Was zeichnet einen Traumjob wirklich aus?

JobGenius and Stefan argue that a dream job isn't fixed but shifts as your priorities change across life stages. They offer practical tools: define your criteria, use reflective exercises like the Ikigai model, research whether an employer fits your strategy, and treat interviews as mutual checks, not one-way auditions.
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So, und da sind wir wieder mit einer neuen Livesendung, diesmal zum Thema Test Traumjob, Gibt es den überhaupt Und warum sollte man den nicht so hochhängen? Mit dabei ist wie immer der liebe Stefan von den Bewerbungsschreibern. Der ist auch schon diesmal mit grünem Hintergrund, ganz modern, Greenscreen. Schön, dass du wieder dabei bist und schön, dass auch andere schon eingeschaltet haben. Jetzt die Frage gleich mal an Hast du deinen Traumjob schon gefunden?
Das ist tatsächlich eine Frage, die ich mir jetzt im Vorfeld in der Vorbereitung gestellt habe. Und an manchen Tagen würde ich vielleicht sagen ja, aber sicherlich nicht jeden. Und ich glaube, da greife ich jetzt ein bisschen vorweg, Ich glaube, den Traumjob dauerhaft, den gibt es gar nicht. Genau, weil man im Leben halt immer Kompromisse machen muss und auch nicht immer. Es wäre auch total langweilig, wenn jeden Tag alles 100 Prozent laufen würde. Und von daher heute vielleicht halb gestern? Nein, vorgestern. Ja genau.
Ja, so geht es, glaube ich, jedem. Und deswegen sprechen wir ja auch über das Thema den Traumjob als Idealzustand, der perfekt und jederzeit anhält, den gibt es, glaube ich nicht und den sollte man auch nicht suchen an der Stelle. Warum das sogar gefährlich ist, darüber sprechen wir gleich noch. Aber ich will noch mal darauf eingehen, was eigentlich ein Traumjob überhaupt sein könnte. Und als ich mir so im Vorfeld Gedanken dazu gemacht habe, ist mir so aufgefallen, dass ein Traumjob ideal eigentlich allenfalls das Ergebnis sein kann, aber nicht der Startpunkt. Also dahinter steckt meistens eine Entwicklung. Ich glaube, die meisten Menschen, wenn sie in das Berufsleben einsteigen oder vielleicht auch einen neuen Job wechseln, die entwickeln sich und probieren was aus. Und dabei sehen sie klarer, immer wieder klarer, was sich verändert bei ihnen oder was sie wirklich wollen, auch die Kriterien, die sie an einen Job anlegen. Und damit verändert sich natürlich auch das Bild eines Traumjobs. Also vielleicht ist es am Anfang so eine fixe Idee, die sich dann aber mit der Zeit verändert. Deswegen würde ich fast lieber nicht von einem Traumjob sprechen, sondern eher von einem temporär erfüllenden Job. Temporär, warum? Weil du natürlich mit 25 andere Berufsziele hast oder vielleicht auch andere Maßstäbe und Kriterien an deinen Wunschjob anlegst, als du das mit 40 oder mit 50 tust, weil sich einfach auch im Leben einiges verändert bei einem selbst. Ich weiß nicht, wie siehst du das?
Ja, kann ich nur bestätigen. Also letztendlich gibt es ja deswegen auch Berufswechsel oder Jobwechsel und Arbeit, Arbeitgeberwechsel. Und das ist ja, ich weiß gar nicht, statistisch ist das glaube ich auch ja so irgendwie so zwischen drei und sechs Jahren so irgendwie oder drei und sieben irgendwo dazwischen. Der eine sagt vier bis fünf, der eine sagt sechs. Gibt es verschiedene Studien, da wechselt man ja auch den Arbeitgeber. Und das liegt einfach auch daran, dass natürlich die die eigenen Bedürfnisse sich ändern. Also es ist ja nicht immer so, dass der aktuelle Job schlecht ist oder der Arbeitgeber schlecht ist, sondern man will sich weiterentwickeln, man will mal was anderes machen. Das Thema hatten wir ja gerade auch im Vorgespräch. Genau. Und deswegen, das ist legitim, das ist das Leben, denke ich. Und so ist es auch im Berufsleben.
