gastartikel auf großen etablierten Seiten, die zu deinem Thema passen. Es gibt ja heute für jedes Thema gibt es Blogs, Webseiten, Fachmagazine und so weiter. Du kannst natürlich klassische Journalier dich wenden und dich zum Beispiel als Interview Experte anbieten oder eben auch mal melden, ob du da vielleicht mal eine Kolumne schreiben kannst, einen Gastbeitrag. Viele große Publikationen sind immer dankbar auch für Content, für guten Content und damit auch offen für Interviews oder Gastbeiträge. Also auch das kann man anbieten. Aktiv ist wieder eher eine aktive Tätigkeit. Pressearbeit, die ist aber ebenfalls wichtig. Nochmal, es sind all wieder diese Bro, die man im Netz verstreut und irgendwann beißt mal einer an.
Gut, also ich habe Sichtbarkeit erhöhen, zum Beispiel durch kommentieren und natürlich die richtigen Keywords selbst verwenden. Du hast einige Dinge gesagt, die gehen Richtung Personal Branding, das wäre auch ein spannendes Thema und darüber reden wir dann ein anderes Mal.