Ja, gerade weil du es angesprochen hast, das Thema Gehalt. Also ich glaube, dass sich auch diese, wie soll ich sagen, dass sich diese Prioritäten, die du hast in einem Job tatsächlich verschieben können. Ich sehe das ja bei meinen Söhnen, die sind jung und natürlich Berufseinsteiger oder teilweise jetzt schon auf einem Senior Level, aber die sind halt sozusagen ganz am Anfang ihrer Laufbahn und denen war natürlich auch so was wie möglichst schnell ein hohes Einkommen erzielen, irgendwie auch Verantwortung übernehmen oder was zu sagen haben, mitentscheiden können. Also nicht so der der Anfänger sein, so der Lehrling, sondern eben auch mal irgendwie ein bisschen mehr Position haben und Verantwortung. Das war den total wichtig. Das verändert sich wahrscheinlich. Also ich tippe jetzt mal, mein ältester Sohn ist ja schon verheiratet, wenn der vielleicht mal Kinder hat oder sowas, dann ist auch so ein klassischer Bruch im Leben, dann verändern sich die Prioritäten wieder total. Dann sagst du halt, jetzt sind mir Familie, Kinder, viel, viel wichtiger. Das Geld ist vielleicht schon auf einem entsprechenden Level oder sowas, aber dann willst du mehr Freizeit haben, willst mehr Job haben, zu dem du gerne gehst und so weiter. Und mit 40, 50, wenn man dann in so einer Midlife oder Mid Career Crisis kommt, verändert sich wieder was und dann später vielleicht so mit Ziel auf die Rente hin und den Ausstieg, dann sagst du, jetzt ist mir Sicherheit total wichtig, zum Beispiel, dass du sagst jetzt möchte ich auf jeden Fall noch in sicheren Hafen kommen am Ende der Laufbahn und erzielt das Geld, weil man vielleicht schon alles hat, was man brauchte. Das meiste zählt dann Geld nicht mehr So und so verschieben sich halt dann die Prioritäten und damit natürlich auch die Wahl des Traumjobs in der Hinsicht. Wobei man auch, das hast du gerade angesprochen, finde ich auch noch mal total wichtig, wobei man da auch noch mal unterscheiden muss zwischen der Job, also der Beruf und auch der kann ja wechseln. Also ich meine, ich habe mal als Journalist angefangen, dann war ich Social Media Manager, jetzt bin ich selbstständig. Auch da hat sich ja was in den. Klar, es gibt so einen roten Faden bei mir, bei anderen vielleicht auch, aber andere wechseln auch komplett radikal und werden dann, was ich sind erst Banker und werden dann Winzer auf Mallorca oder sowas. Da hat sich ja dann auch was kolossal verändert mit denen. Deswegen glaube ich auch, dass sich so ein Traumjob nicht wirklich als statisches Konstrukt dauerhaft halten lässt im Laufe von 40 Jahren Berufsleben. Sowas.
Nein, das ist auf jeden Fall dynamisch.
Genau. Lass uns mal darüber sprechen, warum es denn im Zweifelsfall sogar gefährlich sein kann, denn das war ja die Einschränkthese, warum es gefährlich sein kann, wenn du diesen Traumjob zu hoch hängst. Also wir haben, glaube ich, schon indirekt einiges angesprochen. Ein wichtiger Punkt ist natürlich, wenn du es so hoch hängst, finde ich, wird es fast unerfüllbar. Also wenn du die Latte so hoch hängst, dann kannst du nicht mehr drüber springen, um im Bild zu bleiben. Und dann sucht man und sucht man und findet de facto nichts. Wird immer irgendwie einen Makel finden und dann geben ja auch viele wieder auf und sagen, das ist auch alles doof und dann gehe ich raus und dann hast du hinterher so einen, so einen Mosaiklebenslauf. Der ist jetzt auch nicht unbedingt so super schädlich, aber so richtig gut ist er auch nicht.
Ja, tatsächlich sind hier so zwei Dinge, die quasi jetzt auch schon angesprochen wurden. Also einmal dieser Punkt halt, wenn mein Anspruch sehr hoch ist, ist halt die Fallhöhe auch größer. Also das heißt, je höher mein Anspruch ist, desto mehr Frust kann auch entstehen tatsächlich, weil man dann nicht zufrieden ist, wenn man z.B. mit weniger Anspruch erstmal in einen neuen Job z.B. geht und sagt, so ich lasse das jetzt mal auf mich zukommen und setze ja nicht so die super hohen Maßstäbe an sämt und finde es auch vielleicht dann auch gar nicht schlimm, wenn ich nicht mit jedem Kollegen gut zurechtkomme oder so, dann birgt das natürlich auch weniger Frustpotenzial. Und der zweite Punkt, den du, glaube ich, genannt hast, ist dieses Verpassen dann auch schon. Also wenn ich zum Beispiel bei der, wenn man jetzt mal auf die Jobsuche geht, ja, ich will wechseln und habe dann halt diesen super hohen Anspruch im neuen, beim neuen Job, dann kann ich natürlich auch gute Chancen verpassen vielleicht. Das ist halt auch immer ein Risiko. Ja, das sind zwei wichtige Dinge, glaube ich, auf diese Antwort unseres Themas.
Also was ich in der Vergangenheit jetzt, wenn ich mit Leuten gesprochen habe und ihn vielleicht auch ein bisschen gecoacht oder beraten habe, festgestellt, dass viele gar keine wirklichen Kriterien für sich selber im Vorfeld definiert haben, wonach sie einen Job auswählen. Und jetzt hängen wir mal die Latte nicht gleich auf Traumjob, sondern sagen wirklich mal, hast du denn überhaupt Kriterien, wonach du Arbeitgeber oder Jobangebote, Stellenangebote beurteilst? Und also wahrscheinlich hat jeder so paar klassische, dass du sagst so ja, das Umfeld muss halt stimmen irgendwie die Aufgaben müssen spannend sein, das Gehalt muss fair sein und ansonsten müssen der Chef und die Kollegen nett sein. Die drei Klassiker, die natürlich jedem sofort einfallen, aber dazwischen gibt es ja noch viel, viel mehr. Und ich glaube, dass man da eben eine Liste machen sollte. Das ist immer meine Empfehlung. Mach dir mal so eine Liste und schreib erstmal natürlich brainstorming mäßig erstmal alles runter, was dir so wichtig sein könnte bei einem Job, worauf achtest du? Und dann sortiere die mal nach Prioritäten und sag einfach mal, was ist wirklich wichtig, wo fange ich an, also was ist so der Top, was ist weniger wichtig Und und ich glaube, wenn man diese Liste erstmal hat, dann kann man auch viel besser Stellenanzeigen lesen und auswerten. Man kann aber auch später bei der Bewerbung, insbesondere im Vorstellungsgespräch, viel klügere Fragen stellen, weil du nämlich dann auch genau darauf achtest. Und ganz ehrlich, das Vorstellungsgespräch, sagen wir auch immer wieder, ist ein Check für beide Seiten. Also da gehst du halt nicht nur hin als Bittsteller, so bitte gib mir mal einen Job, sondern du prüfst natürlich auch. Und ich finde immer, auch wenn es frustrierend ist, wenn man da rausgehen sagt, das ist doch nichts, ich habe ein ganz blödes Bauchgefühl, ich sag den lieber ab, ist blöd, da geht die Jobs wieder von vorne los. Man hat Zeit verloren, aber besser man findet es da raus, als später in der Probezeit oder vielleicht erst nach dem Jahr oder sowas, dann geht es ja auch wieder von vorne los, aber viel später und zwischendurch hast du Frust erlebt, das muss dann auch nicht sein.
Ja, dafür ist ein Vorstellungsgespräch da, um auch eigene Fragen zu stellen und halt abzuklopfen, ob das halt der richtige Arbeitgeber ist. Das ist ja auch für einen Arbeitgeber wichtig. Also ich sage das auch übrigens immer, ich finde das total toll, dass du das jetzt ansprichst. Man merkt ja gerade so im Praktikum, wenn die sehr jung sind, dann sind die auch nervös und so. Und ich versuche immer möglichst früh zu kommunizieren, dass uns auch wichtig ist, dass die, wenn die sich für uns entscheiden, das eine klare Entscheidung ist und die sich da sicher sind, weil es bringt ja mir nichts, wenn ich jetzt sage, boah, perfekt. Und ich merke nach einer Woche, die sind unglücklich, weil ich denen nicht das anbieten kann, was sie eigentlich wollen. Jetzt praktisches Beispiel im Praktikum ist so, wenn du bei uns in der einen Firma anfängst, bist du eher so, wirst du so ins kalte Wasser geschmissen, weil wir so super klein sind, da sind so ich und Holger die Ansprechpartner so direkt und man hat nicht so diese intensive Betreuung. Andere wiederum brauchen das aber. Und bei uns bei den Bewerbungsschreibern, wir haben auch ein paar Leute im Marketing Team und wenn die da bei uns ein Praktikum machen, da ist die Betreuung viel besser. Aber natürlich hast du auch nicht so schnell Verantwortung. Also je kleiner ein Unternehmen, desto schneller ist auch mehr Verantwortung. Und das sind so Dinge, die muss man sich bewusst machen. Und deswegen ist so eine Liste und dieser Selbstcheck, diese Selbstreflexion, nicht nur diese Standardsachen, Gehalt, Aufgaben, sondern wirklich, was ist mir noch wichtig? Sicherheit ist für manche von Anfang an mit 25 schon total wichtig. Genau, Sinnhaftigkeit irgendwie gut, Spaß ist so und abwechslungsreich sind so Standardsachen vielleicht aber auch wie die Arbeitsatmosphäre sein soll, komme ich damit überhaupt klar, wenn ich mal alleine im Büro sitze, komme ich im Großraumbüro überhaupt klar.
Genau, ich habe doch mal was vorbereitet. Ich habe mal so einen Versuch gemacht, so ein paar Fragen zu stellen. Die kann man jetzt vielleicht so klein nicht alle auf Anhieb lesen, aber natürlich gibt es so verschiedene Punkte, die man einfach so für sich definieren kann. Das sozusagen jetzt mal mein Versuch oder unser Versuch bei der Karrierebibel sowas mal zusammenzupacken und da mal so eine Liste draus zu machen, wo man eben verschiedene Bereiche hat. Eine Unternehmen, Tätigkeit, Vergütung, Perspektiven, Freiheitsgrad. Ich finde auch gerade den vierten Punkt, nämlich die Perspektive immer total wichtig. Also ich glaube, dass da die wenigsten Bewerber danach fragen oder darauf achten, dass sie sich Gedanken darüber machen, welche Perspektiven habe ich eigentlich im Job. Oft ist es ja nur so ein Moment, erstmal in den Job reinkommen, Einkommen haben, Arbeit und so weiter und so fort. Und da ist es halt so, dass du eben auch ganz dringend auf die Perspektiven achten solltest, finde ich, weil da steckt tatsächlich das Potenzial für deinen echten Traumjob drin, weil du dich weiterentwickeln kannst und zwar in die Richtungen, die du vielleicht anstrebst. Gerade so eine Arbeitgeber Checkliste, Wir also als schamlose Eigenwerbung mal hier kurz, man kann die sich bei uns auch runterladen als PDF, kostenlos natürlich. Da sind die Fragen drin. Da könnte man dann zum Beispiel für sich selber auch pro Arbeitgeber die Kreuzchen setzen und so eine Art, siehst du hier so Punktevergabe, Noten, Schulnoten vergeben, um dann hinterher zu bewerten, welcher Arbeitgeber hat eigentlich da oder welche Jobs, die ich da jetzt gerade sehe, haben also die besten Noten. Aber im Grunde sind das diese Fragen hier ein bisschen größer, die man sich einfach mal stellen kann. Und ich glaube, wenn man sich so eine Liste macht, wie gesagt, gibt es bei uns als PDF, kann man sich runterladen die Checkliste, dann ist es ganz, ganz wichtig, dass man für sich selber ist jetzt nur ein Anfang, aber ich glaube, jeder hat da so andere Prioritäten. Vielleicht hast du dann auch bestimmte Werte, die dir wichtig sind, dass sich das Unternehmen ökologisch nachhaltig arbeitet oder so. Also gibt ja auch Leute, die sagen, ich würde nie im Leben beim Rüstungskonzern wie Rheinmetall arbeiten oder so. Bloß nichts mit Waffen und Krieg oder sonst was zu tun haben. Solche Sachen gehören natürlich auch auf die Liste und dann muss halt sagen, wo stehen die in meiner Prioritäten Skala weit, weit oben. Und ich glaube, damit kommt man bei der Jobsuche schon deutlich weiter, weil man natürlich direkt auch die Auswahl viel besser einschränken kann und den Suchradius optimieren kann. Und gleichzeitig kannst du halt hinterher den Arbeitgebern viel bessere Fragen stellen.
Ja, auf jeden Fall. Viele handeln ja da glaube ich so eher nach Bauchgefühl. Ich meine, das ist auch wichtig. Und ich glaube aber auch, wenn man zum Beispiel ein schlechtes Bauchgefühl hat und mal so deine Liste zum Beispiel zur Hand nimmt, dann wird man das da wiederfinden, warum man das hat. Und das ist vielleicht auch hilft einem auch selber. Und wenn es in die andere Richtung geht, dann wenn man dann zu euphorisch, Ich bin so ein Mensch, der geht sehr schnell begeisterungsfähig und zu euphorisch und ich brauche dann halt sowas mal, dass ich dann wirklich noch mal ganz in Ruhe mal wirklich nach so einer Liste mir anschaue, bewerte ich das jetzt über vielleicht dieses nach dem Vorstellungsgespräch, diesen, also meinem Fall geht es nicht um Traumjob, aber genau, ich glaube, viele Menschen sind so und dann kann man mit einer Liste wirklich das noch mal ganz realistisch bewerten halt, wo kommt das her, was finde ich attraktiv, aber was sollte ich vielleicht wirklich noch mal prüfen, auch in einem zweiten Vorstellungsgespräch oder mit Rückfragen und oder dann vielleicht auch im ersten Vorstellungsgespräch.
Wenn es da nicht stattfindet. So und dann kann es aber eben passieren und das möchte ich auch noch mal sagen, das sehe ich halt bei einigen Jobwechslern, die ich der Vergangenheit schon betreut habe. Die sind dann kreuzunglücklich mit ihrem aktuellen Job oder Beruf und haben so das Gefühl, ich habe mein Leben völlig falsch angefangen, so irgendwie ich habe Zeit vergeudet, Lebenszeit verschwendet und denen sage ich immer, der Gedanke ist schon falsch. Also so sage ich es natürlich nicht, sei es etwas verklausulierter und netter, aber im Grunde genommen ist der Gedanke falsch, weil einfach vielleicht hast du dich einfach verändert. Das ist so wie in Beziehungen ja auch, da sind zwei Menschen und die passen zusammen und ich habe jetzt leider In meinem Alter kommt schon mal vor, dass Freunde sich eher wieder scheiden lassen, nachdem sie lange verheiratet sind. Und dann habe ich am Anfang den falschen Partner genommen. Ich sag immer, nein, hast du ja nicht, weil am Anfang war ja bei beiden Liebe da, also im Idealfall. Aber es kann eben sein, dass sich Menschen sozusagen auf unterschiedlichen Geschwindigkeiten entwickeln. So der eine entwickelt sich schneller und weiter oder in andere Richtungen und auseinanderentwickeln und dann passt es halt in der Beziehung nicht. Aber am Anfang hat es gepasst. Und so ist das vergleichbar mit einem Job. Auch darum prüfe, wer sich ewig bindet. Auch da kann es sein, dass sich ein Unternehmen in eine ganz andere Richtung entwickelt, als du das tust oder willst. Und du erkennst bei dir selber aber auf einmal Sachen, die dir viel besser gefallen. Oder ihr entwickelt euch in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Das heißt, Unternehmen hängt noch. Also kann ich jetzt rückblickend sagen, als ich damals die Verlagsbranche verlassen habe, war das so, ich war total euphorisch mit diesem Online Thema und die Verlage haben das noch überhaupt nicht gestaltet. Die wollten noch ihr Print Business am liebsten halten und gesagt, dieses komische Internet, das geht schon wieder vorbei, so ungefähr. Also so haben sie es nicht gesagt, aber die waren überhaupt nicht auf diesem Ding. Und deswegen bin ich dann Social Media Manager geworden. Ich muss in Unternehmen laden, die dieses Thema Social Media und Internet ganz anders begreifen und da in die Zukunft schon denken. Und da merkst du dann ist die Geschwindigkeit. Also es war ein toller Job. Ich war rundum glücklich 13 Jahre lang im Verlagsweden als Journalist. Mir hat das super gut gefallen, keine Frage. Aber dann habe ich gemerkt, die Entwicklung ist eine andere und vielleicht auch in eine andere Richtung und dann war es Zeit zu gehen. Habe ich mein Leben vorher verschwendet? Nein, natürlich nicht. Und vielen anderen geht das ganz genauso. Deswegen würde ich auch immer Berufseinsteigern sagen, probiert euch aus und wenn ihr nach ein oder zwei Jahren feststellt, das ist es nicht, dann wechselt den Job und das war da nicht irgendwie, oh Gott, mein Leben ist versaut und der Lebenslauf und jetzt habe ich da einen falschen Job und war ich doof und habe da irgendwie. Nein, nicht du hast. Manchmal braucht es ja auch diesen Umweg, um klarer zu sehen und zu sagen, okay, ich weiß jetzt, das ist es definitiv nicht aus den und den Gründen und die packe ich dann jetzt wieder und da sind wir wieder bei dieser, ich blende es noch mal ein, bei dieser Liste und deswegen packe ich es dann auf diese Liste und sage, also da muss ich jetzt drauf achten, das sollte nicht mehr passieren.
Ja, das hast du sehr gut dargelegt. Genau, es ist immer ein Weg und ich meine, wenn man das jetzt nicht vielleicht auch in der Vergangenheit eine falsche Entscheidung getroffen hätte, wäre man vielleicht auch jetzt gar nicht an dem Punkt, wo man dann jetzt ist. Und deswegen, also wie gesagt, du hast einen ganz wichtigen Punkt, der vielleicht auch zur, wenn man so sagt, was ist ein Traumjob, was gehört, sind so die Kriterien. Die strategische Ausrichtung eines Unternehmens ist auch ein wichtiger Punkt, der dazugehört, den glaube ich viele aus acht lassen, weil er Zukunft gerichtet ist. Viele definieren einen Traumjob anhand der Kriterien, die aktuell für sie halt wichtig sind. Aber Wenn ich jetzt zum Beispiel weiß, irgendwie ein Unternehmen, ich bin so ein Jungs Startup, da sind 20 Leute oder 10, 5, keine Ahnung und ich habe da voll Bock drauf, aber wenn ich schon weiß, die haben eine schwere Finanzierungsrunde gemacht und haben irgendwie zwei Millionen Euro gekriegt, dann muss mir klar sein, dass da jetzt auch Druck bald richtig auf dem Kessel ist und dass da vielleicht in einem Jahr 50 Leute sitzen. Also dass man sich darüber im Klaren ist, was ist so ein bisschen die strategische Ausrichtung, wo soll es hingehen und passt das mit meinen Vorstellungen auch dann noch im halben oder in einem Jahr zusammen oder in zwei?
Ja klar. Ja und eventuell wechseln dann auch die Geschäftsführer, weil da war der bei dem Startup Beispiel warst auch das kann ja dann passieren, dass die tatsächlich nach einer gewissen Zeit einfach dann merken, sie können diese Anforderungen, dieses Wachstum überhaupt nicht mehr gestalten und sind damit eigentlich überfordert. Und dann ziehen sich Gründer auch schon mal zurück und gehen dann in den Beirat oder Aufsichtsrat oder wie auch immer und dann übernehmen andere. Aber dann kann sich auch so eine Kultur noch mal total verändern. Genau so ein Unternehmen überhaupt, wenn der Vorstand wechselt, auch das habe ich in der Vergangenheit, also wohl als Journalist, ich eben auch als auch im Bekanntenkreis ein paar Mal beobachtet. Wenn der Vorstand wechselte, wechseln auch ganz gerne mal die Strategien und die Läden sind auf einmal komplett anders und nicht alle Mitarbeiter sind damit immer so einverstanden. Und dann ist auch so ein Punkt gekommen, wo du der Beruf, der Macht mir Spaß, aber nicht mehr in dem Laden und das ist dann vielleicht auch nicht mehr mein Unternehmen. Ich habe zum Beispiel auch irgendwann mal feststellen müssen, als ich dann in die Wirtschaft gegangen bin, das war zwar ein kleines und mittelständisches Unternehmen, aber dahinter stand ein großer Konzern. Und ich weiß für mich selber, ich bin tendenziell kein Konzerntyp. Also das ist mir zu viel Politik auch intern, das ist mir zu viel Hierarchie, zu lange Abstimmungswege zu. Also das gefällt mir einfach nicht mehr. Ich bin da eher so, ich brauche Tempo und muss da schnelle, kurze Wege haben. Und das geht in einem Mittelständler viel besser oder eben als Selbstständiger erst recht als in so einem Konzern. Und das habe ich zum Beispiel auch dann irgendwann festgestellt, das ist nicht meins. Bevor wir noch weiterreden, ich sage mal kurz, wir sind ja auch schon wieder 20 Minuten dran, aber für alle, die jetzt gerade eingeschaltet haben, hier unten, das steht nicht zufällig da, wo auch immer ihr gerade zugeschaltet auf Facebook, YouTube, LinkedIn oder Twitch. Ihr könnt Kommentare schreiben in den jeweiligen sozialen Netzwerken, die sehen wir dann auch und die können wir einblenden und beantworten natürlich auch eure Fragen dazu. Also herzlich gerne und willkommen. Und wenn ihr nicht möchtet, dass wir die einblenden, weil ihr anonym bleiben wollt, dann schreibt einfach kurz anonym dazu oder davor für den Kommentar und dann lese ich die nur vor und nenne keine Namen und dann blenden wir auch nichts ein. Das machen wir ja sowieso in jeder Sendung. Aber es sei nochmal an der Stelle gesagt, also ihr könnt auch gerne Fragen stellen und dann beantworten wir die gerne. Vielleicht noch ein Thema, was wir noch gar nicht angesprochen haben, Wie kann man denn, also außer so einer Liste, wie kann man denn sozusagen für sich selber seinen Traumjob finden? Das ist ja auch noch mal so eine Frage. Gibt es ja verschiedene Modelle, wie man zum Traumjob kommt, wie man finden kann. Klar, Jobsuche klassisch, logischerweise mit Kriterien arbeiten. Es gibt aber noch ein paar andere Mittel und Wege. Was fällt dir da spontan ein?
Ja, also grundsätzlich ist natürlich dieses, wenn man jetzt weggeht von einer aktiven Suche, sind halt die Erfahrungen, die man macht, der Weg oft dahin tatsächlich, Das hast du ja schon am Anfang beschrieben. Ansonsten, wenn ich jetzt wirklich aktiv mich verändern will und noch nicht so die konkrete Idee habe, weil ich gar nicht weiß, was mein Traumjob ist, würde ich tatsächlich irgendwie, Man hat ja trotzdem irgendwas, wo man in welche, also man hat ja Vorstellungen trotzdem so und ich würde dann einfach tatsächlich irgendwie mal mir Stellenausschreibung durchlesen und ja dann auch reflektieren anhand von so einer Liste. Vielleicht könnte das was sein, auch wenn es mich nicht in dem ersten Moment so total begeistert oder so und mir verschiedene Sachen einfach auch mal angucken. Ich weiß aber, dass du ein ganz konkretes Modell auch noch vor Augen hast, wie man da so ein bisschen strategischer auch dran gehen kann.
Ich habe gleich mehrere Modelle vor Augen, die man sich da, die man sich anschauen. Natürlich kannst du zum Beispiel auch über deine Stärken und Leidenschaften gehen. Das ist so ein klassischer Weg, dass du natürlich sagst, was sind meine größten Stärken? Wo kann ich am besten einsetzen? Was sind meine Leidenschaft, meine Interessen? Oft gibt es ja dann so Übertragungen aus den Hobbys. Warum habe ich dieses oder jenes Hobby? Warum macht mir das so viel Spaß? Warum verliere ich da die Zeit aus den Augen und stelle nachts um drei fest, Mensch, du bist immer noch wach, so ungefähr. Also darüber kann man natürlich einen Hebel finden. Eine andere Frage und da habe ich in der Tat, weißt du ja die Folie schon vorbereitet. Ein anderer Klassiker ist die sogenannte Flaschengeistfrage. Ich mag die deswegen, weil die so herrlich einfach ist. Aber das ist ein schöner, schöner Tipp noch mal, mit der man sozusagen auch seinen Traumjob finden kann. Also die Idee ist stell dir vor, du findest diese berühmte Lampe, reibst dran, der Flaschengeist kommt, ich erfülle dir einen, den Berufswunsch und du kannst nicht scheitern. Also das ist sozusagen der Doppelwunsch. Du kannst dir einen Job wünschen, aber du kannst darin nicht scheitern. Was wäre es? Ist natürlich eine rein hypothetische Frage. Ja klar, aber oftmals kommt man ja da so seinem echten Herzenswunsch auf die Schlicht. Die meisten Leute bremsen sich ja selber aus, blockieren sich selber, weil sie sagen, das würde ich so gerne machen. Aber ob ich das kann, ob ich das schaffe, ich glaube ja nicht dran. Oder aber das Geld fehlt und dann kann ich mir das, das kann ich ja nicht finanzieren und ich bräuchte dann noch eine Umschulung oder so. Ich sage halt immer, wer etwas will, findet Wege, wer etwas nicht, wie findet Gründe. Also de facto muss man einen Weg finden, wie es dann doch geht. Aber erstmal hast du ja ein Ziel vor Augen, aber die machen das Ziel schon vorher kaputt. Und die Flaschengeist Frage hilft halt dabei sozusagen. Du kannst nicht scheitern, spricht erstmal nichts dagegen. Gibt noch Varianten, die dann Hersteller wurde für Gewinnst eine Million, lass es auch zehn Millionen im Lotto sein. Was würdest du dann machen? Also dann sage ich mal Weltreise und liegt nur noch auf der Couch so ungefähr und trink morgen schon Rosé Wein. Das machst du vielleicht ein Jahr und wenn du dann nicht an Leberzirrhose stirbst, dann machst du doch noch mal was anderes, weil dir das zu langweilig wird. Aber was wäre es dann? Was würdest du dann machen? Und das ist im Prinzip die Millionärs oder die Lotto Frage, die Flaschengeistfrage. Es kommt da immer auf selbe hinaus. Aber das finde ich eigentlich ganz probates Mittel, um zu sagen, was würdest du denn machen, wenn du wüsstest, du kannst nicht scheitern? Was wäre dein absoluter, dein Herzensprojekt? Und wenn du das kennst und sagst, also das wäre es eigentlich, damit wäre ich total glücklich, was ich wie gesagt wieder temporär verändern kann. Dann finde einen Weg. Dann finde einen Weg, wie du es machen kannst.
Ja, total gut. Übrigens, du hast Lotto gerade angesprochen, da weiß man ja auch übrigens, dass die, die dann irgendwie Lotto Millionäre sind, da gibt es ja auch Studien zu, wurden ja mehrere begleitet, die dann sehr schnell sehr unglücklich wurden. Dessen muss man sich dann halt auch immer bewusst sein und passt glaube ich zu unserem Thema einfach auch.
Ich kenne ja tatsächlich, habe ich in meinem Bekanntenkreis zwei, drei Millionäre, also die im Prinzip ausgesorgt haben. Auch die sind noch berufstätig und zwar sehr, sehr gerne. Also die haben natürlich keine finanziellen Sorgen jetzt manch anderer, aber auch die sagen, also denen geht es auch gar nicht so sehr glücklicherweise immer noch mehr mehr. Das finde ich dann auch so ein bisschen so ein Rattenrennen irgendwo. Aber die sagen halt auch, ich suche jetzt die Tätigkeiten, die mir am meisten Spaß machen. Da gibt es dann einige, die dann als Privatier eben unterwegs sind und den Start-ups investieren und eben anderen Leuten auf die Sprünge helfen. Und und mir fällt noch ein Modell einer muss ich aber jetzt hier mal gucken, ob ich das sozusagen live reinschieben kann. Müsste eigentlich klappen, wenn ich das hier, da ist es auch schon. Guck mal hier, es hat geklappt. Kann das hier drüber liegen? Ich mache mal ein bisschen kleiner. Muss ich ja noch die Folie von dem anderen Ding da wegnehmen, dann stört die nicht mehr. So, jetzt haben wir es hier in schön noch schnell eine Szene gebaut.
Zack.
Das Ikigai Modell, das japanische auch das glaube ich, kennen zwischen schon total viele, wo du denn nach diesen vier Kriterien sozusagen deinen absoluten Traumjob finden kannst. Du liebst es, die Welt braucht es auch. Das finde ich immer wichtig, dass der Kick gibt es dafür auch eine Nachfrage, Du wirst dafür bezahlt. Klar, solltest dafür auch Geld geben. Ich glaube, ohne will auch keiner arbeiten, macht es dann auch nicht so viel Spaß und du solltest natürlich auch großartig da drin sein in irgendeiner Form, damit du da natürlich dann auch erfolgreich bist. So, das sind so die vier Dinge und man merkt so in den Schnittstellen bei dem einen oder anderen fehlt dann halt immer ein Punkt.
Ja.
Da bist du dann vielleicht erfüllt, aber nicht wirklich, kannst dir nichts leisten oder bist unsicher oder hast du ein Gefühl von Leere und oder das Gefühl nutzlos zu sein. Und ich glaube, das ist ein sehr, sehr schönes Modell, mit dem man auch versuchen kann, Jobs auszuwählen oder sogar sein großes Wort Berufung zu finden. Aber daher kommt ja das Wort Beruf.
Ja, auf jeden Fall. Ja, ist ein schönes Modell. Ich denke mal, die beiden Dinge, die du genannt hast, aber auch natürlich dieses Hands on, einfach mal Recherche, Selbstreflexion, einfach mal gucken, was für Jobs gibt es wirklich. Das empfehlen wir oft auch so Kunden, die dann irgendwie nicht so klar sind und dann ja, also wenn man sich ein bisschen, man muss sich Zeit nehmen halt und dann wird man fündig. Und tatsächlich vielleicht noch ein Satz dazu, was auch so ein Punkt ist, was wir auch schon oft gemerkt haben, ist, dass so Leute, die dann mehrere Vorstellungsgespräche führen, ihr Bild schärfen auch das ist halt auch wichtig. Man kann sich auch mal auf einen Job bewerben, wo man vielleicht noch nicht zu 100 Prozent überzeugt ist. Und sich auch mal mit den richtigen Fragen dann vielleicht auch überzeugen lassen. In meinem Vorstellungsgespräch. Kein Vorstellungsgespräch ist irgendwie Zeitverschwendung in der Regel, weil man immer Erfahrungen macht und auch immer sein eigenes Bild schärft, sein eigenes Zielbild, sag ich mal.
Ja, reden hilft definitiv und oft ist es ja, deswegen sollte man ja auch mit seinen Freunden oder mit guten Leuten im Zweifelsfall auch mal mit einem Coach, nein, das ist jetzt keine Eigenwerbung, aber eben auch mit Außenstehenden mal drüber sprechen, weil gerade durch das, ich meine, das ist das Geschäft eines Coaches, der stellt halt gute Fragen und gerade durch dieses Reden, drüber nachdenken, reflektieren, kommst du, siehst du es halt viel, viel klarer. Und ich glaube auch hier wieder zu unserer Ausgangsfrage zurück, nicht zu hoch hängen, den Traumjob, Selbst der tollste Job hat Schattenseiten, der macht nie Spaß. Also ich würde jetzt sagen, bin jetzt seit über zehn Jahren selbstständig, glaube zwölf Jahre oder sowas mittlerweile schon. Das ist tatsächlich gefühlt meine Berufung. Es macht mir sau viel Spaß, selbstständig zu sein. Aber auch da muss man sagen, auch selbstständig sein hat seine Höhen und Schattenseiten auch. Wir haben schon schwierige Jahre durchlebt, Wem sage ich das? Auch wir haben schon schwierige Tage und Monate durchlebt, wo du vielleicht auch mal ins Minus gehst oder wo die Aufträge nicht so da sind. Gerade in der Anfangsphase war das nicht leicht. Und wir haben als Schreiberlinge immer gesagt, zu schreiben, schreiben zu müssen ist die Hölle, geschrieben zu haben ist der Himmel. Und so ist es natürlich in der Selbstständigkeit vergleichbar. Also wenn es läuft, ist das super, wenn es so läuft, ne, andersrum so, immer, ne? Ja, spiegelverkehrt, ich muss ja mal Spiegelverkehr, Wenn es läuft und die Kurve nach oben zeigt, ist es super. Aber wenn es halt runter geht, dann fängt dich ja als Selbstständiger auch keine auf und dann kann das die Hölle sein und dann ist das echt mit viel Druck verbunden und vielleicht auch Verzweiflung und nicht wissen, wie es weitergeht und so weiter und so fort. Also auch der Job macht nicht immer Spaß. Und bei Selbstständigen muss ich dir auch nicht erklären. Also Steuererklärung, da habe ich glücklicherweise Steuerberater, der es macht, aber das ist die Hölle. Also mir macht sowas überhaupt nicht Spaß.
Mir macht auch nicht alles Spaß.
Rechnung schreiben und manchmal auch Schwierige Gespräche mit Mitarbeitern machen auch Spaß, aber die gehören dazu. Also insofern Traumjob. Welcher Job ist perfekt? Deswegen ist glaube ich vielleicht wichtiger. Den Satz vielleicht noch, deswegen ist vielleicht wichtiger. Passung statt Perfektion ist mir gerade so eingefallen. Also es ist irgendwie, ich glaube, wenn man merkt, der Job passt grundsätzlich zu mir, jetzt zu meiner Persönlichkeit, zu meinen beruflichen Zielen, ist das besser, als nach Perfektion zu sprechen. Perfektion wird es nicht geben bei der Jobsuche.
Das hätte man, das ist eigentlich schon das perfekte Schlusswort tatsächlich. Ja, also gebe ich dir vollkommen recht. Ich kann nur noch eine Sache auch hinzufügen, vielleicht gerade jetzt so als Unternehmer, das ist mir gerade so aufgefallen, als du das gesagt hast, wenn es richtig gut läuft, dann wird man meistens auch größer. Und ich kann mich an Zeiten erinnern, wo wir wirklich die doppelte Größe jetzt auch von dem Festangestellten noch mal hatten als jetzt. Und ich muss eins sagen, da haben sich natürlich die Aufgaben verschoben, meine eigenen, da war nicht weniger operativ, sondern mehr so administrativ. Ich hatte viel mehr Personalthemen, es gab viel mehr Einzelprobleme und viel mehr Gespräche. Und ich muss sagen, das zum Beispiel, da ist jetzt auch, wenn es wirtschaftlich uns zum Beispiel auch schon mal besser ging, die Aufgaben, die eigentlichen Aufgaben, die machen mir jetzt gerade wieder viel mehr Spaß. Ja, das ist so dieses, das habe ich auch so selbst in den letzten Wochen erkennen müssen, dass ich auch ein operativer Mensch bin und nicht nur Geschäftsführer oder so sein kann, kein Manager nur sein kann. Das passt auch nicht voll zu mir.
Geht mir ganz genauso. Also auch ich stelle fest, so bestimmte Sachen und dann ist es einfach besser, auch für sich selber zu erkennen, immer nur wachsen, wachsen, größer werden. Auch das ist ja so ein Thema. Können wir ein neues Fass aufmachen, machen wir nicht Downshifting. Also Menschen, die irgendwann vielleicht erkannt haben, haben eine Führungskarriere, Laufbahn angestrebt und merken dann irgendwie, das ist es nicht eigentlich. Ich denke da jetzt gerade an meinen Freund, der ist Ingenieur, der hat auch irgendwann mal, ist auch aufgestiegen, hatte dann Teams zu managen und und und. Er sagt aber eigentlich möchte ich am Produkt ganz nah dran sein, entwickeln, dafür bin ich Ingenieur geworden und sonst hätte ich ja BWL studieren können oder Management oder ein MBA oder sowas machen. Ich will eigentlich nah ran ans Produkt. Ich möchte entwickeln, tüfteln, schrauben, Drecköl unter den, also im Automobilbereich Drecköl unter den Fingernägeln haben. So, das findet er viel cooler. Und dann ist im Zweifelsfall auch der Punkt gekommen, wo du sagst, okay, da muss man halt sein Leben wieder ein bisschen neu arrangieren, aber dann kommt man seinem wahren Traumjob, seiner Berufung, seiner Leidenschaft wieder. Viel das Gefühl, was du da gerade beschreibst, das kenne ich. Wir werden im Anschluss an diese Sendung noch ein bisschen darüber fachsimpeln, das bleibt dann aber entre nous. Aber weil du sagtest, Schlusswort mit Blick auf die Uhr, wir machen an der Stelle einfach mal einen Haken dran. Fragen sind jetzt keine gekommen. Letzter Aufruf, während ich noch die Abruber dazu mache, die letzte Chance noch eine Frage rein zu grätschen, dann beantworten wir die noch. Ansonsten sage ich vielen Dank fürs Einschalten, fürs Zuhören. Hoffentlich konnten wir Impulse geben. Ansonsten sind wir natürlich wieder in zwei Wochen für euch da, live mit einem neuen Thema und ich freue mich schon wieder und der Greenscreen ist schon cool, aber ich stelle fest, wenn du da nah rangehst oder weiter weg, dann verändert der sich schon mal ins Blaue. Ganz witzige Farbspiele manchmal von den Lichtverhältnissen oder so. Ansonsten gibt es nicht so ein fancy Hintergrund und alle Leute denken, du sitzt in so einem super Studio oder so von der. In dem Sinne, wir sagen danke fürs Einschalten, fürs Zuschauen und wie gesagt, wenn noch Fragen sind, wir sind auf jeden Fall in zwei Wochen wieder für euch da. Bis dahin, Ciao, ciao.
Bis dann. Ciao.










